Es ist ein Song von Otis Redding, der ja viel zu früh starb. Hier wird der Song vom amerikanischen Singer/Songwriter Marc Broussard gesungen.
Broussard singt den schönen Song ein ganz klein wenig verlangsamt, das macht es aus, klingt sehr gefühlvoll. Nicht schlecht, wenn es auch akustisch durch die Liveaufnahme nicht ganz so toll klingt, aber gut:
Von Moby hatte ich schon etwas gebracht. HIER und HIER. Alles vom gleichen Konzert, in LA im La Fonda Theatre, es sind musikalisch sicherlich eher einfache Songs, aber schön!
Über Moby hatte ich schon einmal Folgendes geschrieben:
Neben seiner Karriere als Musiker betrieb Moby (sein Ur-Ur-Großonkel hat die Erzählung „Moby Dick“ geschrieben, daher sein Spitzname Moby!) von 2002 bis 2015 das vegetarische Restaurant TeaNY in New York und in Los Angeles das vegane Restaurant Little Pine, das im Juli 2020 von Investoren übernommen wurde (laut Wikipedia). HIER der Link zurWebsite des Restaurants. Moby lebt seit seinem 22. Lebensjahr vegan, um Tieren kein Leid zuzufügen. Nicht schlecht! Respekt! Tierrechtsaktivismus nennt er den Sinn seines Lebens und das, was ihn am Morgen aus dem Bett bringt. Weiter sagte Moby, er würde – vor die Wahl gestellt – lieber ein Tierrechtsaktivist, als ein erfolgreicher Musiker sein!
Moby bietet auf einer Internetseite über 200 Titel seiner Musik kostenlos an. HIER.
Und Damien Jurado ist ein US-amerikanischer Musiker, da kann ich nur auf Wikipedia verweisen, HIER.
Jetzt, wo ich die letzten Tage des Jahres gerade (wieder) in Österreich verbringe, hier noch zum Abschluss ein Lied des Österreichers Ludwig Hirsch, das auch einmal hier im Blog gebracht werden kann – nicht wegen des Themas, sondern wegen der Sentimentalität und ruhigen Art der Musik: „Komm großer schwarzer Vogel“ ist ein im Grunde sehr trauriges, aber ein sehr schönes Lied! Live 1993 im Wiener Volkstheater gesungen.
Das Lied platzierte sich in den österreichischen Charts, kurz nachdem Ludwig Hirsch sich am 24. November 2011 im Alter von 65 Jahren das Leben genommen hatte. Er hatte Lungenkrebs. Das Lied ist ja ein Lied in Erwartung des Todes …
ICH WÜNSCHE ALLEN EINEN GUTEN RUTSCH INS JAHR 2026!
Bruce Springsteen singt immer schon über den „kleinen Mann“, den „Verlierer“, den „Gestrauchelten“ etc. Und über sein frühes Leben, die einfachen Verhältnisse, in denen er aufwuchs, wie er alles erlebt hat, immer wieder. Seine Musik ist aus seinem Leben. Er steht immer persönlich hinter dem, worüber er singt, er verarbeitet es mit seiner Musik. Hier auch so: „My Hometown“. Unten die lyrics.
Die lyrics auf Deutsch:
Ich war 8 Jahre alt und rannte mit einem Groschen in der Hand zur Bushaltestelle, um eine Zeitung für meinen alten Herrn zu holen. Dann setzte er mich auf seinen Schoß hinters Steuer von diesem großen alten Buick, als wir durch die Stadt fuhren. Er zauste meine Haare und sagte: Schau‘ Dich gut um. Das ist Deine Heimatstadt.
1965 kochte die Spannung an meiner Highschool hoch. Es gab eine Menge Kämpfe zwischen Schwarzen und Weißen. Du konntest nichts dagegen tun. Eines Samstag abends standen dann diese zwei Autos bei einer Strassenlaterne. Auf dem Rücksitz lag eine Knarre. Ein Wort gab das andere, bis eine Schrotladung losging. Zeiten voller Unruhen und Kummer waren über meine Heimatstadt gekommen. Meine Heimatstadt.
Jetzt sind in der Hauptstraße die Fenster weiß übertüncht und die Läden (stehen) leer. Es scheint, als sei da keiner mehr, wolle auch keiner mehr hin. Die Textilfabrik jenseits der Bahnlinie machen sie auch dicht. Der Vorarbeiter sagt, diese Arbeitsplätze sind weg, Jungs, und sie kommen auch nicht mehr zurück Zu Eurer Heimatstadt.
Letzte Nacht, als Kate und ich im Bett lagen, haben wir übers Weggehen gesprochen. (oder: darüber gesprochen, wie wir da ‚rauskommen) Alles packen und vielleicht nach Süden ziehen. Ich bin jetzt 35, wir haben selber einen Jungen. Letzte Nacht hab‘ ich ihn ins Auto gesetzt, hinters Steuer. Und ich hab ihm gesagt: Sohn, schau‘ Dich gut um. Das ist Deine Heimatstadt.
The Wall belegte in zahlreichen Ländern Platz eins der Charts. Es zählt mit über 33 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit erfolgreichsten Alben und ist das meistverkaufte Doppelalbum der Musikgeschichte.
Weiter in der Musiksammlung: Led Zeppelin – ein Zeitphänomen des späteren vergangenen Jahrhunderts: Entstanden ist die Band Ende der sechziger Jahre, 1968, aufgelöst hat sie sich schon 1980, nach dem Tod ihres Schlagzeugers John Bonham. Trotzdem ist sie eine der erfolgreichsten Bands weltweit geworden!
Hier ein recht ruhiger Song von ihnen, Going to California. Es gibt auch einige vor allem Mandolin-Versionen des Songs, eine davon siehe unten.
Otis Redding, geboren am 09. September 1941, gestorben am 10. Dezember 1967, wurde nur 26 Jahre alt. Er starb bei einem Flugzeugabsturz auf dem Weg zu einem Konzert. Und dennoch führt ihn die Zeitschrift Rolling Stone auf Platz 8 der Liste der 100 größten Sänger aller Zeiten.
Hier sein Song I‘ve Been Loving You Too Long aus dem Jahre 1965:
Und hier ein Livemitschnitt des Songs auch aus dem Jahre 1965:
Man kann über Leonard Cohen denken, wie man will: Zu soft, schwülstig, smachtig, Pop … er hatte aber Welterfolge. Daher die vielen Würdigungen in letzter Zeit anlässlich seines 90. Geburtstags, den er ja nicht mehr erlebte. Siehe zu den Würdigungen meine Hinweise HIER.
Das Münchner Metropoltheater hat zur Zeit einen Abend mit dem Untertitel „Eine Verneigung vor Leonard Cohen“ im Programm! Haupttitel: „A Thousand Kisses Deep“. Die Würdigungen kommen vielleicht auch deswegen, weil Leonard Cohen mit seinem Leben einen einzigartigen Welterfolg schaffte: Er hat nicht irgendwelche Songs gesungen und zu Welthits gemacht, er hat fast immer über sein eigenes Leben gesungen. Seine Lieder SIND Leonard Cohen. Er blieb bodenständig, versuchte viel in seinem Leben, blieb auf Augenhöhe mit jedem, suchte das Leben. Das ist eine Verneigung wert. Als Schriftsteller – sein ursprünglicher Weg – war er nicht sehr erfolgreich, als Musiker entgegen seiner Absicht sehr.
Die Verneigung vor ihm im Metropoltheater ist ein empfehlenswerter, sehr schöner Abend! Entspannt, stimmungsvoll und überzeugend. Weitere bekannte Termine dieses Abends sind der 16, 17. und 24. Oktober, HIER der Link zur Stückeseite auf der Website des Metropoltheaters.
Kathrin von Steinburg und Jakob Tögel erzählen und singen (fast 20 seiner Songs). Sie schaffen, vor allem durch die tiefe Bassstimme von Jakob Tögel, fast einen Liveabend mit Leonard Cohen, das zum Großteil etwas ältere Publikum konnte sich in alte Zeiten zurückversetzt fühlen. Im kleineren Rahmen des Metropoltheaters in München/Freimann gehen die beiden Ensemblemitglieder durch Leonard Cohens Geschichte und seine Welterfolge! Es lohnt sich, ist nicht überdrallert, ist keine „Show“, ist sympathisch und endet mit Zugaben und zurecht mit viel Applaus.
Leonard Cohen wäre am 21. September 90 Jahre alt geworden, am 7. November, in etwa drei Wochen, ist sein achter Todestag.
Wieder einmal ein besonderer Mensch. Ich möchte auf Einiges dazu hinweisen:
Derzeit ist in der ARD-Mediathek die sehenswerte Serie „So long, Marianne“ zu sehen. HIER der Link. Sehenswert, weil fast tragisch dargestellt wird, wie Leonhard Cohen durch seinen irren Drang, erfolgreich zu werden, von seiner großen Liebe Marianne Ihlen weggespült wurde. Er verließ den Traum des großen Glücks, den er mit Marianne auf Hydra lebte, und ging nach Montreal und New York. Machte ihn der Erfolg glücklich?
Und derzeit ist in der arte-Mediathek Leonard Cohen „Live in London“ zu sehen. HIER der Link.
Und derzeit ist in der arte-Mediathek die Dokumentation „Halleluja – Leonard Cohen, ein Leben, ein Lied“ zu sehen. Ein Film über Leonard Cohen und seine Hymne „Hallelujah“. Auch HIER der Link dazu.
Und derzeit ist in der arte-Mediathek in der Reihe Stadt-Land-Kunst der Beitrag „Leonard Cohens Hydra“ zu sehen. HIER der Link dazu. Leonard lebte hier sieben Jahre lang, als er sich fast nur schriftstellerisch bemühte.
In Kürze (im November) zeigt das Metropoltheater in München/Freimann noch einmal mehrfach den Abend „A Thousand Kisses Deep, eine Verneigung vor Leonard Cohen“, ich bin dabei. HIER auch dazu der Link.
Zur sehenswerten Serie „So long, Marianne“ in der ARD-Mediathek (siehe oben) kommen hier noch verschiedene Versionen des Songs „So long, Marianne“:
Eine relativ frühe Version des Songs – 1979 war Leonard Cohen 45 Jahre alt:
Eine ältere Version des Songs. Wie muss sich da ein Mann wie Leonard Cohen fühlen, wenn er im hohen Alter diesen Song über seine vielleicht größte Liebe des Lebens singt?
Und hier eine etwas besondere Version, gesungen 1993 in Oslo, Marianne war ja Norwegerin:
Als Leonard Cohen im Sommer 2016 von der unheilbaren Erkrankung seiner einstigen Muse erfuhr, schrieb er einen Abschiedsbrief, der ihr nur wenige Tage vor ihrem Tod vorgelesen wurde und der den eigenen körperlichen Verfall und kommenden Tod thematisiert. Der britische Filmemacher Nick Broomfield ging der Liebesgeschichte zwischen Leonard Cohen und Marianne Ihlen 2019 in dem Dokumentarfilm Marianne & Leonard: Words of Love nach.
Ich sage: Das dritte Video ansehen! Hier dazu noch ein Foto von Leonard Cohen und Marianne Ihlen:
In meiner ungeschriebenen Reihe „Musik, die man gehört hat – und die man gehört haben muss“ findet auch das schnulzige, aber schön soulartige „What‘s a Woman“ der belgischen (!) Band Vaja Con Dios aus den Neunzigern Platz. Politisch hatte sich die Band übrigens für Respekt für die Roma engagiert. Auch schön!
Auch der Songtext – hier auf Deutsch – ist schön. Eine schwer enttäuschte Liebe:
Was ist schon eine Frau, wenn der Mann ihr nicht zur Seite steht Was ist schon eine Frau, wenn der Mann Geheimnisse vor ihr versteckt hält
Sie wird schwach sein Sie wird stark sein Sie wird mit sich hart kämpfen müssen für lange Zeit
Was ist schon eine Frau wenn ein Mann sich nicht an Regeln hält (Was ist schon ein Mann ohne eine Frau) Was ist schon eine Frau wenn der Mann sie wie eine Närrin aussehen lässt und ihr das Gefühl gibt auch eine zu sein (Was ist schon ein Mann ohne eine Frau)
Wenn alles was bisher richtig war plötzlich falsch ist Wird sie versuchen
sich an den Geistern des Gestern festzuklammern Wenn die Liebe die so lange halten sollte Träume der Vergangenheit plötzlich schnell verblassen
Ganz alleine Im Dunkel Wird sie sich schwören sich niemals wieder fehlleiten zu lassen
All diese Träume der Vergangenheit verblassten so schnell all die Geister der Vergangenheit all die Liebe die halten sollte
Ganz allein Im Dunkel wird sie sich schwören Niemals wieder
Ein kurzer Hinweis: In der Westgalerie des Hauses der Kunst geht es an diesem Wochenende (Samstag Abend) weiter mit der Reihe TUNE. Diesmal mit tiefem rhythmischen Sound, der wie eine Massage in den Körper geht. Wenn ich noch einmal jung wäre, würde ich sagen: Ich habe wieder einen tollen Abend im P1 erlebt! Besser noch! In dieser so weiten und hohen Halle – in dieser Lautstärke – in dieser Clubatmosphäre – mit diesen Bässen – in dieser Art, wie der Bassrhythmus den Körper erzittern ließ.
Es gibt übrigens im Haus der Kunst derzeit eine Ausstellung „Glamour und Geschichte – 40 Jahre, P1“! HIER der Link. Dort heißt es so schön: Wenn im P1 ein junger Mann auf der Tanzfläche ausflippte und man dachte: Der sieht aus wie Mick Jagger. Dann war es Mick Jagger. …
Gestern:
Es heißt: „TUNE ist eine Serie kurzer Soundresidencies am Haus der Kunst, angesiedelt zwischen den Feldern Sound, Musik und visueller Kunst. Die eingeladenen Künstler*innen arbeiten genre-, epochen- und stilübergreifend und schaffen klangliche Beiträge, die im Dialog mit dem aktuellen Programm des Haus der Kunst stehen.“ (Website des Hauses der Kunst, HIER).
Hingehen und für eine Stunde wieder etwas sehr Cooles erleben.
Produktionen des Nederlands Dans Theater (NDT) am Bayerischen Staatsballett! Das bedeutet zeitgenössisches Ballett. Über das NDT und das Bayerische Staatsballett konnte ich schon mehrfach schreiben. Das NDT bietet gerne auch ab und an Online-Streamings von Liveauftritten. Siehe etwa aktuell wieder unten für Ende April. Zwei prägende Köpfe des NDT waren viele Jahre lang die Choreografin Sol León und der Choreograf Paul Lightfoot.
Mehr als 60 Uraufführungen hatten beide seit 1989 gemeinsam als Choreografenduo am NDT kreiert, immer stehend für zeitgenössisches, nicht klassisch geprägtes Ballett, wie das NDT insgesamt. Sol Leon
und Paul Lightfoot:
Zwei ihrer Produktionen sind Silent Screen und Schmetterling, die ab März vergangenen Jahres mehrfach am Bayerischen Staatsballett gemeinsam gezeigt wurden. Ich schreibe hier im Blog im Grunde immer über Dinge, die der Leser/die Leserin noch sehen kann. Für den Abend „Schmetterling“ (beide oben genannte Produktionen zusammen erscheinen unter diesem Titel) sehe ich leider in dieser Spielzeit keinen weiteren Termin! Aber ich höre, es wird in der kommenden Spielzeit (Januar und Februar 2025) weitere Termine des Abends „Schmetterling“ geben.
Und demnächst – vom 12. bis 20. April – ist ohnehin die Münchner Ballettfestwoche 2024, so kann mein Beitrag auch eine Anregung für eine der dortigen Produktionen geben. Ich etwa werde in der Münchner Ballettfestwoche die sehr expressive, gestalterisch sicher fast extreme Produktion „Triptych“ der belgische Compagnie Peeping Tom sehen, auch das war eine Produktion für das NDT. Erstmals ist die Companie Peeping Tom am Bayerischen Staatsballett.
HIER der Link zur Website der Münchner Ballettfestwoche 2024. Es heißt dort zur Produktion „Triptych“: „… unglaublichen Vielfalt an Ausdrucksformen und extrem präzisen Abläufen, die bis hin zur Akrobatik reichen.“
Silent Screen und Schmetterling sind durchaus ältere Produktionen, „Silent Screen“ hatte seine Uraufführung im April 2005, „Schmetterling“ hatte Uraufführung im November 2010. Ein kurzes Fazit: Sehr ausdrucksstarkes, erzählerisches, emotionales Tanztheater, wie so oft beim NDT auf dunkler Bühne, mit teils interessanten Videoeinspielungen im Hintergrund, die teils wiederum den emotionalen Charakter des Abends unterstützen und die „Erzählungen“ untermauern. Erzählerisch ist es allerdings geradezu anstrengend – meinte man doch, man müsse eine „Geschichte“, die „erzählt“ wurde, genau erkennen – was kaum möglich ist. Das erste Stück (Silent Screen) nahm Bezug auf Stummfilme – wie Ballett ohne Worte – das zweite (Schmetterling) bezog sich auf die wundersame Natur des Schmetterlings, auf seine Vergänglichkeit, Zartheit, Schönheit, und auf den Lauf des Lebens. Wie so oft beim NDT auch: Hochklassiges Tanztheater (hier durch Ensemblemitglieder des Bayerischen Staatsballetts), das musikalisch noch dazu durch zwei Größen der Ballettmusik und eben deren – ich möchte sagen – manchmal fast sphärische, rein klangliche Musik (oft Pianoklänge) geprägt wird: Philip Glass und Max Richter, die ja öfters Musik für Ballettproduktionen schreiben.
HIER ist übrigens der Link zur Seite der kommenden Produktion „Triptych“ der Gruppe Peeping Tom auf der Website des Bayerischen Staatsballetts. Auch das wird extrem erzählerisches Tanztheater, in drei Teilen. Siehe den Link.
Und am 24. und 25. April bietet wiederum das Nederlands Dans Theater (NDT) ein weiteres Onlinestreaming. HIER ist der Link zu diesem Streamingangebot auf der Website des NDT. Drei Produktionen kann man an diesen beiden Tagen im Streaming sehen, unter anderem – am zweiten Tag – die Produktion In The Dutch Mountains des auch hier in Deutschland ja sehr bekannten (wenn auch teils unrühmlich bekannten) Choreografen Marco Goecke.
Hier noch zwei Bilder der Produktion „Schmetterling“:
Depeche Mode gibt es seit mehr als 45 Jahren! Sie gründeten sich 1976 – damals noch unter anderem Namen – und sind seit 1980 (beim Einstieg von Dave Gahan) „Depeche Mode“, genannt nach einem französischen Modemagazin namens Dépêche Mode. Die Gruppe ist mit weltweit über 100 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Bands der Welt.
Die Zeitschrift Q nannte Depeche Mode „The most popular electronic band the world has ever known“. Sie sind ja gerade auf Welttournee und waren Anfang März in München. Ich war nicht dabei, aber es war anscheinend erstaunlicherweise trotzdem gut.
Auf jeden Fall kann Depeche Mode auch auf dem Blog erscheinen, um den Aspekt „Musikgeschichte“ nicht aus dem Auge zu verlieren.
Wer sich (bis Ende Mai ist es möglich) die Produktion „Kill Your Darlings! Streets of Berladelphia“ des kürzlich so früh verstorbenen schillernden Theatermachers René Pollesch in der Mediathek der Berliner Festspiele ansehen möchte (HIER), wird zu Beginn den Song „Streets of Philadelphia“ hören, instrumental gespielt. Fabian Hinrichs wird zu dieser Instrumentalversion des Songs von Bruce Springsteen mit ersten Worten – er bestreitet die ganze Inszenierung quasi allein – über die Bühne laufen und singen/sprechen.
Ich hatte den Song von Bruce Springsteen im Blog noch nicht gebracht. Daher bringe ich zum Einen – mit Blick auf die genannte Produktion von René Pollesch – hier die Instrumentalversion und dann zum Anderen auch die „Originalversion“:
Für besonders Kurzentschlossene: Heute Abend im HochX, dem kleinen schönen Theater in der Au, in der Entenbachstraße: Florian Burgmayr und Maria Hafner präsentieren im Vorraum des Theaters, in dem (dem Vorraum) etwa 70 Personen Platz finden, ihre neue CD. Es ist ein humorvoller Abend!
Es heißt: „HafnerBurgmayr präsentieren einen Abend voller Lieder und Gedichte, die es gestern noch nicht gab, die aber heute schon Gassenhauer sind: Streichle Blumen, Alois oder nichts, lüzlü no, Friedel der Weps, Ampi ölei, Walzer mit Meer, Brez Brez usw.“.
Kurz:
Es hat etwas von bayerischem Humor: Die beiden nehmen sich nicht ernst. Das mag der Bayer. Sie beginnen den Abend – die Treppe herunter kommend – dementsprechend mit Posaune (Florian Burgmayr) und einem Jodler (Maria Hafner). Der Abend endet auch mit dem Jodler, einem sehr gelungenen, schönen Jodler, der mich an den bekannten „Juchitzer“ von Hubert von Goisern & Zabine erinnerte (HIER), den man kennen muss. Es folgen absurde Musikstücke, absurde Texte oder besser Wortfindungen, Sinnloses, manchmal am Rand des Sinnvollen, sodass man etwa 70 Minuten lang amüsiert zuhören kann. Auch das mag der Bayer. Die lockere Atmosphäre des Vorraumes passt gut dazu!
Florian Burgmayr und Maria Hafner haben auch Spaß daran, merkt man. So hat man einen lockeren, lustigen Abend vor sich, an dem man einfach nicht zu viel nachdenken muss. Mag das nicht auch der Bayer? Besonders Maria Hafner hat dabei mit starker und sicherer Stimme eine schöne Präsenz, oft begleitet sie sich und ihre Stimme mit ihrer Violine, während Florian Burgmayr meist die Ziehharmonika oder das Piano einsetzt. Beide stammen auch aus Bayern. Andererseits: Es ist kein betont bayrischer Abend, die Verbindung liegt nur etwas nahe. Ein Abend mit viel Phantasie, die sich hoffentlich bei beiden fortsetzt.
Also: Heute noch zu erleben, HIER der Link zur Website des HochX.
Die Fotorechte des Beitragsbildes oben werden den beiden gehören.
Viel weiß ich nicht über Ian Storm. Er macht Deep House Music. Auch über Deep House weiß ich nicht viel. Man kann nicht alles wissen! Deep House Music ist mit klarem Rhythmus etwas langsamere Musik, die Richtung Disko geht, möchte ich es nennen.
… Im Allgemeinen wird Deep-House-Musik jedoch oft als Downtempo- und feinere Interpretation von House-Musik bezeichnet. Die Musik konzentriert sich stark auf die Atmosphäre eines Titels und die Wärme, die aus seinen Soul- und Jazz-Einflüssen, schlurfenden Rhythmen und – natürlich – einem tiefen Bass entsteht. Sie liegt im Allgemeinen zwischen 110 BPM und 124 BPM.
Der Song hier – Losing My Religion – ist ja ursprünglich von R.E.M., aber eben rhythmischer, etwas langsamer, tanzbar gemacht, bassunterstützt und so weiter. Es kommt bei Deep House – entstanden um die Jahrtausendwende – auch auf den Einsatz der Instrumente an.