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Schlagwort: Kino

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Gesehen und gehört Sonstiges

FILM: RP Kahl – Die Ermittlung

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 28. Juli 2024
Screenshot

Es war das völlige Verschwinden des Menschseins. Was man in diesen insgesamt vier Stunden hört – nicht sieht – ist kaum erträglich, es ist zum Weinen. Aber es ist ein Kino-Muss! Der Film „Die Ermittlung“ startete vor wenigen Tagen in den Kinos.

Es geht um Auschwitz. Basis sind vor allem die Protokolle des ersten Frankfurter Auschwitzprozesses von 1963 bis 1965 (es gab ja mehrere Auschwitzprozesse) sowie das damals daraus entstandene und überall (weltweit) gespielte Theaterstück „Die Ermittlung“, ein „Oratorium in 11 Gesängen“ des Dramatikers Peter Weiss.

So deutlich und so notwendig absolut hat man es (da es eben nicht in eine Filmstory verpackt wird, wie etwa zuletzt bei „The Zone of Interest“) wohl seit dem Oratorium von Peter Weiß nicht mehr gesehen beziehungsweise gehört.Wir dürfen uns dem nie entziehen! Man hört durch detaillierte Schilderungen: Bei den damals in Auschwitz tätigen Nazis war das Menschsein weg, es war verschwunden! Wie ging das? Sie waren nicht mehr Menschen. Und auch die Inhaftierten und dorthin Deportierten haben ihr Menschsein im Moment des Betreten des Lagers verloren! Auch sie waren nicht mehr Menschen! Sie wurden nicht mehr wie Menschen behandelt! Wie ging das? Man spürt es. Und wir müssen gerade in aktuellen Zeiten aufpassen, nicht wieder ähnliche Wege einzuschlagen! Wehret den Anfängen!

Man liest in Kritiken, der Film sei „bisher der beste Film des Jahres“. Unverständlicherweise läuft er in München zunächst nur noch am Montag, den 29. Juli., und am Donnerstag, den 01. August. Am Sonntag den 04. August ist „Publikumsgespräch“ im Programm. Ich gehe davon aus, dass der Film auch davor gezeigt wird. Im Monopolkino. Andere Aufführungen sind mir noch nicht bekannt.

HIER der Link zu einem Video (unbedingt ansehen!) mit Ausschnitten des Films und ein paar sehr guten Aussagen des Schauspielers Clemens Schick (der Staatsanwalt) und der Schauspielerin Christiane Paul (eine Zeugin) zum Film.

Man kann über diesen völlig nüchtern gehaltenen Prozessfilm so viel schreiben, stellt sich tagelang Fragen:

  • Wie konnte so etwas Unmenschliches wie in Auschwitz in den Menschen geschehen? Wie konnte sich dieses System komplett bei allen Beteiligten über jedes geringste Maß an Menschlichkeit hinwegsetzen?
  • Warum hat man danach nicht gesagt: Wir müssen Deutschland ausrotten! Haben es denn nicht doch viel mehr Menschen gewusst/geahnt, als wir meinen?
  • Warum durfte Deutschland jemals wieder eine Kriegswaffe in die Hand nehmen? Wie konnte Deutschland Mitglied der NATO werden?
  • Wie konnten all die Menschen, die das miterlebt haben, danach überhaupt weiterleben?
  • Wie konnten vor allem sogar so viele der übelsten Nazitäter nach dem Krieg in Deutschland berufliche Stellungen in gehobenen Positionen (auch Beamtenstellungen) einnehmen? Wie haben sie so weiterleben können?
  • Können und müssen wir den Film sehen? In welchem Alter?
  • Warum und wie kann und muss die Erinnerung an Auschwitz erhalten werden – jetzt, wo kaum mehr Zeitgenossen am Leben sind?
  • Hat das etwas mit der Gegenwart zu tun?

Ich möchte all diese Fragen nicht beantworten, nicht meine Meinung hier hervorheben. Jeder mag es für sich beantworten, der Film deutet vieles wortlos an, die Fragen drängen sich auf. Zum Film kann ich nur sagen: Viele Kleinigkeiten sind großartig gemacht:

  • Schon die Tatsache, dass fast ausschließlich weitgehend unbekannte Schauspieler eingesetzt sind, trägt stark zur absoluten Nüchternheit, Glaubhaftigkeit und zur Betonung allein des Gesagten bei.
  • Allein der Richter ist ein vielfach bekannter Schauspieler: Rainer Bock (relativ kurz zeigt sich auch Peter Lohmeyer). Er, der Richter, ist die einzige Person, die durch ihre Bekanntheit eine vielleicht auch gewollte Verbindung zur heutigen Zeit bringt, etwas zeitloser wirkt als die anderen Beteiligten, die allesamt in der Kleidung der 60er-Jahre erscheinen! Er, der Richter, bringt damit versteckt den Aspekt hinein: Ich sehe alles auch mit heutigen Augen.
  • Der Staatsanwalt, Schauspieler Clemens Schick, ist dagegen die einzige Person, der man versteckt Emotionen und tiefe Fassungslosigkeit ansieht. Auch das ist sehr gut, zurückhaltend, eingesetzt!
  • Die Nüchternheit des Gerichtssaales ist kaum zu überbieten.Acht Kameras verfolgen das Geschehen. Nur ab und an spielen kleine Lichteffekte hinein, die fast wie ein Wink der Wirklichkeit auf den Film einwirken. Gerade gegen Ende des Films nimmt das ein wenig zu.
  • Der gesprochene Text wiederum ist, wie gesagt, kaum auszuhalten!

Der Film wurde von Alexander van Dülmen produziert. Für die Bildgestaltung zeichnete Guido Frenzel verantwortlich, Bühnenbild Nina Peller, Kostüme Tina Kloempken. Friede Springer ist Co-Produzentin des Films.

Ansehen!

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  • Schlagwörter Auschwitz, Die Ermittlung, Film, Gesellschaft, Kino, RP Kahl

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Sonstiges

FILM: Anja Salomonowitz – Mit einem Tiger schlafen

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 26. Mai 2024
  • 1 Kommentar zu FILM: Anja Salomonowitz – Mit einem Tiger schlafen

Birgit Minichmayr ist derzeit in zwei Kinofilmen zu sehen. Der eine Film ist „Andrea lässt sich scheiden“ von Josef Hader und der andere „Mit einem Tiger schlafen“ von Anja Salomonowitz. Letzterer ist ein Film über die Anfang Mai 2014 – vor fast genau zehn Jahren – verstorbene österreichische Malerin Maria Lassnig. Ihn habe ich jetzt gesehen.

Birgit Minichmayr: Sie ist neben ihren Filmarbeiten seit der Spielzeit 2019/20 (wieder) festes Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Derzeit spielt sie am Burgtheater in den Inszenierungen „Maria Stuart“ (von Friedrich Schiller, Regie Martin Kušej) und „Heldenplatz“ (von Thomas Bernhard, Regie Frank Castorp). Von 2011 bis 2016 war sie ja Mitglied des Ensembles des Münchner Residenztheaters. Intendant des Residenztheaters war damals übrigens Martin Kušej, der heute wiederum Intendant des Wiener Burgtheater ist! Überhaupt: Birgit Minichmayer ist … Österreicherin, Maria Lassnig war … Österreicherin, Josef Hader ist … Österreicher, Martin Kušej ist … Österreicher …, auch Anja Salomonowitz ist … Österreicherin.

Nun, der Film „Mit einem Tiger schlafen“ ist im Grunde eine Einzelleistung von Birgit Minichmayr. Denn der Film zeigt Maria Lassnig (Birgit Minichmayer) vor allem so, wie sie offenbar gelebt hat: Allein! Man folgt dementsprechend teils extrem langsamen – schönen – keinesfalls „knalligen“ Bildeinstellungen. Maria Lassnig – in all ihren Lebensphasen eben gespielt von Birgit Minichmayr – hat offenbar nur wenige Menschen um sich herum gehabt. Sie lebte allein und zurückgezogen, sieht man zumindest im Film, lebte einfach, lebte distanziert gegenüber dem Kunstbetrieb. Sie lebte anscheinend FÜR ihre oder geradezu WEGEN ihrer Kunst! Ihr Leben war fast wie ein Gesamtexperiment zur Frage: Was kommt heraus, wenn ich mich in meinem Leben nur darum kümmere, wie ich meine Gefühle in Bildern ausdrücken kann. Könnte man bei diesem Film meinen.

Andererseits: Sie hat vielleicht doch irgendwie auch Wert drauf gelegt, Erfolg zu haben, lebte ein paar Jahre in Amerika! Sie lernte auch bekannte Persönlichkeiten der Kunstszene kennen, etwa Valie Export. Insoweit zeigt der Film sicherlich nur einen Ausschnitt aus ihrem Leben, eine Seite ihres Lebens. Der Film erhebt keinerlei Anspruch auf eine vollständige Abbildung ihres Lebens. Es ist nicht eine Biografie, es ist ein Ausschnitt, ein BioPic. Nach ihren Jahren in New York kehrte sie wieder nach Österreich zurück. Dort wurde sie zur teuersten österreichischen Künstlerin! Sie lebte auch einige Jahre mit Arnulf Rainer zusammen – dessen Kunst ich zum Teil sehr schätze!

Die oben genannte Frage aber (Was kommt heraus, wenn ich mich in meinem Leben allein darum kümmere, wie ich meine Gefühle in Bildern ausdrücke?) hat sie und vor allem ihre Kunst geprägt. Diese Frage wird sich kaum jemand so stellen, wie Marie Lassnig sie sich gestellt hatte. Bei Maria Lassnig war es wohl geradezu ein innerer Drang! Stundenlang saß oder lag sie da, um „sich zu spüren“, mehr nicht. Sie hatte schon als Kind gemerkt, dass sie von der Kunst und der Farbgebung von allem um sie herum angezogen war.

Sie war auch einfach talentiert, wie schon ihre Mutter früh feststellte. Maria Lassnig hat bei alledem sicherlich nicht „entschieden“, irgendwie „Kunst zu machen“, erfolgreich zu werden. Sie hat auch ihren Wohlstand nie gelebt, im Gegenteil, ihr Leben blieb durch und durch spartanisch. Sie ist wohl eher einem inneren Drang gefolgt – so distanziert, wie sie (gemäß Film) allem gegenüber gelebt hat. Sie musste wohl so leben, wie sie lebte, hat man den Eindruck. Nur sich und ihre Kunst, ihre Gefühlswelt, hatte sie vor Augen! Ob Maria Lassnig der Film gefallen hätte, weiß man allerdings leider nicht.

Es ist ein interessanter und schöner Film! Interessant ist er, weil er Verständnis für das manchmal so einseitige Leben eines Künstlers/einerKünstlerin und der Einstellung zu seiner/ihrer Kunst verschafft. Schön ist er, weil er so zentriert und filmisch so ruhig und unaufgeregt ist.

Der Film wird vor allem auch im wunderbar altmodischen Theatinerkino im Münchner Zentrum (Theatinerstraße) gezeigt. Auch das lohnt sich.

Hier ein Trailer:

HIER der Link zur Website von Anja Salomonowitz.

Hier ein Gespräch mit Anja Salomonowitz über den Film mit einigen Filmausschnitten:


Copyright des Beitragsbildes: Standbild aus dem Trailer

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  • Schlagwörter Birgit Minichmayr, Film, freizeit, Gesellschaft, Kino, Lifestyle, Maria Lassnig, Tiger

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Sonstiges

SONSTIGES: Elfriede Jelinek – Der Film

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 6. Dezember 2022
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Elfriede Jelinek – Der Film

Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen – so heißt der Film, der derzeit (ACHTUNG – sicher nicht mehr lange!) in ausgewählten Kinos zu sehen ist. Der Film ist natürlich interessant für Theaterfreunde, obwohl Elfriede Jelinek ihre Stücke ja nicht speziell für die Bühne geschrieben hat. Zu ihren Texten gibt es aber immer schon Inszenierungen.

Ich kenne leider nur zwei Inszenierungen zu ihren Texten: „Am Königsweg“ (Inszenierung am SchauspielHaus Hamburg, HIER ein Trailer) und „Wut“ (Inszenierung an den Münchner Kammerspielen). Einar Schleef war wohl ihr Lieblingsregisseur. An weitere Inszenierungen ihrer Texte an den Münchner Kammerspielen (etwa die Werke Rechnitz, Die Straße, die Stadt, der Überfall, Das schweigende Mädchen) kann ich mich irgendwie nicht mehr erinnern, obwohl sie an den Münchner Kammerspielen liefern.

In diesem Beitrag bringe ich einige Links, die es ermöglichen, Elfriede Jelinek vielleicht ein wenig zu verstehen. Schwer genug!

HIER etwa ein Gespräch mit Elfriede Jelinek nach dem Tod von Einar Schleef.

Und hier bei dieser Gelegenheit zunächst ein schöner Song aus der Inszenierung „Am Königsweg“, gesungen von Benny Claessens: Die Inszenierung vom SchauspielHaus Hamburg, war ja eingeladen zum Berliner Theatertreffen. Ausschnitte von „Am Königsweg“ sieht man über den Link unten zum „weiteren Porträt“. Claessens kann wahrlich nicht singen, aber trotzdem:

Den Film „Elfriede Jelinek“ hatte ich mir am vergangenen Sonntagmittag im Münchner Theatiner Filmtheater angesehen, das einem schon wegen seiner Kleinheit, seiner – gewissermaßen -„Zurückgezogenheit“ und seines ausgewählten Programmes immer wieder gefallen kann! HIER der Link zur Website des Kinos.

Die Regisseurin und Autorin des Films „Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“, Claudia Müller, sagt in einem Gespräch über ihren Film (HIER das Gespräch), sie möchte den Zuschauer hungrig zurücklassen mit der Idee: „Ich möchte etwas von Elfriede Jelinek lesen“. So ist es auch! Man kann Elfriede Jelinek nach diesem Film natürlich in keiner Weise vollständig – wenn überhaupt – verstehen. Auch ich werde mir sicherlich demnächst ein Buch von Elfriede Jelinek zur Hand nehmen.

In zumeist auffallend ruhiger Art und Weise versucht der Film jedenfalls, der Person Elfriede Jelinek näher zu kommen. „Auffallend ruhig“ deshalb, weil die mir bekannten Inszenierungen ihrer Texte auf der Bühne zu recht unverständlichem Chaos und zu Wildheit neigten. Die Steiermark, ihre Heimat. Elfriede Jelinek ist ansich ja bekannt dafür, dass sie alles andere als Ruhe gibt, doch der Film schafft oft Ruhe und damit Konzentration auf sie und ihre Texte. Im Film werden Ausschnitte aus ihren Texten von SchauspielerInnen wie Ilse Ritter, Sandra Hüller, Stefanie Reinsperger etc. zitiert. Der Film versucht nicht, das Leben von Elfriede Jelinek chronologisch abzuarbeiten, es sind jede Menge Zeitsprünge enthalten. Es beginnt mit der Verleihung des Literaturnobelpreises im Jahre 2004. Deutlich wird dann doch erst einmal gezeigt, dass ihre Kindheit und Jugend, in der sie von ihrer Mutter wohl übermäßig zu allen möglichen Kunstleistungen verpflichtet wurde, sehr prägend für ihr weiteres Leben waren und ihr diesen doch distanzierten Blick auf das Leben gegeben haben müssen. Die Sprache war – sagt sie – noch das einzige Feld, das für sie frei war.

Das Besondere ist dabei, wie sie Worte wählt, welche Worte sie wählt, wie sie sich ausdrückt! Sie hat – erlebt man auch im Film – eine unglaubliche Distanz zum normalen Leben, beschreibt es aber in vielen Einzelheiten und Tendenzen, ist also gleichzeitig dicht dran am Leben. Das ist bemerkenswert. Der Film zeigt auch, dass sie oft/meist politisch agierte. Vor allem zeigt er ihre Auseinandersetzung mit der an Österreich klebenden faschistischen Vergangenheit. Stichworte sind Haider, Waldheim, Rechnitz. Bevor der Film diese politische Ausrichtung wieder verlässt.

Elfriede Jelinek hat sich nach Erhalt des Literaturnobelpreises aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Schon an der Verleihung des Literaturnobelpreises in Schweden konnte sie nicht teilnehmen. Vor allem wollte sie vermeiden, über ihre eigenen Stücke zu reden und sie damit zu schwächen, wie sie meint. Zumindest hat sie zu dem Film „Elfriede Jelinek“ – nachdem sie ihn gesehen hatte – auf Wunsch der Regisseurin in einem Brief Stellung genommen – und sie hat auch hier wieder sehr besondere Worte gefunden. Der Brief wurde in der ZEIT und im STANDARD veröffentlicht.

HIER ist der Link zu diesem Brief.

HIER wird der Brief von Stefanie Reinsperger gelesen.

HIER ist noch ein Trailer zum Film.

Und HIER ist ein interessantes weiteres neueres „Porträt“ von Elfriede Jelinek (aus 2021) zu sehen.

An Elfriede Jelinek rauscht ihre Welt vorbei, die sie skeptisch/pessimistisch betrachtet, und sie findet zu alledem besondere, ganz besondere Worte! Nicht an Fiktionen, an ihren Realitäten arbeitete sie sich ab. Amerika, Österreich, Tourismus, Faschismus, Pornographie, vieles vieles mehr. Sie formuliert und benennt die Dinge so, wie sie kaum jemand formuliert.

HIER noch der Wikipediaeintrag zu Elfriede Jelinek, der ihre unglaubliche frühere Schaffenskraft zeigt.

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  • Schlagwörter Elfriede Jelinek, freizeit, Gesellschaft, Kino, Lifestyle, Literatur, München, Theater, Theatiner Filmtheater

THEATER, LITERATUR: Margarita Broich – Alles Theater. Joachim A. Lang – Meckie Messer. Bertolt Brecht – Dreigroschenoper.

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 20. September 2018
  • Keine Kommentare zu THEATER, LITERATUR: Margarita Broich – Alles Theater. Joachim A. Lang – Meckie Messer. Bertolt Brecht – Dreigroschenoper.

Kurz zu den Zusammenhängen: Es hängt ja alles irgendwie zusammen. Das macht doch alles aus. Das meiste wird auch erst interessant, wenn man bestimmte Zusammenhänge erkennt. Zusammenhänge lassen Hintergründe erkennen und lassen die einzelnen „Verknotungen“ , die man so sieht, erst in besonderem Licht erscheinen. Überall.

Auch ein kulturelles Ereignis steht nicht für sich allein, sondern ist immer eingebunden in Zusammenhänge. Hier habe ich wieder ein Beispiel erlebt, ich war wieder unterwegs:

–  Ich hatte zuletzt geschrieben über Fotografien von Cordula Treml über SchauspielerInnen in den Minuten VOR ihrem Auftritt.  Titel der Ausstellung: „Vor dem Auftritt“. Eine Ausstellung, die derzeit (kurze Zeit) in München zu sehen ist.

– Dann hörte ich von dem Buch von der Schauspielerin und Fotografin Margarita Broich mit dem Titel „Alles Theater“, in dem sie Fotografien von SchauspielerInnen in den Minuten NACH dem Auftritt bringt. Auch interessant. Cordula Treml erwähnte es.

–  Dann hatte ich dieses Buch von Margarita Broich in den Händen. Danke an den Insel Verlag. Dort eine Abbildung des Schauspielers Lars Eidinger. Lars Eidinger ist ja äußerst erfolgreicher Theater- und Filmschauspieler. Jahrelang war er Schauspieler an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. In den letzten Jahren ist er vermehrt als Filmschauspieler zu sehen. Er soll ein großer Anhänger von Bertolt Brecht sein, liest man. „Die Widersprüche sind die Hoffnung“  ist sein Lieblingszitat von Bertolt Brecht. Eidinger sagt dazu in  einem Interview, das kürzlich von n-tv veröffentlicht wurde (HIER zum Interview):

„Die Widersprüche sind die Hoffnung“ ist auf jeden Fall mein absolutes Lieblingszitat von Brecht. Es ist wie der Schlüssel zu allem – zu Brechts Persönlichkeit genauso wie zum Menschsein im Allgemeinen. Das menschliche Sein folgt keiner Logik und es ist auch nicht stimmig, sondern fehlerhaft. Brecht war bekanntermaßen Antikapitalist und Kommunist. Und er hat Werbung für eine große Autofirma gemacht. Das auszuhalten und zu sagen: Genau das macht den Menschen aus! Das imponiert mir. Der Widerspruch ist nicht das Ende eines Gedankens, sondern der Anfang.

–  Dann war ich im Kino. Der Film „Meckie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“.  Darsteller von Bertolt Brecht ist: Lars Eidinger.

– Der „Dreigroschenfilm“ geht zurück auf Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“.  Es sollte eine Verfilmung der Dreigroschenoper werden. Es gab Unstimmigkeiten mit Bertolt Brecht und es ging vors Gericht. Das Thema des jetzigen Films.

Und so weiter. Ich werde wohl über die einzelnen Dinge, die hier oben erwähnt sind, noch einzeln schreiben, denke ich.

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  • Schlagwörter Bertolt Brecht, Dreigroschenoper, Dteigroschenfilm, Film, Gesellschaft, Kino, Lars Eidinger, Literatur, Livestyle, Theater

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Gesehen und gehört

MUSIK: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 12. April 2018
  • Keine Kommentare zu MUSIK: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Frances McDormand hat den Oscar 2018 für die beste Hauptdarstellerin bekommen. Sam Rockwell hat den Oscar 2018 für die beste Nebenrolle bekommen. Ich gehe nicht häufig ins Kino, fand beide aber grandios. Ich und mein elitäres Leben mit solchen Dingen! (Ich glaube aber, dass ich kein elitäres Gehabe an den Tag lege!) Beide Schauspieler haben den Oscar für ihre Rollen im Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ bekommen, der derzeit läuft. Ich würde nicht schreiben, wenn ich ihn nicht empfehlen könnte. Es ist ein Film, der vielen gefallen wird, die nicht unbedingt Klamauk sehen wollen.

Es geht im Prinzip, denke ich,  darum: Wie geht man miteinander um? Rücksichtslos? Brutal? Verständnisvoll? Man sieht viele krasse Verhaltensweisen, rüden, selbstherrlichen Umgang miteinander, und nichts kommt voran. Dann am Ende aber zeigt einer der Polizisten Verständnis für die Frau, deren Tochter brutal vergewaltigt und getötet wurde. Es gibt auf Youtube auch Clips, in denen ein Film genauer erklärt wird, muss ich mir mal ansehen, sollte man öfters machen. Etwa DEN HIER, der nach dem Sinn des Endes des Films fragt.

Der Soundtrack des Films war auch für den Oscar 2018 nominiert, hat ihn aber nicht bekommen. Mir hat er sehr gefallen. Verantwortlich für die Musik: Carter Burwell, einige Stücke hat er selbst komponiert.  Er arbeitet viel mit den Coen – Brüdern zusammen, wobei übrigens Joel Coen mit Frances McDormand verheiratet ist!

Also hingehen, ist mein Tip!

Hier ein kurzes, aber schönes Stück des Soundtracks. „Billboards on Fire“ von Carter Burwell:

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  • Schlagwörter Film, Filmmusik, Gesellschaft, Kino, Musik

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Gelesen und geblättert Gesehen und gehört Sonstiges

SONSTIGES: Julian Rosefeldt – Manifesto

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 18. November 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Julian Rosefeldt – Manifesto

Es gab im vergangenen und im ablaufenden Jahr eine Ausstellung „Manifesto“ mit 12 Videos. Genannt „Kunstinstallation“. Ab 23. November kommt das Ganze im Kino! Die Ausstellung war in Berlin und München zu sehen. In den Videos spielt die australische Schauspielerin Cate Blanchett 13 Rollen. Rollen, in denen sie jeweils nur ein künstlerisches Manifest spricht. Es spielen keine anderen Schauspieler (mit Text). Die Manifeste sind zusammengestellt aus existierenden künstlerischen Manifesten der letzten hundert Jahre zum Thema: Was ist Kunst? Sind die Aussagen in den Manifesten – und hier in den erstelllten „Manifestcollagen“ – heute noch verständlich? Wie hört man sie heute? Gerade dieser Kontrast zwischen den (damaligen) Manifesten und dem heutigen (Alltags-)Leben zeigt sich in den Videos.

Situationismus – Futurismus – Architektur – Blauer Reiter/Expressionismus – Kreationismus – Konstruktivismus – Dada – Surrealismus – Pop Art – Fluxus/Performance – Konzeptkunst/Minimalismus – Film.

HIER ein Interview mit dem Regisseur Julian Rosefeldt.  Der Film lohnt sich schon wegen Cate Blanchetts wirklich außergewöhnlicher Leistung  und wegen der 12 Videos insgesamt. Es heißt: „Eine Hommage an die poetische Sprengkraft der großen Künstlermanifeste der letzten hundert Jahre.“ Diese Sprengkraft wird durch das Gegenüber der Manifesttexte und der modernen Alltagssituationen auf die Spitze getrieben.

Wieder gibt es Querverbindungen: Julian Rosefeldt lernte – so liest man in der ZEIT – Cate Blanchett über THOMAS OSTERMEIER kennen. Thomas Ostermeier ist seit September 1999 Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung der SCHAUBÜHNE in Berlin. Er hat z. B: in München an den Kammerspielen das wunderbare Stück SUSN von Herbert Achternbusch inszeniert.

HIER der link zur Website zum Film und HIER der Filmtrailer.

Und hier unten als Beispiel für Cate Blanchetts wirklich beeindruckende Leistung (alles wurde innerhalb von drei – drei! – Tagen gedreht, glaube ich mich zu erinnern) noch ein Bild zu einem der Videos. Ein Bild aus dem Buch zur Ausstellung. Im Buch finden sich alle Manifestcollagen auf Englisch und in einem Beihefter auf Deutsch, plus Aufnahmen und weitere Texte zum Thema. Interessantes Buch, siehe das Blogbild. Es lohnt, erst die Manifestcollagen zu lesen und dann den Film zu sehen!

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Julian Rosefeldt, © Jens Kalaene/dpa/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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