THEATER: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz – Anthropos, Tyrann (Ödipus)

Die Inszenierung wurde in der Presse und auf http://www.nachtkritik.de meist recht lobend besprochen. Ich habe sie mir angesehen. Der nächste Streamingtermin der Inszenierung ist der 26. März. HIER geht es zur Stückeseite auf der Website der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.

Man lässt sich auf eine in gewisser Weise besondere Art Inszenierung ein. „Anthropos, Tyrann (Ödipus)“ nach Sophokles von Alexander Eisenach, dem immer noch recht jungen Regisseur, der natürlich an verschiedenen Bühnen arbeitete (Frankfurt, Hannover, Graz…) und 2020 erstmals an der Volksbühne in Berlin erfolgreich inszeniert hatte. Aber es geht hier weniger um den Regisseur der Inszenierung. Die Inszenierung ist – das ist das Besondere – eine „Koproduktion“ der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz in Berlin mit der Humboldt-Universität in Berlin. Theater und Wissenschaft finden zusammen, aber zwei Welten treffen leider nicht sehr phantasievoll aufeinander.

Warum die Kooperation? An der Humboldt-Universität gibt es seit 2019 das sogenannte „Theater des Anthropozän“. Die Humboldt-Universität will damit aus der nüchternen Ecke der Wissenschaft heraus und mehr Kommunikation mit der Gesellschaft führen. Sicherlich auch angesichts der immensen Herausforderungen, vor denen die Wissenschaft steht. Siehe nicht nur Corona, sondern vor allem die Klimakatastrophe.

Wissenschaft und ihre gesellschaftliche Wirkung, ihr Einfluss – „Theater des Anthropozän“ ist dementsprechend Teil von „Open Humboldt“, der Initiative der Humboldt-Universität zum Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. An dieser Inszenierung auf der Bühne mitwirkend ist übrigens Antje Boetius persönlich, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts und neben Frank Raddatz künstlerische Leiterin des „Theater des Anthropozän“.

Es geht in der Inszenierung „Anthropos, Tyrann (Ödipus)“ nicht um Corona, sondern um die Klimakatastrophe der Welt. Dieses Thema versuchten die beiden Kooperationspartner gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Gekoppelt wird das „wissenschaftliche“ Thema der Klimakatastrophe an die klassische Mythologie um Ödipus. Parallelen liegen dabei auf der Hand. Ödipus, der sein Schicksal nicht erkannte, seinen Vater umbrachte und mit seiner Mutter Kinder bekam und alles zu spät erkannte und sich schließlich die Augen ausstach. Es wird vor diesem Hintergrund ein Vergleich zu heute aufgemacht: Der Mensch – „Anthropos, Tyrann“ – , der sein Schicksal nicht erkennt und die Welt zerstört. Darum geht es. Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz kümmert sich derzeit recht intensiv um die Antike. Auch in anderen Inszenierungen.

Der Abend ist aber sehr kopflastig, er ist nichts für Emotionen. Schade. Es ist meines Erachtens dadurch zu schulmäßig geworden. Das Thema der auf uns zu rollenden Klimakatastrophe hätte mehr verdient, mehr aufrüttelnde Effekte, mehr Panik geradezu, mehr Erschütterung des Zuschauers. Zu sehr wird immer wieder – fast referatmäßig – auf dem allgemeinen Gedanken herumgeritten, dass es der Mensch ist, der sich zum Herrn der Natur gemacht hat und nun alles zerstört. Daran merkt man, dass vor allem die Wissenschaft wirklich zu weit weg ist von konkreten Überlegungen.

Der Mensch hat nicht gesehen oder verstanden, was er da machte – wie Ödipus – und jetzt ist es zu spät. Der Abend springt zwischen der Erzählung der mythologischen Geschichte um Ödipus einerseits und der aktuellen Welt Entwicklung andererseits. Das ist ein durchaus schöner Gedanke, doch aufregend oder aufrüttelnd ist diese Inszenierung deswegen, wie gesagt, leider nicht. Es stellt sich meines Erachtens sogar die Frage, ob das abstrakte und pauschale Thema der menschlichen Schuld an der Klimakatastrophe nicht zu sehr losgelöst von irgendeiner Realität aufgehängt wurde. Und ob man diesen Gedanken nun wirklich nicht schon lange kennt! Da hilft auch keine Verbindung dieses Gedankens mit der griechischen Mythologie.

Gedanken um die menschliche Schuld an der Entwicklung sind nicht neu. Allein diese Gedanken mit der klassischen Tragödie zu verbinden, hilft dann auch nicht weiter. Auch die Tatsache, dass die SchauspielerInnen sich zu Beginn und am Ende der Inszenierung in die Kamera wenden und jeden von uns damit ansprechen und ansehen wollen, hilft insoweit nicht weiter. Der Zuschauer hatte nicht die Gelegenheit, sich emotional auch nur irgendwie mit einer der agierenden Personen auseinanderzusetzen. Eine Art unmittelbarer Einbeziehung des Zuschauers sollte allerdings dadurch geschaffen werden, dass der Zuschauer mit seinem Gerät zuhause eine 360° Kamera, die in der Mitte der Bühne fixiert war, nach Belieben drehen konnte und so alles beobachten konnte.

Doch meines Erachtens LEIDET der Abend fast daran, dass sich Wissenschaft und Theater so deutlich vereinen wollen. Es bleibt zu theoretisch, zu nüchtern, zu erklärungsbehaftet, textbelastet. Es überwiegt der wissenschaftliche Gedanke, sogar Frau Boetius persönlich erklärt sich lange auf der Bühne. Besonderen Zugang zu diesen wissenschaftlichen Gedanken über die Klimakatastrophe liefert leider das Theater hier nicht. Sowohl im Hinblick auf das Bühnenbild, als auch in schauspielerischer Hinsicht ist es meines Erachtens daher auch keineswegs irgendwie aufrüttelnd. Schade.

HIER ein Trailer.

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THEATER: Die Münchner Kammerspiele – The Munich Kammerplays

Sie sind kaum wiederzuerkennen und man muss vor allem fast schon gut Englisch können, um zu verstehen, was angeboten wird. Die Münchner Kammerspiele: „The Munich Kammerplays“ kann man sie nennen. Sie geben sich englischsprachig. Schon die Hausfront der Münchner Kammerspiele in der Maximilianstraße – siehe mein Foto oben – zeigt es ja.

What is the City?“ und „I beleive in pink“ liest man an der Front. Ein Auszug aus dem derzeitigen Programmangebot zeigt es dann noch deutlicher. Angekündigt sind für Februar und März

  • Through a window – eine „Sammlung digitaler Kunstwerke der syrischen Künstlerin Sulafa Hijazi“ im Habibi Kiosk
  • Sisterhood – ein „Talk“ mit der Künstlerischen Leitung des TR Warzawa über die Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit
  • Broken Brecht – ein „epischer Autorinnenschaftskrimi“
  • tanikō (cold love)
  • Like Lovers Do (Memoirs of Medusa) – im Rahmen von Arbeit am Feminismus #schreiben
  • The Tempest
  • The Fittest Will Survive?
  • The Digital Assembly
  • Jeeps
  • Bohren & der Club of Gore
  • Habibi Gigs
  • Gezeigt war schon: „Touch“ von Falk Richter

Das ist viel für ein/zwei Monate! Dazu wir dann übrigens – zugegeben: neben einzelnen deutschsprachigen Titeln – derzeit noch angekündigt:

  • Paisajes para no colorear – Landschaften die nicht auszumalen sind
  • BELARUS! Das weibliche Gesicht der Revolution?
  • Buđenje Proleća – Frühlingserwachen

Und dazu laufen dann auch noch immer wieder – langfristig angelegt – Veranstaltungen unter dem (auf die Münchner Stadtgemeinschaft bezogenen) Motto: „What is the City?

Am Münchner Odeonsplatz fand dazu im vergangenen Jahr auch schon statt: „What is the city but the people? Eine – wie es hieß – Stadtraum-Performance mit Münchner*innen.


Nun, Internationalität ist natürlich unser alltägliches Leben geworden, keine Frage! Und ich habe nichts gegen Internationalität oder gegen die englische Sprache! Überhaupt nicht! Ich finde es immer wieder interessant zu sehen, wie man sich in anderen Ländern künstlerisch ausdrückt. Zuletzt hatte ich ja über ein wunderbares Streaming eines polnischen Teams am Residenztheater berichtet (HIER der Link). Aber doch gleich so geballt? Wo bleibt denn die Münchner Stadtgemeinschaft? Die Münchner Kammerspiele treten unter der neuen Intendantin Barbara Mundel vor allem mit folgendem Vorhaben an:

„Wir fragen nach neuen Verantwortlichkeiten im Theater: Wer spricht, wer entscheidet, was und wie wird erzählt? Theater verstehen wir als Labor … Dabei suchen wir nach neuen Begriffen, fremdartigen schönen Sprachen, lebbaren Körperlichkeiten und nach den verbindenden Erzählungen der Zukunft. … Wir möchten zugänglich sein und unsere Zugänglichkeit immer wieder aufs Neue überprüfen. Wir lassen die Wirklichkeit nicht in Ruhe. Sie lässt uns ja auch nicht in Ruhe.

Diese wortreich angelegten schönen Vorhaben setzen meines Erachtens auch voraus, dass – vor allem als Stadttheater – die „Zugänglichkeit“ zum Theater möglichst vielen MünchnerInnen aus allen Schichten gegeben bleibt. Und genau da mag die Frage entstehen, ob die überbordende Internationalität und vor allem Englischsprachigkeit des aktuellen Angebots für manch einen nicht eher schon abschreckende Wirkung oder gar geradezu etwas Elitäres hat. Wird damit nicht sofort eine Schere aufgemacht?

Dies ist mein Eindruck. Theater haben es nicht leicht momentan. Da hängt natürlich vieles in der Schleife und kann nicht richtig austariert werden. Wir werden sehen.

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THEATER: „ES WAREN IHRER SECHS. Ein filmischer Inszenierungseinblick“ – Stream am Münchner Residenztheater

Auch das Münchner Residenztheater bietet verschiedene Streamings von Inszenierungen an. Für ein geringes „Eintrittsgeld“, dessen Höhe man selber wählt. Die Tickets sind dann jeweils bis 24 Uhr am Sendetag verfügbar. Der Stream ist jeweils für 48h ab Sendebeginn, also ab 19 Uhr, online. Was wird also an welchem Sendetag gebracht und kann gestreamt werden? HIER ist der Link zum Onlinespielplan des Münchner Residenztheaters, dort findet es sich.

Gestern, am 18. Februar 2021, war die Onlinepremiere von „ES WAREN IHRER SECHS. Ein filmischer Inszenierungseinblick.“ Weitere Termine sind dem Onlinespielplan zu entnehmen. Die Onlineversion dieser „Inszenierung“ ist kein klassischer Inszenierungsmitschnitt, sondern arbeitet mit dem über den gesamten Probenzeitraum gedrehten Filmmaterial. Ein Konstrukt aus Theater und Film. Es ist online die Uraufführung dieser „Inszenierung“ gewesen. Die Bühnenpremiere war am Resi auch für Februar 2021 geplant gewesen.

Der polnische Regisseur Michal Borczuch (Dramaturg und Autor Tomasz Śpiewak) zeigt hier seine erste Arbeit in München. Er hat „eine der markantesten Handschriften der gegenwärtigen polnischen Theaterszene“, heißt es. Er „spielt in seinen Arbeiten mit dem Grenzbereich zwischen Authentizität und Fiktion genauso wie mit den Interdependenzen von Leben und Theater.“

Zunächst: Filmisch großartig! Sie müssen genannt werden, das polnische Team um Michal Borczuch: Video und Schnitt Wojciech Sobolewski, Musik Bartosz Dziadosz, Licht Jacqueline Sobiszewski. Die düstere Atmosphäre auf der Bühne des Marstalltheaters wird immer wieder durch fantastische, zufällige oder gewollte, sehr eigenwillige, sehr besondere, nicht „gekünstelte“, nichts „verschönernde“ Kameraeinstellungen eingefangen und deutlich verstärkt. Filmaufnahmen, die für manche Filme einfach weggeschnitten werden würden! Auch die Musik trägt bei zur „schwierigen“ Situation derjenigen Personen, die damals die Weiße Rose bildeten und letztlich ihr Leben ließen. Sie wurden fast genau vor 78 Jahren hingerichtet, am 22. Februar 1943.

Dann: Die Onlineversion dieser Inszenierung wird genauso getragen von den fast durchweg jungen SchauspielerInnen! Man erkennt manchmal nicht, ob man eine Szene außerhalb der Proben, während der Proben oder während des Stückes auf der Bühne verfolgt. Es vermischt sich – wie die Szenen, wie Film und Theater, wie Fiktion und Realität. Ich möchte – rein subjektiv – Lana Velis hervorheben, HIER ihre Seite auf der Website des Residenztheaters.

Das Stück: Es basiert auf dem 1945 erschienenen Roman „Es waren ihrer sechs“ von Alfred Neumann. Alfred Neumann hatte, nach Amerika emigriert, im TIME Magazine von der Ermordung der Geschwister Scholl und von der Weißen Rose gelesen. Er erzählte dann aber nicht linear deren Geschichte, sondern befasste sich mit der – wie er sagte – «ewigen Idee» vom jugendlichen Widerstand gegen totalitäre Herrschaftssysteme. Allerdings: Michal Borzuchs Inszenierung spürt größtenteils der Situation der Mitglieder der Weißen Rose nach – in fiktiven Szenen – und nur in kurzen Sequenzen erfährt man den Eindruck, dass es hier auch um die „ewige Idee“ des Widerstands geht.

Ein – wie ich finde – sehr interessanter Text von Nikolai Berdjajew ist dazu dem Programmheft zu entnehmen. Der russische Religionsphilosoph Nikolai Berdjajew (1874-1948) war für die Mitglieder der Weißen Rose wichtiger Ideen- und Impulsgeber. Freiheit – Persönlichkeit- Widerstand. Eine kurze Sequenz dieses Textes wird vorgetragen. Dieser Text trifft in der Tat die ewige Idee des Widerstands!

Und vor diesem gesamten Hintergrund kann ich dieses irgendwie besondere Streaming, das Einblicke in die Proben der Inszenierung gibt, sehr empfehlen!

Hier der Text aus dem Programmheft.


„Das Dasein der Persönlichkeit setzt Freiheit voraus. Die Persönlichkeit existiert in der Welt nur dadurch, dass es nicht bloß ein Reich der Notwendigkeit, sondern auch ein Reich der Freiheit gibt. Ohne Freiheit kein Akt, keine Schöpfung, kein Widerstand. Das Individuum ist determiniert, es kann auch ohne Freiheit existieren.

Die Persönlichkeit aber ist eine Manifestation der Freiheit, sie bedeutet den Kampf der Freiheit gegen die Notwendigkeit. Ich habe hierbei nicht den Schulbegriff der Willensfreiheit als der Freiheit der Wahl im Auge, sondern den Begriff der Freiheit als schöpferischer Energie, als Bestimmung von innen her, als das geistige Prinzip im Menschen, das die menschliche Persönlichkeit erst eigentlich konstituiert. Freiheit ist Geist im Unterschied zur Natur als dem Prinzip der Notwendigkeit. Die Persönlichkeit im Menschen zeugt nicht allein von der Freiheit, sondern auch vom Geiste. Persönlichkeit heißt Widerstand gegen die unpersönliche äußere Umwelt, Nichtaufgehenwollen in ihr, Kampf gegen die Vergewaltigung durch Natur und Gesellschaft. Persönlichkeit heißt Wahl und Entscheidung. Man kann eine starke Individualität und doch nur eine schwach ausgeprägte Persönlichkeit sein; dann wird man es an Widerstandskraft gegenüber den Einwirkungen der Außenwelt fehlen lassen, wird nicht ankämpfen gegen die Notwendigkeit, die den Menschen von außen her bestimmt.

Der Begriff der Persönlichkeit steht in Beziehung zu einer Berufung und zu schöpferischem Wirken. Hier stoßen wir auf das Grundparadoxon ihres Wesens. Niemand kann von sich selbst sagen, er sei eine Persönlichkeit im vollen Sinne des Wortes, er habe sich völlig zur Vollendung gebracht. Persönlichkeit ist eine unendliche Aufgabe; sie ist nicht etwas Fertiges und Stabiles. Aber damit sie wirklich werde, damit auch nur ein Kampf um sie möglich sei, damit den auf ihre Zerstörung gerichteten Kräften Widerstand geleistet werden könne, muss sie bereits da sein, muss jenes Subjekt schon vorhanden sein, das den Kampf um die Vollendung der Persönlichkeit aufnimmt. Man kann dies auch so ausdrücken: es ist die Persönlichkeit selbst, die die Persönlichkeit realisiert; nur der Mensch bringt seine Persönlichkeit zur Vollendung, der selbst eine starke Persönlichkeit sein eigen nennt. Dieses Paradoxon ist einem anderen, dem Paradoxon der Freiheit, analog. Nur der Freie vollzieht die Freiheit in seinem Leben, nur der Freie befreit sich; nur er setzt der Macht der Notwendigkeit, die über seinem Leben waltet, Widerstand entgegen. Man darf selbst nicht mehr Sklave sein, wenn man das Joch der Sklaverei von sich abschütteln will.“

© des Beitragsbildes: Wojciech Sobolewski

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MUSIK: The Moody Blues – Nights in White Satin

Wieder ein Klassiker: The Moody Blues – Anfang der 60er-Jahre in England gegründet – Symphonic Rock. Weltbekannt wurde der Song „Nights in White Satin“, den ich hier im Blog bringe. Der Titel war eine Auskopplung aus der LP „Days of Future Passed“, die als „erste sinfonische LP der Rock-Geschichte“ ein Meilenstein der Musikgeschichte wurde. Erst seit Herbst 2018 hat es keine Liveauftritte der Band, die sich personell mehrfach änderte, mehr gegeben.

Die genannte LP „Days of Future Passed“ entstand unter der Mitwirkung des Sinfonieorchesters London Festival Orchestra. Andererseits: Die Band war – lese ich – eine der ersten, die ein Mellotron, eine Syntheziser-Variante, die ganze Streichersätze nachahmen kann, einsetzten, um einen sinfonischen Sound zu erzielen.

Der Song „Nights in White Satin“ wiederum, der von zahlreichen Künstlern gecovert  wurde, ist bis heute das Stück geblieben, mit dem die Gruppe The Moody Blues am meisten identifiziert wird.

Warum bringe ich den Song? Die englische Band Barclay James Harvest arbeitete Motive dieses Songs Nights in White Satin zu einem eigenen Stück mit dem Titel Poor Man’s Moody Blues um, nachdem sie von Kritikern als „Moody Blues für Arme“ bezeichnet worden waren. Und von Barclay James Harvest hatte ich gerade den Titel „Hymn“ im Blog gebracht. So kam ich auf The Moody Blues.

Hier also nun „Nights in White Satin“ von The Moody Blues. In dem Video haben sie alle Frisuren, als hätten die Friseure geschlossen gehabt …

MUSIK: Barclay James Harvest – Hymn

Barclay James Harvest wurde 1967 gegründet. Bekannt wurde die vierköpfige Band durch ihren orchestral geprägten Stil, der Klassik und Rock verband. Die Band existierte in der ursprünglichen Form bis 1998. Dann spaltete sie sich in zwei Bands.

Die Gründungsmitglieder John Lees und Wolly Wolstenholme bildeten das eine durch weitere Musiker verstärkte Duo, das anfangs Barclay James Harvest Through the Eyes of John Lees (BJHTTEOJL) genannt wurde. Sie existiert bis heute. Für 2020 angekündigte Konzerte wurden wegen der Pandemie verschoben. HIER ihre Website.

Die anderen beiden Gründungsmitglieder Les Holroyd und Mel Pritchard bildeten das zweite durch weitere Musiker verstärkte Duo, Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd (BJHFLH) genannt; auch diese Band existiert bis heute (laut Wikipedia – ich kann es nicht verifizieren). Auch hier gilt: Für 2020 angekündigte Konzerte wurden wegen der Pandemie verschoben. HIER deren Website.

Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Songs der Band ist „Hymn“. Ich bringe ihn hier unten. Wegen des pompösen orchestralen Musikstils der Band wurde sie manchmal auch „Moody Blues für Arme“ genannt. Ich werde demnächst einen Titel von Moody Blues bringen.

Hier Barclay James Harvest:

THEATER: Die 10er-Auswahl 2021

Gestern war es wieder soweit: Die KritikerInnenjury des Berliner Theatertreffens hat ihre Auswahl der zehn bemerkenswerten Inszenierungen für das Theatertreffen 2021 bekannt gegeben – in welcher Form auch immer das Theatertreffen in diesem Jahr stattfinden wird.

Es wurden 285 Inszenierungen in 60 Städten analog oder digital besucht. 531 Voten gingen ein und insgesamt wurden 26 Inszenierungen vorgeschlagen und diskutiert.

Ausgewählt wurden: „Automatenbüffet“ (HIER ein Trailer), „Der Zauberberg“ (HIER ein Trailer), „Einfach das Ende der Welt“, (HIER Kurzvideos aller DarstellerInnen) „Graf Öderland“ (HIER der Trailer), „Maria Stuart“ (HIER ein Trailer), „Medea*“, „NAME HER. Eine Suche nach den Frauen+“, „Reich des Todes“ (Trailer HIER), „Scores That Shaped Our Friendship“ und „Show Me A Good Time“ (Trailer HIER).

Für alle weiteren Informationen zu diesen Stücken verlinke ich kurzerhand auf die Seite des Berliner Theatertreffens. HIER! Das Theatertreffen 2021 wird im Mai stattfinden.

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THEATER: Jens Harzer

Er ist derzeit – Achtung, das geht nur für Schnellentschlossene – an mehreren Stellen zu sehen! Jens Harzer. Neben vielen Preisen und Auszeichnungen wurde Jens Harzer ja etwa 2008 und 2011 zum Schauspieler des Jahres gewählt.

2019 bekam Harzer außerdem den berüchtigten Iffland-Ring verliehen. Der Iffland-Ring ist ein Fingerring mit dem Porträt des deutschen Schauspielers, Theaterdirektors und Dramatikers August Wilhelm Iffland  (1759–1814), der am Mannheimer Nationaltheater in der Uraufführung von Friedrich von Schillers Drama „Die Räuber“ Franz Moor spielte. Der diamantbesetzte Eisenring wird von seinem jeweiligen Träger testamentarisch an den seiner Meinung nach „jeweils bedeutendsten und würdigsten Bühnenkünstler des deutschsprachigen Theaters“ auf Lebenszeit verliehen, wobei die Tradition verlangt, dass dieser männlich ist. 

Von 1996 bis 2019 war Bruno Ganz Träger des Iffland-Rings. Nach Ganz’ Tod gab der österreichische Kulturminister am 22. März 2019 bekannt, dass der deutsche Schauspieler Jens Harzer zum Träger des Rings bestimmt wurde.

So, wo ist Jens Harzer also derzeit zu sehen?

Zum Einen heute Abend, Mittwoch, 27. Januar, im Fernsehen. Im ARD kommt um 20:15 Uhr der wahrscheinlich recht skurrile Spielfilm „Ruhe! Hier stirbt Lothar“ mit Jens Harzer in der Hauptrolle. Neben Corinna Harfouch. HIER der Link zum Film. Der Film ist sicherlich (ich weiß es nicht genau) anschließend in die Mediathek zu finden.

Zum Anderen: Er ist im Stream des Schauspielhauses Bochum seit Sonntag, dem 20. Januar 2021, zusammen mit Sandra Hüller in der Inszenierung „Erinnere dich, Penthesilea“ zu sehen. Es ist nicht die gefeierte Penthesilea-Version von Johan Simons, die auch an den Münchner Kammerspielen lief. Es ist ein besonderes Neuarrangement! Als spielerische Erinnerung an eine Aufführung, wie sie einmal war, und als Erinnerung von Penthesilea und Achilles an ihre gemeinsam Geschichte. Für diesen Stream muss man Karten kaufen. Der Stream ist leider nur noch bis morgen, Donnerstag, den 28. Januar 2021, verfügbar.

Drittens: Noch für wenige Tage – bis zum 31. Januar 2021 – ist Jens Harzer in der wirklich sehenswerten und damals sehr gefeierten Inszenierung von Tschechows „Onkel Wanja“ am Deutschen Theater Berlin zu sehen! Eine wunderbare Inszenierung mit wirklich herrlicher Leistung vor allem von Jens Harzer und Ulrich Matthes. HIER der Link zu dieser Inszenierung.

Es war eine Inszenierung von Jürgen Gosch, Harzer spielte den Arzt Michail Lwowitsch Astrow. Die Inszenierung war ein überragender Erfolg und wurde wiederum von der Jury der Zeitschrift „Theater heute“ zur „Inszenierung des Jahres“ gewählt. Für ihre Rollen des Onkel Wanja und Astrow wurden Ulrich Matthes und Jens Harzer 2008 dann eben auch gemeinsam zu den „Schauspielern des Jahres“ gewählt. Das Stück gehört meines Wissens immer noch zum Repertoire des Deutschen Theaters.

Der sehenswerte Stream ist kostenlos. In typischer Manier des damaligen Regisseurs Jürgen Gosch sieht man ein äußerst karges Bühnenbild, mehr ein „Kasten“, und alle Schauspieler bleiben permanent auf der Bühne!

Übrigens: Das Deutsche Theater bietet in diesem Zusammenhang noch ein besonderes Video an: Ein Video gibt Einblick in die Proben unter anderem von „Die Möwe“, von „Idomeneo“ und von „Onkel Wanja“, alle unter der Regie von Jürgen Gosch. Auch das ist ein wunderbares Video. HIER der Link dazu.

Noch etwas: Auch Ulrich Matthes, der in der oben genannten schönen Inszenierung „Onkel Wanja“ phantastisch den Onkel Wanja spielt, ist derzeit auch an anderer Stelle sehr schön zu sehen! 3sat bringt in der Mediathek derzeit noch zwei der drei jährlichen „Starken Stücke“ aus dem Theatertreffen. Ulrich Matthes spielt in Molieres „Der Menschenfeind“ in der Inszenierung von Anne Lenk den Alcestes. Diese Inszenierung wurde ja im vergangenen Jahr zum Theatertreffen in Berlin eingeladen.

Copyright des Fotos: dpa/ Christian Charisius

THEATER: Theatertreffen 2021

Es rückt wieder näher: Das Berliner Theatertreffen. Es findet statt vom 7. Mai bis 23. Mai 2021. Von der Jury werden Premieren, die im Zeitraum vom 27. Januar 2020 bis Ende Januar 2021 stattfanden, berücksichtigt. Vormerken: 9. Februar 2021!

Die Entscheidung über die berüchtigte 10er-Auswahl – den „Oskar“ der deutschsprachigen Theaterwelt – wird nämlich in Kürze, am 9. Februar 2021, bekannt gegeben.

In welcher Form das Theatertreffen 2021 dann im Mai stattfinden wird – online oder mit Präsenz – wird sich noch herausstellen. Vielleicht hört man etwas in der Pressekonferenz am 9. Februar 2021.

MUSIK: Marius Müller-Westernhagen – Wieder hier

Es ist eine wunderbare Liveaufnahme! Eine lange Version dieses Liedes, in der vor allem die soulige Begleitstimme der dunkelhäutigen Sängerin, deren Namen ich leider nicht kenne, voll zur Geltung kommt. Es ist jedenfalls nicht Romney Williams, seine ebenfalls dunkelhäutige Ehefrau.

Sie beginnt im Hintergrund, singt mehr und mehr, begleitet Marius Müller-Westernhagens Lied, steht im Hintergrund, sie kommt vor, Marius Müller-Westernhagen hört ihr zu, sie singt weiter, sie singt, bis sie nach Müller-Westernhagens Abgang die Bühne allein übernimmt, und singt weiter.

Wer erstmal reinhören möchte: Minute 3:50 des Videos anklicken, das sind schöne Momente.

Es ist ja kaum zu fassen: Marius Müller-Westernhagen ist heute 72 Jahre alt! Und wieder finde ich es unfassbar: Wie muss das sein, so vor Tausenden von Menschen zu stehen, frenetisch beklatscht zu werden, sich zu bedanken, zu verneigen, zu winken und und und. Das Schöne bei dieser Aufnahme: Marius Müller-Westernhagen genießt diesen Moment, merkt man. Andererseits ist er so kontrolliert bei sich, gefasst, ruhig – und das am Ende eines Konzertes. Überhaupt nicht exstatisch, nicht ausgelaugt. Über zehn Jahre alt ist diese schöne Aufnahme.

Und noch etwas: Dicht gedrängt stehen und sitzen die tausenden ZuhörerInnen in der Halle. Wird es das jemals wieder geben? Es wird dauern, zurzeit kann man es sich garnicht vorstellen.

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SONSTIGES: 36tes Kurzfilmfestival „Interfilm“

Da derzeit coronabedingt Theaterbesuche und meinerseits Berichte darüber nicht möglich sind, bringe ich im Blog momentan ab und an Hinweise auf andere Möglichkeiten, sich seinen geliebten kulturellen Interessen widmen zu können. Man will ja nicht alles einfach beenden.

Es gibt auch einige interessante Angebote! Angebote online oder im TV – aus der Theaterwelt und aus anderen Kulturwelten! Siehe meine letzten Beiträge etwa.

So gibt es jetzt das 36. Internationale Kurzfilmfestival „Interfilm“, das vorgestern begann!

In den vergangenen Jahren fand es unter anderem in der Berliner Volksbühne statt, diesmal ist es komplett online zu sehen. Das komplette Onlineangebot findet man auf der Website der Festivalpartner von „Sooner“, die das Onlineangebot als Streamingdienst zur Verfügung stellen. HIER der direkte Link zu Sooner. Und HIER der Link zur Website des Festivals.

Alle Filme sind auf den Websites übersichtlich dargestellt. In vier Staffeln wird alles angeboten. Die Staffelfolge und alle Einzelheiten sind HIER. Es gibt auch einige Wettbewerbe, Preisvergaben. Bei diesen Awards kann man als Zuschauer teils mitvoten.

Das wirklich vielfältige Onlineangebot, das bis zum 13. Dezember verfügbar ist – es sind mehr als 270 Kurzfilme! -, kann komplett „für die Gebühr einer einzigen Kinokarte“ – wie es von Festivalseite heißt -, nämlich für 7,95 €, gebucht werden! Das Schöne finde ich, dass man sich Kurzfilme ja zeitlich gut einteilen kann. Schön finde ich auch, dass es international ist! Und schön finde ich, dass es sich im wesentlichen um Beiträge junger Menschen handeln wird.

Der geschätzte Blogbesucher wird also hier im Blog mit dem schwer auszusprechenden Namen „Qooz“ in nächster Zeit voraussichtlich ein paar Berichte über einzelne Filme des Festivals oder die ganzen Staffeln sehen! Vielleicht hat er den betreffenden Film bzw. Filme der Staffeln ja dann auch schon gesehen oder er lässt sich anregen.

Übrigens: „Qooz“, weil unsere deutschen W-Fragen (wer, wo, was, wann ..) im Lateinischen oft mit q beginnen, – also lauter Q‘s – Qooz eben!

THEATER: Botho Strauß – Kalldewey Farce

Ein weiterer Hinweis: Es ist in gewisser Weise ein Klassiker: Kalldewey Face von Botho Strauß in einer Inszenierung von Luc Bondy aus dem Jahre 1982. Eine Inszenierung von Luc Bondy zu sehen ist durchaus immer interessant. Luc Bondy und Botho Strauß waren eng befreundet.

Die Inszenierung ist nunmehr zu sehen bis Montag, den 9. November, 18:00 Uhr. Es ist eine Fernsehaufzeichnung des SFB (Sender Freies Berlin) einer Aufführung der Schaubühne in Berlin.

HIER der Link zum Stream. Das Onlineangebot der Berliner Schaubühne für November – dem Monat, in dem alle Theater geschlossen sind – ist ohnehin sehr interessant! HIER der Link zum Programm.

Es gibt ja ein wunderbares Buch über Luc Bondy und seine Arbeiten, sein Leben, seine Freunde, seine Familie. Ich hatte kürzlich darüber geschrieben. HIER der Link.

Copyright des Beitragsbildes: Ruth Waltz

THEATER: Starke Stücke

Nicht verpassen! Das Berliner Theatertreffen 2020 konnte ja wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Daher sollten Theaterfreunde jetzt erst recht aufpassen: 3sat zeigt auch dieses Jahr wieder drei „Starke Stücke“ der Auswahl zum Theatertreffen 2020!

Folgende Daten:

Shakespeares „Hamlet“, Inszenierung von Johan Simons, ist ab Samstag, dem 07. November 2020, bis zum 6. Dezember in der 3sat-Mediathek zu sehen. HIER der direkte Link.

MoliéresDer Menschenfeind “, Inszenierung Anne Lenk, ist im TV auf 3sat am Samstag, dem 07.11.2020, zu sehen und in der Mediathek bis zum 06.03.2021 verfügbar. Auch HIER der Link.

Max FrischsDer Mensch erscheint im Holozän“, Inszenierung von Alexander Giesche, ist dann im TV auf 3sat die Woche drauf, am Samstag, dem 14. November 2020, um 20:15 Uhr zu sehen. Diese Arbeit von Alexander Giesche kann bis zum 12.03.2021 in der 3sat Mediathek gefunden werden. HIER der Link.

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THEATER: Cristina D’Alberto – Anthologie/Blütenlese

Wie bewegt man sich, wenn man seine Geschichte durch Bewegung erzählen will? Wie würde ich mich etwa bewegen, wenn ich in – sagen wir – zehn Minuten mein „Jahr 2020“ darstellen sollte. Eine schöne Aufgabe für Silvester!

Für Cristina D’Alberto wäre es sicherlich eine durchaus gängige Vorstellung. Sie ist Choreografin und Performerin, kommt aus der Tanzszene. Geboren ist sie in Turin, hat einige Jahre in Florenz gelebt und lebt seit 2015 in – oder bei – München.

HIER ihre schöne schlichte Website, auf der man viele Details ihres interessanten und intensiven jungen Tanzlebens sehen kann. Sie ist einige Jahre um die Welt getourt und ist hier in München unter anderem Dozentin an der „Iwanson international dance school“.

Sie ist auch die Choreografin des Abends, den ich nun im Schwere Reiter gesehen habe. Eine so schön unspektakuläre freie Spielstätte. Aktuell wird gegenüber der Halle am Leonrodplatz eine neue Spielstätte gebaut, die das Schwere Reiter ab Herbst 2021 beherbergen soll.

Sara, Robert, Lotta, Hillel sind die Vornamen der ProtagonistInnen des Abends in Cristina D’Albertos Tanzperformance „Anthologie/Blütenlese“. Es sind aber auch die Vornamen der MünchnerInnen, die für dieses Projekt interviewt wurden. Es sind ihre Lebensgeschichten, die hier ohne Worte auf die Bühne kamen. Schon das Bühnenbild zeigt, dass es sich um eine sensible Herangehensweise an vier verschiedene Leben handelt.

Von oben würde man vier in vier Richtungen offene Räume sehen, die durch ein zentral auf der Bühne stehendes Kreuz entstehen. Vier zweimannhohe Trennwände, doppelwandig. schlanke Metallrahmen mit leicht durchsichtiger Gaze, zu besagtem Kreuz zusammengestellt, in sanften Farben bespannt. Man kann so fast allen vier TänzerInnen zusehen – die Zuschauer sitzen um die „Bühne“ herum -. Die TänzerInnen halten sich wechselnd jeweils immer in einem der vier „Räume“ auf – man kann von allen etwas erkennen, sofern nicht ruhige Videoaufnahmen von sich bewegenden Naturbildern – Mustern fast nur – auf die Gazeflächen projiziert werden. Das Kreuz wird später aufgelöst, die vier „Lebensgeschichten“ kommen so zusammen.

Natürlich erkennt man nicht konkrete Lebenssituationen, es geht ja nicht um Pantomimik. Die Situationen werden durch Tanz ausgedrückt. Man kann sich treiben lassen, man erkennt, dass eben jedes Leben seinen eigenen Ausdruck finden kann und muss. Man wird angeregt, sich zu den Bewegungen etwas zu denken, sich irgendwie Passendes vorzustellen. Im Programm heißt es, so stehe der Ausdruck durch Tanz im Kontrast zum glitzernden Bild, das man heutzutage so oft von sich ins Internet stellt. Im Kontrast zur Vereinheitlichung auch. Auffallend vielleicht: Es war vielleicht mehr Schmerz, waren mehr Probleme als Freude, die durch die Bewegungen dargestellt werden konnte und musste. Aber auch das hatte in der Darstellung Angenehmes, nicht Leidendes. Angenehm, weil es individuell war. Fast schon ungewöhnlich ohnehin, nicht an Vereinheitlichung zu denken. Deshalb hatte es sich gelohnt.

Copyrght des Beitragsbildes: Gabriela Neeb

THEATER: Falk Richter – TOUCH

Wieder ins Theater – nach längerer Zeit. Ja, es kam mir vor wie ein Wagnis. Seit Beginn der Coronazeit lief Theater allenfalls online. Auch der Online-Hype ließ nach. Aber im Vertrauen auf die mittlerweile entwickelten guten Konzepte der Theater wg. Corona bin ich wieder in die Münchner Kammerspiele. „Touch“, eine Arbeit von Falk Richter. Die erste Inszenierung der ersten Spielzeit in der Intendanz von Barbara Mundel. Und die erste Inszenierung überhaupt von Falk Richter an den Münchner Kammerspielen.

Falk Richter ist ja bekannt als Autor und Regisseur, seit 2020 ist er Mitglied der künstlerischen Leitung des Theaters. Einer der „bedeutendsten Theaterregisseure“ in Deutschland, liest man manchmal. Zuletzt war er mit seiner Inszenierung „Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek zum Berliner Theatertreffen 2019 eingeladen. Ich hatte darüber geschrieben. HIER der Link.

HIER der Link zur Stückeseite auf der Website der Münchner Kammerspielen.

Meine Eindrücke aus meinem Besuch der Inszenierung Touch muss ich mit allgemeinen Bemerkungen beginnen:

Vielleicht bedingt durch die kleinere Besucherzahl ist mir – im Foyer des Theaters sitzend – die angenehme Atmosphäre dieses Theaterbaus einmal wieder deutlich geworden. Die Münchner Kammerspiele gelten als „das einzige Jugendstiltheater Deutschlands“. Der Bau entstand um 1900, 1901 war die Eröffnung, die Münchner Kammerspiele zogen 1926 in das Gebäude ein. Das Angenehme: Das Auge trifft auf wenige Ecken und Kanten. Überall leicht gerundete Wölbungen des Gemäuers, die Ornamentik an den Decken, die Türen, dazu die in keiner Weise schrille Beleuchtung, angenehme Blicke und und und. Es lohnt sich, hier in ruhigen Minuten einen Blick auf die Details zu werfen.

Der nächste Eindruck: Jeder Besucher, jede Besucherin trug natürlich Maske. Es herrschte Distanz. Nicht nur im Foyer, auch während der Aufführung. Das hat wirklich einen Effekt, der sehr sehr schade ist. Es entfiel das Erlebnis und Vergnügen, das ich bisher bei jeder Veranstaltung sehr genossen hatte: Die Menschen zu sehen, sie kurz zu beobachten, zu treffen. Gespräche entfielen, Kontakte entfielen, Blicke entfielen – das Interesse an diesen Menschen jeden Alters, die in der Regel in den Münchner Kammerspielen wenig mit „Mainstream“ zu tun haben, musste ich aufgeben. Auch das Conviva im Blauen Haus, das üblicherweise Treffpunkt für Gespräche im Anschluss an Veranstaltungen war, hatte bereits geschlossen. Sperrstunde! Es wird hoffentlich irgendwann wieder besser.

Im Theaterraum selbst war jede zweite Sitzreihe entfernt. Dennoch erschien das Theater gut besucht. Vorteil: Man saß bequemer, freier – die Plätze neben mir waren unbesetzt – man fühlte sich nicht verloren. Kurz befiel mich nur ein klein bisschen Unwohlsein, als schlagartig die zahlreichen Türen in den Zuschauerraum vor Beginn der Veranstaltung geschlossen wurden. Warum sperrt man in unseren Corona Zeiten die Zuschauer so ein? Es mögen akustische Gründe sein. Jedes Klassenzimmer aber wird besser gelüftet! Gut, in Klassenzimmern wird auch mehr geredet… Insgesamt hatte ich aber den Eindruck, dass man im Grunde im Theater in einem sogar sehr sicheren Raum ist, was Corona anbelangt. Ich werde wieder öfters hingehen.

Zur Inszenierung Touch:

Nach der zweistündigen Inszenierung hatte ich einen Eindruck: Es war durchgängig negativ. Als wäre die Welt morgen zu Ende und heute machte man noch ein Theaterstück darüber! Ich fragte mich: Warum das? Falk Richter bringt immer wieder Rundumschläge. Insoweit ist es politisches Theater. Negatives politisches Theater. Rassismus, Feminismus, Flüchtlinge, Tierquälerei, Klimakatastrophe, das Virus, die Vereinsamung des Einzelnen, die Aggression des Einzelnen gegen andere Menschen, der Untergang der Empathie, das fehlende Gefühl des Menschen für andere Menschen, das fehlende Gefühl für sich selber und und und. Es war mir too much! Falk Richter hat ja Recht, der Mensch schafft es nur, alles zu zerstören, mehr kann er nicht! Trotzdem.

All das, was Richter anspricht, kann wirklich mit gutem Recht kritisiert werden. Es wird ja auch im Laufe des Abends einmal treffend errechnet, dass der Mensch imstande ist, die Welt ruckzuck zu zerstören. Und zwar in Windeseile. Wenn die Geschichte der Erdkugel ein Kalenderjahr wäre, wäre die Zeit der Menschheit vielleicht ein Tag vor Jahresende – so ähnlich. Und wir nennen es dann „Geschichte“. Trotzdem.

Man muss auch sagen: Man braucht viel Kraft, um alle diese Themen immer wieder in ein „Theaterstück„ – besser: einen Theaterabend – packen zu können. Falk Richter macht es immer wieder. Braucht es auch! Aber ist es nicht etwas zu unsensibel, gleich auf alles hinzuweisen? Soll der Abend irgendwie aufrütteln? Mir gefallen dazu Stücke viel besser, die einzelne dieser Aspekte herausgreifen. Da kann man sich selber besser überprüfen.

Das ist ohnehin ein Aspekt, der mir fehlte: Es fehlte jede Art von Sensibilität, Wärme und Empathie. Kalt war schon das Bühnenbild: Auf dem Boden liegende Eisblöcke, im Hintergrund eine Lochkarte oder Ähnliches, siehe oben, Kuben zur Abtrennung der Menschen werden hereingerollt, gesichtslose Masken, große Plastikplanen über den AkteurInnen und und … Ebenso die begleitende „Musik“: Kalt, technisch, nicht melodisch. Matthias Grübel hatte schon mehrfach die Musik für Falk Richters Inszenierungen geschrieben. Der Abend „Touch“ endete mit dem Lied „This mess we‘re in“, was wahrlich gut passte! Auch das aber ist alles andere als ein zartes Lied, eher düster.

Auch die Schauspieler: Sie schauen sich gegenseitig kaum an, auf der Bühne ist viel Aktion, man soll sich sicherlich nicht mit ihnen identifizieren. Es wird keine Geschichte erzählt. Es wird die Zerrissenheit und Einsamkeit der Personen dargestellt. Alle Schauspieler und Tänzer bringen immer wieder Tanzeinlagen. Auch diese Tanzeinlagen zeigen abrupte, verzerrte Bewegungen. Der im Rollstuhl fahrende kleinwüchsige Erwin Aljukic war allerdings ein Erlebnis! Mir ging es so: Er bekam mehr und mehr ein Gesicht, etwas, was man bei einem Menschen in seiner Lebenssituation sicherlich etwas weniger berücksichtigt. Von ihm möchte ich gerne noch mehr sehen!

Schließlich entwirft Falk Richter einen Blick in die Zukunft: Auch der ist aber nicht schön. Die Schauspieler bewegen sich langsam wie im Weltall in Astronautenanzügen mit übergroßen eckigen und durchsichtigen Kopfbedeckungen.

Nun, die Münchner Kammerspiele bieten zu Beginn der neuen Intendanz ein vollbepacktes Programm. Ich werde das ein oder andere sehen können.



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THEATER Online: Lion Feuchtwanger – Exil

Hier ein schöner Hinweis für die Freunde des Theaters: Luk Perceval sollte in dieser Spielzeit zum ersten Mal am Berliner Ensemble arbeiten und zur Spielzeiteröffnung

… Lion Feuchtwangers „Exil„ inszenieren. Corona verhinderte es. Teile des Ensembles nutzen die Zeit für einen mehrwöchigen Workshop, in dem sie sich dem Text und den Figuren annähern.

Auf dieser Suche wurden sie von mehreren Kameras begleitet und man kann online in Form von kurzen Videos am Entstehungsprozess teilhaben.

Luk Perceval über das Projekt: 

Die Pandemie hat uns gezwungen, über alternative Formen nachzudenken, … ohne dass sich Publikum und Ensemble denselben Raum teilen. Und mit welcher Art von Theater man sich zu den neuen Medien ins Verhältnis setzen möchte. Diese und viele andere Fragen stellen wir uns in Exil / Backstage; ein Experiment, das die Intimität der Kamera mit der Suche nach der Wahrhaftigkeit des Theaters zu verbinden versucht. Vier Wochen lang filmen wir den Workshop mit den Schauspielerinnen und Schauspielern des Berliner Ensembles, in dem wir an einer Adaption von Leon Feuchtwangers Roman Exil arbeiteten, einer Geschichte über deutsche Flüchtlinge, die kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Paris leben. Unsere Suche nach der heutigen Relevanz dieses Romans, und in Erweiterung auch des Theaters, führt zu einer Dokumentarreihe, die dem Publikum Backstage-Einblicke in die Kunst des ‚Nichtwissens‘ des Theaters gibt: die Suche nach dem Sinn, dem Sinn des Textes sowie dem Sinn des Lebens und der Kunst. Ein Weg des Versuchens und Scheiterns, des Scheiterns, des erneuten Scheiterns und des besseren Scheiterns …“

Die einzelnen Folgen sind als fortlaufende Web-Serie ab 5. Oktober 2020 nach und nach auf www.berliner-ensemble.de/exil abrufbar.

Es lassen sich ohnehin auf der Website des Berliner Ensembles unter der Rubrik „BE at home“ sehr viele interessante Videos finden.

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THEATER und LITERATUR: Florian Malzacher – Gesellschaftsspiele (Politisches Theater heute)

Theater und Politik – es sind ja zwei völlig verschiedene Welten. Für die Politik sollte Realität zählen, Politik basiert – in unseren Landen zumindest – auf Repräsentation aller. Da gelten Regeln. Für das Theater zählt Anderes. Alles, was im Grunde – Gott sei Dank – mit Politik nicht vereinbar ist, was von der Realität (mal mehr, mal weniger) wegführt. Es geht um Interpretation, um Ausdruck, Träumerei, Subjektivität, um Erschütterung, Kunst, Freigeist, all das und viel mehr. Aber auch um Kritik auf ihre Art.

Alles, was der Mensch immer wieder braucht, um nicht ausschließlich von der verdammten, gefährlichen sogenannten Realität gesteuert zu werden, das ist doch Kunst. Natürlich hat Theater dabei oft auch eine politische Kraft. Teils ungewollt, teils gewollt und beabsichtigt.

Nur: Wo sind denn die Schnittpunkte von Theater und Politik? Was ist noch Theater, was ist Politik? Darf, sollte oder müsste Theater auch Politik – besser: „Politisches“ – machen? Wann und vor allem wie wird der Zuschauer politischen Überlegungen ausgesetzt? Wann und wie macht Theater denn heutzutage Politik? Leben wir nicht in einer Zeit, in der das Theater viel Politisches bringen muss, weil so viele grundlegende Änderungen anstehen?

Das sogenannte „Politische Theater“ gibt es ja schon lange, im Grunde schon immer. Auch die griechischen Tragödien oder Shakespeare oder oder kann man ja politisch sehen. Ja, wir leben in Zeiten, in denen politisch sehr sehr viel getan werden muss und wir alle aufpassen müssen, wohin der Weg geht.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme über HEUTIGE Ansätze politischen Theaters bringt das Buch „Gesellschaftsspiele“ (mit dem Untertitel „politisches Theater heute“) von Florian Malzacher, das ich gelesen habe. Ich habe es gelesen, da z. B. Falk Richter – künftig knstlerischer Leiter und Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen – in seinen Stücken gerne politische Aussagen vermittelt. Oder Christoph Schlingensief, dessen Filmportrait ich kürzlich besprochen habe: Er stand oft genug an einer Schnittstelle zwischen Kunst und Politik. Sein Vorteil war ja, dass seine Aktionen fast immer als Kunstaktionen, nicht als Politik zu interpretieren waren. Das machte ihn freier.

Nun zum Buch von Florian Malzacher, das den Blick auf heutiges politisches Theater schärft.

Es ist keine leichte Lektüre. Schon die Kapitel, die man liest, sind anfangs überschrieben mit Begriffen, mit denen man zum Teil in Bezug auf Theater auf den ersten Blick recht wenig anfangen kann: „Repräsentation“, „Identitätspolitiken“, „Partizipation„. Danach kommen verständlichere Kapitelbezeichnungen: „Kunst und Aktivismus“, „Theater als Versammlung“.

Das Buch bleibt gottseidank nicht bloße Theorie. Es ist theoretisch gehalten, man muss es, schien mir, im Grunde zweimal lesen, es wird aber immer wieder gestützt durch Bezugnahme auf verschiedenste Aufführungen oder Projekte aus der „politischen“ Theaterwelt der letzten Jahre. Teils sehr bekannte Projekte von Christoph Schlingensief, Anta Helena Recke, Gintersdorfer/Klaßen, Rimini Protokoll, Lotte van den Berg, Zentrum für Politische Schönheit, Pussy Riot, Jonas Staal, Public Movement, Milo Rau und andere werden angesprochen.

Zu den einzelnen Kapiteln des Buches:

Repräsentation: Malzacher stellt zunächst die Frage, wer denn auf der „Bühne“ wen repräsentiert? Hierin steckt ja das erste politische Merkmal. Schwarze Schauspieler in einem bayerischen Stück (Mittelreich)? Behinderte (HORA)? Frauen? Androide? Dinge? Die Natur? Welche Auswirkungen hat die Repräsentation auf der Bühne auf den Zuschauer?

Identitätspolitiken: Dieses Kapitel hängt stark mit dem vorhergehenden zusammen. Es werden ja, so Malzacher, immer wieder Identitäten von – meist benachteiligten – Gruppen definiert. Dieses Suchen und Benennen von Gruppenidentitäten kann natürlich zur Spaltung der Gesellschaft führen. Malzacher schreibt:

Ein Theater, das sich selbst als politisch begreift, muss ein Bewusstsein für seine Wirkungen – auch seine Nebenwirkungen – haben. Das bedeutet zunächst einmal ganz simpel: zu versuchen, niemanden auszuschließen, zu benachteiligen, zu beleidigen und das Leiden anderer nicht durch bestimmte Formen der Darstellung zu verniedlichen.

Es bleibt ein Spagat: Unterschiedliche Benachteiligungen zu erkennen, anzuerkennen und zu bekämpfen – und zugleich Spaltungen zu überbrücken in einer Zeit, in der größere Allianzen progressiver Gruppen dringend nötig sind, um sich der immer realer werdenden Bedrohung von rechts entgegenzustellen.

Partizipation: Malzacher schreibt hier:

Wo Theater politisch sein will, muss es sich mit der Frage nach Teilhabe auseinandersetzen …

Teilhabe, „Mitmachtheater“ und – heute sehr aktuell – Immersion, also Eintauchen in eine erstellte Realität – Go in instead of look at. Freiwilligkeit – Unfreiwilligkeit, Aktivismus – Pazifismus, Konfrontation und Fürsorge, das und mehr sind Themen dieses Kapitels

Kunst und Aktivismus: Auch das ist ein weites Feld im Bereich „Politisches Theater“. Aktivismus spielt sich in diesem Bereich weniger auf Theaterbühnen ab. Gemeint sind eher Aktionen wie etwa diejenigen von Christoph Schlingensief oder vom Zentrum für Politische Schönheit. Auch sie müssen genaustens vorbereitet sein und dürfen nicht rein politische Bedeutung erhalten. Es geht oft um kurzfristige Verwirrung des Betrachters.

Theater als Versammlung: An den Münchner Kammerspielen wird in der nächsten Spielzeit ein Stück mit dem Titel „The Assembly“ laufen. Was ist Theater an einer Versammlung? Es sind meist Versammlungen, die eben nicht stattfinden. Die damit andere Stimmen zur Sprache bringen. Malzacher schreibt:

… neue Kollektivität: eine Praxis, bei der Kunst, Theater, Performance, Aktivismus und Politik zusammenkommen… Einerseits sind diese Versammlungen künstlerische Setzungen, andererseits stehen sie in direkter Verbindung mit sozialen und politischen Bewegungen, denen sie ihr künstlerisches Potenzial zur Verfügung stellen.

Bekannt ist vor allem Milo Rau in diesem Bereich. Das Congo Tribunal, General Assembly, die Moskauer Prozesse. Malzacher geht hier aber auch auf viele andere Beispiele dieser Art ein. Es ist ein weites und gern genutztes Feld, Theater und Politik zu verbinden.

Politisches Theater ist also sehr komplex, aber auch sehr aktuell. Das Buch „Gesellschaftsspiele“ kann beim Alexander Verlag in Berlin geordert werden. HIER der Link.


THEATER: Die Deutsche Bühne – Falk Richter

Die Ausgabe 09/20 des Theatermagazins „Die Deutsche Bühne“ wird die Freunde der Münchner Kammerspiele interessieren. Aufmacher des Heftes ist Falk Richter, der ab dieser Saison künstlerischer Leiter bzw. Hausregisseur der Münchner Kammerspiele ist.

HIER die Bestellseite des Verlags.

Das Portrait von Falk Richter geht jetzt nicht besonders in die Tiefe, aber es vermittelt noch einmal ein Bild. Falk Richter verfolgt ja – bisher jedenfalls – die großen Themen, beleuchtet eher unsere Gesellschaft und unser Leben insgesamt, anstatt umgrenzte Einzelthemen anzugehen. Das kann meines Erachtens schnell zu pauschal, zu jugendlich-rebellisch werden (er ist ja auch schon knapp über 50 Jahre alt), aber wir werden es sehen. Auch die Frage, ob und wie er das Thema Corona in seinen Inszenierungen aufgreifen wird, ist interessant.

Das Heft 09/20 von DIE DEUTSCHE BÜHNE beschäftigt sich ansonsten fast durchgehend mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Theaterbetrieb. Wie bereiten sich die Theater vor? Was ändern sie für die Zuschauer? Wie könnten sich die Inszenierungen ändern? Welche Onlineformate könnten weiterhin Erfolg haben? Wie haben SchauspielerInnen die vergangenen Monate erlebt? Wie ändern sich die ZuschauerInnenerlebnisse? Und so weiter. Es gibt interessante Ansätze, wir kommen den Fragen ja nicht aus.

Und zusätzlich liest man News der deutschen Theaterwelt (Personalien, Preise etc.)

Hier das Inhaltsverzeichnis, zwei Seiten: