Kategorien
Allgemein

THEATER: Wolfram Lotz – HEILIGE SCHRIFT I

Wolfram Lotz ist wieder an den Münchner Kammerspielen. Er, immer noch ein „junger Autor“ (Jahrgang 1981), bekannt durch seine frechen und zum Teil zwar durchaus oberflächlichen, aber auch witzigen Werke „Die lächerliche Finsternis“ und „Die Politiker“. An zahlreichen Theatern wurde er bereits inszeniert. „Die Politiker“ etwa wurden in der vergangenen Spielzeit (Juli 2021) auch an den Münchner Kammerspielen inszeniert (HIER der Link zur Stückeseite; HIER meine Besprechung dazu) und sind noch im Repertoire.

Ende April 2022 ist gerade das neueste Buch von Wolfram Lotz erschienen, „HEILIGE SCHRIFT I“. Es sollte erst nicht erscheinen, Lotz selbst hatte es gelöscht, vernichtet. Es waren ja nur banale Tagebücher eines Jahres. Sie erschienen dennoch, es fand sich eine Version. Und an den Münchner Kammerspielen war jetzt schon deren Uraufführung auf deutscher Theaterbühne. Der Hausregisseur Falk Richter hat das Stück wunderbar treffend entwickelt und inszeniert.

HIER der Link zur Stückeseite auf der Website der Münchner Kammerspiele. HIER der link zur Seite des Buches beim Fischer Verlag.

Dafür, dass es sich bei diesem Mammutwerk von über 900 Seiten um die (wiederum mit Humor und Ironie gemischte) Beschreibung aller möglichen Unwichtigkeiten handelt, ist die Inszenierung sehr ideenreich gelungen! Ich empfand sie als ein Theaterereignis, das ich empfehlen kann. Nicht wegen des Inhalts von „HEILIGE SCHRIFT I“, sondern wegen der gelungenen Gesamtgestaltung des Abends.

Inhaltlich: Es ist im Grunde ein Schreibexperiment von Wolfram Lotz gewesen. Daher auch „Heilige Schrift“. „Beschreiben von allem“ als Selbstfindungsversuch. Wie komme ich dem Leben nahe? Wolfram Lotz hat sich im Jahre 2017 ein Jahr lang nach Frankreich (Elsass) zurückgezogen und begonnen, über alles, was er sah und erlebte, zu schreiben. Ohne Ziel einfach zu schreiben. Er meinte damit in der Tat: Dadurch, dass er alles beschreibt und über alles schreibt, ja, dadurch käme er den Dingen und damit wirklich sich selber näher.

Es lassen sich ja die verschiedensten Zugänge zum Leben finden. Man kann auf das Innere schauen (siehe etwa die Inszenierung „Das Neue Leben“ von Christopher Rüping nach Dante Alighieri, HIER) oder man kann auf das Zwischenmenschliche schauen (siehe all die Familientragödien des klassischen Altertums, etwa in Dionysos Stadt, HIER) oder auf seine eigenen Gedanken und Gefühle und Abschweifungen im Anblick des Alltags (etwa im Werk „Ulysses“ von James Joyce, einfach ein Tag in Dublin), oder einfach auf alle möglichen Dinge um einen herum, auf Banalitäten (siehe etwa im Werk „Das Leben – Eine Gebrauchsanweisung“ von George Perec) oder sich abstrakt Gedanken machen … oder oder oder. Wolfram Lotz schaut auf alle Banalitäten seines Jahres 2017 in Frankreich. Von der Toilette bis zum ICE.

Die Gestaltung des Abends: Falk Richter hat einen überzeugenden dreiteiligen Abend gestaltet, einen schönen Zugang zu diesem eigenartigen Buch gefunden. Einen deutlich anderen Zugang, als zu den Werken, die er zuletzt in München inszeniert hatte. All seine letzten Inszenierungen (etwa “Heldenplatz“ – HIER der link zur Stückeseite der Münchner Kammerspiele) waren politisch oder gesellschaftlich ernst, eher überladen. Diese Art gesellschaftskritischer Herangehensweise entfällt hier erfrischenderweise! Ernst geht hier nicht.

Und: Hier wird der Zuschauer/Besucher (-in) hin und her geworfen, er/sie wird gefordert und gleichzeitig kommt das Buch von Wolfram Lotz in seinen Auszügen eben sehr einfallsreich zur Geltung! Eine klasse, spielerisch leichte Umsetzung!

  • Der erste Teil von „HEILIGE SCHRIFT I“: Der Besucher hört für etwa eine Viertelstunde per Kopfhörer vor den Theaterräumen sitzend/stehend/gehend Auszüge aus dem Buch „HEILIGE SCHRIFT I“. Eine Einstimmung.
  • Der zweite Teil: Man betritt mehrere kleine Vorräume der Bühne, hat ein Handy mit auf den Weg bekommen, mit dem man QR-Codes scannen kann und überall weitere Texte hören kann. Auch einmal bloß den Wetterbericht eines Tages im Herbst 2017, der auf einem Bildschirm flattert. Es sind simple, zum Teil privat wirkende Räume, dann aber ist es auch ein Raum, in dem eine Sitzreihe eines ICE Zuges zum Hinsetzen einlädt. Oder der Schminkraum eines Theaters. Die SchauspielerInnen sitzen verteilt in den Räumen, reden miteinander, gehen auch umher, zitieren aus dem Buch „HEILIGE SCHRIFT I“, immer mit einem kleinen Tagebüchlein in der Hand, lesen einzelnen Zuschauern Texte aus HEILIGE SCHRIFT I vor. Man kann sich den Theaterraum auch auf Tablets als augmented reality ansehen, sieht Wald, sieht Landschaften am Fenster des ICE-Zuges vorbeiziehen. Vieles mehr. Insgesamt eine anregende und ja “erfreuliche“ Lage, den SchauspielerInnen so nahe zu sein und im Grunde Teil der Inszenierung zu sein. “Immersive Installation“
  • Der dritte Teil: Wechsel! Man begibt sich auf eine kleine Zuschauertribüne im recht großen Bühnenraum, wird wieder Zuschauer, findet sich in seiner doch so gewohnten passiven Rolle wieder. Schon das gesamte Bühnenbild ist dabei überzeugend! Weiterhin sehr vielfältig, aber auch einfach! Schön fast. Siehe das Beitragsbild. Frank Walter Steinmeier und Peter Maffay treten (vor allem letzterer) verblüffend gut auf!

Klicken Sie auf das Bild, Sie hören den Song!

Akustisch und angesichts der Menge der „Gedanken“ ist im dritten Teil dem Text aus „HEILIGE SCHRIFT I“ nicht immer gut zu folgen, daher empfiehlt sich etwas: „HEILIGE SCHRIFT I – Der Marathon“, eine siebenstündige Lesung des Ensembles, die an den Münchner Kammerspielen am 11.06.2022 zu erleben sein wird! HIER der Link zur Ankündigung dieser Veranstaltung.

Das Buch „HEILIGE SCHRIFT I„ ist kein „Muss“, es hat aber Humor und Ironie. Manchmal ein wenig in Richtung Thomas Bernhard, der ja auch genug Banalitäten kannte (allerdings bösartiger war).

Copyright der Bilder: Maurice Korbel

THEATER: Thomas Bernhard – Heldenplatz

Thomas Bernhard würde schreiben:

„Kaum waren die Weihnachtsfeiertage überstanden, ging ich ins Schauspielhaus, obwohl mir doch diese allesamt so verlogenen Schauspielhäuser verhasst sind. Auf diese Weise könne mir aber schnell das normale Leben zurückgegeben werden, das ich (wie immer) über die Weihnachtsfeiertage geradezu verloren hatte. Die Weihnachtstage, dachte ich mir, hatten auch dieses Jahr das normale Leben verdrängt, völlig in die dunkle Vergessenheit gedrängt, in das absolute Nichts hinein.

An den Weihnachtsfeiertagen schwebe ich im Nichts, sage ich mir immer, nur in den anderen Tagen habe ich einen Boden unter den Füßen, weiß ich seit Jahren. Die Weihnachtstage, die wieder so entsetzlich lang waren und die im Grunde, dachte ich mir, nur wieder eine zügellose, geradezu ekelhafte Aneinanderreihung von einer Speise an die nächste waren. Karpfen, Plätzchen, Raclette, Lachs, Wild, Gänsebraten, Blaukraut, Maronen, Mousse au Chocolat, Kartoffelsuppe, Stollen und immer so weiter! Es ging wieder, sagte ich mir, drei ganze Tage lang, ausschließlich um Essen, nicht im geringsten ging es um eine christliche Feier! Was heißt Tage? Es ging im Grunde auch nachts so weiter! Jeder Gang zur Toilette war verbunden mit einem Gang in die Küche! So viel ging es um Essen, dass ich mir auf dem Weg zum Theater noch dachte, Weihnachten war ja dieses Jahr seltsamerweise zwei Wochen lang gewesen! Obwohl es doch nur ein einziges Wochenende war! Das fürchterlichste Wochenende des Jahres! Ich war schon nicht mehr zum Pinkeln, sondern zum hemmungslosen Kotzen auf die Toilette gegangen. Immer wieder und ausgiebig musste ich diese ungesunde aber permanente Nahrungsaufnahme durch Kotzen unterbrechen.

Es sollten also jetzt, drei Tage nach diesen vollkommen sinnenstellten, zu nichts nützlichen und geradezu krankhaften Weihnachtstagen, wieder die Münchner Kammerspiele sein, dieses widerwärtige Theater, dachte ich noch, das mich seit Jahren trotzdem anzieht, obwohl es keinen Grund dazu gibt, mich anzuziehen. Ich lasse mich von nichts anziehen, wusste ich schon längst, schon als Kind hatte ich mich von nichts anziehen lassen! Dieses Theater, das sich noch dazu seit vielen Jahren oder seit Generationen, im Grunde sogar immer schon, naturgemäß ohne jegliche Begründung, zu einem der besten deutschen Theater zählt! Wahrscheinlich hält es sich für das beste Theater Deutschlands, natürlich jedenfalls für ein Theater geradezu von Weltformat, weil es einfach ein deutsches Theater ist! Ein widerwärtiges Welttheater!

Thomas Bernhard, „Heldenplatz“, wird zwischen den Jahren in diesem Welttheater gezeigt, dachte ich mir immer wieder während dieser entsetzlich langen Weihnachtstage! Nach dem Lachs und vor dem Gänsebraten. Thomas Bernhard, „Heldenplatz“! Ein undeutscheres Stück gibt es doch gar nicht, dachte ich mir!

In diesem Stück geht es doch um Wien! Um den Heldenplatz in Wien, den ich seit Jahren meide, es geht doch nur um Österreich, dachte ich noch! Um diesen kleinen Nachbarstaat von Deutschland, in den man am besten zum Skifahren fährt. Vielleicht auch zum Wandern! Nicht um Deutschland selbst geht es, sagte ich mir. Und gleichzeitig sagte ich mir, natürlich wollen die Deutschen über Österreich schimpfen, nicht über sich selbst schimpfen, sie wollen wieder einmal Österreich als die Nazis zeigen, nicht sich selbst als die Nazis zeigen. Denn, wusste ich, im Stück „Heldenplatz“ geht es doch um diesen österreichischen Professor, der Selbstmord begeht, weil er, nachdem er einige Jahre in Oxford verbracht hatte, erinnerte ich mich, dann doch merkte, dass in Österreich immer noch alle Nazis waren, tief im Herzen waren sie alle immer noch Nazis, die Österreicher, sagte sich der Professor – bis zu seinem erbärmlichen Selbstmord. Und da beginnt das Stück!

Und dann saß ich da in Reihe 7 auf einem dieser fast menschenunwürdig schlecht gepolsterten Klappsessel, dieses Mal ohne diese desolaten und mich nur belästigenden Kopfhörer, bei 25 % Auslastung wegen Corona. Ich blickte mich in diesem unsäglich und geradezu abstoßend morbiden Theaterraum der Kammerspiele um! Noch dazu musste ich natürlich wegen Corona eine dieser absolut unwürdigen Gesichtsmasken tragen.

Dann ging es entsprechend los: Videos von österreichischen Naziaufmärschen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges hämmerten sofort auf mich ein. Jawohl, diese elenden Österreicher, dachte ich mir. Aber ich wusste: Falk Richter war der Regisseur, er wird das Stück sicher so bringen, dass es sich um Nazis und Antisemiten in Deutschland handelt, nicht in Österreich! Und so war es dann auch! Abstoßende Videos von allen bekannten AfD-Politikern, fürchterliche aktuellere Videos von Naziaufmärschen in Deutschland, verwirrende Bilder vom lächelnden Maaßen, von Andi Scheuer, Texte und Bilder von Franz Josef Strauß, von Friedrich Merz, von allen. Plötzlich auch Bilder vom Sturm auf das Kapitol in Washington, wer weiß warum!

Dann, nach einer völlig stupiden Pause, wurde „Heldenplatz“ gewissermaßen unterbrochen. Es kam ein „Kapitel“ mit eigenen Texten von Falk Richter! Nichts von Thomas Bernhard! Im Grunde war es dann eine grauenhafte Philippika gegen alle Konservativen, die ja alle die Nazis unterstützen würden. Nichts hatte es noch mit Thomas Bernhard zu tun.

Immer wieder fragte ich mich auch, was diese widerliche Bühnengestaltung soll. Die Seitenwände und die Rückwand waren etwa 10 m hoch verhüllt mit einem langen, tiefroten Latexvorhang! Plastik! Es waren sogar zwei Vorhänge hintereinander! Mitten in dieser grauenhafte und so fragwürdigen Vorstellung wurde der vordere Vorhang ganz langsam nach oben gezogen, dahinter kam ein tief schwarzer weiterer Vorhang dieser Art zum Vorschein. Wieder Plastik! Ansonsten standen auf der Bühne wild durcheinander viele kleine Gegenstände, Requisitekisten, Lampen, und alles war ansonsten natürlich vollgestellt mit polierten Schuhen. Ständig wurden die polierten Schuhe geputzt und ständig wurden Hemden des verstorbenen Professors gebügelt! Das war „Heldenplatz“ pur!

Und diese Schauspieler! Es war kaum zu ertragen! Sie haben im Grunde diesen treffenden Text aus dem Stück „Heldenplatz“ zu schnell gesprochen! Es war typisch, Schauspieler haben naturgemäß kein Gespür für das, was sie spielen und wen sie gerade spielen und von wem sie etwas gerade spielen! Schauspieler spielen das Leben, sie sind aber im Grunde Lebensverweigerer! Sie sind geradezu Lebenszerstörer und Lebensvernichter! Sie spielen etwas, aber sie sind es nicht!“

Und so weiter. Das hätte Thomas Bernhard geschrieben! Nun gut, so schlimm war es nicht. Ein paar Eindrücke blieben allerdings:

  • Typisch für Falk Richter ist, dass er in gewisser Weise den Zuschauer überdeutlich auf ein riesiges Problem hinweisen will! Mir persönlich geht es dabei schnell zu sehr um eine Art Belehrung, nicht um eine feinsinnige Auseinandersetzung mit einem Thema. Auch geht manche Verallgemeinerung unter und wird vom Zuschauer schnell unvorsichtig hingenommen.
  • Und in der Tat habe ich mich gefragt, wie der Verlag (oder die Erben) von Thomas Bernhard eine derartige Aufführung, die doch (vor allem durch den Texteinschub von Falk Richter) weit über den Fokus von „Heldenplatz“ hinausreicht, zulassen konnten!
  • Das in gewisser Weise Einzigartige an den Texten von Thomas Bernhard ging so verloren. Natürlich wäre es auch kaum zu vertreten gewesen, das Thema der Nazis etwa auf Österreich zu beschränken! Allein das macht die Herangehensweise von Falk Richter verständlich. Der Herangehensweise von Thomas Bernhard in seinem letzten Werk „Heldenplatz“ entspricht es nicht!

Hier noch Eindrücke:


Copyright der Bilder im Text: Denis Kuhnert

Copyright des Beitragsbildes: Judith Buss

THEATER: Falk Richter – TOUCH

Wieder ins Theater – nach längerer Zeit. Ja, es kam mir vor wie ein Wagnis. Seit Beginn der Coronazeit lief Theater allenfalls online. Auch der Online-Hype ließ nach. Aber im Vertrauen auf die mittlerweile entwickelten guten Konzepte der Theater wg. Corona bin ich wieder in die Münchner Kammerspiele. „Touch“, eine Arbeit von Falk Richter. Die erste Inszenierung der ersten Spielzeit in der Intendanz von Barbara Mundel. Und die erste Inszenierung überhaupt von Falk Richter an den Münchner Kammerspielen.

Falk Richter ist ja bekannt als Autor und Regisseur, seit 2020 ist er Mitglied der künstlerischen Leitung des Theaters. Einer der „bedeutendsten Theaterregisseure“ in Deutschland, liest man manchmal. Zuletzt war er mit seiner Inszenierung „Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek zum Berliner Theatertreffen 2019 eingeladen. Ich hatte darüber geschrieben. HIER der Link.

HIER der Link zur Stückeseite auf der Website der Münchner Kammerspielen.

Meine Eindrücke aus meinem Besuch der Inszenierung Touch muss ich mit allgemeinen Bemerkungen beginnen:

Vielleicht bedingt durch die kleinere Besucherzahl ist mir – im Foyer des Theaters sitzend – die angenehme Atmosphäre dieses Theaterbaus einmal wieder deutlich geworden. Die Münchner Kammerspiele gelten als „das einzige Jugendstiltheater Deutschlands“. Der Bau entstand um 1900, 1901 war die Eröffnung, die Münchner Kammerspiele zogen 1926 in das Gebäude ein. Das Angenehme: Das Auge trifft auf wenige Ecken und Kanten. Überall leicht gerundete Wölbungen des Gemäuers, die Ornamentik an den Decken, die Türen, dazu die in keiner Weise schrille Beleuchtung, angenehme Blicke und und und. Es lohnt sich, hier in ruhigen Minuten einen Blick auf die Details zu werfen.

Der nächste Eindruck: Jeder Besucher, jede Besucherin trug natürlich Maske. Es herrschte Distanz. Nicht nur im Foyer, auch während der Aufführung. Das hat wirklich einen Effekt, der sehr sehr schade ist. Es entfiel das Erlebnis und Vergnügen, das ich bisher bei jeder Veranstaltung sehr genossen hatte: Die Menschen zu sehen, sie kurz zu beobachten, zu treffen. Gespräche entfielen, Kontakte entfielen, Blicke entfielen – das Interesse an diesen Menschen jeden Alters, die in der Regel in den Münchner Kammerspielen wenig mit „Mainstream“ zu tun haben, musste ich aufgeben. Auch das Conviva im Blauen Haus, das üblicherweise Treffpunkt für Gespräche im Anschluss an Veranstaltungen war, hatte bereits geschlossen. Sperrstunde! Es wird hoffentlich irgendwann wieder besser.

Im Theaterraum selbst war jede zweite Sitzreihe entfernt. Dennoch erschien das Theater gut besucht. Vorteil: Man saß bequemer, freier – die Plätze neben mir waren unbesetzt – man fühlte sich nicht verloren. Kurz befiel mich nur ein klein bisschen Unwohlsein, als schlagartig die zahlreichen Türen in den Zuschauerraum vor Beginn der Veranstaltung geschlossen wurden. Warum sperrt man in unseren Corona Zeiten die Zuschauer so ein? Es mögen akustische Gründe sein. Jedes Klassenzimmer aber wird besser gelüftet! Gut, in Klassenzimmern wird auch mehr geredet… Insgesamt hatte ich aber den Eindruck, dass man im Grunde im Theater in einem sogar sehr sicheren Raum ist, was Corona anbelangt. Ich werde wieder öfters hingehen.

Zur Inszenierung Touch:

Nach der zweistündigen Inszenierung hatte ich einen Eindruck: Es war durchgängig negativ. Als wäre die Welt morgen zu Ende und heute machte man noch ein Theaterstück darüber! Ich fragte mich: Warum das? Falk Richter bringt immer wieder Rundumschläge. Insoweit ist es politisches Theater. Negatives politisches Theater. Rassismus, Feminismus, Flüchtlinge, Tierquälerei, Klimakatastrophe, das Virus, die Vereinsamung des Einzelnen, die Aggression des Einzelnen gegen andere Menschen, der Untergang der Empathie, das fehlende Gefühl des Menschen für andere Menschen, das fehlende Gefühl für sich selber und und und. Es war mir too much! Falk Richter hat ja Recht, der Mensch schafft es nur, alles zu zerstören, mehr kann er nicht! Trotzdem.

All das, was Richter anspricht, kann wirklich mit gutem Recht kritisiert werden. Es wird ja auch im Laufe des Abends einmal treffend errechnet, dass der Mensch imstande ist, die Welt ruckzuck zu zerstören. Und zwar in Windeseile. Wenn die Geschichte der Erdkugel ein Kalenderjahr wäre, wäre die Zeit der Menschheit vielleicht ein Tag vor Jahresende – so ähnlich. Und wir nennen es dann „Geschichte“. Trotzdem.

Man muss auch sagen: Man braucht viel Kraft, um alle diese Themen immer wieder in ein „Theaterstück„ – besser: einen Theaterabend – packen zu können. Falk Richter macht es immer wieder. Braucht es auch! Aber ist es nicht etwas zu unsensibel, gleich auf alles hinzuweisen? Soll der Abend irgendwie aufrütteln? Mir gefallen dazu Stücke viel besser, die einzelne dieser Aspekte herausgreifen. Da kann man sich selber besser überprüfen.

Das ist ohnehin ein Aspekt, der mir fehlte: Es fehlte jede Art von Sensibilität, Wärme und Empathie. Kalt war schon das Bühnenbild: Auf dem Boden liegende Eisblöcke, im Hintergrund eine Lochkarte oder Ähnliches, siehe oben, Kuben zur Abtrennung der Menschen werden hereingerollt, gesichtslose Masken, große Plastikplanen über den AkteurInnen und und … Ebenso die begleitende „Musik“: Kalt, technisch, nicht melodisch. Matthias Grübel hatte schon mehrfach die Musik für Falk Richters Inszenierungen geschrieben. Der Abend „Touch“ endete mit dem Lied „This mess we‘re in“, was wahrlich gut passte! Auch das aber ist alles andere als ein zartes Lied, eher düster.

Auch die Schauspieler: Sie schauen sich gegenseitig kaum an, auf der Bühne ist viel Aktion, man soll sich sicherlich nicht mit ihnen identifizieren. Es wird keine Geschichte erzählt. Es wird die Zerrissenheit und Einsamkeit der Personen dargestellt. Alle Schauspieler und Tänzer bringen immer wieder Tanzeinlagen. Auch diese Tanzeinlagen zeigen abrupte, verzerrte Bewegungen. Der im Rollstuhl fahrende kleinwüchsige Erwin Aljukic war allerdings ein Erlebnis! Mir ging es so: Er bekam mehr und mehr ein Gesicht, etwas, was man bei einem Menschen in seiner Lebenssituation sicherlich etwas weniger berücksichtigt. Von ihm möchte ich gerne noch mehr sehen!

Schließlich entwirft Falk Richter einen Blick in die Zukunft: Auch der ist aber nicht schön. Die Schauspieler bewegen sich langsam wie im Weltall in Astronautenanzügen mit übergroßen eckigen und durchsichtigen Kopfbedeckungen.

Nun, die Münchner Kammerspiele bieten zu Beginn der neuen Intendanz ein vollbepacktes Programm. Ich werde das ein oder andere sehen können.



THEATER: Die Deutsche Bühne – Falk Richter

Die Ausgabe 09/20 des Theatermagazins „Die Deutsche Bühne“ wird die Freunde der Münchner Kammerspiele interessieren. Aufmacher des Heftes ist Falk Richter, der ab dieser Saison künstlerischer Leiter bzw. Hausregisseur der Münchner Kammerspiele ist.

HIER die Bestellseite des Verlags.

Das Portrait von Falk Richter geht jetzt nicht besonders in die Tiefe, aber es vermittelt noch einmal ein Bild. Falk Richter verfolgt ja – bisher jedenfalls – die großen Themen, beleuchtet eher unsere Gesellschaft und unser Leben insgesamt, anstatt umgrenzte Einzelthemen anzugehen. Das kann meines Erachtens schnell zu pauschal, zu jugendlich-rebellisch werden (er ist ja auch schon knapp über 50 Jahre alt), aber wir werden es sehen. Auch die Frage, ob und wie er das Thema Corona in seinen Inszenierungen aufgreifen wird, ist interessant.

Das Heft 09/20 von DIE DEUTSCHE BÜHNE beschäftigt sich ansonsten fast durchgehend mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Theaterbetrieb. Wie bereiten sich die Theater vor? Was ändern sie für die Zuschauer? Wie könnten sich die Inszenierungen ändern? Welche Onlineformate könnten weiterhin Erfolg haben? Wie haben SchauspielerInnen die vergangenen Monate erlebt? Wie ändern sich die ZuschauerInnenerlebnisse? Und so weiter. Es gibt interessante Ansätze, wir kommen den Fragen ja nicht aus.

Und zusätzlich liest man News der deutschen Theaterwelt (Personalien, Preise etc.)

Hier das Inhaltsverzeichnis, zwei Seiten:

THEATER und LITERATUR: Falk Richter – disconnected

Falk Richter, der Theaterregisseur, der wegen einiger seiner Stücke – meist Stücke, die er selbst geschrieben hat – sehr bekannt (international bekannt) geworden ist. Andererseits ist er wegen rechtlicher Auseinandersetzungen mit der AfD zu seinem Stück FEAR bekannt geworden. Hierzu etwas mehr weiter unten.

Über 35 eigene Theaterstücke hat Falk Richter in etwas über 25 Jahren bisher entwickelt. Er ist ab der kommenden Spielzeit Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen. Die Münchner Kammerspiele schreiben über ihn:

„Autor und Regisseur, 1969 in Hamburg geboren, studierte Theaterregie in Hamburg … Hausregisseur an der Schaubühne Berlin sowie am Maxim Gorki Theater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Werken zählen u. A. die weltweit gespielten Stücke „Electronic City“, „Unter Eis“, „Trust“ und „Fear“. … Einladungen zum Berliner Theatertreffen und Nominierung für den Mülheimer Dramatiker*innen-Preis … zuletzt 2020 mit „In My Room“. Uraufführung von Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg … wurde er zum Regisseur des Jahres 2018 gewählt. … Professor an der Danish National School for Performing Arts in Kopenhagen.“

Ich habe von ihm auf dem Berliner Theatertreffen 2019 die Inszenierung von Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ gesehen. In meinem Blog habe ich aus dieser Inszenierung auch zwei Musikstücke gebracht. „Fade Into You „ von Mazzy Star (HIER) und „Frank‘s Dance Peace“ (HIER), Musik des Theatermusikers Matthias Grübel, der in dieser Inszenierung für die Musik verantwortlich war. Theater, Musik und Tanz sind ja die drei Bereiche, die Falk Richter gerne verbindet, so wie es auch für die kommenden fünf Jahre an den Münchner Kammerspielen angekündigt ist.

Vor knapp zwei Jahren hatte Falk Richter ein Buch veröffentlicht, in dem er seine Auffassung von Theater erklärt. Es heißt „DISCONNECTED“ mit dem Untertitel „Theater Tanz Politik“. Ich habe es gelesen. Freunde der Münchner Kammerspiele werden Interesse an diesem Buch haben, da doch davon ausgegangen werden kann, dass Falk Richter auch weiterhin die dort erklärten Auffassungen vertreten und in gewisser Weise zur Basis seiner Inszenierungen machen wird.

Das Buch erscheint im Alexander Verlag Berlin. HIER ist der Link zur Buchseite des Alexander Verlags.

Falk Richter ist ein politisch und gesellschaftskritisch arbeitender Autor und Theateregisseur. In DISCCONNECTED geht er auf einige seiner Produktionen ein, die allesamt immer auch seine Sicht der Gesellschaft in unseren Sphären – die westliche Welt – widerspiegeln. Es sind vor allem seine Stücke „Trust“, „Das System“, „Unter Eis“, „For the Disconnected Child“, „Safe Places“, „Small Town Bodies“, „Complexity of Belonging“.

Zu seinem Stück FEAR musste er viel Kritik einstecken. Auf Wikipedia heißt es dazu:

“Die Inszenierung von FEAR beschreibt Katharina Röben in der Zeitung Die Welt als „überraschend konkret“, sie setze „reale Akteure in den Fokus“ und ergründe „die Angst hinter Hass und Fremdenfeindlichkeit“. Allerdings verharre sie „in einer exakten Bestandsaufnahme – aktuell, rhythmisch, bekannt“, sie liefere „zwar keine Antworten“, sei „aber herrlich komisch, albern und performativ“. ZEIT – Journalist Daniel Müller empfand das Stück als „hart“ und „eindrücklich“. Rechtswidrig sei es nicht. Es gehe „in Richters Stück um die Frage, wie diese gefährlichen Gedanken wieder aus der Welt zu schaffen sind. Die Gedanken, wohlgemerkt, nicht die Menschen, die sie in die Welt tragen“. Dagegen bezeichnete der Welt – Theaterkritiker Jan Küveler das Stück als „traurige“ und „feige“ Veranstaltung, die nicht an Tabus rühre und lediglich Vorurteile und Klischees bediene. Alexander Kissler diagnostizierte im Onlineangebot der Zeitschrift CICERO, der Abend propagiere „Vernichtung, nicht Diskurs“. Er sei „eine Kampfansage, kein Diskussionsangebot“ sowie eine „intellektuelle Bankrotterklärung“. Peter Laudenbach bilanzierte (HIER) in der Süddeutschen Zeitung, das Stück unterliege der „gleichen Logik wie die rechten Foren und Blogs, deren Teilnehmer einander zu immer schrilleren Ausfällen gegen Demokratie, Presse, Kanzlerin und sonstige Andersdenkende anstacheln: Diskursunfähigkeit als Programm“.

Ich konnte diese Anmerkungen ein wenig verstehen, als ich das Buch „Disconnected“ las. Das Buch geht zurück auf drei im Januar 2016 im Rahmen der fünften Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik gehaltene öffentliche Vorträge. Man liest darin im Grunde nicht etwas über künstlerische Aspekte des Theaters heute, sondern Gesellschaftskritik mit meines Erachtens etwas unschönem, zu pauschalem Unterton.

Die Kernaussagen von Falk Richters umfassender Gesellschaftskritik, die sich allein schon im Buchtitel „Disconnected“ widerspiegeln, lauten: Entfremdung des Individuums von sich selbst, vom Gegenüber und von der Gesellschaft – Einsamkeit, Entfremdung, Erschöpfung, Resignation, Überforderung – Unfähigkeit zur Nähe, gesellschaftlicher Druck zur Selbstentfremdung durch Selbstoptimierung – Zurichtung des Menschen durch die Marktverhältnisse!

All das schreibt Falk Richter der gesellschaftlichen Entwicklung der westlichen Welt zu. Starke Worte, die in vielerlei Hinsicht Berechtigung haben. Mir missfielen aber im Buch zwei Aspekte:

– Es ist zu viel und zu negativ: So wirkt es fast kindisch, all diese Aspekte aufzuführen, ohne wirklich ins Detail zu gehen. Das Buch strotzt von – wahrscheinlich locker über einhundert – Fragen zu diesen Aspekten. Antworten können natürlich kaum geliefert werden. Ob und welche Antworten hierzu in den Theaterstücken geliefert werden, kann ich noch nicht beurteilen.

Seine Inszenierungen sind oft Collagen mit vielen Brüchen, es sind nicht durchgehende „Geschichten“. Der Zuschauer wird hin- und hergeschleudert. Falk Richter bevorzugt es dabei, Situationen und Gefühle der Menschen gerade durch Tanz und Bewegung (Anouk van Dijk) darzustellen. Ich fürchte nur, dass man Hass und Zerrissenheit etwa durch Tanz besser darstellen kann, als Tendenzen zu möglichen Antworten auf die vielen aufgeworfenen Fragen und Beobachtungen. So bliebe es dann auch auf der Bühne allein bei der Bestandsaufnahme, der Bemängelung vieler Dinge.

– Der zweite Aspekt, der mir missfiel: Die Erläuterungen von Falk Richter haben insoweit teilweise fast einen aggressiven Unterton. Nicht explizit, aber es wird so viel Unwohlsein gegenüber den aufgegriffenen Aspekten und Personen erzeugt, dass man fast aggressiv werden könnte. Dies scheint auch einer der Gründe zu sein, warum Falk Richter mit seinem Stück FEAR stark kritisiert wurde. Aussagen und Darstellungen gegen Rechtspopulisten der AfD wurden, so die Kritik, mit fast den selben unschönen Mitteln gebracht, die kritisiert werden sollten.

Das Buch „Disconnected“ ist insoweit eine grobe Anhäufung gesellschaftspolitischer Aspekte, die Falk Richter umtreiben. Wir werden sehen, welche Aspekte davon in nächster Zeit von ihm in seinen Produktionen an den Münchner Kammerspielen zur Geltung gebracht werden.

Hoffentlich wird er die Themen etwas sensibler, fantasievoller und nicht so einseitig vorwurfsvoll bringen, wie es im Buch DISCONNECTED geschieht. Hoffentlich auch mit ein bisschen mehr Sinn für Details als es im Buch DISCONNECTED geschieht. Andererseits: Klar, man darf natürlich auch einmal pauschal und gröber arbeiten. Es bleibt spannend an den Kammerspielen – nach der Zeit unter Matthias Lilienthal, die mir gegenüber von mehreren Kennern und Liebhabern der Theaterwelt als „Geschichte“ bezeichnet wird. „Wir haben Geschichte erlebt“, hörte ich.

MUSIK: Mazzy Star – Fade Into You

Ich bringe ja gerne Musikstücke aus Theaterinszenierungen. Kürzlich hatte ich den Onlinestream von „Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek gesehen. Daher die Musik hier. Siehe unten. Ein Lied, das dort von Julia Wieninger gesungen wird. Sie steht seitlich auf der Bühne und betrachtet und besingt das Geschehen auf der Bühne.

Es war die Inszenierung von Falk Richter, die 2018 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war. Dort hattte ich es auch gesehen.

HIER die Stückeseite des SchauSpielHauses Hamburg.

Ok, es ist kein fröhliches Lied! Trotzdem!

Es geht in „Am Königsweg“ ziemlich deutlich – auch ohne Namensnennung – um Donald Trump, den „König“. Und es geht um viel mehr – Elfriede Jelinek eben. Aufsehenerregend – für manche positiv, für manche negativ – war wieder einmal Benny Claessens in der Rolle des „Königs“.

Er provoziert ja das Publikum irgendwie immer wieder. Auch hier wieder – etwa mit einem irren Monolog. Auch er singt im Stück ein Lied, das mir gefallen hat. Mal sehen, vielleicht bringe ich es auch gleich noch.

Falk Richter wird in der kommenden Spielzeit Hausregisseur der Münchner Kammerspiele. HIER die Meldung von ZEIT online. Es ist ja sehr fraglich, wie die immer interessanter gewordene Intendanz von Matthias Lilienthal an den Münchner Kammerspielen im Sommer enden wird. Geplant war etwa eine 24 -Stunden- Aktion. Ob und wie so etwas im Sommer stattfinden kann? Who knows!

Mazzy Star wurde 1989 gegründet. Melancholisch oder auch düster sind sicher einige Stücke der Band. Wikipedia nennt die Musik „gitarrengestimmten Folkpop“.

Vor Kurzem erst, am 26.02.2020, war im SPIEGEL (HIER) zu lesen, dass einer der Begründer von Mazzy Star, David Roback, im Alter von 61 Jahren gestorben ist.

Fade into You erschien 1993 auf dem Album So Tonight That I Might See, dem zweiten Album der Band. Laut Wikipedia ist es das erfolgreichste Lied von Mazzy Star.

Eine Übersetzung des Songtextes lautet:

Ich mag die Hand in Deinem Innern halten
Ich mag nen Atemzug nehmen der wahr ist
Ich schau zu Dir und sehe nichts
Ich schau zu Dir um die Wahrheit zu sehn

Du lebst Dein Leben, Du wandelst in Schatten
Du gehst hinweg hinein ins Schwarz
Eine Art von Nacht in Deiner Finsternis
Färbt Deine Augen mit dem was nicht da ist

Verklingen in Dir
Seltsam das Du´s nie gemerkt hast
Verklingen in Dir
Ich find´s seltsam das Du´s nie gemerkt hast

Das Licht eines Fremden geht langsam auf
Das Herz eines Fremden ohne Zuhaus
Du führst Deine Hände in Deinen Kopf
Und dessen Lächeln bedeckt dann Dein Herz

Verklingen in Dir
Seltsam das Du´s nie gemerkt hast
Verklingen in Dir
Ich find´s seltsam das Du´s nie gemerkt hast

Hier zwei Versionen. Das Original:


Und hier eine Version des Songs gesungen von MileyCyrus! Auch gut.

Und hier die lyrics in Englisch:

I want to hold the hand inside you
I want to take a breath that’s true
I look to you and I see nothing
I look to you to see the truth
You live your life, you go in shadows
You’ll come apart and you’ll go blind
Some kind of night into your darkness
Colors your your eyes with what’s not there

Fade into you
Strange you never knew
Fade into you
I think it’s strange you never knew

A stranger’s light comes on slowly
A stranger’s heart without a home
You put your hands into your head
And then its smiles cover your heart

Fade into you
Strange you never knew
Fade into you
I think it’s strange you never knew
Fade into you
Strange you never knew
Fade into you
I think it’s strange you never knew
I think it’s strange you never knew

Copyright des Beitragsbildes: Arno Declair