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THEATER: Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Einen ersten Blick in diese neue Welt liefert die derzeitige Version der Website der Volksbühne. Hier ist der Link zur derzeitigen Website: https://neu.volksbuehne-berlin.de/#reihen-und-projekte

Die endgültige NEUE VERSION der Website der Volksbühne soll am 1. Juli freigeschaltet werden.


Copyright des Fotos: Picture Alliance / dpa / Manfred Krause

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Gelesen und geblättert

THEATER: Volksbühne und Matthias Lilienthal

Auf http://www.nachkritik.de gibt es nun ein – soweit ich sehe – erstes etwas längeres Interview mit ihm über seine Ansichten zur Volksbühne. Hier der Link zum Interview (geht momentan nicht anders): https://nachtkritik.de/portraet-reportage/der-kommende-volksbuehnen-intendant-matthias-lilienthal-im-interview

Matthias Lilienthal hat jede Menge gesellschaftlicher und politischer Gedanken zur Position und Funktion der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Das ist die Volksbühne! Er sieht die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zunächst einmal als ein einmaliges „Geschenk“, da man hier alles bringen kann und soll, nur nicht herkömmliches Theater. Die Volksbühne steht nicht für herkömmliches Theater, sondern für alles andere.

Er sieht die Volksbühne etwa als ein „Zentrum des Nachdenkens“ über das Ende der Demokratie oder über die Frage „Was ist unsere Realität?, über die Frage: „Wer setzt sich mit welchem Narrativ durch?“, auch über soziale Fragen, er möchte auch Widerstand gegen die AfD etablieren, es geht um unsere Zeit der riesigen Veränderungen, nicht nur in Berlin, generell! Er sagt: „Niemand weiß, wohin es geht. Ich auch nicht. Aber das ist ein Moment, wo man Sachen neu ausprobieren und Dinge neu auf den Tisch legen kann.

So hat er in unseren national, international und weltweit in vielerlei Hinsicht so dramatischen Zeiten viele, viele Ideen. Sicher auch, was Berlin betrifft. Einiges wird sicher provokant werden, es geht sicher nicht um leise Töne! Andererseits: Wer Matthias Lilienthal kennt, weiß, dass es ihm natürlich um die Theaterkunst/Bühnenkunst geht, nicht rein um Politik, schon garnicht geht es ihm um Belehrung! Es geht sicher um junge Stimmen! Es wird spannend, ich hoffe, die Volksbühne wird ab Herbst eine starke Stimme werden in den vielen „Reibungsprozessen“ unserer Zeit.


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Sonstiges

THEATER: Florentina Holzinger

Sie wird von den Medien momentan absolut gehypt. Siehe etwa das Beitragsbild, die aktuelle Ausgabe des feministischen Missy Magazine: „MESSIAH DER BÜHNE“ schreiben sie dort. Nicht … DES THEATERS, sondern … DER BÜHNE. Nacktheit, echtes Blut, Selbstverletzungen und und und. „Ist das Kunst oder kann das weg?“

Die Erfolgswelle, auf der sie momentan surft – oder auf der sie getrieben wird – sieht unter anderem so aus: Im Mai etwa war ihr „SANCTA“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen, also doch Theater, eine Mischung von vielem eben. Auch das neue Stück „A Year Without Summer“ (Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz) macht irgendwie Furore. Ab Mitte 2026 wird sie zusammen mit Marlene Monteiro Freitas das künstlerische Board der Berliner Volksbühne (Intendant Mathias Lilienthal) bilden, also das Programm der Volksbühne entscheidend mit prägen! Wirklich Theater, spannend! Sie spielt – es war ab Oktober 2024 zu sehen – auch erstmals in einem Kinofilm mit, in „Mond“ – als Hauptdarstellerin. Nächstes Jahr, 2026, wird sie auf der Biennale in Venedig den österreichischen Pavillon gestalten. Und so weiter. Tänzerin, Choreografin, Schauspielerin, Theatermacherin, Regisseurin, Künstlerin, Aktivistin …

HIER ein Trailer zu ORPHELIA‘s GOT TALENT. HIER ein Trailer zu SANCTA. HIER der Link zur Stücke Seite von A YEAR WTHOUT SUMMER. Und HIER ein Gespräch mit ihr im ORF. HIER der Trailer zum Film „Mond“.

Ich will mir kein vorschnelles Bild über Florentina Holzingers Bühnenaktionen machen. Was sie macht, ist ja offenbar irgendwie Zeitgeschehen. Da muss doch etwas sein! Was passiert da? Ist es Feminismus, ist es Aktionismus, Provokation, etwas anderes, mit dem man konfrontiert wird? Die Leute rennen hin. Ich selber habe noch nichts gesehen von ihr! Daher hat mich zB das Interview des Missy Magazine interessiert. Der Bericht über das Treffen mit ihr ist aber leider nicht die Wiedergabe eines Interviews, es ist ein Artikel über Florentina Holzinger, ein Versuch der Interpretation ihrer Arbeit nach einem nicht wiedergegebenen Gespräch. Ich denke mir jedenfalls, die Nacktheit der (jede für sich selbständig entscheidenden) Frauen auf der Bühne, ihre Aktionen, haben hier eine andere Funktion, als „sich selbstbewusst zu zeigen“. Die Nacktheit, die sie einsetzt, holt den weiblichen Körper aus dieser (immer männlich gedachten) Ecke des „schönen Körpers“ heraus, oder so etwa …

HIER ist der Link zum Missy Magazine, das es ja seit 17 Jahren gibt.

Man schreibt dort in „Über Missy“:

Missy ist das Magazin für Pop, Politik und Feminismus. 2008 von Stefanie Lohaus, Chris Köver, Sonja Eismann und Margarita Tsomou gegründet, steht das Missy Magazine heute mit sechs Ausgaben im Jahr für unabhängigen, feministischen Journalismus.

Wir schreiben über trans Familien, Sexarbeit, Rechtsruck, Coding, Fat Acceptance, Vereinbarkeit, Anal Plugs, Care-Arbeit, Rap, Katzen, Menstruation in Horrorfilmen, Asyl und Alltag, Achselhaare und neue Serienhighlights. Wir interviewen und porträtieren Künstler*innen und Aktivist*innen. Futtern und Fashion sind für uns ebenso Themen wie queere Pornografie oder Organisationen, die sich weltweit für sichere Abtreibungen einsetzen.

All das passiert mit einer Attitüde, die beständig den Status quo mit einem Grinsen infrage stellt. Weil wir immer noch nicht in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben. Weil es noch viel zu diskutieren und zu verbessern gibt.

Feminismus ist für uns kein Trend, sondern unsere Haltung. Intersektional und inklusiv. Missy schreibt gegen Sexismus, Rassismus, Klassismus, Homofeindlichkeit Transfeindlichkeit, Ableismus und Antisemitismus. Das Missy Magazine fokussiert heute konsequent die Perspektiven von FLINT und BIPoC. Popkulturell, politisch, manchmal mit Humor, manchmal ohne.

Es bleibt spannend!

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THEATER: BREAKING NEWS

Eine hervorragende Wahl!

Foto: epd / IMAGO / Hans Scherhaufer

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THEATER: 3sat – Starke Stücke

HIER der Link zur Mediathek von 3sat. (Unten finden sich jeweils die Links zu den einzelnen Produktionen)

Gezeigt werden:

  • „Laios“ ab sofort bis 30.08.2024
  • „Macbeth“ ab sofort bis 30.08.2024
  • „Bucket List“ ab sofort bis 01.05.2027 (!).

Im Einzelnen:

LAIOS: Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

„Laios“ ist der zweite Teil des Antiken-Marathons „Anthropolis“ und das Prequel zu „Ödipus“. Wer war Ödipus‘ Vater, König Laios von Theben? Die Geschichte wiederholt sich: Das Schicksal von Vater und Sohn ist gar nicht so unterschiedlich, beider Kindheit ist von Gewalt und Ablehnung geprägt. Laios musste aus Angst um sein Leben schon als Kind Theben verlassen und ins Exil gehen. Als aber Jahre später kein Thronanwärter mehr übrig war, die Zeiten waren blutig, kehrt er in seine Heimatstadt zurück. Zu seiner Königin macht er Iokaste. Eine fast stürmische Love-Story, so scheint es, doch das Paar steht unter keinem guten Stern. Die Weissagung der Seherin Pythia verbietet dem Königspaar Nachkommen zu zeugen. Doch schließlich wird der kleine Ödipus geboren und der Kreislauf der Gewalt startet von Neuem. (Zusammenfassung von 3sat auf deren Website/Mediathek).

HIER der direkte Link zum Stück „Laios“ in der 3sat-Mediathek.

MACBETH: Inszenierung am Schauspielhaus Bochum.

Brutal und skrupellos machen sich er und seine Frau, Lady Macbeth, daran die Prophezeiung wahr werden zu lassen. Alle, die der Königskrone im Weg stehen, werden nach und nach kaltblütig beseitigt. Von Machtwillen zerfressen wird das Fundament auf dem Herrscher und Herrscherin ruhen immer brüchiger, beider Seelenzustand verfinstert sich, die Weissagung stellt sich als Fluch heraus. Die errungene Macht hat Paranoia im Schlepptau. (Zusammenfassung von 3sat auf deren Website/Mediathek).

HIER der direkte Link zum Stück „Macbeth“ in der 3sat-Mediathek.

BUCKET LIST: Inszenierung an der Schaubühne Berlin.

„Ein Mann erwacht eines Tages und alles ist anders. Ein Käfer, wie in „Die Verwandlung“ von Franz Kafka, ist er zwar nicht, aber die Welt um ihn herum könnte ihm fremder nicht sein. In einer dystopischen nahen Zukunft verspricht ein dubioses Start-up namens „Zeitgeist“ die volle Kontrolle über das eigene Gedächtnis, erinnern wird optional. Traumatische Erinnerungen sollen sogar ganz gelöscht werden können. Doch es gibt einen Haken. (Zusammenfassung von 3sat auf deren Website/Mediathek).

HIER der direkte Link zum Stück „Bucket List“ in der 3sat-Mediathek.

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THEATER: Das Theatertreffen 2023

IN DIESEN MINUTEN werden die zehn Theaterstücke bekanntgegeben, die für das Berliner Theaterreffen 2023 als die „bemerkenswertesten Theaterstücke“ deutschsprachiger Bühnen des vergangenen Jahres ausgewählt wurden (die berüchtigte „10er-Auswahl“)!!

Die (fürchterlich förmliche – alles wird abgelesen!) Pressekonferenz mit der Vorstellung der einzelnen Theaterstücke läuft gerade, HIER der Link zum Livestream, es geht bis ca. 12.30 Uhr. HIER DIE WAHRSCHEINLICH ERSTE MELDUNG IN DEN MEDIEN DAZU:

Ausgewählt wurden in diesem Jahr die folgenden zehn Inszenierungen (mit Verlinkungen zu den Stückeseiten und zu den Jurybegründungen):

  1. Die Eingeborenen der Maria Blut, Burgtheater Wien. Die Begründung der Jury HIER.
  2. Ein Sommernachtstraum, Schauspiel Bern. Die Begründung der Jury HIER.
  3. Der Bus nach Dachau, Schauspielhaus Bochum. Die Begründung der Jury HIER.
  4. Nora, Münchner Kammerspiele. Die Begründung der Jury HIER.
  5. Orphelia‘s got talent, Volksbühne Berlin. die Begründung der Jury HIER.
  6. Zwiegespräch, Burgtheater Wien. Die Begründung der Jury HIER.
  7. Der Einzige und sein Eigentum, Deutsches Theater Berlin. Die Begründung der Jury HIER.
  8. Kinder der Sonne, Schauspielhaus Bochum. Die Begründung der Jury HIER.
  9. Das Vermächtnis, Residenztheater München. Die Begründung der Jury HIER.
  10. Hamlet, Anhaltisches Theater Dessau. Die Begründung der Jury HIER.

HIER der Link zur gerade veröffentlichten Darstellung der 10er-Auswahl auf der Website des Theatertreffens mit allen weiteren Informationen und links!

Mein erster Eindruck: Es war eine niederschmetternd förmliche Veranstaltung! Auch die anschließende Fragerunde: Das hätte auch in der Sowjetunion so laufen können.

Das Theatertreffen 2023 findet dieses Jahr vom 12. bis zum 28. Mai statt, natürlich wieder in Berlin.

Ein Bild der Jury des Theatertreffens, der Götter auf dem Olymp – Zeus, Hera und weitere:

Jury des Theatertreffens Berlin 2023, bestehend aus: Eva Behrendt, Janis El-Bira, Valeria Heintges, Sabine Leucht, Petra Paterno, Katrin Ullmann und Sascha Westphal, im Martin-Gropius-Bau, Foto: Stefan Wieland

Auch die Leser von http://www.nachtkritik.de können jährlich ihre 10er-Auswahl treffen. Das Ergebnis 2023 Wurde vor etwa einer Woche, am 19. Januar 2023, bekannt gegeben. Es kam ein völlig anderes Ergebnis heraus. HIER der Link zur Zusammenstellung der Zehnerauswahl der Leser von http://www.nachtkritik.de.

Copyright des Beitragsbildes: Adam Janisch

THEATERTREFFEN 2022: Dante Alighieri – Das neue Leben (Schauspielhaus Bochum)

Die Inszenierung aus Bochum heißt im Ganzen: „Das neue Leben – Where do we go from here?“. Frei nach Dante Alighieri, Meat Loaf und Britney Spears führt uns Christopher Rüping mit dieser Inszenierung durch das Jugendwerk von Dante Alighieri „Vita Nova“, mit Teilen von Dantes „Göttlicher Komödie“ und bis hinein zu moderner Musik. Es ist eine Produktion des Schauspielhauses Bochum, die im Rahmen von „Transfer Bochum/Zürich“ entstanden und zum Theatertreffen 2022 eingeladen war.

Ein Todestag:

2021 jährte sich der Todestag von Dante Alighieri zum 700ten mal. Eine Anmerkung: Ich gebe Nachhilfe in Latein und eine Schülerin sagte mir letztens: „Wenn eine Generation 30 Jahre sind, sind schon 20 Generationen 600 Jahre!“ Ja, das Mittelalter, die Zeit bis dahin zurück ist nichts! Ich persönlich erlebte, erlebe aktuell und werde in meinem Leben allein fünf Generationen erleben: Meine Großeltern – meine Eltern – meine eigene Generation – meine Kinder – und möglicherweise einmal meine Enkelkinder. Was sind da 20 oder auch 50 Generationen? 60 Generationen und wir sind bei den Römern!

Die Links:

HIER der Link zur Stückeseite „Das neue Leben“ auf der Website des Schauspielhauses Bochum.

HIER einen Trailer zum Stück.

HIER der Link zur Website des Theatertreffens 2022 mit allen Infos zu allen Stücken und Veranstaltungen und dem weiteren Programm!

Insgesamt zum Abend:

Er konnte dieses Jahr im Rahmen der Eröffnung des Theatertreffens 2022 online im Livestream verfolgt werden. In Bochum ist es Mitte Juni zweimal zu sehen. Ein Fazit: Dieser Abend schaffte es, das Leben ganz groß und gleichzeitig ganz klein zu machen. Ja, das geht! Das Leben ist sehr groß, wenn es auf wahre Liebe trifft – und das Leben ist sehr klein, wenn es auf das Alter trifft. Um beide Aspekte geht es. Und so kann ich mein Gefühl nach diesem Theaterabend beschreiben, so hat man an diesem Abend einen sehr grundsätzlichen Blick auf das Leben werfen können. Aktuelle Frage: Könnte denn etwa ein Mensch wie Wladimir Putin mit solchen Gedanken zum Leben irgendetwas anfangen? Gibt es Liebe in seinem Leben? Das kann nicht sein!

Der Abend endet mit den schönen Worten, an das Publikum gerichtet: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die schlechte: Wir werden alle zu Asche vergehen … Und jetzt die Gute: Es bleibt noch Zeit für dich und mich!“ Insoweit ist der Abend eine Eloge an die tief empfundene Liebe, bei aller Vergänglichkeit.

Zu ein paar Einzelheiten des Abends:

  • Die SchauspielerInnen:

Sie wirken bei Christopher Rüping immer wie „auf die Bühne geworfen“. So auch hier. Das wirkt immer entspannt. Sie sollen, meint man, ein Stück entwickeln auf einer bei Christopher Rüping meist weitgehend freien Bühne. Sie sitzen hier zunächst ganz hinten am Ende der riesigen Bühne nebeneinander auf einem bankähnlichen Wandvorsprung, bevor es losgeht, blicken still auf ihre große, fast leere Bühne. (Eine große Ausnahme von diesem “Prinzip“ bildete insoweit der sagenhafte 10-Stunden-Theaterabend „Dionysos Stadt“ von Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen von vor etwa drei Jahren. Dort war die Bühne meist umfassender gestaltet.)

Die vier SchauspielerInnen (am Ende sind es fünf) haben alle eine wunderbare Präsenz auf der Bühne! Damian Rebgetz und William Cooper besonders. Sie beide sind herrlich unterschiedlich, was erfrischend wirkt! Alle vier reden miteinander, sind aber immer Teil einer Person: Dante Alighieri, in seinen Überlegungen über seine einzige Geliebte Beatrice! Am unklarsten einordnen kann man, dachte ich mir, Anna Drexler. Sie spielt oft einen sehr zweifelnden und unsicheren Part, den ich – gerade in Abgrenzung von den anderen Charakteren – schwer einordnen konnte! Ich dachte mir manchmal fast: Sie strahlt irgendwie eine Persönlichkeit aus, die ihrem Part auf der Bühne eigentlich nicht entspricht!

  • Die Entwicklung des Stückes:

Es geht darum, dass Dante Alighieri im Alter von neun Jahren seine große, große Liebe Beatrice erblickt, fortan die “Herrin seines Herzens“. Und diese Liebe ist für ihn so groß, dass er sie niemandem kundtun will. Jahrelang behält er sie für sich. Wenn er sie kundtun würde, seine Liebe, denkt er, wäre sie in der Welt, wäre banal. Für ihn ist die Liebe gerade in ihrer stummen Abstraktheit unfassbar groß. Auch Beatrice wird nie davon erfahren. Die Liebe, er schreibt Sonetten für Beatrice, man hört sie, es wird der Bogen in unsere Zeiten gespannt, man hört Meat Loaf etc. (I would do everything for love). Die Spanne reicht von Musikklängen des Mittelalters bis zu modernsten Beatklängen.

Es kommt der Tod ins Spiel: Eine Freundin von Beatrice stirbt. Der Vater von Beatrice stirbt. Schließlich stirbt Beatrice selbst sehr früh! Und Dante Alighieri hat seine Liebe zu Beatrice nie geäußert! Auf der Bühne überlegen sie gemeinsam: Was ist Liebe? Ist Liebe in Gedanken schon ausreichend?

Dann geht es im „zweiten Teil“ des Abends um das Leben und den Tod insgesamt. Von einem dünnen Stahlarm, der von der hohen Bühnendecke herabragt, wird ein halb abgeblendeter heller Strahler auf die dunkle Bühne gelassen. Er wird leicht über dem Boden gehalten, dreht ganz langsam Kreise. Siehe das Beitragsbild oben! Langsam immer größer werdende Kreise im leichten Nebel: Der halb verdunkelte Kreisel könnte das Leben sein – hell und dunkel – oder gar das Leben und der Tod – immer im Kreis, Leben und Tod sind immer nah beieinander. „Alles fließt“. In mehreren stillen Minuten kann man den Kreisel so beobachten.

Dazu einer der schönsten Momente des Abends: William Cooper tanzt auf der dunklen großen Bühne, leichter Nebel wabert, der Kreisel zieht seine inzwischen größer gewordenen Kreise um ihn herum. William Cooper zeigt uns, was im Leben nur möglich ist: Tanzen. Das Leben leben. Diese Momente sind prägend für die Inszenierung, vielleicht prägend insgesamt für Inszenierungen von Christopher Rüping: An irgendeiner Stelle mischt sich bei ihm gerne „Theater“ mit „Performance“. Die Grenzen verschwimmen fast unmerklich! Hier zwei Fotos dieser Momente:

Im „letzten Teil“ des Abends dann tritt Viviane De Muynck als gealterte Beatrice auf. Was hat das noch mit Liebe zu tun? Nun, sie überlegen gemeinsam, ob dann noch, im Alter, Liebe im Spiel sein kann. Oder ist Liebe nur etwas in jungen Jahren? Viviane De Muynck sagt etwas, was vielleicht für sie rückblickend ihr vergangenes Leben war: Sie sagt, es sei ein Moment der Wachheit gewesen, dann sei sie wieder eingeschlafen.

Hier kommt noch einmal der Gedanke zur Sprache, warum Dante Alighieri gegenüber Beatrice nie äußert hatte, dass er sie liebte! Viviane De Muynck alias Beatrice sagt nur: “Es ist wie es ist! Wir stünden nicht hier, wenn es anders gelaufen wäre!“ „Du hättest nicht über mich geschrieben, es gäbe diese Geschichte nicht“, usw.

  • Insgesamt:

Der Abend gewinnt in seiner zweiten Hälfte ganz entscheidend. Bis zur „Mitte“ hin ist alles teilweise langsam und mit wenig Entwicklung. Dantes „Vita nova“ wird entblättert. Das Grundsätzliche, das hinter allem steckt, öffnet sich in der zweiten Hälfte, aber umso schöner! Der Abend wird plötzlich sehr rund und verständlich! Er wird auch modern (auch durch die coole Musik bei William Coopers Tanz), er enthebt sich wunderbar aus der Geschichte von “Vita nova“. Ein Kritikpunkt vielleicht: Es überlappen sich zuletzt viele Gedanken: Die Liebe, der Tod, das Altern, die Kürze des Lebens, die Reue, etwas nicht getan zu haben … Fast zuviel.

Copyright der Bilder: Daniel Brüggemann, Ostkreuz

THEATER: Berliner Theatertreffen 2022 – Streams

Das Berliner Theatertreffen 2022 nähert sich! Es beginnt am 6. Mai. Es gibt in Kürze wunderbare Streams dazu: Stream 1: Christopher Rüpings Inszenierung „Das neue Leben“, eine Produktion des Schauspielhaus Bochum, wird am 6. Mai im Rahmen des Eröffnungsabends im Livestream einmalig in Echtzeit in der neuen Mediathek der Berliner Festspiele zu sehen sein.   

Zum Stück „Das neue Leben“ kurz: Christopher Rüping begibt sich mit dem entspannten Ensemble auf eine Erkundungsreise durch Dantes Liebeswelt – Dantes 1293 erschienenes Jugendwerk ‚Vita Nova‘ – und die seiner popkulturellen Erb*innen, von Britney Spears bis Meat Loaf.

HIER die Stückeseite auf der Website des Schauspielhaus Bochum – mit Audioeinführung. HIER der link zu einem Trailer. Hier noch ein Foto, für die Verlinkung zur Stückeseite kann man auch das Foto anklicken.

Copyright Jörg Brüggemann/Ostkreuz

Stream 2-4: 3sat bringt auch dieses Jahr wieder drei der 10 für das diesjährige Theatertreffen ausgewählten Inszenierungen im Rahmen der seit Jahren laufenden Reihe „Starke Stücke“. Und zwar:

  • „humanistää! – eine abschaffung der sparten“ vom Volkstheater Wien am Samstag, 21. Mai 2022, 20.15 Uhr

HIER die Stückeseite. HIER der link zu einem Trailer. Hier ein Foto. Auch hier: Für die Verlinkung zur Stückeseite einfach anklicken.

Copyright Nikolaus Ostermann / Volkstheater Wien
  • „Ein Mann seiner Klasse“ vom Staatstheater Hannover am Samstag, 7. Mai 2022, 20.15 Uhr

HIER die Stückeseite. HIER der link zu einem Trailer. Hier ein Foto (Auch hier: Für die Verlinkung zur Stückeseite einfach anklicken!):

Copyright Katrin Ribbe
  • und „Die Jungfrau von Orleans“ vom Nationaltheater Mannheim am Samstag, 14. Mai 2022, 20.15 Uhr.
    HIER die Stückeseite. HIER der Link zu einem Trailer. Hier ein Foto (anklicken!):
Copyright: Christian Kleiner

Aber: Alle drei „Starken Stücke“ stehen dann ab Freitag, 6. Mai 2022 ohnehin weiterhin in der 3satMediathek für 120 Tage zum Abruf bereit!

THEATER: Genaueres zum Theatertreffen 2022

Hier alle Links! Und im Überblick die wesentlichen Details zur diesjährigen 10er-Auswahl für das Theatertreffen 2022, das vom 6. bis zum 22. Mai in Berlin stattfinden wird.

Die 10 ausgewählten Produktionen in der Reihenfolge ihrer Nennung in der heutigen Pressekonferenz der Berliner Festspiele:

  • »Die Jungfrau von Orleans«. Tragödie nach Friedrich Schiller. Bearbeitung von Joanna Bednarczyk. Regie von Ewelina Marciniak. Inszenierung am Nationaltheater Mannheim. HIER der link zur Produktion
  • »Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie« von Soeren Voima nach Molière und nach »Kapital und Ideologie«. Regie von Thomas Piketty. Inszenierung des Staatsschauspiel Dresden. HIER der link zur Produktion
  • »Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)« von Sivan Ben Yishai. Regie und Choreografie von Pinar Karabulut. Inszenierung der Münchner Kammerspiele HIER der link zur Produktion
  • All right. Good night“, Ein Stück über Verschwinden und Verlust von Helgard Haug. Eine Produktion von Rimini Apparat in Koproduktion mit dem HAU Hebbel am Ufer (Berlin), dem Volkstheater (Wien), The Factory (Manchester), dem Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main), und dem PACT Zollverein (Essen) HIER der link zur Produktion
  • »Doughnuts« von Toshiki Okada. Regie von Toshiki Okada. Inszenierung des Thalia Theater Hamburg. HIER der link zur Produktion
  • »Das neue Leben. Where do we go from here«. Frei nach Dante Alighieri, Meat Loaf und Britney Spears. Regie von Christopher Rüping. Inszenierung des Schauspielhaus Bochum. HIER der link zur Produktion
  • »Die Ruhe«. Eine Performance-Installation von SIGNA Konzept. Regie von Signa Köstler. Inszenierung des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. HIER der link zur Produktion
  • »Slippery Slope. Almost a Musical« von Yael Ronen, Shlomi Shaban und Riah Knight, Itai Reicher. Regie von Yael Ronen. Inszenierung des Maxim Gorki Theater Berlin. HIER der link zur Produktion
  • »humanistää! eine abschaffung der sparten« nach Ernst Jandl. Regie von Claudia Bauer. Inszenierung des Volkstheater Wien. HIER der link zur Produktion
  • »Ein Mann seiner Klasse«. Nach dem Roman von Christian Baron. Regie von Lukas Holzhausen. Inszenierung des Schauspiel Hannover. HIER der link zur Produktion

HIER die Seite der Berliner Festspiele zu den Inszenierungen der diesjährigen 10er-Auswahl.


THEATER: Theatertreffen 2022

BREAKING NEWS – BREAKING NEWS – BREAKING NEWS: Vor wenigen Minuten wurden die „10 bemerkenswerten Theateraufführungen des vergangenen Jahres“ für das im Mai stattfindende Theatertreffen 2022 in Berlin bekanntgegeben. Die sogenannte “10er- Auswahl“. Die Pressekonferenz ist momentan noch live online zu verfolgen (bei Zugang).

WANN FINDET DAS THEATERTREFFEN 2022 GENAU STATT? Das Theatertreffen 2022 findet in der Zeit vom 06. Mai bis zum 22. Mai in Berlin statt.

WER HAT DIE 10 STÜCKE AUSGEWÄHLT? Die Jury setzte sich dieses Jahr wie folgt zusammen: HIER.

UND WELCHE 10 STÜCKE WURDEN DIESES MAL AUSGEWÄHLT? Ausgewählt wurden dieses Mal die folgenden zehn Stücke:

  • Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller, Inszenierung am Nationaltheater Mannheim
  • Tartuffe nach Moliere, Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden
  • Like Lovers Do, Inszenierung an den Münchner Kammerspielen
  • All right. Good night, Inszenierung u.a. am HAU Berlin
  • Doughnuts, Inszenierung am Thalia Theater Hamburg
  • Das neue Leben, Inszenierung am Schauspiel Bochum
  • Die Ruhe, Inszenierung (Performance) am Deutschen SchauspielHaus Hamburg
  • Slippery Slope – Almost A Musical, Inszenierung am Maxim Gorki Theater Berlin
  • humanistää – über die Abschaffung der Sparten, Inszenierung am Volkstheater Wien
  • Ein Mann seiner Klasse, Inszenierung am Schauspiel Hannover

HIER der link zur Theatertreffen-Seite.

THEATERTREFFEN 2021/TEIL 2: Starke Stücke auf 3sat

Das hier macht Sinn, der Leser kann etwas davon haben, dann schreibe ich gerne: Wie jedes Jahr, bringt 3sat auch dieses Jahr drei „Starke Stücke“ der 10-er Auswahl des Berliner Theatertreffens im Fernsehen und stellt sie für einige Zeit in die Mediathek. Die drei ausgewählten Stücke sind bis September in der Mediathek zu sehen!

Es handelt sich dieses Jahr um folgende drei Inszenierungen:

  • „Maria Stuart“ von William Shakespeare, eine Inszenierung von Anne Lenk
  • „Graf Öderland“ von Max Frisch, eine Inszenierung von Stefan Bachmann
  • “Automatenbuffet“ von Anna Gmeyner, eine Inszenierung von Barbara Frey

Ich habe sie gesehen („Maria Stuart“ von Anne Lenk kannte ich bereits, ich habe darüber HIER geschrieben), das Theatertreffen 2021 ist ja gerade zu Ende gegangen. Auf Folgendes kann ich den geneigten Theaterfreund hinweisen:

Was mir grundsätzlich an den diesjährigen drei „Starken Stücken“ im Vergleich zu den übrigen Inszenierungen der 10er-Auswahl auffiel: Sie waren „klassischer“ oder „herkömmlicher“ strukturiert, als die übrigen Stücke. Ja, es waren (vielleicht mit den Augen des Senders gesehen im Blick auf eine größere Zuschauerzahl) Inszenierungen klassischer Art: Anders waren die übrigen Stücke der 10er-Auswahl! Bei „Maria Stuart“ wird fast nur Originaltext gesprochen. Bei „Graf Öderland“ wird schlichtweg der – eigentlich unverständliche – Inhalt der „Moritat“ von Max Frisch erzählt. Und bei „Automatenbuffet“ erfolgt eine Erzählung, die vielleicht am ehesten anders nicht erzählt werden kann.

Entsprechend dem „klassischen“ Theater waren die drei Inszenierungen, die nun noch auf 3sat zu sehen sehen sind, vor allem eingebunden in – ich möchte sagen – „strenge“ Bühnenbilder, die in gewisser Weise viel vorgeben. Mir kam es dadurch teilweise vor, als hätte man „altes Theater“ gesehen. Ganz anders zum Beispiel war es bei „Der Zauberberg“ oder bei „Einfach das Ende der Welt“ mit ihren weitgehend leeren Bühnen. Anders auch bei den in diesem Jahr ausgewählten Performancearbeiten „NAME HER“, „Scores That Shaped Our Frienship“ und „Show Me A Good Time“. Anders im Grunde auch bei „Medea*“, auch wenn dort die Bühne nicht wirklich leer war! Nur „Reich des Todes“ habe ich nicht gesehen!

Die leeren Bühnen der vorgenannten Stücke haben m. E. durchaus einen Effekt: Sie geben den SchauspielerInnen mehr Betonung und genau das tut in unseren derzeitigen Streamingzeiten gut! Bei den drei „klassischen“ Stücken, die nun auf 3sat noch zu sehen sind, dachte ich mir dagegen immer wieder: „Man müsste diese Stücke eigentlich in Präsenz sehen!“ Ja, sicherlich, das Präsenztheater fehlt! Es ist und bleibt in jedem Fall ein himmelweiter Unterschied, die SchauspielerInnen live auf der Bühne zu erleben! Streamingtheater funktioniert aber meines Erachtens in bestimmten Fällen auch. In den Fällen nämlich, in denen aus dem Streamingangebot heraus etwas „Neues“ entsteht. Deutlich wurde dies bei „Der Zauberberg“, ein Kunstwerk insgesamt. Erkennbar wurde es ansatzweise auch in den Stücken „Medea*“ und „Einfach das Ende der Welt“. Auch dort konnte ich dem Streamingangebot etwas Besonderes abgewinnen. Es entstand eine Nähe zu den SchauspielerInnen, es war dort aus irgendeinem Grund heraus nicht so sehr erforderlich, das Stück in Präsenz zu sehen. Anders aber meines Erachtens in den drei Stücken, die, wie gesagt, nun bis September auf 3sat zu sehen sind:

„Automatenbüffet“:

Copyright: Mathias Horn

Wie gesagt: Bei „Automatenbüffet“ erschien mir die „Strenge“ des Bühnenbildes noch verständlich, da das Stück deutlich in der zurückliegenden strengen Zeit zwischen den Weltkriegen spielt. Alles sollte funktionieren und seine Ordnung haben. Die Gefühlswelt konnte sich nicht besonders durchsetzen. Die überbürgerliche Welt. Projekte werden entwickelt. Es geht um Geld. Und mitten drin spielt sich ein wenig Gefühlsleben ab. Eine Ehe zerbricht, der Mann hat sich in eine junge Frau verliebt, will mit ihr Leben, die Frau lässt sich von einem jungen Mann „einnehmen“, überschreibt ihm fast ihr gesamtes Vermögen, und so weiter. Das Stück bleibt leider oberflächlich. Zu v unterschiedliche Gedankenrichtungen werden kurz angestoßen. Geld und Projekte, Liebe, keine Liebe, Trennung, Scheitern, Suche nach dem eigenen Leben. Was will das Stück sagen? Es bleibt eine kleine Erzählung aus früherer Zeit.

HIER die Seite des Theatertreffens zu diesem Stück. Mit der Möglichkeit am Ende der Seite, das Programm Heft downzuloaden.

„Maria Stuart“:

Copyright: Arno Declair

„Maria Stuart“ war allein geprägt durch die Idee des Bühnenbildes, jeder Person auf der „Bühne“ einen eigenen abgetrennten Kasten, eine „Schublade“ zu geben, Interaktionen zwischen den Beteiligten finden nicht statt. Siehe das Foto. Es zählte nur das Wort. Das Wort entlang des Dramas von William Shakespeare. Zwei Königinnen, Moral und Politik, Macht und Gefühl, Elisabeth hin und hergerissen, Versuche der Einflussnahme Dritter auf die Macht. Nun ja, nicht gerade „aktuell“ im Ansatz.

HIER wieder die Seite des Theatertreffens zu diesem Stück. Mit der Möglichkeit am Ende der Seite, das Programm Heft downzuloaden.


Und „Graf Öderland“:

Copyright: Birgit Hupfeld

Bei „Graf Öderland“ spielt sich alles in einer Art Röhre ab, einem Trichter, der übermanngroß schräg auf der Bühne liegt. Siehe auch hier das Foto. Ich habe viel überlegt, kann aber den Sinn des Stückes schlichtweg nicht erkennen. Irgendwie geht es um Revolution und Widerstand gegen die Ordnung. Ein Staatsanwalt verschwindet und wird zu Graf Öderland, ursprünglich eine Märchenfigur, er zieht mit der Axt durch die Lande und ermordet (zusammen mit Gefährten) andere Menschen. Max Frisch liebte dieses Stück besonders, es sagte ihm sehr viel, es hatte aber nie Erfolg!

Auch HIER die Seite des Theatertreffens zu diesem Stück mit der Möglichkeit, am Ende der Seite das Programmheft downzuloaden.

THEATER: Friedrich Schiller – Maria Stuart

Die zehn zum Theatertreffen 2021 nominierten Inszenierungen deutschsprachiger Theater werden vom 13. bis 24. Mai 2021 als Livestream aus dem jeweils produzierenden Theater oder als Aufzeichnung – u. a. in Zusammenarbeit mit dem Medienpartner 3sat – präsentiert. Einzelheiten zur Terminierung werden Ende April bekannt gegeben.

Ich konnte von dieser Auswahl bisher „Der Zauberberg“ in der Inszenierung von Sebastian Hartmann (Deutsches Theater Berlin) (HIER), „Einfach das Ende der Welt“ in der Inszenierung von Christopher Rüping (Schauspielhaus Zürich) (HIER dazu ein einführender Link) sowie „Medea*“ in der Inszenierung von Leonie Böhm (Schauspielhaus Zürich) (HIER) sehen.

Jetzt hatte ich noch die Gelegenheit, eine vierte der für 2021 ausgewählten Inszenierungen zu sehen: „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller in der Inszenierung von Anne Lenk (Deutsches Theater Berlin).

Es ist ein Klassiker par exellence, aus der Zeit der Weimarer Klassik. Das absolutistische Denken steckte den Menschen in den Knochen, Gefühle sollten aber hinzukommen. Zwar nicht im Sinne des weit heftigeren damaligen „Sturm und Drang“, sondern ausgewogener, der ausgewogenen Klassik entsprechender. Königin Elisabeth ist insoweit in diesem Drama bekanntlich davon hin und hergerissen, wie sie mit ihrer Schwester Maria Stuart, die in England festgenommen wurde, umgehen soll. Soll sie das gerichtliche Todesurteil vollstrecken?

Die Inszenierung von Anne Lenk bleibt klassisch. Das Bühnenbild ist durchaus eigenwillig, eine durchaus interessante Idee, sie ändert aber nichts an der inhaltlichen klassischen Wirkung des Dramas von Friedrich Schiller. Zwar wird damit ein Recht eigenwilliger singulärer Auftritt aller SchauspielerInnen ermöglicht, es entsteht der Eindruck, jeder Akteur und jede Akteurin handle in seinen/ihren Grenzen. Es bleibt aber geradezu puristisch die klassische Erzählung. Klassik meets Klassik. Wie oben im Beitragsbild zu sehen ist, treten alle SchauspielerInnen jeweils in jeweils eigenen rot gefärbten Kästen auf, sie agieren allesamt getrennt voneinander. Vor allem Julia Windischbauer als Elisabeth, Königin von England, und Franziska Machens als Maria Stuart, festgenommene Königin von Schottland.

Damit allein – mit dem Bühnenbild – werden allerdings keineswegs besondere neue Aspekte des Dramas beleuchtet, es wird keine neue Sichtweise des Dramas gezeigt, es wird (anders als etwa in der Inszenierung „Medea* von Leonie Böhm) das klassische Drama – meist dem Originaltext treu – gespielt. Im Grunde wird dadurch nur der klassische Text des Dramas wichtiger. Und die argumentativen Handlungen der einzelnen Personen – die zaudernde Königin Elisabeth soll ja bei ihrer Entscheidung beeinflusst werden – werden dadurch ein wenig klarer beleuchtet. Das schon. Mehr nicht.

Die Jury des Berliner Theatertreffens formulierte in ihrer Begründung zur Auswahl dieser Inszenierung darüber hinaus zwar, es sei ein „an schauspielerischen Feinheiten reicher Abend“. Mein Eindruck dazu allerdings war, dass den Schauspieler und Schauspielerinnen doch – abgesehen vom Text – in ihren Kästen eigentlich sogar weniger Gelegenheit gegeben war, „schauspielerische Feinheiten“ zu zeigen.

Nun, das mag man auch anders empfinden. Je nach Interesse, sich in die Positionen der verschiedenen AkteurInnen hineinzuversetzen. Insoweit lohnt es sich dann doch, diese zum Theatertreffen 2021 ausgewählte Inszenierung spätestens im Mai online anzusehen.

HIER der Link zur Stückeseite von „Maria Stuart“ auf der Website des Deutschen Theaters Berlin.

Copyright des Beitragsbildes: Arno Declair

THEATER: Der Zauberberg nach Thomas Mann – Livestream des Deutschen Theaters Berlin

Das fiebrig lodernde Geheimnis des Lebens und der Verwesung, darum geht es! Sebastian Hartmann inszenierte bereits vor zehn Jahren Thomas Manns „Der Zauberberg“, er war damals Intendant des Schauspiels Leipzig. Er hat sich nun am Deutschen Theater Berlin erneut an dieses monumentale Werk gemacht. Er wagt sich ja übrigens auch (auch am Deutschen Theater Berlin) an einen anderen Jahrhundertroman, den „Ulysses“ von James Joyce. Die Inszenierung von „Der Zauberberg “ ist zum Theatertreffen 2021 in Berlin eingeladen. In welcher Form auch immer das Theatertreffen in diesem Jahr stattfinden wird.

Es ist nicht einfach die Erzählung des Romans „Der Zauberberg“ auf der Bühne, Hartmann greift allein die Kerngedanken des Werkes auf. Umso erstaunlicher ist es, wie er diese abstrakte Gedankenwelt auf die Bühne bringt! Eine insoweit meines Erachtens absolut gelungene Inszenierung! Wie man so etwas schafft? Es geht um nicht weniger als um Themen wie die Zeit, der Mensch, der Körper, auch die Liebe und schließlich der Krieg. Wenn man sich diesen nicht gerade alltäglichen Gedanken länger hingeben will, hier ist eine wunderbare Gelegenheit!

All dies entspringt der Gedankenwelt von Hans Castorp, der nach einem heftigen Wintersturm, der ihn auf einer Wanderung erwischt, in den Schweizer Bergen in einen tiefen Traum fällt. Traumbilder durchziehen auch die Inszenierung. Etwa:

Copyright: Video Still von Tilo Baumgärtel

Hans Castorp wollte für drei Wochen nach Davos, um seinen Vetter Joachim zu besuchen, er blieb schließlich sieben Jahre lang dort im Sanatorium. „Ich bin der Welt abhandengekommen“, sagt er im Buch und auf der Bühne. Die Zeit steht still, für sieben Jahre lang steht sie still. Bis der zweite Weltkrieg beginnt, der „Donnerschlag“, der auch Hans Castorp an die Front holt.

Markwart Müller-Elmau spielt Hans Castorp wunderbar! Mit akustischen schweren Schneestapfern betritt er langsam und schwerfällig barfuß die weiße fast leere Bühne. Er bleibt während dieser Inszenierung die Person, die sich über alles wundert, tief versunken ist. Allein sein Gesichtsausdruck, sein Blick, erklärt die Stimmung des ganzen Romans! Ein großartiger Theatermoment ist die Szene, in der Marquart Müller-Elmau – hier im Rollstuhl sitzend – Linda Pöppel ratlos zuhört, wie sie schluchzend, immer verzweifelter werdend – vor dem Hintergrund des aufkommenden Kriegs – über die Dinge des Daseins klagt! Auch Markwart Müller-Elmau beginnt – dräuende Livemusik im Hintergrund- vom Wahnsinn des Krieges zu reden. Beide mit ihren weiß geschminkten Gesichtern. Schwarze Flocken rieseln auf die Bühne, die große, fast leere Bühne. Wirklich großartig von beiden, wirklich großartig!

Auch die Kostümierung ist zu erwähnen: Adriana Braga Peretzki steckte alle SchauspielerInnen in weiße Bodysuits, übergroß und zumeist pummelig. Verbogene, kränkliche Körper. Es ist dadurch keine der im Roman erscheinenden Personen erkennbar, es geht einfach um den Menschen. Siehe das Beitragsbild oben.

Zu sagen, Thema der Inszenierung ist die Frage „Was ist die Zeit“, greift allerdings meines Erachtens sogar zu kurz. Sicherlich ist diese Frage ein Kern der Inszenierung: Es fallen eben Äußerungen wie: „… das fiebrig lodernde Geheimnis des Lebens und der Verwesung“. Linda Pöppel bringt diese Äußerung in der genannten Szene mit Markwart Müller-Elmau. Darum geht es Thomas Mann! Dies ist eigentlich meines Erachtens eine der Kernbemerkungen dieses Romans, wollte man ihn beschreiben! Die Zeit, der Verfall, die Verwesung, die Veränderung. Nichts bleibt wie es ist. Und: „Was ist das Leben? Was ist der Körper? Was hat es damit auf sich? Das Sein und das Eigentlich-nicht-sein-Können. Wie verhält es sich?“ Was ist Vergangenheit, was sind Gefühle? Alles keine leichten Fragen, alles Fragen, die sich Thomas Mann (in seiner sicherlich elitären Lebensweise) stellte und die ihn zu diesem Roman brachten. Fragen, die sich Hans Castorp in seinem siebenjährigen Stillstand stellen. Fragen, die in dieser Inszenierung insgesamt wunderbar dargestellt werden! Natürlich gibt es keine Antworten!

Und hinzu kommt Thomas Manns Gedanke: Warum führen wir Krieg? Auch dieser Gedanke wird in der Inszenierung deutlich: Warum Krieg, warum nicht Liebe? Eine Frage, die Thomas Mann zu seiner Zeit natürlich – der Roman erschien 1924 – sehr aktuell beschäftigte. Marquart Müller-Elmau schildert gegen Ende der Inszenierung ratlos und verzweifelt Szenen von der Front. Junge Menschen sterben, werden durch Bomben zerrissen. Oder ist es gar er selbst, der zerrissen wird? Und hier fallen Äußerungen wie: „Worüber sind wir so ausgelassen lustig – weil es nun abwärts geht? Wer sind wir? Was ist das, Krieg? Ich kann mir auch andere Bilder erträumen: Mit der Geliebten am Strande lustwandelnd … Wird auch aus diesem Weltfest des Todes die Liebe steigen?

Warum hat der Mensch Brutalität in sich? Die Brutalität des Daseins, die wohl im Menschen steckt, fiel wohl für Hans Castrop deswegen weg, weil für ihn sieben Jahre lang die Zeit still stand. Der Stillstand der Zeit als alleinige Rettung vom Wahnsinn. Dann ging sie weiter, die Zeit, mit dem Zweiten Weltkrieg.

Das Lifestreaming zeichnete sich übrigens noch dadurch aus, dass auf der Bühne mit sechs Kameras gearbeitet wurde. Es entstand eine besondere Streamingversion der Inszenierung, die man so auf der Bühne nicht sehen wird. Bildüberblendungen, Gänge hinter die Bühne, Nahaufnahmen, und und. Auch dies schien mir für diese Inszenierung bestens zu passen. Ich hatte schon Inszenierungen gesehen, in denen es etwas eigentümlich wirkte, auf der Bühne teilzunehmen. Hier erschien es mir hoch selbstverständlich und sehr gelungen, künstlerisch wohl sehr durchdacht.

HIER geht es zur Stückeseite auf der Website des Deutschen Theaters Berlin.

Copyright des Beitragsbildes: Arno Declar

THEATER: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz – Anthropos, Tyrann (Ödipus)

Die Inszenierung wurde in der Presse und auf http://www.nachtkritik.de meist recht lobend besprochen. Ich habe sie mir angesehen. Der nächste Streamingtermin der Inszenierung ist der 26. März. HIER geht es zur Stückeseite auf der Website der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.

Man lässt sich auf eine in gewisser Weise besondere Art Inszenierung ein. „Anthropos, Tyrann (Ödipus)“ nach Sophokles von Alexander Eisenach, dem immer noch recht jungen Regisseur, der natürlich an verschiedenen Bühnen arbeitete (Frankfurt, Hannover, Graz…) und 2020 erstmals an der Volksbühne in Berlin erfolgreich inszeniert hatte. Aber es geht hier weniger um den Regisseur der Inszenierung. Die Inszenierung ist – das ist das Besondere – eine „Koproduktion“ der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz in Berlin mit der Humboldt-Universität in Berlin. Theater und Wissenschaft finden zusammen, aber zwei Welten treffen leider nicht sehr phantasievoll aufeinander.

Warum die Kooperation? An der Humboldt-Universität gibt es seit 2019 das sogenannte „Theater des Anthropozän“. Die Humboldt-Universität will damit aus der nüchternen Ecke der Wissenschaft heraus und mehr Kommunikation mit der Gesellschaft führen. Sicherlich auch angesichts der immensen Herausforderungen, vor denen die Wissenschaft steht. Siehe nicht nur Corona, sondern vor allem die Klimakatastrophe.

Wissenschaft und ihre gesellschaftliche Wirkung, ihr Einfluss – „Theater des Anthropozän“ ist dementsprechend Teil von „Open Humboldt“, der Initiative der Humboldt-Universität zum Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. An dieser Inszenierung auf der Bühne mitwirkend ist übrigens Antje Boetius persönlich, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts und neben Frank Raddatz künstlerische Leiterin des „Theater des Anthropozän“.

Es geht in der Inszenierung „Anthropos, Tyrann (Ödipus)“ nicht um Corona, sondern um die Klimakatastrophe der Welt. Dieses Thema versuchten die beiden Kooperationspartner gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Gekoppelt wird das „wissenschaftliche“ Thema der Klimakatastrophe an die klassische Mythologie um Ödipus. Parallelen liegen dabei auf der Hand. Ödipus, der sein Schicksal nicht erkannte, seinen Vater umbrachte und mit seiner Mutter Kinder bekam und alles zu spät erkannte und sich schließlich die Augen ausstach. Es wird vor diesem Hintergrund ein Vergleich zu heute aufgemacht: Der Mensch – „Anthropos, Tyrann“ – , der sein Schicksal nicht erkennt und die Welt zerstört. Darum geht es. Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz kümmert sich derzeit recht intensiv um die Antike. Auch in anderen Inszenierungen.

Der Abend ist aber sehr kopflastig, er ist nichts für Emotionen. Schade. Es ist meines Erachtens dadurch zu schulmäßig geworden. Das Thema der auf uns zu rollenden Klimakatastrophe hätte mehr verdient, mehr aufrüttelnde Effekte, mehr Panik geradezu, mehr Erschütterung des Zuschauers. Zu sehr wird immer wieder – fast referatmäßig – auf dem allgemeinen Gedanken herumgeritten, dass es der Mensch ist, der sich zum Herrn der Natur gemacht hat und nun alles zerstört. Daran merkt man, dass vor allem die Wissenschaft wirklich zu weit weg ist von konkreten Überlegungen.

Der Mensch hat nicht gesehen oder verstanden, was er da machte – wie Ödipus – und jetzt ist es zu spät. Der Abend springt zwischen der Erzählung der mythologischen Geschichte um Ödipus einerseits und der aktuellen Welt Entwicklung andererseits. Das ist ein durchaus schöner Gedanke, doch aufregend oder aufrüttelnd ist diese Inszenierung deswegen, wie gesagt, leider nicht. Es stellt sich meines Erachtens sogar die Frage, ob das abstrakte und pauschale Thema der menschlichen Schuld an der Klimakatastrophe nicht zu sehr losgelöst von irgendeiner Realität aufgehängt wurde. Und ob man diesen Gedanken nun wirklich nicht schon lange kennt! Da hilft auch keine Verbindung dieses Gedankens mit der griechischen Mythologie.

Gedanken um die menschliche Schuld an der Entwicklung sind nicht neu. Allein diese Gedanken mit der klassischen Tragödie zu verbinden, hilft dann auch nicht weiter. Auch die Tatsache, dass die SchauspielerInnen sich zu Beginn und am Ende der Inszenierung in die Kamera wenden und jeden von uns damit ansprechen und ansehen wollen, hilft insoweit nicht weiter. Der Zuschauer hatte nicht die Gelegenheit, sich emotional auch nur irgendwie mit einer der agierenden Personen auseinanderzusetzen. Eine Art unmittelbarer Einbeziehung des Zuschauers sollte allerdings dadurch geschaffen werden, dass der Zuschauer mit seinem Gerät zuhause eine 360° Kamera, die in der Mitte der Bühne fixiert war, nach Belieben drehen konnte und so alles beobachten konnte.

Doch meines Erachtens LEIDET der Abend fast daran, dass sich Wissenschaft und Theater so deutlich vereinen wollen. Es bleibt zu theoretisch, zu nüchtern, zu erklärungsbehaftet, textbelastet. Es überwiegt der wissenschaftliche Gedanke, sogar Frau Boetius persönlich erklärt sich lange auf der Bühne. Besonderen Zugang zu diesen wissenschaftlichen Gedanken über die Klimakatastrophe liefert leider das Theater hier nicht. Sowohl im Hinblick auf das Bühnenbild, als auch in schauspielerischer Hinsicht ist es meines Erachtens daher auch keineswegs irgendwie aufrüttelnd. Schade.

HIER ein Trailer.

THEATER: Theatertreffen 2021

Es rückt wieder näher: Das Berliner Theatertreffen. Es findet statt vom 7. Mai bis 23. Mai 2021. Von der Jury werden Premieren, die im Zeitraum vom 27. Januar 2020 bis Ende Januar 2021 stattfanden, berücksichtigt. Vormerken: 9. Februar 2021!

Die Entscheidung über die berüchtigte 10er-Auswahl – den „Oskar“ der deutschsprachigen Theaterwelt – wird nämlich in Kürze, am 9. Februar 2021, bekannt gegeben.

In welcher Form das Theatertreffen 2021 dann im Mai stattfinden wird – online oder mit Präsenz – wird sich noch herausstellen. Vielleicht hört man etwas in der Pressekonferenz am 9. Februar 2021.

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Sonstiges

SONSTIGES: 36tes Kurzfilmfestival „Interfilm“

Da derzeit coronabedingt Theaterbesuche und meinerseits Berichte darüber nicht möglich sind, bringe ich im Blog momentan ab und an Hinweise auf andere Möglichkeiten, sich seinen geliebten kulturellen Interessen widmen zu können. Man will ja nicht alles einfach beenden.

Es gibt auch einige interessante Angebote! Angebote online oder im TV – aus der Theaterwelt und aus anderen Kulturwelten! Siehe meine letzten Beiträge etwa.

So gibt es jetzt das 36. Internationale Kurzfilmfestival „Interfilm“, das vorgestern begann!

In den vergangenen Jahren fand es unter anderem in der Berliner Volksbühne statt, diesmal ist es komplett online zu sehen. Das komplette Onlineangebot findet man auf der Website der Festivalpartner von „Sooner“, die das Onlineangebot als Streamingdienst zur Verfügung stellen. HIER der direkte Link zu Sooner. Und HIER der Link zur Website des Festivals.

Alle Filme sind auf den Websites übersichtlich dargestellt. In vier Staffeln wird alles angeboten. Die Staffelfolge und alle Einzelheiten sind HIER. Es gibt auch einige Wettbewerbe, Preisvergaben. Bei diesen Awards kann man als Zuschauer teils mitvoten.

Das wirklich vielfältige Onlineangebot, das bis zum 13. Dezember verfügbar ist – es sind mehr als 270 Kurzfilme! -, kann komplett „für die Gebühr einer einzigen Kinokarte“ – wie es von Festivalseite heißt -, nämlich für 7,95 €, gebucht werden! Das Schöne finde ich, dass man sich Kurzfilme ja zeitlich gut einteilen kann. Schön finde ich auch, dass es international ist! Und schön finde ich, dass es sich im wesentlichen um Beiträge junger Menschen handeln wird.

Der geschätzte Blogbesucher wird also hier im Blog mit dem schwer auszusprechenden Namen „Qooz“ in nächster Zeit voraussichtlich ein paar Berichte über einzelne Filme des Festivals oder die ganzen Staffeln sehen! Vielleicht hat er den betreffenden Film bzw. Filme der Staffeln ja dann auch schon gesehen oder er lässt sich anregen.

Übrigens: „Qooz“, weil unsere deutschen W-Fragen (wer, wo, was, wann ..) im Lateinischen oft mit q beginnen, – also lauter Q‘s – Qooz eben!

THEATER: Berliner Schaubühne online

Auch die Berliner Schaubühne öffnet jetzt ihr Videoarchiv! HIER der link zur Schaubühne!