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THEATER: 3sat – Starke Stücke

HIER der Link zur Mediathek von 3sat. (Unten finden sich jeweils die Links zu den einzelnen Produktionen)

Gezeigt werden:

  • „Laios“ ab sofort bis 30.08.2024
  • „Macbeth“ ab sofort bis 30.08.2024
  • „Bucket List“ ab sofort bis 01.05.2027 (!).

Im Einzelnen:

LAIOS: Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

„Laios“ ist der zweite Teil des Antiken-Marathons „Anthropolis“ und das Prequel zu „Ödipus“. Wer war Ödipus‘ Vater, König Laios von Theben? Die Geschichte wiederholt sich: Das Schicksal von Vater und Sohn ist gar nicht so unterschiedlich, beider Kindheit ist von Gewalt und Ablehnung geprägt. Laios musste aus Angst um sein Leben schon als Kind Theben verlassen und ins Exil gehen. Als aber Jahre später kein Thronanwärter mehr übrig war, die Zeiten waren blutig, kehrt er in seine Heimatstadt zurück. Zu seiner Königin macht er Iokaste. Eine fast stürmische Love-Story, so scheint es, doch das Paar steht unter keinem guten Stern. Die Weissagung der Seherin Pythia verbietet dem Königspaar Nachkommen zu zeugen. Doch schließlich wird der kleine Ödipus geboren und der Kreislauf der Gewalt startet von Neuem. (Zusammenfassung von 3sat auf deren Website/Mediathek).

HIER der direkte Link zum Stück „Laios“ in der 3sat-Mediathek.

MACBETH: Inszenierung am Schauspielhaus Bochum.

Brutal und skrupellos machen sich er und seine Frau, Lady Macbeth, daran die Prophezeiung wahr werden zu lassen. Alle, die der Königskrone im Weg stehen, werden nach und nach kaltblütig beseitigt. Von Machtwillen zerfressen wird das Fundament auf dem Herrscher und Herrscherin ruhen immer brüchiger, beider Seelenzustand verfinstert sich, die Weissagung stellt sich als Fluch heraus. Die errungene Macht hat Paranoia im Schlepptau. (Zusammenfassung von 3sat auf deren Website/Mediathek).

HIER der direkte Link zum Stück „Macbeth“ in der 3sat-Mediathek.

BUCKET LIST: Inszenierung an der Schaubühne Berlin.

„Ein Mann erwacht eines Tages und alles ist anders. Ein Käfer, wie in „Die Verwandlung“ von Franz Kafka, ist er zwar nicht, aber die Welt um ihn herum könnte ihm fremder nicht sein. In einer dystopischen nahen Zukunft verspricht ein dubioses Start-up namens „Zeitgeist“ die volle Kontrolle über das eigene Gedächtnis, erinnern wird optional. Traumatische Erinnerungen sollen sogar ganz gelöscht werden können. Doch es gibt einen Haken. (Zusammenfassung von 3sat auf deren Website/Mediathek).

HIER der direkte Link zum Stück „Bucket List“ in der 3sat-Mediathek.

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Sonstiges

SONSTIGES: ARD-Serie – Legal Affairs

Ich bin kein Kenner von TV-Serien. Auch nicht von Serien auf Netflix etc. Es scheint ja sehr gute Serien zu geben! Ich habe mir jetzt zunächst einmal die Serie „Legal Affairs“ aus der ARD-Mediathek angesehen. Die erste Staffel hat acht Folgen. Die Serie wurde in der SZ kürzlich sehr gelobt! Dort heißt es: „Fast zu gut, um im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wahr zu sein! Das hat mich interessiert!

In der Tat, ich habe die Serie immer weiter anschauen wollen! Folgende Aspekte sind mir dabei aufgefallen:

  • Die Art der Filmaufnahmen: Schick und cool. Die meisten Aufnahmen sind mit einer mobilen Kamera aufgenommen, schnelle Schnitte, gute Bilder, bewegte Aufnahmen, sehr modern. Berlin, viele gute Nachtaufnahmen, Berlin bleibt aber immer im Hintergrund! Nichts Gekünsteltes, normale Szenen aus dem Alltagsleben einer Kanzlei! Die Kanzleiräume: Extrem cool, Loftähnlich.
  • Die Wiedererkennung: Wie es wohl bei Serien so ist, so ist es mir auch gegangen: Man erwartet Folge für Folge irgendwie immer ein ähnliches Szenario. Man will die Personen wieder erleben! Man will sich sofort wohlfühlen! Das schafft die Serie absolut! Und Stück für Stück lernt man die beteiligten Personen, die MitarbeiterInnen der Kanzlei, ein wenig besser kennen. Ein bisschen nur, es dauert! Es ist aber nie übertrieben!
  • Die Neugierde auf Neues: Obwohl man einen ähnlichen Rahmen erwartet, will man natürlich immer wieder Neues erleben! Das ist das Prinzip der Serie: In jeder Folge gibt es eine abgeschlossene Mandatsbeziehung der Kanzlei. Einen abgeschlossenen Fall. Kaum darstellbar in so kurzer Zeit – jeweils 45 Minuten – aber es klappt!
  • Das Anwaltsleben von Leo Roth: Ein weiteres Prinzip der Serie: Das Anwaltsleben von Leo Roth ist extrem schnell! Von Schreibtischarbeit keine Spur! Ich persönlich war jahrelang Rechtsanwalt und weiß, dass viel Schreibarbeit dazugehört! Das spielt hier keine Rolle! In dieser Serie ist Leo Roth eine Art „trouble shooter“. Sie ist Medienanwältin – immer hell gekleidet – und hat immer mit extremen Fällen des modernen Lebens zu tun! Sie diktiert, während sie irgendwo hingeht! Man sieht sie ständig am Handy, ständig geht sie mit schnellen, zielsicheren Schritten durch die Gegend! Sitzend oder stehend sieht man sie selten! Doch: Bei Kanzleibesprechungen! Die sind aber meistens auch schnell erledigt. Und bei Gericht! Das spielt bei der ein oder anderen Folge eine Rolle!
  • Die Funktion von Information und der Zeitaspekt: Was die Serie ausmacht: Man kann gar nicht genau nachvollziehen, wie die Kanzlei und vor allem Leo Roth all die Dinge, die in den durchaus spannenden Episoden eine Rolle spielen, so schnell ermitteln können. Zeit spielt keine Rolle. Oft wird suggeriert, es gehe um wenige Stunden oder Tage. Aber im Grunde sind all diese Dinge so schnell gar nicht zu schaffen. Aber das ist das Betörende! Im Grunde lassen sich Mandatsbeziehungen nicht so schnell klären! Aber es gelingt in diesen Episoden und zwar immer nachvollziehbar! Betörend: Leo Roth hat immer das Supergespür und eine coole Art dafür, zu wissen was zu machen ist! Man will auch mehr aus ihrem Privatleben erfahren! Aber auch das dauert seine Zeit! Tragische Ereignisse ihrer Kindheit kommen allerdings immer wieder kurz vor!
  • Das Feiern des Handygebrauchs: Der permanente Handygebrauch spielt eine entscheidende Rolle! Ständig hört man den typischen leisen Summton und sieht eingeblendet, wer anruft oder was von wem per Handy geschrieben wird! Und genau so kommen immer wieder Nebenschauplätze ins Bild, die sich über mehrere Episoden hinziehen. Alles entwickelt sich! Überhaupt, die neuen Technologien, Social Media, alles kommt irgendwie sehr selbstverständlich und recht realistisch zur Geltung!
  • Die Person Leo Roth: Lavinia Wilson spielt überzeugend die Anwältin Leo Roth. Sie steht irgendwie immer leicht über den Dingen, denkt hoch raffiniert und immer einen Schritt schneller als andere! Eine Traumanwältin! Einerseits beobachtet sie irgendwie fast die Absurdität ihrer Mandatsbeziehungen, andererseits ist sie voll involviert!
  • Die anderen AnwältInnen in Leos Büro: Man erhält durch die Serie einen wirklich guten Einblick in die Struktur einer Kanzlei, die von einer Person geführt wird! Die anderen KollegInnen sind nicht Partner, sondern Angestellte! Ich war viele Jahre lang Rechtsanwalt in einer ähnlichen Kanzlei! Die beiden anderen Anwälte – Niels Bohrmann und Mryam Zaree – vermitteln extrem gut das Standing angestellter Anwälte! Sie sind schlau, spekulieren mit einer Partnerschaft, aber zutrauen kann man sie ihnen nicht! Lavinia Wilson alias Leo Roth steht immer über ihnen!

Hier noch Bilder:

Ich muss gestehen: Es interessiert mich, schon wegen meiner früheren Anwaltstätigkeit in einer Medienkanzlei, wie sich die Kanzlei und die einzelnen Personen in der zweiten Staffel weiter entwickeln!

Hier ein Trailer:

Die Serie ist bis 23. März 2022 auf der ARD-Mediathek zu sehen! HIER der Link zur Serienseite mit vielen weiteren Beiträgen (Interviews vor allem).

© der Bilder: ARD Degeto/RBB/Kerstin Jacobsen

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Sonstiges

SONSTIGES und MUSIK: Wim Wenders (Sonstiges) und Ry Cooder – Cancion Mixteca (Musik)

Derzeit kann in der ARD Mediathek eine umfassende Werkschau von Wim Wenders zu dessen 75. Geburtstag gesehen werden. HIER der link zur Website der Werkschau der ARD mit wirklich einer Menge Filme! Nicht nur Filme, auch Dokumentationen und Gespräche finden sich dort.

Ich habe mir zunächst PARIS, TEXAS herausgegriffen und festgestellt, dass ich diesen – vielleicht besten (sagt man) – Film von Wim Wenders NICHT einmal kannte! Ein Klassiker! Gut, ich war nie der große Filmfreak. Ich hoffe aber, dass ich noch für den ein oder anderen Film in dieser Werkschau auf ARD Zeit finden werde.

Der Film PARIS, TEXAS hat mich sehr beeindruckt! Die Aufnahmen alleine! Man sieht es im Video unten. Jedes Bild ist ein Gemälde. Massenhaft sieht man fantastische Einstellungen! Allein das lohnt sich. Letztlich ist der Film dann gerade durch die letzte halbe Stunde tief beeindruckend! Auch das lohnt sich einfach! Man sieht hierin – neben der zentralen Figur, die von Harry Dean Stanton gespielt wird – vor allem eine junge, so stark spielende Nastassia Kinski. Auch von ihr sieht man Bilder im Video unten.

HIER ist der direkte link zum Film PARIS TEXAS. Die gesamte Werkschau ist auf ARD noch bis zum 14.09.2020 zu sehen!

Der Film PARIS, TEXAS wird getragen von der Musik von Ry Cooder. Hier ist einer der Songs daraus, wobei auch das Video – wie gesagt – tolle Bilder aus dem Film zeigt. Für Filmfreunde ein Fest.