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Der Titel QOOZ

Manchmal werde ich gefragt, wie man den Titel „qooz“ ausspricht und was er bedeutet. Es gibt in der Tat dazu kleine Überlegungen:

Die Aussprache des Titels ist englisch: qooz spricht sich wie „kuhs“ aus. Nicht etwa deshalb kam ich auf qooz, weil ich – in der Aussprache ähnlich beginnend – Kuhlmann heiße (obwohl auch das eine kleine Erklärung wäre). Nein, sondern

Folgendes: Die deutschen Fragewörter, sie beginnen mit dem Buchstaben „w“: Wer, was, wann, wo, wie oft, wie, wohin … . Es sind die Fragen, die hinter dem Blog stehen: Ich schreibe gerne über bestimmte Ereignisse (oder Bücher) und der Leser – die Leserin – kann sehen, wer was wann wo macht oder gemacht hat, wie es für mich war und so weiter … . Und auch kann er/sie dann überlegen, ob und wann er/sie sich ebenfalls etwas davon ansehen möchte. Ich schreibe prinzipiell über Dinge, die meine LeserInnen sich ebenfalls noch ansehen könnten. Ganz selten schreibe ich über etwas, was nicht mehr zu sehen ist. Zum Beispiel manchmal über die skurrilen Musik- oder besser: Soundveranstaltungen der Reihe TUNE im Haus der Kunst. Aber auch da: TUNE ist eine Reihe von Veranstaltungen, es kommen monatlich Folgeveranstaltungen.

So, und im Lateinischen beginnen die Fragewörter – nicht immer, aber sehr oft – mit dem Buchstaben „q“: Quis, quid, quando, quomodo, quo. Auch die Relativpronomen qui, quae, quod sehe ich dabei. Es sind hier also … lauter „q‘s“, … kuuhs – so sind wir beim Titel des Blogs qooz.

Warum die Verbindung zum Lateinischen? Ich bin Latein-affin, ich mag die alten Sprachen. Ich hatte am humanistischen Gymnasium Latein und Altgriechisch bis zum Abitur gelernt und es gelang mir gut. Heute gebe ich Nachhilfe in beiden Sprachen, in Latein und in Altgriechisch. Das ist meine persönliche Verbindung zu den lateinischen Fragewörtern mit „q“, die zum Titel des Blogs führten

Und zu dem Hintergrundfoto des laufenden Mann hinter dem Titel des Blogs: Es ist ein Ausschnitt aus einem wunderbaren Foto, das mein Sohn vor Jahren in Tel Aviv vom Hotelfenster aus gemacht hatte! Siehe oben das Beitragsbild. Das Foto zeigt einen Mann, der durch eine große Menge von Verkehrszeichen, Fußgängerüberwegen, Ampeln, Hindernissen und so weiter seinen Jogginglauf macht. Man sieht auf dem Bild fast keinen anderen Menschen. Nur ihn und das weite Chaos von Hinweisen etc. Für mich ist es der Mensch und sein Lauf durch die Welt.

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TANZ: Nederlands Dans Theater

Gestern also live online „In/with/in“ des Nederlands Dans Theater (NDT) in Den Haag. Vom ersten Teil (Choreografie von Marco Goecke) hatte ich noch keine Aufnahmen gemacht, von Teil zwei (Choreografie von Imre van Opstal & Marne van Opstal) und Teil drei (Choreografie von Tao Ye) habe ich schließlich Screenshots gemacht.


Es war tänzerisch und choreografisch – aber auch vor allem in Hinblick auf die Belichtung und die Kostümierung! – beeindruckend.

Teil eins:

Marco Goeckes Choreografie war am ehesten beunruhigend. Marco Goecke arbeitet immer wieder mit durchgehend völlig zerhackten, schnellen Bewegungen der Tänzer und Tänzerinnen, die oft in deutlichem Kontrast zur Musik (etwa dem „runden“ und ruhigen, fast melancholischen Song „Try to remember“ von Harry Belafonte – HIER) stehen. Schwierig. Es war eine – auch durch die schwarze Kostümierung und dunkle Bühne – recht martialisch wirkende Performance.

Teil zwei:

Hier ein paar Impressionen:

Teil drei:

Auch hier ein paar Impressionen:

Es gab zurecht begeisterten Applaus, Standing Ovations, für das hochklassige Ensemble des NDT und für die dreiteilige Darbietung des Abends, vor allem für Teil zwei und Teil drei!

HIER der Link zur Website des NDT mit vielen Informationen und dem weiteren Spielplan.

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TANZ: Nederlands Dans Theater

Ein Tipp für morgen, Freitag, den 22. September, oder übermorgen, Samstag, den 23. September: Schon mehrfach habe ich Online-Streamings des interessanten Nederlands Dans Theater (NDT) hier im Blog angekündigt. Es ist wieder soweit, morgen und übermorgen gibt es ein Online-Streaming der aktuellen Premiere „In/with/in“ zu sehen. Zeitgenössischer Tanz at its best!

Zum NDT heißt es allgemein:

Nederlands Dans Theater (NDT) is an internationally recognized contemporary dance company dedicated to creation, research, and talent development. Each season NDT collaborates with upcoming and renowned choreographers and artists from around the world in its commitment to being a creation house for diverse voices, ideas and approaches in dance. The company consists of NDT 1 and NDT 2 (for talented emerging artists) and is based in The Hague, the Netherlands. It tours worldwide to perform in Europe, America, Asia and Australia for 150,000 visitors annually, connecting to a large range of audiences and communities in the Netherlands and all over the world.

HIER der Link, über den man speziell die Tickets für das Online-Streaming des NDT von In/with/in kaufen kann.

Der erste Teil des Abends wird vom bekannten Choreografen Marco Goecke verantwortet, der ja im vergangenen Jahr in Hannover im Rahmen der sogenannten „Hundekotaffäre“ entlassen wurde. In diesem Teil kommt übrigens das Lied „Try To Remember“ von Harry Belafonte zum Einsatz. Auch das habe ich bereits im Blog gebracht. Hier ein Trailer zum ersten Teil:

Der zweite, mittlere Teil des Abends („Triptychon“) stammt vom Choreografen-Duo „Imre van Opstal & Marne van Opstal“. Hier ein Trailer:


Der dritte Teil des Abends ist choreografiert von Tao Ye, neu am NDT. Hier der Trailer:

Auf der Website des NDT kann man auch das Programmheft mit weiteren Videos online einsehen. HIER.

Ich jedenfalls mag zeitgenössischen Tanz. Bin gespannt.

Copyright des Beitragsbildes: Sacha Grootjans

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KINOFILM: Celine Song – Past Lives

Meine Eindrücke zu dem seit wenigen Tagen in deutschen Kinos laufenden Film „Past Lives“ der Südkoreanerin Celine Song, der fast durchgehend gelobt wird. In Deutschland wurde der Film im Februar 2023 im Rahmen der Berlinale vorgestellt. Der Film konkurrierte um den Goldenen Bären, blieb aber zur Überraschung vieler ungekrönt.

Es ist der eindrucksvolle Debütfilm der Südkoreanerin Celine Song. Hier ein Foto von Celine Song:

Der Film „Past Lives“ soll sehr autobiografisch sein, umso überzeugender und tiefgründiger ist er natürlich geworden. Die Autorin (auch Celine Song) hat wohl fast Identisches erlebt. Es ist ein ruhiger Film, getragen von langen schönen Bildern, langsamen sehr stilvollen Kameraschwenks, langen Blicken auf die beiden Hauptpersonen des Films, die im Film Na-young – sie nennt sich später Nora – und Hae-sung heißen. Dieser Film kann nur ruhig sein: Nur so spürt man die Tiefe des Films. Aktionen spielen in diesem Film keine Rolle.

Es geht um den Besuch des 36-jährigen Koreaners Haw-sung bei seiner koreanischen Klassenkameradin und damals ersten Liebe Na-young (beide waren damals 12 Jahre alt) in New York. Sie haben sich 24 Jahre lang nicht gesehen. Nach zehn Jahren (beide waren 22 Jahre alt) hatten sie zumindest eine Zeit lang online Kontakt über Skype. Der Kontakt endete aber wieder, sie hätten sich beide viel zu sehr um völlig entfernte Leben gekümmert, sie mussten sich ja um ihr Leben vor Ort kümmern. Haw-sung lebte noch in Südkorea, Na-young/Nora lebte seit ihrem zwölften Lebensjahr wegen eines Umzugs ihrer Eltern in Kanada. Haw-sung aber wollte Na-young immer schon einmal wieder sehen, sie wirklich sehen, nicht nur über Skype. Das ist eben doch etwas anderes!

Das Schöne ist, sie können ihre Eindrücke des Wiedersehens dann selber kaum in Worte fassen. Worte würden hier im Grunde auch nur die Atmosphäre stören, geradezu zerstören. Es gibt im Grunde ganz wenige längere Szenen, in denen beide über ihre Situation reden, ein Abend in einer Bar vor allem, neben ihnen sitzt der Ehemann von Na-young/Nora und versteht nichts, weil die beiden sich koreanisch miteinander unterhalten. Und immer wieder die zaghafte Beobachtung der Personen durch die Kameraführung, die schönen Einstellungen, die langsamen Bilder, die stilvolle Umgebung, er (Teo Loo) ein überzeugender Schauspieler, sie (Greta Lee) mindestens genauso. Beide kommen sich auch nicht besonders nahe, auch das ist nicht nötig für diesen Film.

Was habe ich gemerkt in dem Film: Jeder baut in seinem Leben einfach ein bestimmtes Leben auf, eine andere Chance hat er/sie nicht! Na-young/Nora baute es sich eben in Kanada und New York auf. Auch wenn er/sie merkt, dass er/sie vielleicht in jungen Jahren (als sie zum Beispiel zwölf Jahre alt waren) sogar glücklicher waren: Das Leben läuft nicht so, dass sie bei diesem frühen Glück hätten bleiben können. Dass es dennoch in diesem Fall bei einer besonderen Beziehung beider zueinander blieb, merkt man. Sie fühlen sich auf jeden Fall voneinander angezogen, trotz ihrer mittlerweile völlig unterschiedlich entwickelten Leben, sie merken wahrscheinlich, dass sie etwas Besonderes erleben. Das wiederum liegt nach dem Titel „Past Lives“ vielleicht daran, dass sich beide schon in einem früheren Leben nahe waren!

Ich fand den Film jedenfalls absolut sehenswert, in seiner gesamten Darstellung dieser Situation sehr gut! Es betrifft ja jeden von uns.

HIER der Trailer.

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SONSTIGES: Haus der Kunst – ECHOES

Das Haus der Kunst in München geht ja seit einiger Zeit unter der Leitung des künstlerischen Direktors Andrea Lissoni interessante Wege. Es ist längst nicht mehr nur Ausstellungsfläche für bildende Kunst, es geht hin zu einem „Kunstzentrum“, wie es heißt. Musik spielt dabei eine große Rolle. Oder sagen wir besser: Sounds, Töne, Grenzbereiche der Musik.

So hatte ich schon mehrfach über die Veranstaltungsreihe TUNE im Haus der Kunst geschrieben. HIER etwa. In so genannten „Sound Residencies“ erkunden hier Künstler die Grenzen von Musik, die Einflüsse und die Wirkungen von Tönen. Teilweise sind es – schwer zu erkennen – „akustische Antworten auf die Ausstellungen im Haus der Kunst“, wie es auch heißt. Die Reihe geht bereits ins dritte Jahr, der nächste Termin ist am 6. Oktober. HIER der Link zur Veranstaltungsseite TUNE.

Und jetzt: Zum zweiten Mal gibt es an diesem Wochenende die Performancereihe ECHOES. HIER der Link zur Veranstaltungsseite von ECHOES auf der Website des Hauses der Kunst. Es begann gestern abend, Freitag, 21. Juli, und setzt sich fort mit Veranstaltungen heute und morgen, Samstag/Sonntag, 22. und 23. Juli. Bei ECHOES spielt die Stimme eine entscheidende Rolle, bei TUNE der Sound. Hier das verbleibende Programm von ECHOES:

Beide Reihen entwickeln sich zu einem Treffen von vor allem jungen Menschen. Was mir auffällt: Es geht hier auf keinen Fall um „Musikgeschmack“. Man geht danach nicht raus und sagt sich: „Die Musik hat mir gefallen“ oder „Die Musik hat mir nicht gefallen.“ Die Kategorien „Gefallen“ oder „Geschmack“ spielen hier ansich keine Rolle. Es kann bei diesen Veranstaltungen kaum geteilte Meinungen geben, das prägt die Atmosphäre, man hat eben etwas erlebt, fertig. Insoweit ist es unweigerlich eine Art Gemeinschaftserlebnis, wobei es jeder natürlich anders erlebt. (Ist ja selten heute, man grenzt sich ja ständig vom Anderen ab. Der Andere hat immer unrecht und so.)

Man wird also bei ECHOES einfach auf lockere Art und Weise (im großen Westflügel des Hauses der Kunst) eine Erfahrung sammeln. Eine Erfahrung aus dem Grenzbereich von Musik und Tönen und Stimmen. Musik ist ja im Grunde immer von Grenzen gefangen, Stil, Rhythmus, Text, etc. Umso mehr ist es wert, all diese Grenzen einmal abzulegen, in gewisser Weise zu sprengen.

Gestern waren es zwei Veranstaltungen:

  • Zum Einen die Auseinandersetzung mit Housemusik der späten 80er/frühen 90er Jahre, eine Performance von Luis Garay, Slim Soledad und Nicolas Brummer.
  • Zum Anderen ein Konzert von Lyra Pramuk, in dem sie ihre eigene Stimme (ohne Text) meist mit synthetischen Klängen so verbindet, dass beides weitgehend verschmilzt.

Hier ein Foto des künstlerischen Direktors Andrea Lissoni:

Copyright: Maximilian Geuter

Nachtrag: Hier eine Impression von Samstag Abend, DEBIT:

DEBIT’s neues Album The Long Count kann auf SoundCloud gehört werden. HIER.

Hier außerdem eine Impression von Sonntag, Kiani del Valle und Hamill Industries:

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BALLETT: Nederlands Dans Theater – Live Stream

Etwas für Freunde des Tanzes: Das Nederlands Dans Theater – NDT – aus Den Haag bietet morgen, Samstag, den 13. Mai, um 20.15 einen Livestream der neuen Produktion Raw are the roots an. In Raw are the roots sieht man zum Einen eine Produktion des deutschen Choreografen Felix Landerer und zum Anderen eine Produktion des Choreografen-Duos Sharon Eyal en Gai Behar. „Weltpremiere“ beider Produktion war vorgestern, am 11. Mai.

HIER der Link zur Produktionsseite von Raw are the roots auf der Website des NDT. Von dieser Seite aus können die Tickets für das Live-Streaming gekauft werden. Dort finden sich auch kleinere weitere Videos „Behind the scenes“ und der Link zum digitalen Programmbuch der Produktion.
Hier noch zwei Fotos:

Copyright der Fotos: Rahi Rezvani

Hier zwei Trailer:


UND ÜBRIGENS: das Berliner Theatertreffen 2023 beginnt heute! Drei „Starke Stücke“ des Festivals sind ab heute in der Mediathek von 3sat zu sehen!

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OPER: Haus der Kunst – Hanjo

Die einaktige Oper Hanjo ist Teil des Ja, Mai Festivals 2023 der Bayerischen Staatsoper. Ein „Festival für frühes und zeitgenössisches Musiktheater“. Die zweite Ausgabe des Ja, Mai Festivals nimmt Synergien zwischen Musiktheater, Tanz und bildender Kunst in den Blick. „Warum brauchen wir Theater“, ist zusätzlich eine der Fragen, die über dem Festival stehen.

Es gibt zwei Produktionen. Zum Einen die Opernproduktion Hanjo, die im Haus der Kunst mit Tanz gezeigt wird. Und als Zweites eine direkte Konfrontation von Oper und Theater auf der Bühne in Il Ritorno/Das Jahr magischen Denkens.

Thematisch kreist das Festival in diesem Jahr speziell um den Themenkomplex „Erwartung“ und setzt sich mit Motiven wie dem Warten, dem Vergehen von Zeit, der Frage nach dem Loslassen oder Festhalten auseinander.

Das Festival läuft noch bis Ende Mai, HIER der Link zur sehr umfangreichen Festivalseite auf der Website der Bayerischen Staatsoper.

Eine der beiden Produktionen des Festivals ist also die Oper Hanjo, die im lang gestreckten hohen Raum des Westflügels im Haus der Kunst gezeigt wird. HIER der Link zu einem Video „Behind the scenes“, einer sehr aufschlussreichen Erläuterung des Regisseurs Sidi Larbi Cherkaoui. Im Video werden auch (eher gegen Ende) Szenen der Aufführung gezeigt. Das Publikum ist geteilt, sitzt an den beiden Längsseiten des großen hohen Raumes.

HIER der Link zur Produktionsseite von Hanjo.

Es ist eine sehr internationale Produktion. Der Komponist der Oper: Der Japaner Toshio Hosokawa. Gestaltung des Bühnenraumes: Rirkrit Tiravanija, geboren in Kanada. Er lebt und arbeitet in Bangkok, Berlin und New York. Von ihm sind derzeit im Haus der Kunst auch mehrere seiner Aktionen und Produktionen zu sehen. HIER der Link. Regie: Sidi Larbi Cherkaoui, geboren in Antwerpen, flämisch-marokkanischer Abstammung. Tanz: Die Eastman Dance Company aus Antwerpen, auch HIER der Link, eine von Cherkaoui gegründete Tanzgruppe. Eine Produktion nach dem gleichnamigen japanischen Nō-Theaterstück von Yukio Mishima. Übersetzung des Libretto ins Englische von Donald Keene.

Der Komponist Toshio Hosokawa fand den Stoff zu seiner zweiten Oper Hanjo in einem Stück des japanischen Dichters Yukio Mishima aus den 1950er Jahren, in Form des No-Theaters geschrieben, das seinerseits auf eine Vorlage aus dem 14. Jahrhundert zurückgeht: Hanako, ein Mädchen (eine Geisha), das jahrelang am Bahnhof auf einen Mann (Yoshio) wartet, lebt im Hause einer Malerin, die sie liebt. Als Yoshio eines Tages wieder bei Hanako erscheint, kommt es zur Entscheidung. 

Das Warten, das Nichtstun, das ist Hanakos Leben geworden. Durch das Warten ist sie sich selbst offenbar näher gekommen. Das Warten macht sie schön, sagt die Künstlerin, die die Liebhaberin von Hanako ist. Die Gesichter aller Menschen sind dagegen tot, sagt Hanako selbst. Soll es damit etwa auch heißen: Wir machen uns alle verrückt im Aktivismus? Im Prinzip geht es um die Vereinsamung von Hanako. Hanako lebt nur durch ihr Warten. Hanako wird einmal von der Künstlerin gefragt: Was ist eigentlich, wenn der, auf den Du wartest, auch wartet?

Die Wirklichkeit verändert sich für Hanako durch ihr Warten. Traum wird ihre Wirklichkeit. So sagt Hanako dann auch, als Yoshio zurückkommt, er sei nicht der, auf den sie gewartet habe. Sie wartet weiter. Kommt der Mensch ohne Handeln aus? Findet er gerade dabei zu sich? Das Stück ist inhaltlich vielschichtig. Die Künstlerin wiederum liebt ja Hanako und und und.

Die Inszenierung wirkte für mich allerdings sehr „inszeniert“. Ich mag es lockerer, ungezwungener. Die „Bühne auf der Bühne“, ein Konstrukt aus Plexiglas, auf dem meist gesungen wurde, wurde immer wieder herumgedreht und bewegt. Auch andere Gegenstände – alle aus Plexiglas – wurden immer wieder bewegt. Eine Bank, Stufen.

Die Choreografie von Musik, Tanz und Gesang mag dabei sehr gut zueinander passen. Viel darüber liest man im umfangreichen Angebot auf der Website zur Produktion und im Programmbuch. Ich hatte allerdings japanische, „sanftere“ Musik erwartet. Mir erschien die Musik eher hart. Auch der Tanz, der ja die Gefühlswelt darstellen sollte: Um die etwas erhobene Bühne herum tanzen die Mitglieder der Eastman Dance Company meisterlich, aber eben komplizierter, als ich es für diese Produktion erwartet hatte. Fast alle mit Bart übrigens, passend zu dem erwarteten Yoshio, der ja auch Bart trägt.

Mein Fazit: Eine dramatische Geschichte, die für mich etwas überinszeniert war. Man darf eben keine Erwartungen haben …

Copyright des Beitragsbildes: Wilfried Hösl

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„Il Ritorno“, „NDT“, „Radikal jung“, Theatertreffen und und und im Mai

Der Mai wird interessante Dinge bringen. Hier ein Überblick über die Dinge, die ich sehen werde – als Anregung für die Leser. Wahrscheinlich sollte man sich frühzeitig um Karten kümmern, da die meisten Dinge nur für kurze Zeit oder gar nur ein Mal zu sehen sind.

Ich stelle hier vor allem die jeweiligen Links ein:

Zuerst wird im Residenztheater am 02. Mai die Inszenierung „Antigone“ gebracht.

Es könnte interessant werden. Es ist eine Inszenierung von „Antigone“ von Sophokles – der altbekannte Stoff – unter Verwendung von «Die drei Leben der Antigone» des slowakischen Philosophen Slavoj Žižek. Mal sehen. Das Setting ist eine Zusammenkunft in einem unterirdischen Konferenzraum und (vor der Pause) der Flur davor!

HIER die Stückeseite auf der Website des Münchner Residenztheaters.

Dann: Am Münchner Volkstheater findet noch bis zum 05. Mai das Festival „Radikal für jung“ statt – unter anderem mit den Stücken „Dschinns“ und „Odyssee“, die ich sehen werde.

HIER die Stückeseite von Dschinns und HIER die Stückeseite von Odyssee.

HIER die Website des Fesivals der jungen Regie.

Dann gibt es – das könnte besonders werden – in einer Kooperation der Bay. Staatsoper und dem Haus der Kunst ab dem 05. Mai die Oper „Hanjo“ zu sehen.

Im Mai veranstaltet die bayerische Staatsoper nämlich das Festival Ja, Mai, ein Festival für frühes und zeitgenössisches Musiktheater. HIER geht es zur Festivalseite auf der Website der Bayerischen Staatsoper.

In diesem Zusammenhang werden zwei interessante Aufführungen gezeigt: HANJO ist die erste. HIER ist die Stückeseite von Hanjo. Es wird vielleicht interessant, weil es eben eine Kooperation der Bayerischen Staatsoper mit dem Haus der Kunst ist, die Aufführungen finden im Haus der Kunst statt! Der Bühnenraum der vom No-Theater inspirierten Oper des zeitgenössischen Komponisten Toshio Hosokawa wird von Rirkrit Tiravanija gestaltet, einem bildenden Künstler.

Dann gibt es – vielleicht wird das sehr besonders – von der Bay. Staatsoper im Cuvillestheater ab dem 07. Mai die Inszenierung „Il Ritorno/Das Jahr magischen Denkens“.

Es ist die zweite Aufführung im Rahmen des Festivals Ja, Mai. HIER geht es zur Stückeseite.

Die Inszenierung könnte ein Highlight des Monats Mai werden. Ich war auf einer Vorbesprechung. Die Produktion beschäftigt sich mit einer der frühesten Opern überhaupt: Claudio Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria. Zusätzlich wird das Schauspiel von der (2021 verstorbenen) US-amerikanischen Schriftstellerin Joan Didion – basierend auf ihren Memoiren – aufgeführt. Verantwortlich für die szenische Umsetzung von Il ritorno/Das Jahr des magischen Denkens ist der Theaterregisseur Christopher Rüping. Christopher Rüping hatte in München schon unter anderem mit seiner zehnstündigen Produktion „Dionysos Stadt“ für Furore gesorgt, er ist jetzt erstmals Regisseur einer Oper. Es geht aber nicht einfach um die Oper. Auf der Bühne wird man eine Gegenüberstellung sehen von Oper und Theater. Zum Thema „Erwartung“, dem Thema von Ja, Mai.

Zu beachten ist auch: Zum Theatertreffen in Berlin stehen vom 12. Mai bis zum 8. September 2023 wieder drei der 10 ausgewählten Inszenierungen in der Mediathek zur Verfügung.

Die Inszenierungen „Die Eingeborenen von Maria Blut“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Kinder der Sonne“, sind dieses Jahr von 3sat im Rahmen der Reihe „Starke Stücke“ zu sehen – in der 3sat Mediathek und in der Mediathek der Berliner Festspiele. Zusätzlich kann man weitere ausgewählte Veranstaltungen sowie Texte und Archivmaterial ansehen.

HIER der Link zur Mediathek der Berliner Festspiele, der Veranstalterin des Theatertreffens.

In der Zeitschrift „Theater heute“ (HIER der Link zur Website), Ausgabe April, ist ein Gespräch zwischen Burgtheater-Dramaturg Alexander Kerlin und der Historikerin Lucile Dreidemy zu den historischen Hintergründen von Maria Lazars Roman «Die Eingeborenen von Maria Blut» (der vollständige Abdruck der Bühnenfassung liegt dem Heft übrigens bei). HIER der Link zu diesem frei verfügbaren Text des Gesprächs.

Auch interessant kann sein am 11. und 13. Mai ein Live-Streaming von „Raw are the roots“ des Nederlands Dans Theater.

Das NDT bietet interessante Tanzdarbietungen: Zu „Raw are the roots“ heißt es auf der Website des NDT: „NDT 1 performs two very different approaches to dance. In this double bill, you will see two world premieres by Felix Landerer and choreographer duo Sharon Eyal & Gai Behar. On Thursday May 11 or Saturday May 13, we offer the opportunity to watch Raw are the rootslive from the comfort of your own sofa. Buy your ticket now for €15!

HIER die Stückeseite auf der Website des NDT.

Etwas außergewöhnlich ist auch an den Münchner Kammerspielen am 30. Mai die Möglichkeit, an der „offenen Probe“ des Stückes „Die Vaterlosen“ teilnehmen zu können.

Kurz vor der Premiere (sie ist am 02.06.) kann man eine offene Probe das Stückes „Die Vaterlosen“ nach Anton Tschechows „Der Vater“ besuchen. Sicher interessant, ist ja nicht üblich.

HIER der Link auf der Website der Münchner Kammerspiele zur Ankündigung der offenen Probe.

Also: Ich freue mich auf den Mai!

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MUSIK: TUNE – Alvin Curran

Am vergangenen Samstag im Haus der Kunst: Ein weiterer Nachmittag (17.00-19.00) der Reihe TUNE. Es sind interessante „Soundresidencies“, Experimente mit dem Umgang mit Musik und Sound, gemeint als Ergänzungen zu den laufenden Ausstellungen des Haus der Kunst in München. Auf der Website des Haus der Kunst heißt es dazu:

TUNE … zwischen den Feldern Sound, Musik und visuelle Kunst angesiedelt … genre-, epochen- und stilübergreifend … klangliche Beiträge, die im Dialog mit dem aktuellen Programm des Haus der Kunst stehen.

Dieses Mal gab Alvin Curran einen Beitrag. Es hieß zu seiner Soundresidency:

TUNE rückt Alvin Currans Lebenswerk in den Fokus. Zu hören und zu sehen sind im Rahmen seiner Residency zwei Liveauftritte, eine Filmvorführung und ein Künstler*innengespräch. … Komponist, Performer, Improvisator und Mitbegründer des revolutionären Kollektivs Musica Elettronica Viva (MEV). Sein musikalischer Werdegang begann Mitte der 1960er-Jahre in Rom … entwickelte er … radikale Ideen einer „unwillkürlichen“ Musik … revolutionierte damit die Bedingungen, unter denen sie entsteht und zur Aufführung gelangt … entdeckte er Musik in allen Gegenständen und allen Menschen … komponierte er für die Avantgarde-Theaterszene in Rom … arbeitete an Solo-Stücken für Synthesizer und Stimme, auf Kassette aufgenommene Sounds und gefundene Objekte … erschloss er neue Räume für die Musik … schuf Konzerte für Seen, Häfen, Parks, Gebäude, Steinbrüche und Höhlen.

Man konnte es in der Tat nicht „Musik“ nennen. Das aber wiederum war das Erfreuliche: Weg von musikalischen Gewohnheiten – hin zu den absurden Grenzen des Sounds.

Seine Soundresidency bestand aus zwei Teilen:

Erster Teil: When There is No More Music to Write, and Other Roman Stories … Film des Künstlers und Filmemachers Eric Baudelaire … in Zusammenarbeit mit Alvin Curran entstanden. Film und Sound. Der Film zeichnet das Bild einer Zeit in Italien, die von den Erschütterungen revolutionärer politischer Strömungen geprägt war. Dieses Zeitgeschehen wird wiederum bestimmender Faktor für Currans Zugang zur „Musik“. 

Zweiter Teil: Seine Performance Endangered Species, an der auch Musiker*innen der Hochschule für Musik und Theater München beteiligt waren. Etwas wie John Cage. Besonders bei diesem zweiten Teil könnte man sagen: Es war die konsequente und extreme Zerstörung von Musik, die Reduktion von Musik auf rein emotional gefundene Sounds. Interessant aber, weil das eigene Hörverhalten ständig überrumpelt wurde. Man merkte, wie man an Gewohnheiten hängt, versuchte ständig, auch nur irgendeine Tonfolge zu entdecken, die einem irgendwie Halt gab. Es geht eben viel mehr mit Musik und Sound, als man gewohnt ist. Insoweit verschaffte dieser Auftritt wieder ein gesteigertes Gefühl von Freiheit: Weg mit Gewohntem, weg von jeder Art „kommerzieller“ Musik.

Die Reihe TUNE wird fortgesetzt, HIER der Link zur Seite von TUNE.

HIER eine winzige Probe:

Und hier:

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Alles Gute für das kommende Jahr!

Ich wünsche heute allen einen ruten Gutsch und alles Gute für das Neue Jahr 2032!

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SONSTIGES: Weihnachten mit Niki Lauda

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SONSTIGES: Elfriede Jelinek – Der Film

Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen – so heißt der Film, der derzeit (ACHTUNG – sicher nicht mehr lange!) in ausgewählten Kinos zu sehen ist. Der Film ist natürlich interessant für Theaterfreunde, obwohl Elfriede Jelinek ihre Stücke ja nicht speziell für die Bühne geschrieben hat. Zu ihren Texten gibt es aber immer schon Inszenierungen.

Ich kenne leider nur zwei Inszenierungen zu ihren Texten: „Am Königsweg“ (Inszenierung am SchauspielHaus Hamburg, HIER ein Trailer) und „Wut“ (Inszenierung an den Münchner Kammerspielen). Einar Schleef war wohl ihr Lieblingsregisseur. An weitere Inszenierungen ihrer Texte an den Münchner Kammerspielen (etwa die Werke Rechnitz, Die Straße, die Stadt, der Überfall, Das schweigende Mädchen) kann ich mich irgendwie nicht mehr erinnern, obwohl sie an den Münchner Kammerspielen liefern.

In diesem Beitrag bringe ich einige Links, die es ermöglichen, Elfriede Jelinek vielleicht ein wenig zu verstehen. Schwer genug!

HIER etwa ein Gespräch mit Elfriede Jelinek nach dem Tod von Einar Schleef.

Und hier bei dieser Gelegenheit zunächst ein schöner Song aus der Inszenierung „Am Königsweg“, gesungen von Benny Claessens: Die Inszenierung vom SchauspielHaus Hamburg, war ja eingeladen zum Berliner Theatertreffen. Ausschnitte von „Am Königsweg“ sieht man über den Link unten zum „weiteren Porträt“. Claessens kann wahrlich nicht singen, aber trotzdem:

Den Film „Elfriede Jelinek“ hatte ich mir am vergangenen Sonntagmittag im Münchner Theatiner Filmtheater angesehen, das einem schon wegen seiner Kleinheit, seiner – gewissermaßen -„Zurückgezogenheit“ und seines ausgewählten Programmes immer wieder gefallen kann! HIER der Link zur Website des Kinos.

Die Regisseurin und Autorin des Films „Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“, Claudia Müller, sagt in einem Gespräch über ihren Film (HIER das Gespräch), sie möchte den Zuschauer hungrig zurücklassen mit der Idee: „Ich möchte etwas von Elfriede Jelinek lesen“. So ist es auch! Man kann Elfriede Jelinek nach diesem Film natürlich in keiner Weise vollständig – wenn überhaupt – verstehen. Auch ich werde mir sicherlich demnächst ein Buch von Elfriede Jelinek zur Hand nehmen.

In zumeist auffallend ruhiger Art und Weise versucht der Film jedenfalls, der Person Elfriede Jelinek näher zu kommen. „Auffallend ruhig“ deshalb, weil die mir bekannten Inszenierungen ihrer Texte auf der Bühne zu recht unverständlichem Chaos und zu Wildheit neigten. Die Steiermark, ihre Heimat. Elfriede Jelinek ist ansich ja bekannt dafür, dass sie alles andere als Ruhe gibt, doch der Film schafft oft Ruhe und damit Konzentration auf sie und ihre Texte. Im Film werden Ausschnitte aus ihren Texten von SchauspielerInnen wie Ilse Ritter, Sandra Hüller, Stefanie Reinsperger etc. zitiert. Der Film versucht nicht, das Leben von Elfriede Jelinek chronologisch abzuarbeiten, es sind jede Menge Zeitsprünge enthalten. Es beginnt mit der Verleihung des Literaturnobelpreises im Jahre 2004. Deutlich wird dann doch erst einmal gezeigt, dass ihre Kindheit und Jugend, in der sie von ihrer Mutter wohl übermäßig zu allen möglichen Kunstleistungen verpflichtet wurde, sehr prägend für ihr weiteres Leben waren und ihr diesen doch distanzierten Blick auf das Leben gegeben haben müssen. Die Sprache war – sagt sie – noch das einzige Feld, das für sie frei war.

Das Besondere ist dabei, wie sie Worte wählt, welche Worte sie wählt, wie sie sich ausdrückt! Sie hat – erlebt man auch im Film – eine unglaubliche Distanz zum normalen Leben, beschreibt es aber in vielen Einzelheiten und Tendenzen, ist also gleichzeitig dicht dran am Leben. Das ist bemerkenswert. Der Film zeigt auch, dass sie oft/meist politisch agierte. Vor allem zeigt er ihre Auseinandersetzung mit der an Österreich klebenden faschistischen Vergangenheit. Stichworte sind Haider, Waldheim, Rechnitz. Bevor der Film diese politische Ausrichtung wieder verlässt.

Elfriede Jelinek hat sich nach Erhalt des Literaturnobelpreises aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Schon an der Verleihung des Literaturnobelpreises in Schweden konnte sie nicht teilnehmen. Vor allem wollte sie vermeiden, über ihre eigenen Stücke zu reden und sie damit zu schwächen, wie sie meint. Zumindest hat sie zu dem Film „Elfriede Jelinek“ – nachdem sie ihn gesehen hatte – auf Wunsch der Regisseurin in einem Brief Stellung genommen – und sie hat auch hier wieder sehr besondere Worte gefunden. Der Brief wurde in der ZEIT und im STANDARD veröffentlicht.

HIER ist der Link zu diesem Brief.

HIER wird der Brief von Stefanie Reinsperger gelesen.

HIER ist noch ein Trailer zum Film.

Und HIER ist ein interessantes weiteres neueres „Porträt“ von Elfriede Jelinek (aus 2021) zu sehen.

An Elfriede Jelinek rauscht ihre Welt vorbei, die sie skeptisch/pessimistisch betrachtet, und sie findet zu alledem besondere, ganz besondere Worte! Nicht an Fiktionen, an ihren Realitäten arbeitete sie sich ab. Amerika, Österreich, Tourismus, Faschismus, Pornographie, vieles vieles mehr. Sie formuliert und benennt die Dinge so, wie sie kaum jemand formuliert.

HIER noch der Wikipediaeintrag zu Elfriede Jelinek, der ihre unglaubliche frühere Schaffenskraft zeigt.

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MUSIK: TUNE – Caterina Barbieri

Das Haus der Kunst bringt unter der Leitung von Andrea Lissoni längst nicht mehr nur Ausstellungen. Seit über einem Jahr zum Beispiel findet jährlich einmal pro Monat eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe TUNE statt. HIER der Link zu einer Übersicht der bisherigen TUNE-Veranstaltungen mit kurzen Videos. Ich hatte zuletzt über den Auftritt von JJJJ Jerome berichtet (HIER).

Die Veranstaltungen sind sogenannte „Sound Residencies“. Es sind nicht einfach Musikveranstaltungen. Es sind bemerkenswerte Veranstaltungen für Sound-Entwicklungen, die eine bestimmte Atmosphäre schaffen, Gefühle kreieren, den Hörer besonders tangieren.

HIER der Link zur Homepage von TUNE auf der Website des Hauses der Kunst.

Gestern, am 28.10., war im Rahmen der Reihe TUNES die italienische Musikerin und Komponistin Caterina Barbieri zu Gast im Haus der Kunst. Auch dieser Abend – etwa eine Stunde – war bemerkenswert. Wieder einmal war man in der Situation, dass man nicht Musik hörte, sondern sich von Tönen, Klängen, Sound und der daneben gegebenen Videoperformance in eine besondere Welt versetzt sah. Rhythmus – sofern überhaupt gegeben – störte dabei fast. Hier ein Eindruck:

Und das hier:

Wie gesagt, es geht bei TUNE nicht um Musik im herkömmlichen Sinne. Es geht um Klang, um Klangräume, Klangwelten, um das Klangerlebnis, das den Hörer in andere Welten führt. Ich finde es immer interessant, die eigenen Gewohnheiten zu verlassen und neue Welten zu entdecken. Man liest von einem gewissen Zusammenhang dieser Performances zu den aktuellen Ausstellungen. Diesen Zusammenhang habe ich noch nicht erkennen können. Macht nichts, wäre fast schon zu sehr „gebunden“ an ein Thema.

Und: Der Sound von Caterina Barbieri hört sich manchmal fast so an, wie es heutzutage wahrscheinlich in einer Diskothek klingen mag. Aber eben nur fast, nur ansatzweise. Es ist doch anders!

Copyright des Beitragsbildes: Jim C Nedd

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LITERATUR: Zu Risiken und Nebenwirkungen …

Der Mensch muss höllisch aufpassen. Für die heute junge und für nachfolgende Generationen wird es eine Riesenlast und eine Riesenaufgabe sein! Es sind zwei Entwicklungen. Das Eine: Täglich verschwindet eine große Anzahl von Tierarten, täglich verschwindet eine große Anzahl von Pflanzenarten, Gletscher verschwinden, die Umwelt wird unwiederbringlich zerstört! Eine schleichende Entwicklung. Das ist „nur“ das Eine.

Daneben – und da sind der momentane Krieg und die Inflation fast nur Nebensachen von (hoffentlich) begrenzter Dauer – arbeitet der Mensch mit rasender Geschwindigkeit an einer weiteren vielleicht unwiederbringlichen Zerstörung. Er arbeitet auf allen möglichen, wahrscheinlich unglaublich vielen Gebieten an künstlicher Intelligenz (KI): Eine – bei allen Vorteilen von KI – ebenfalls schleichende, fast unkontrollierbare und auch höchst gefährliche Entwicklung! Der Mensch arbeitet daran, sich selbst ad absurdum zu führen, Selbstkontrolle in immer mehr Bereichen abzugeben!

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HIER übrigens ein interessanter Artikel (aus 2020, aktualisiert im Juni 2022) zum täglichen Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.

HIER ein weiterer interessanter Artikel zum täglichen Aussterben von Tier- und Pflanzenarten (Stand Juli 2022). Hierin heißt es:

„Die Rote Liste bedrohter Tiere und Pflanzen wächst und wächst. Die Arten sterben schneller, als die Rote Liste aktualisiert werden kann. Experten schätzen, dass pro Tag bis zu 150 Pflanzen- und Tierarten von der Erde verschwinden. Die Weltnaturschutzunion IUCN erfasst mehr vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten als jemals zurvor: mehr als 41.000 (Stand: Juli 2022). Und das, obwohl sich der Artenschutz seit Jahrzehnten um den Erhalt der Biodiversität bemüht.“

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Ich habe mich nun ein wenig dem Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) genähert. Zuerst habe ich zwei Bücher zum Thema gelesen. Das eine Buch zur KI war: Richard David Prechts „Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens“. Das andere Buch zur KI war: Matthias Pfeffers „Menschliches Denken und künstliche Intelligenz“.

Dann hatte ich noch zufällig ein Gespräch mit einer Informatikerin, die bei der Stadt München arbeitet. Sie sagte: Wir sehen nicht, was sich alles rasend schnell entwickelt! Wenn man ernst nimmt, was man hört und liest, muss man sagen: Der Mensch ist nicht „nur“ dabei, unaufhaltsam unsere Erde zu zerstören – er ist dabei, sich selbst kaputt zu machen! Zu den beiden Büchern hier meine Anmerkungen:

„Ressentiments“ gegen die Herangehensweisen beider Bücher:

Es handelt sich bei beiden Büchern vordergründig um philosophische Betrachtungen zum Thema “Künstliche Intelligenz und Mensch“. Die Titel beider Bücher legen den philosophischen Ansatz nahe. Etwas irreführend. Beim Lesen der Bücher wird klar, dass sie sich gesellschaftskritisch, fast politisch mit KI befassen. In beiden Büchern geht es um die aktuellen Entwicklungen, um die gefährlichen Veränderungen gesellschaftlicher Parameter und menschlicher Grundeigenheiten!

Der Konflikt “Künstliche Intelligenz und der Mensch“ (wie “Mensch und Maschine“) bietet natürlich einen unglaublichen Fundus von Argumentations- und Darstellungsmöglichkeiten. Auch philosophisch/gesellschaftskritisch lässt sich das Thema – fast gefährlich – dramatisch, prägnant, extrem eindrücklich und vielfältig darstellen! Beide Bücher haben mich vor diesem Hintergrund irritiert zurückgelassen. Man hat in beiden Büchern ausführlich schreckliche Entwicklungen diskutiert, hat aber keine Lösung! Es kann einem fast übel werden, wenn man alles liest. Weil die Frage „Was kann man tun?“ neben allen richtigen und wichtigen philosophischen und gesellschaftskritischen, fast politischen Erkenntnissen letztlich unbeantwortet bleibt. Sie bleibt unbeantwortet, weil es nicht möglich zu sein scheint, konkrete Antworten zu finden! Die Dinge entwickeln sich einfach.

Ein interessantes Beispiel dafür, wo uns KI hinführen wird: Ein Podcast der Münchner Kammerspiele:

https://www.dieneuesituation.de/artikel/11561-die-digitale-seele

Zu Richard David Prechts “Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens“:

Eines ist klar: Richard David Precht kann schreiben und Gedanken formulieren! Zunächst geht er darauf ein, dass der Mensch nicht nur ein Wesen „logischen Denkens“ ist – so, wie es die KI mit ihren “Ja/nein“- Algorithmen ist. Der Mensch ist mehr. Er ist emotional, sensitiv, hat Zweifel, Glauben, Motive, Moral, ist unlogisch, hat Werte, Vergangenheit, Persönlichkeit, ist gemeinschaftsbezogen, er weiß von seiner Existenz und und und. Alles Dinge, die Künstliche Intelligenz nicht hat! KI kennt nicht einmal gut und böse! Aber der Mensch arbeitet fieberhaft daran, rein „logisches“ algorithmisches Denken in alle seine Lebensbereiche hineinwirken zu lassen, sich davon mehr und mehr dominieren zu lassen.

Besonders, da diese Algorithmen – immer rasanter und umfassender – „selbstlernend“ sein werden, sich also durch immer mehr Zugriff auf immer mehr Informationen komplex ständig weiterentwickeln werden, besteht diese große Gefahr, dass die Algorithmen – die wir ja alle nicht vor unseren Augen sehen – unkontrollierbar (so auch Matthias Pfeffer) unser Leben in mehr und mehr Bereichen bestimmen werden. Der Mensch wird – so Precht – zum „Haustier allmächtiger Maschinen“.

Precht schreibt auch: „Die explosionsartige Vermehrung von Codes schafft eine Lebenswelt, in der mehr Menschen tun, was Computer ihnen sagen, als dass Menschen Computern sagen, was sie zu tun haben.“ Selbst die Demokratie wird gefährdet. (Ein schönes Beispiel aus dem Buch von Matthias Pfeffer wiederum: Tage vor dem „Sturm auf das Kapitol“ in Washington verbreiteten sich im Internet im Umfeld derjenigen Leute, die sich auf den “Sturm auf das Kapitol“ vorbereiteten, massiv Werbung für Waffen!). Die freie Willensentscheidung des Menschen wird gefährdet. Technik wird – blind für die Einschränkungen, die sich damit für den Menschen ergeben – zum neuen Gott erhoben. “Explosionsartig“!

Richard David Precht beendet seine Überlegungen mit vagen Ansätzen zum weiteren Vorgehen: Er schreibt: „Wir müssen, mit einem Wort, lernen, intelligenter mit Computern umzugehen, ihre Stärken und Schwächen besser einzuschätzen, ihre sinnvollen Einsatzfelder abzustecken und ihre Chancen und Gefahren klarer zu sehen.“ Der oft (m. E. zurecht) kapitalismuskritische Richard David Precht stellt auch immer wieder auf die Zusammenhänge zwischen dem ungebremsten weltweiten Trieb zur Entwicklung unkontrollierbarer Künstlicher Intelligenz einerseits und den fatalen Wirkungen des grenzenlosen Kapitalismus/Neokapitalismus andererseits ab! Es sind ja – in der westlichen Welt vor allem – die Unternehmen, die an allem arbeiten.

Zu Matthias Pfeffers „Menschliches Denken und Künstliche Intelligenz“:

Das Buch von Matthias Pfeffer ist ähnlich angelegt, allerdings umfassender, sehr kenntnisreich in allen denkbaren Richtungen, in vielen Dingen journalistischer. Was auch gut ist! Dieses Buch gibt insgesamt einen fast noch erschreckenderen Eindruck von den Gefahren der künstlichen Intelligenz, getragen von vielen vielen Bezügen zu Einzelbeispielen, zu Äußerungen von Fachleuten, von Politikern, von Philosophen, von Künstlern, Technikgurus, KI-Entwicklern und und und. Es sind auch hier philosophische (zu allgemeine) Ansätze und genauso gut (drastische) gesellschaftskritische Beobachtungen!

Mein Eindruck wäre zwar: Im Buch von Matthias Pfeffer werden so viele Meinungen anderer Personen herangezogen, dass man manchmal gar nicht weiß, ob diese Anmerkungen nicht geradezu argumentativ „instrumentalisiert“ sind. Ein Philosoph des Mittelalters etwa konnte ja sicherlich noch nicht an KI denken. Trotzdem: Das Thema KI ist bei Pfeffer im Grunde breiter angelegt, was seine Berechtigung hat. Wir müssen uns den Entwicklungen aus vielen Blickwinkeln heraus stellen. Gesichtserkennung? Das ist das Mindeste. Wir werden von einer sich selber rasant ständig weiterentwickelnden KI immer mehr dominiert werden. Geben wir damit nicht komplett unseren Datenschutz auf? Der Begriff „Datenschutz“ ist mir da schon zu eng! Es geht um den Schutz aller möglichen persönlichen Merkmale des Menschen, um seine Verhaltensweisen, Anlagen etc, mit denen KI hantiert. “Merkmalsschutz“ müsste man sagen.

Auch Matthias Pfeffer schließt das Buch (Untertitel: „Eine Aufforderung“) mit einer Reihe von Vorschlägen zur „Eindämmung“ der riesigen Gefahren von KI. Er bringt detailliertere Vorschläge als diejenigen von Richard David Precht. Es bleibt allerdings leider auch hier schwer vorstellbar, dass diese sinnvollen, „naturgegeben“ notwendigen Vorschläge irgendwie realisiert werden könnten. Es bräuchte dazu fast schon weltweite politische Initiativen. Daneben stellt Matthias Pfeffer immer wieder auf „Vernunft“ ab – ein hohes Gut des menschlichen Denkens – und auf „vernünftigen“ Umgang mit KI. Das klingt schön, wird aber wahrscheinlich kein Gehör finden.

Aber jedes Teilchen ist ein Teilchen eines großen Puzzles. Man kann von keinem der beiden Bücher alles erwarten!

Fazit:

Die Entwicklung von KI birgt in einigen Bereichen riesige Chancen in sich. Vielleicht auch die Chance, gerade mit ihr die globalen Probleme, die Umweltzerstörung in den Griff zu bekommen. KI wird rasant weiter entwickelt werden, keine Frage. Die beiden Autoren Richard David Precht und Matthias Pfeffer sind allerdings vor allem von den riesigen Gefahren, die von ungebremster KI insgesamt für die Selbstbestimmtheit des Menschen ausgehen, überzeugt. (Auch etwa eine Frage: Was ist denn dann noch die Wahrheit? Es kommt ja nur darauf an, welche Daten eingegeben werden, mit denen die KI dann “Lösungen“ erarbeitet. Daher sind beide Bücher lesenswert, um dafür ein Gefühl zu bekommen. Die Hinweise auf die Gefahren von KI gehen bei den Äußerungen, die aus allen möglichen Fachrichtungen zur KI gemacht werden, meist unter, dort werden die Vorteile der KI betont. Das kann so nicht bleiben!

… auch wenn man nach dem Lesen der beiden Bücher eine große Portion Hilflosigkeit spüren mag, weil man nicht erkennen kann, ob und wie alles überhaupt irgendwie noch in den Griff zu kriegen ist ….

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Hier noch sehr interessante links zum Thema „ Künstliche Intelligenz aus EU-Sicht“:

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Eine Ankündigung

Hier eine Ankündigung ohne besondere weitere Anmerkungen: Es wird sicher interessant, es geht um Werner Herzog. Ich gehe hin (Ein Dank an die Münchner Kammerspiele!). Es ist die Veranstaltung am 30. Oktober in den Münchner Kammerspielen: „Halluzinationen – Werner Herzogs innere und äußere Landschaften.“ Ein Abend VON und MIT Werner Herzog mit Musik, Filmen und Lesungen aus seinen Büchern und Texten anlässlich seines 80. Geburtstags.

HIER der Link zur Ankündigung auf der Website der Münchner Kammerspiele.

HIER der Link zur Website von Werner Herzog.

Und HIER der Link zum Beitrag über Werner Herzog auf Wikipedia.

Noch gibt es wohl Karten.

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SONSTIGES: Queen Elizabeth II.

Gestern, 19.09., lief mein Fernseher von 09.00 Uhr früh bis 18.00 Uhr abends. Auch wenn ich zwischendurch immer wieder kleinere Dinge „erledigte“: Ich habe die gesamte Trauerzeremonie und Beerdigung von Queen Elizabeth II. verfolgt! Ich möchte ein wenig über einen Eindruck schreiben:

Es war ein Jahrhundertereignis. Wir werden NIE wieder so etwas erleben. Milliarden von Menschen weltweit haben es mitverfolgt. Queen Elizabeth II hatte dieses Ereignis jahrelang minutiös vorausgeplant. Eines dürfte klar sein: Sie hat ihre Beerdigung sicher nicht aus purer Eitelkeit heraus so geplant. Oder aus reiner Traditionspflege. Dann wäre jahrelange persönliche Planung so nicht nötig gewesen. Es war nicht einfach eine egomanische Beerdigungsshow nach ihrem Konzept. Es war kein reines gigantisches Adelsereignis alter Schule. Auf ihrem letzten Weg zeigte sich meiner Meinung nach vielmehr: Diese Trauerfeier musste für sie der konsequente Abschluss ihres eigenen unglaublichen Lebens gewesen sein, das hat sie wohl gespürt. Was für eine Bedeutung für die ganze Welt hatte sie persönlich offenbar ihrem gesamten Leben beigemessen! In der Tat: Es kamen Staatsmänner aus aller Welt, so viele, wie wahrscheinlich nie wieder zusammenkommen werden. Bedeutung? Ihr Leben lang hatte sie sich zurückgehalten, sie hatte zurückgezogen gelebt. Die Welt hatte sich teils dramatisch weiterentwickelt, sie blieb zurückgezogen, ruhig, stabil, hoffnungsvoll. Nie hatte sie ihre Meinungen geäußert. Sie reiste, aber sie reiste still. Sie hat sich gezeigt, das war es. Gezeigt in einer Welt, an der sie nicht teilnahm, nicht teilnehmen durfte und konnte. Sie hat genau darin eine – ihre – unfassbare Funktion, ihr Lebenswerk gesehen: Sie wollte mit ihrem gesamten Leben die Unveränderlichkeit, das Beständige in der Welt darstellen! Das ist etwas, was wir alle ständig suchen und brauchen! Bei ihr war es! Alles ist flüchtig, sie war die Beständigkeit, die Unveränderlichkeit! Sie hat es verkörpert, wie es wohl niemand mehr quasi lebenslang verkörpern wird. Da sie schon mit 21 Jahren ihr gesamtes Leben dem Commonwealth und der Krone gewidmet, ja geopfert hatte, hatte sie wohl genau darin – zurecht! – eine immense Bedeutung ihres Lebens gesehen und es gespürt.

Diese Bedeutung hat die Welt durch die gigantische Trauerfeier noch einmal erfahren. Nach dem Motto: „Ich zeige Euch noch einmal die Bedeutung meines Lebens, auch wenn Ihr es nicht immer so bemerkt habt.“ Dieses Zeichen lebenslanger Beständigkeit und Ruhe ist von uns gegangen! Sehr bewegend waren die letzten Minuten: Der aus der Kirche gehende Dudelsackspieler (der Dudelsackspieler, den sie jeden Morgen für eine Viertelstunde unter ihrem Fenster hören wollte!), dessen Musik immer leiser wurde. Er verschwand aus der Kirche. Gleichzeitig senkte sich der Sarg in die königliche Gruft. Genau hierin kam kurz der „einfache Mensch“ Queen Elizabeth II. zum Vorschein. Sie hat vielleicht wirklich für uns alle gelebt!

Hier diese letzten Minuten:

Das war mein Hauptgedanke: Die Beständigkeit von Queen Elizabeth II. und ihre Entscheidung, ihr eigenes Lebens für die Gemeinschaft hinzugeben, wurden gestern weltweit verabschiedet! So habe ich diese unfassbar perfekte Trauerzeremonie verstanden.

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SONSTIGES: Open Art

Ein Tipp: Es lohnt sich, den umfangreichen Ausstellungskatalog der 34. Open Art in München zur Hand zu nehmen und zu blättern. Jedenfalls, wenn man ein gewisses Bedürfnis hat, sich kulturell anregen zu lassen. An diesem Samstag, 10. September 2022, und am Sonntag, 11. September 2022, jeweils von 11:00 bis 18:00 Uhr sind in München um die 50 verschiedene Galerien zeitgenössischer Kunst und etwa 30 andere Orte („Institutionen“, Museen, Stiftungen …) geöffnet.

Oder das Programm online durchgehen, geht auch! HIER!

Noch sind Theaterferien, daher hatte auch ich heute, Freitag, 09.09., (Beginn war 18:00 Uhr) Zeit, mir etwas anzusehen. Ich war – wieder einmal – in der kleinen Galerie der Stiftung van de Loo, Gabelsberger Straße, Kunstareal. HIER der link zur Website der Stiftung. Dies nur als Anregung.

Es ist eine kleine Ausstellung, zu sehen sind zeitgenössische Werke u. a. der folgenden Künstler: H.M. Bachmayer, Gunter Damisch:, Franz Hitzler, Asger Jorn, Gustav Kluge, Uwe Lausen, E.R. Nele, Helmut Sturm, HP Zimmer, Aneta Kaizer. Die Galerie hat vor allem Werke der damals sehr avantgardistischen „Gruppe Spur“, Künstler der Jahre 1957 – 1965. Der damalige Gründer der Galerie van de Loo, Otto von de Loo, hatte viel Kontakt zu diesen Künstlern. Ich kannte in meiner Jugendzeit Otto van de Loo als besten Freund meines Vaters gut.

Hier ein Bild mit kurzer Beschreibung der bisherigen Publikationen der Stiftung van de Loo:

Oder auch das gleich online: HIER! Dann ist man gleich auf der Website der Stiftung van de Loo.

Beispiel eines Künstlers der Stiftung van de Loo, der mir gut gefällt: Gustav Kluge. Etwa hier:

Ich glaube, es lässt sich für viele etwas Interessantes finden auf der 34. Open Art! Jedenfalls kommt es mir so vor, als wäre Kunst ohne Worte derzeit passender als das Theater. Bei all den Krisen kann man ja kaum Worte finden.