In der Theaterwelt ist es eine der spannendsten Entwicklungen der nächsten Zeit: Matthias Lilienthal wird zur kommenden Spielzeit 2026/2027 die Intendanz der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz übernehmen.
Auf http://www.nachkritik.de gibt es nun ein – soweit ich sehe – erstes etwas längeres Interview mit ihm über seine Ansichten zur Volksbühne. HIER der Link zum Interview.
Matthias Lilienthal hat jede Menge gesellschaftlicher und politischer Gedanken zur Position und Funktion der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Das ist die Volksbühne! Er sieht die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zunächst einmal als ein einmaliges „Geschenk“, da man hier alles bringen kann und soll, nur nicht herkömmliches Theater. Die Volksbühne steht nicht für herkömmliches Theater, sondern für alles andere.
Er sieht die Volksbühne etwa als ein „Zentrum des Nachdenkens“ über das Ende der Demokratie oder über die Frage „Was ist unsere Realität?, über die Frage: „Wer setzt sich mit welchem Narrativ durch?“, auch über soziale Fragen, er möchte auch Widerstand gegen die AfD etablieren, es geht um unsere Zeit der riesigen Veränderungen, nicht nur in Berlin, generell! Er sagt: „Niemand weiß, wohin es geht. Ich auch nicht. Aber das ist ein Moment, wo man Sachen neu ausprobieren und Dinge neu auf den Tisch legen kann.“
So hat er in unseren national, international und weltweit in vielerlei Hinsicht so dramatischen Zeiten viele, viele Ideen. Sicher auch, was Berlin betrifft. Einiges wird sicher provokant werden, es geht sicher nicht um leise Töne! Andererseits: Wer Matthias Lilienthal kennt, weiß, dass es ihm natürlich um die Theaterkunst/Bühnenkunst geht, nicht rein um Politik, schon garnicht geht es ihm um Belehrung! Es geht sicher um junge Stimmen! Es wird spannend, ich hoffe, die Volksbühne wird ab Herbst eine starke Stimme werden in den vielen „Reibungsprozessen“ unserer Zeit.

Gestaltung Gregor Hildebrandt, Professor für Malerei und Grafik an der Münchner Akademie der Bildenden Künste.
Gestaltung Philippe Quesne, ein Szenenbild seiner 2016er Inszenierung Caspar Western Friedrich, einer meiner Lieblingsinszenierungen der vergangenen fünf Jahre. Der Mensch und die Natur war das Thema, das damals sehr poetisch aufgegriffen wurde.
Gestaltung Milo Rau, der leider in den vergangenen 5 Jahren keine Repertoirearbeit an den Kammerspielen machte. Die Kammerspiele wirkten an Koproduktionen mit und Milo Rau hatte Gastaufführungen.
Gestaltung Henrike Naumann, Künstlerin, geb. in der DDR, international ausgestellt, zuletzt im Münchner Haus der Kunst, Möbel als Ausdruck von Zeitgeist sind ihr Schwerpunkt.
Gestaltung Tobias Rehberger, „Ausgeraucht“, Grenzgänger zwischen Kunst, Design und Architektur, ausgezeichnet 2009 mit dem Goldenen Löwen auf der Biennale in Venedig.
Gestaltung im Einvernehmen mit Elfriede Jelinek, der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin (2004), deren Stück „Wut“ ja in den vergangenen Jahren lief. Es war damals eine Arbeit des Regisseurs Nicolas Stemann.