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THEATER: Florentina Holzinger

Sie wird von den Medien momentan absolut gehypt. Siehe etwa das Beitragsbild, die aktuelle Ausgabe des feministischen Missy Magazine: „MESSIAH DER BÜHNE“ schreiben sie dort. Nicht … DES THEATERS, sondern … DER BÜHNE. Nacktheit, echtes Blut, Selbstverletzungen und und und. „Ist das Kunst oder kann das weg?“

Die Erfolgswelle, auf der sie momentan surft – oder auf der sie getrieben wird – sieht unter anderem so aus: Im Mai etwa war ihr „SANCTA“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen, also doch Theater, eine Mischung von vielem eben. Auch das neue Stück „A Year Without Summer“ (Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz) macht irgendwie Furore. Ab Mitte 2026 wird sie zusammen mit Marlene Monteiro Freitas das künstlerische Board der Berliner Volksbühne (Intendant Mathias Lilienthal) bilden, also das Programm der Volksbühne entscheidend mit prägen! Wirklich Theater, spannend! Sie spielt – es war ab Oktober 2024 zu sehen – auch erstmals in einem Kinofilm mit, in „Mond“ – als Hauptdarstellerin. Nächstes Jahr, 2026, wird sie auf der Biennale in Venedig den österreichischen Pavillon gestalten. Und so weiter. Tänzerin, Choreografin, Schauspielerin, Theatermacherin, Regisseurin, Künstlerin, Aktivistin …

HIER ein Trailer zu ORPHELIA‘s GOT TALENT. HIER ein Trailer zu SANCTA. HIER der Link zur Stücke Seite von A YEAR WTHOUT SUMMER. Und HIER ein Gespräch mit ihr im ORF. HIER der Trailer zum Film „Mond“.

Ich will mir kein vorschnelles Bild über Florentina Holzingers Bühnenaktionen machen. Was sie macht, ist ja offenbar irgendwie Zeitgeschehen. Da muss doch etwas sein! Was passiert da? Ist es Feminismus, ist es Aktionismus, Provokation, etwas anderes, mit dem man konfrontiert wird? Die Leute rennen hin. Ich selber habe noch nichts gesehen von ihr! Daher hat mich zB das Interview des Missy Magazine interessiert. Der Bericht über das Treffen mit ihr ist aber leider nicht die Wiedergabe eines Interviews, es ist ein Artikel über Florentina Holzinger, ein Versuch der Interpretation ihrer Arbeit nach einem nicht wiedergegebenen Gespräch. Ich denke mir jedenfalls, die Nacktheit der (jede für sich selbständig entscheidenden) Frauen auf der Bühne, ihre Aktionen, haben hier eine andere Funktion, als „sich selbstbewusst zu zeigen“. Die Nacktheit, die sie einsetzt, holt den weiblichen Körper aus dieser (immer männlich gedachten) Ecke des „schönen Körpers“ heraus, oder so etwa …

HIER ist der Link zum Missy Magazine, das es ja seit 17 Jahren gibt.

Man schreibt dort in „Über Missy“:

Missy ist das Magazin für Pop, Politik und Feminismus. 2008 von Stefanie Lohaus, Chris Köver, Sonja Eismann und Margarita Tsomou gegründet, steht das Missy Magazine heute mit sechs Ausgaben im Jahr für unabhängigen, feministischen Journalismus.

Wir schreiben über trans Familien, Sexarbeit, Rechtsruck, Coding, Fat Acceptance, Vereinbarkeit, Anal Plugs, Care-Arbeit, Rap, Katzen, Menstruation in Horrorfilmen, Asyl und Alltag, Achselhaare und neue Serienhighlights. Wir interviewen und porträtieren Künstler*innen und Aktivist*innen. Futtern und Fashion sind für uns ebenso Themen wie queere Pornografie oder Organisationen, die sich weltweit für sichere Abtreibungen einsetzen.

All das passiert mit einer Attitüde, die beständig den Status quo mit einem Grinsen infrage stellt. Weil wir immer noch nicht in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben. Weil es noch viel zu diskutieren und zu verbessern gibt.

Feminismus ist für uns kein Trend, sondern unsere Haltung. Intersektional und inklusiv. Missy schreibt gegen Sexismus, Rassismus, Klassismus, Homofeindlichkeit Transfeindlichkeit, Ableismus und Antisemitismus. Das Missy Magazine fokussiert heute konsequent die Perspektiven von FLINT und BIPoC. Popkulturell, politisch, manchmal mit Humor, manchmal ohne.

Es bleibt spannend!

Von maxkuhlmann

Geboren am 04.08.1961 in Göttingen, aufgewachsen in München, gelebt in München, Lausanne, London, Köln, München, ehemals Rechtsanwalt, Dr. jur., seit 2010 freischaffend in kulturellen Interessensgebieten tätig.

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