Ich habe schon vor langer Zeit hier im Blog das Original von Bob Dylan gebracht: „Knockin‘ on Heaven’s Door“. Hier folgt nun eine Version des Songs von Tracy Chapman, sie gefällt mir auch. 44 Millionen „Tonträger“ hat sie bisher verkauft, auch nicht so schlecht, mehr als ich!
Sie ist 1964 geboren und wurde ja 1988 schlagartig fast weltweit bekannt. Es war ihr Auftritt beim „Nelson Mandela 70th Birthday Tribute Concert“ zum 70. Geburtstag des südafrikanischen Freiheitskämpfers am 11. Juni 1988 im Wembley-Stadion in London. Sie hatte dort sogar gleich zwei Auftritte. Da Stevie Wonder wegen technischer Probleme seinen Auftritt abbrechen musste, wurde sie vom Veranstalter gebeten, ein zweites Mal auf die Bühne zu gehen, um die entstandene Pause zu überbrücken.
Hier also ihre Version von Knockin‘ on Heaven’s Door. Diese Version endet übrigens nach Minute 4:40, dann folgt fast 3 Minuten lang Applaus. Es war offenbar ihr letzter Song des Abends.
Und: Tracy Chapman führte Ben E. Kings „Stand By Me“ in einer der letzten Episoden der Late Show von David Letterman im April 2015 auf. Auch diese Version bringe ich hier. Ich finde ihre Stimme dort fast noch besser! Sie hat noch das unverwechselbare Timbre in der Stmme, aber irgendwie noch etwas ruhiger, melancholischer. Man mag sagen, Tracy Chapman ist etwas schnulzig. Nein gut, sei’s drum. Ich finde ihre Stimme trotzdem interessant. Und zwischen beiden Aufnahmen liegen wahrscheinlich gute 25 Jahre!
Meine Musik von heute, für ganz ruhige Ostertage. Einfach neben herlaufen lassen. Klaus Schulze war früher Schlagzeuger bei Tangering Dream. Ist am selben Tag geboren wie ich: Am 4. August! Allerdings schon 1947, er ist also 14 Jahre älter!
Schon früh startete er eine Solokarriere und arbeitete dann mit vielen verschiedenen Künstlern zusammen. Unter anderem war er Teilnehmer des Musikprojektes Schiller auf dessen fünften Album „Sehnsucht“. 1998 wurde das Musikprojekt „Schiller“ von Christopher von Deylen und Mirko von Schlieffen als Club-orientiertes Musikprojekt ins Leben gerufen. Der Stil: Sanftere, melodiebetonte elektronische Musik, oft untermalt von bekannten Synchronsprechern.
HIER die offizielle Website von Klaus Schulze mit langen Listen seiner Alben und Musiktitel.
Wieder ein Klassiker: The Moody Blues – Anfang der 60er-Jahre in England gegründet – Symphonic Rock. Weltbekannt wurde der Song „Nights in White Satin“, den ich hier im Blog bringe. Der Titel war eine Auskopplung aus der LP „Days of Future Passed“, die als „erste sinfonische LP der Rock-Geschichte“ ein Meilenstein der Musikgeschichte wurde. Erst seit Herbst 2018 hat es keine Liveauftritte der Band, die sich personell mehrfach änderte, mehr gegeben.
Die genannte LP „Days of Future Passed“ entstand unter der Mitwirkung des Sinfonieorchesters London Festival Orchestra. Andererseits: Die Band war – lese ich – eine der ersten, die ein Mellotron, eine Syntheziser-Variante, die ganze Streichersätze nachahmen kann, einsetzten, um einen sinfonischen Sound zu erzielen.
Der Song „Nights in White Satin“ wiederum, der von zahlreichen Künstlern gecovert wurde, ist bis heute das Stück geblieben, mit dem die Gruppe The Moody Blues am meisten identifiziert wird.
Warum bringe ich den Song? Die englische Band Barclay James Harvest arbeitete Motive dieses Songs Nights in White Satin zu einem eigenen Stück mit dem Titel Poor Man’s Moody Blues um, nachdem sie von Kritikern als „Moody Blues für Arme“ bezeichnet worden waren. Und von Barclay James Harvest hatte ich gerade den Titel „Hymn“ im Blog gebracht. So kam ich auf The Moody Blues.
Hier also nun „Nights in White Satin“ von The Moody Blues. In dem Video haben sie alle Frisuren, als hätten die Friseure geschlossen gehabt …
Barclay James Harvest wurde 1967 gegründet. Bekannt wurde die vierköpfige Band durch ihren orchestral geprägten Stil, der Klassik und Rock verband. Die Band existierte in der ursprünglichen Form bis 1998. Dann spaltete sie sich in zwei Bands.
Die Gründungsmitglieder John Lees und Wolly Wolstenholme bildeten das eine durch weitere Musiker verstärkte Duo, das anfangs Barclay James Harvest Through the Eyes of John Lees (BJHTTEOJL) genannt wurde. Sie existiert bis heute. Für 2020 angekündigte Konzerte wurden wegen der Pandemie verschoben. HIER ihre Website.
Die anderen beiden Gründungsmitglieder Les Holroyd und Mel Pritchard bildeten das zweite durch weitere Musiker verstärkte Duo, Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd (BJHFLH) genannt; auch diese Band existiert bis heute (laut Wikipedia – ich kann es nicht verifizieren). Auch hier gilt: Für 2020 angekündigte Konzerte wurden wegen der Pandemie verschoben. HIER deren Website.
Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Songs der Band ist „Hymn“. Ich bringe ihn hier unten. Wegen des pompösen orchestralen Musikstils der Band wurde sie manchmal auch „Moody Blues für Arme“ genannt. Ich werde demnächst einen Titel von Moody Blues bringen.
Es ist eine wunderbare Liveaufnahme! Eine lange Version dieses Liedes, in der vor allem die soulige Begleitstimme der dunkelhäutigen Sängerin, deren Namen ich leider nicht kenne, voll zur Geltung kommt. Es ist jedenfalls nicht Romney Williams, seine ebenfalls dunkelhäutige Ehefrau.
Sie beginnt im Hintergrund, singt mehr und mehr, begleitet Marius Müller-Westernhagens Lied, steht im Hintergrund, sie kommt vor, Marius Müller-Westernhagen hört ihr zu, sie singt weiter, sie singt, bis sie nach Müller-Westernhagens Abgang die Bühne allein übernimmt, und singt weiter.
Wer erstmal reinhören möchte: Minute 3:50 des Videos anklicken, das sind schöne Momente.
Es ist ja kaum zu fassen: Marius Müller-Westernhagen ist heute 72 Jahre alt! Und wieder finde ich es unfassbar: Wie muss das sein, so vor Tausenden von Menschen zu stehen, frenetisch beklatscht zu werden, sich zu bedanken, zu verneigen, zu winken und und und. Das Schöne bei dieser Aufnahme: Marius Müller-Westernhagen genießt diesen Moment, merkt man. Andererseits ist er so kontrolliert bei sich, gefasst, ruhig – und das am Ende eines Konzertes. Überhaupt nicht exstatisch, nicht ausgelaugt. Über zehn Jahre alt ist diese schöne Aufnahme.
Und noch etwas: Dicht gedrängt stehen und sitzen die tausenden ZuhörerInnen in der Halle. Wird es das jemals wieder geben? Es wird dauern, zurzeit kann man es sich garnicht vorstellen.
Ich hatte kürzlich hier im Blog angekündigt: „Der Mensch erscheint im Holozän“ nach Max Frischs Roman, eine Inszenierung von Alexander Giesche, Schauspielhaus Zürich. Sie war am Samstag auf 3sat zu sehen. 3sat hat die Inszenierung als eines der drei diesjährigen „Starken Stücke“ gebracht, die sie jedes Jahr vom Theatertreffen Berlin auswählen. Es ist bis März 2021 in der Mediathek von 3sat zu finden.
Eine Inszenierung, die von Alexander Giesche als „Visual Poem“ bezeichnet wird. Es ist keine Inszenierung des Romans, es sind „Bilder“ zum Thema des Romans: Der Mensch – die Natur – die Technik. Mir hat es gut gefallen. Die Schauspieler treten etwas zurück, die Bilder sind es, die berühren, das Verhältnis der beiden Schauspieler – Karin Pfammatter und Maxmilian Reichert – zu den Dingen auf der Bühne: Der Natur, der Technik. Es ist nur eine Anlehnung an den Roman.
Zum Roman heißt es auf 3sat:
„Der Mensch erscheint im Holozän“ von Max Frisch ist eine Erzählung über das Vergessen und Vergehen. Mit dem Verlust des Gedächtnisses verschwindet auch der Mensch, verliert sich und die Kontrolle über das eigene Leben.
Ein Gefühl der Heimat bleibt, die vertraute Umgebung, die Natur, die Berge, der Schnee, wie das Licht ins Tal fällt zu verschiedenen Jahreszeiten. In einem durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschlossenen Bergdorf kämpft Herr Geiser gegen den fortschreitenden Verlust seines Gedächtnisses. Mit Hilfe kleiner Zettel, die er in seinem Haus verteilt, baut er sich eine Wissensdatenbank auf. Die Isolation macht Herrn Geisers zurückgezogenes Leben noch einsamer. Hinzu kommt die Sorge, dass durch den andauernden Regen der ganze Berg ins Rutschen geraten könnte.
Es wird in diesem Visual Poem unter anderem ein Lied eingespielt, das ich hier wieder als Musikbeitrag bringen möchte. „Try To Remember“ von Harry Belafonte. In diesem Lied geht es ja irgendwie um den Menschen und sein Altern, das Unaufhaltsame. Passend zum Romaninhalt. Der Text des Liedes ist folgender:
Try to remember the kind of September When life was slow and oh so mellow Try to remember the kind of September When grass was green and grain was yellow
Try to remember the kind of September When you were young and callow fellow Try to remember and if you remember Then follow Follow
Try to remember when life was so tender That no-one wept except the willow Try to remember when life was so tender That dreams were kept beside your pillow
Try to remember when life was so tender That love was an ember about to billow Try to remember and if you remember Then follow Follow
Deep in December it’s nice to remember Although you know the snow will follow Deep in December it’s nice to remember Without a hurt, the heart is hollowDeep in December It’s nice to remember
The fire of September that made you mellow Deep in December our hearts should remember and follow Follow
Dieses Lied geht momentan um die ganze Welt! Es wurde bis heute 103 Millionen mal (!!) bei YouTube aufgerufen! Über 100 Millionen mal! „Jerusalema“ lag schon in zehn Ländern auf Platz eins der Chartliste, darunter Südafrika, Frankreich, Rumänien, Portugal und Italien. Damit es die 110 Millionen-Marke knackt, bringe ich es hier im Blog.
Ein junger Afrikaner hat es geschrieben. Kgaogelo Moagi heißt er, von Freunden eben KG Master genannt.
Was begeistert an dem Lied? Ich weiß es nicht. Die Stimme der Sängerin? Eine bisherige Backgroundsängerin mit recht dunkler Stimme. „Sie fing an zu singen, und ich wusste sofort, sie war die Richtige“, sagte dann KG Master, der aus der armen Provinz namens Lampopo stammt.
Es scheint auch gerade in Coronazeiten zu passen, das Lied. Für mich hat es etwas Fröhliches und gleichzeitig etwas Bedächtiges, fast Melancholisches. Aber das Fröhliche überwiegt eben! Das ist vielleicht ein Grund! Es gibt sehr viele Videos zum Lied mit Tanzversionen verschiedenster Personen aus der ganzen Welt.
HIER ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Lied.
Derzeit kann in der ARD Mediathek eine umfassende Werkschau von Wim Wenders zu dessen 75. Geburtstag gesehen werden. HIER der link zur Website der Werkschau der ARD mit wirklich einer Menge Filme! Nicht nur Filme, auch Dokumentationen und Gespräche finden sich dort.
Ich habe mir zunächst PARIS, TEXAS herausgegriffen und festgestellt, dass ich diesen – vielleicht besten (sagt man) – Film von Wim Wenders NICHT einmal kannte! Ein Klassiker! Gut, ich war nie der große Filmfreak. Ich hoffe aber, dass ich noch für den ein oder anderen Film in dieser Werkschau auf ARD Zeit finden werde.
Der Film PARIS, TEXAS hat mich sehr beeindruckt! Die Aufnahmen alleine! Man sieht es im Video unten. Jedes Bild ist ein Gemälde. Massenhaft sieht man fantastische Einstellungen! Allein das lohnt sich. Letztlich ist der Film dann gerade durch die letzte halbe Stunde tief beeindruckend! Auch das lohnt sich einfach! Man sieht hierin – neben der zentralen Figur, die von Harry Dean Stanton gespielt wird – vor allem eine junge, so stark spielende Nastassia Kinski. Auch von ihr sieht man Bilder im Video unten.
HIER ist der direkte link zum Film PARIS TEXAS. Die gesamte Werkschau ist auf ARD noch bis zum 14.09.2020 zu sehen!
Der Film PARIS, TEXAS wird getragen von der Musik von Ry Cooder. Hier ist einer der Songs daraus, wobei auch das Video – wie gesagt – tolle Bilder aus dem Film zeigt. Für Filmfreunde ein Fest.
Man kennt ihn erst seit wenigen Jahren. Der in Atlanta geborene Leon Bridges, aufgewachsen ist er in Texas. Er hat sich dem Soul der 1960er Jahre hingegeben, sagt man, man höre etwas von Otis Redding oder Sam Cooke etwa. Eine tolle, kräftige, sehr klare Stimme hat er.
Ja, Otis Redding höre ich da auch! Schon die Langsamkeit des Songs und die Stimme! Schön! Erst im Sommer 2015 kam sein erstes Album heraus. Nach der gewaltsamen Tötung des Afroamerikaners George Floyd veröffentlichte Leon Bridges kürzlich dann vorgezogen die aktuelle Single Sweeter.
„River“ ist ja wieder ein irgendwie melancholischer Song, das gefällt mir ja oft. Lieber einen Schmerz in der Stimme, finde ich , als nur Fröhlichkeit.
Ich bringe zwei Versionen. Die zweite Aufnahme unten – nach den Lyrics – ist eher ein kleiner stimmungsvoller Film zur Musik, Intro und Abspann. Aber man hört den Song „River“ – ab Minute 1:35.
Die lyrics dieses leider recht kurzen Songs „River“ sind:
Been traveling these wide roads for so long My heart’s been far from you Ten-thousand miles gone Oh, I wanna come near and give ya Every part of me But there is blood on my hands And my lips aren’t clean In my darkness I remember Momma’s words reoccur to me „Surrender to the good Lord And he’ll wipe your slate clean“ Take me to your river I wanna go Oh, go on Take me to your river I wanna know
Tip me in your smooth waters I go in As a man with many crimes Come up for air As my sins flow down the Jordan
Oh, I wanna come near and give ya Every part of me But there is blood on my hands And my lips aren’t clean
Take me to your river I wanna go Go on Take me to your river I wanna know
I wanna go, wanna go, wanna go I wanna know, wanna know, wanna know Wanna go, wanna go, wanna go Wanna know, wanna know, wanna know Wanna go, wanna go, wanna go Wanna know, wanna know, wanna know
Take me to your river I wanna go Lord, please let me know Take me to your river I wanna know
Und hier also von demselben Song eine schöne Videoversion:
Massive Attack ist die Band, Elizabeth Fraser singt das Lied „Teardrop“ als Gastsängerin. Massive Attack hatten immer wieder Gastsängerinnen bei ihren Auftritten. Sinead O’Connor, Grace Jones, Hope Sandoval (Mazzy Star), Elizabeth Fraser etc. Massive Attack ist eine britische Band aus Bristol. Gegründet Anfang der 90er-Jahre.
Sie hatten in den 90er-Jahren und den 00er-Jahren weltweit Erfolge. Das 1998er-Album Mezzanine wird vom US-amerikanischen Musikmagazin Rolling Stone in dessen Liste der „500 besten Alben aller Zeiten“ geführt – wenn man Wikipedia glaubt. Sie haben auch einige Filmmusik gemacht oder wurden dazu verwendet. Der Song Teardrop läuft etwa als Hintergrundmusik im Intro der TV-Serie Dr. House.
Teardrop ist sicherlich kein musikalisch „anspruchsvoller“ Song, soweit ich das beurteilen kann. Er passt aber irgendwie in den Blog, fertig. Es ist eigentlich eine sich mehrfach wiederholende Rhythmusschleife mit klaren Drums – mag ich! – und dem hohen, zarten Gesang von Elizabeth Fraser.
Ezio Bosso, er war ein hochtalentierter Musiker, starb vor etwa einem Monat an einer degenerativen Nervenkrankheit, die 2011 nach einer Tumoroperation entdeckt wurde. Er wurde geboren am 17. September 1971 – war also fast 10 Jahre jünger als ich – und starb am 15. Mai 2020.
Ein italienischer Solopianist. Im Alter von elf Jahren wurde John Cage auf ihn aufmerksam, als er Ezio Bosso bei einer Probe im Konservatorium in Turin spielen hörte und ihn vor der lautstarken Kritik seines Lehrers in Schutz nahm. Auf mich wurde John Cage seltsamerweise nicht aufmerksam! Ok, auch nicht schlimm!
In einem Nachruf wird die Musik von Ezio Bosso mit der Musik von Philip Glass in Verbindung gebracht. Philip Glass muss ich auch mal bringen.
Erst machte Ezio Bosso eher Pop, dann wechselte er zur Klassik, komponierte und dirigierte höchstrangige Orchester, schrieb vier Symphonien, Kammermusik, machte Filmmusik, Theaterprojekte, komponierte für Ballettchoreographien. Manche sagen, lese ich, er sei zu kitschig, zu soft. Ja, finde ich schon auch im Grunde. Es ist mir zum Beispiel etwas zu monoton in der Tonfolge, also in der Gesamtmelodie. Das klingt jetzt recht professionell – nein, es ist nur mein Geschmack. Ich habe sogar gezögert, ihn hier im Blog zu bringen. Aber trotzdem, da kann ich auch mal ein Auge zudrücken.
Ich bringe das Lied hier übrigens auch wegen des Menschen, Ezio Bosso persönlich. Fürchterlich zu sehen ist nämlich, wie er schon 2016 von der degenerativen Nervenkrankheit schwer gezeichnet war! Er konnte sich kaum halten, kaum mehr klar sprechen. Aber er redete zum Publikum, spielte noch sein Piano, war fröhlich, war geradezu glücklich! Toll und unglaublich, mit was für einer positiven Stimmung er auf dieser Galaveranstaltung auftrat. Er spielte dort einen Teil seines Songs „Following a Bird“. Auch ein bekanntes Stück von ihm.
Ich habe persönlich auch Einiges durchgemacht, aber ich stehe nicht so am Rand des Lebens, wie er dort stand.
HIER dieser beeindruckende Auftritt aus dem Jahre 2016, vom Festival in San Remo. Anschauen! Schön wäre es, wenn mir jemand schreiben kann, was Ezio Bosso da sagt. Mein Italienisch ist zu schlecht, ich kann ihm nur bruchstückhaft folgen.
Und hier das Stück „Rain, In Your Black Eyes“: Es ist ein Stück, das sicher in schönen Momenten einfach mal nebenher laufen kann. Es beginnt ganz zart, wird mittendrin einmal kurz schwungvoll, dann wird es wieder sehr ruhig. Und das Video dazu gefällt mir. Piano und Cello.
Creep war ja einer der größten Erfolge von Radiohead. Ich bin auf Radiohead gestoßen, da in diesen Tagen darüber zu lesen war, dass der Gitarrist von Radiohead Ed O’Brien gerade ein erstes Soloalbum herausgebracht hat. EOB heißt es. Ed O’Brien. HIER ein Artikel aus der FAZ.
Ich habe gestöbert und bringe hier eine schöne Coverversion des Songs Creep, gesungen von – Prince. Ein Liveauftritt aus dem Jahre 2008. Die Kombi Prince und Radiohead ist schön! Prince finde ich ohnehin gut. Oft war Prince damals – liest man – nicht mehr auf Konzerten zu sehen. Und gerade war sein vierter Todestag. Am 21. April hatte er sich gejährt!
Hier also seine Version von Creep. Auch hier bringt Prince unter anderem wieder seinen legendären Falsettgesang. Das Video hört sehr abrupt auf. Aber so ist das Leben: Die schönsten Dinge können ganz abrupt enden! Wir können alles nur genießen, wenn es gerade noch da ist – wer weiß, wie lange!
Eine Korrektur des vorigen Beitrags hat also ergeben, dass ich hier einen eigenen Beitrag über „A Winged Victory For The Sullen“ bringe. Es war mein Fehler. „A Winged Victory For The Sullen“ ist der Name eines Musikerduos, nicht eines Stückes von Nils Frahm.
Im letzten Blogbeitrag hört man jetzt also ein Stück von Nils Frahm – und hier bringe ich jetzt gesondert den Mitschnitt eines Konzertabends von A Winged Victory For The Sullen. Nils Frahm wirkt mit, das macht es so verwirrend. Auch verwirrend ist, dass das erste Album des Duos aus dem Jahre 2011 einfach „A Winged Victory For The Sullen“ hieß. Daran hatte Nils Frahm auch mitgewirkt.
Gerade in jetzigen Zeiten sollte man sich ohnehin einmal in aller Ruhe dieses Konzert anhören. Tante Corona hat unser Leben komplett aus den Angeln gehoben – wir haben alle einen vor den Latz bekommen – und wir können und sollten Einiges an unserer Lebensweise überdenken! Machen wir ja sowieso nicht!
Im Februar 2020 hatten sie noch einen Auftritt in der Hamburger Elbphilharmonie. Zu lesen ist zu diesem Konzert etwa:
The New York composer Adam Wiltzie and the Californian pianist and composer Dustin O’Halloran got to know each other in Bologna in 2007 and quickly realised that they shared a fondness for Italian food – and for large-scale, quiet, elegiac compositions with just the right proportion of ambient parts. They formed A Winged Victory for the Sullen and released their first (self-titled) album in 2011, and the follow-up »Atomos« in 2014. This November they will be releasing their new record »The Undivided Five«, an album that directs ideas about rituals, higher powers and creative energies into forceful and flowing musical channels.
Im November 2019 brachten sie ihr Album „The Undivided Five“ heraus. Also alles recht aktuell.
Hier also ein Konzertmitschnitt. Der erste Teil – etwa 44 Minuten – ist auf jeden Fall das Album „A Winged Victory For The Sullen“.
Dieser Beitrag wurde nachträglich komplett geändert. Ursprünglich war hier ein Mitschnitt des Konzerts „A Winged Victory For The Sullen“ von Nils Frahm gepostet. Es bleibt weiterhin bei Nils Frahm, „A Winged Victory For The Sullen“ ist aber – um korrekt zu sein – einen eigenen Beitrag wert, den nächsten Beitrag! Wer das Konzert von A Winged Victory For The Sullen sucht, findet es dort.
A Winged Victory For The Sullen ist nämlich der Name einer Musikergruppe, nicht eines Stückes von Nils Frahm. Nils Frahm hatte nur für A Winged Victory For The Sullen mitgewirkt bei einem Stück.
Damals, als es noch Konzerte gab … fast eine Schande ist es, dass ich Nils Frahm noch nicht im Blog hatte. Gut, er ist extrem in seiner ruhigen Musik. Trotzdem – ich habe ja durchaus schon Musik aus seiner Richtung im Blog gebracht. Ich mag das Experimentelle, aber auch Poetische und Ruhige sehr. Hier ein schönes Stück von ihm, es ist aber geradezu schwunghaft, fast untypisch für ihn. All Melody. Jedenfalls muss nicht immer alles einen Rhythmus haben!
HIER der Link zu Nils Frahm’s Website. In Hamburg ist er geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin. Auf seiner – neu gestalteten – Website zu stöbern ist interessant! Auch mit Olafur Arnaldson arbeitete er immer wieder zusammen. Von Olafur Arnaldson hatte ich Musik im Blog gebracht (HIER). Auf der Website von Nils Frahm finden sich Links zu Musikstücken, die er mit Olafur Arnaldson komponiert oder gespielt hat.
Eine Verbindung zu meinem Blog gibt es noch:
Nils Frahm hatte unter anderem die Musik zu Marian Rosefeldt’s zwölf Videos beigetragen, die vor wenigen Jahren die Videoausstellung und den Film „Manifesto“ ergaben. Kate Blanchett spielt darin so wunderbar und so herrlich zwölf unterschiedliche Rollen, gedreht an zwei (!) Tagen! HIER der link zu meinem damaligen Beitrag über „Manifesto“.
Es war eine Ausstellung, es gibt Manifesto aber, wie gesagt, auch als Film. Darin geht es um verschiedenste Manifeste von vielfach bekannten ehemaligen oder aktuellen Künstlergruppen oder Kunstrichtungen. Was ist Kunst, ist jeweils das Thema. Futurismus – Dadaismus – Pop Art – Surrealismus und so weiter und so weiter! Es gibt auch ein schönes Buch dazu mit allen Texten und mit Fotos!
Hier noch einmal Musik aus „Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek, die Inszenierung von Falk Richter am SchauSpielHaus Hamburg. Etwas ganz Anderes. Es sollte – zusammen mit einem zuckenden Tanz von Frank Willens – mehr den Wahnsinn zeigen, in dem wir leben. „Franks Dance Piece“.
Kleiner Kontrast zum Lied davor aus derselben Inszenierung (Mazzy Star – Fade Into You).
Ich bringe ja gerne Musikstücke aus Theaterinszenierungen. Kürzlich hatte ich den Onlinestream von „Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek gesehen. Daher die Musik hier. Siehe unten. Ein Lied, das dort von Julia Wieninger gesungen wird. Sie steht seitlich auf der Bühne und betrachtet und besingt das Geschehen auf der Bühne.
Es war die Inszenierung von Falk Richter, die 2018 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war. Dort hattte ich es auch gesehen.
HIER die Stückeseite des SchauSpielHauses Hamburg.
Ok, es ist kein fröhliches Lied! Trotzdem!
Es geht in „Am Königsweg“ ziemlich deutlich – auch ohne Namensnennung – um Donald Trump, den „König“. Und es geht um viel mehr – Elfriede Jelinek eben. Aufsehenerregend – für manche positiv, für manche negativ – war wieder einmal Benny Claessens in der Rolle des „Königs“.
Er provoziert ja das Publikum irgendwie immer wieder. Auch hier wieder – etwa mit einem irren Monolog. Auch er singt im Stück ein Lied, das mir gefallen hat. Mal sehen, vielleicht bringe ich es auch gleich noch.
Falk Richter wird in der kommenden Spielzeit Hausregisseur der Münchner Kammerspiele. HIER die Meldung von ZEIT online. Es ist ja sehr fraglich, wie die immer interessanter gewordene Intendanz von Matthias Lilienthal an den Münchner Kammerspielen im Sommer enden wird. Geplant war etwa eine 24 -Stunden- Aktion. Ob und wie so etwas im Sommer stattfinden kann? Who knows!
Mazzy Star wurde 1989 gegründet. Melancholisch oder auch düster sind sicher einige Stücke der Band. Wikipedia nennt die Musik „gitarrengestimmten Folkpop“.
Vor Kurzem erst, am 26.02.2020, war im SPIEGEL (HIER) zu lesen, dass einer der Begründer von Mazzy Star, David Roback, im Alter von 61 Jahren gestorben ist.
Fade into You erschien 1993 auf dem Album So Tonight That I Might See, dem zweiten Album der Band. Laut Wikipedia ist es das erfolgreichste Lied von Mazzy Star.
Eine Übersetzung des Songtextes lautet:
Ich mag die Hand in Deinem Innern halten Ich mag nen Atemzug nehmen der wahr ist Ich schau zu Dir und sehe nichts Ich schau zu Dir um die Wahrheit zu sehn
Du lebst Dein Leben, Du wandelst in Schatten Du gehst hinweg hinein ins Schwarz Eine Art von Nacht in Deiner Finsternis Färbt Deine Augen mit dem was nicht da ist
Verklingen in Dir Seltsam das Du´s nie gemerkt hast Verklingen in Dir Ich find´s seltsam das Du´s nie gemerkt hast
Das Licht eines Fremden geht langsam auf Das Herz eines Fremden ohne Zuhaus Du führst Deine Hände in Deinen Kopf Und dessen Lächeln bedeckt dann Dein Herz
Verklingen in Dir Seltsam das Du´s nie gemerkt hast Verklingen in Dir Ich find´s seltsam das Du´s nie gemerkt hast
Hier zwei Versionen. Das Original:
Und hier eine Version des Songs gesungen von MileyCyrus! Auch gut.
Und hier die lyrics in Englisch:
I want to hold the hand inside you I want to take a breath that’s true I look to you and I see nothing I look to you to see the truth You live your life, you go in shadows You’ll come apart and you’ll go blind Some kind of night into your darkness Colors your your eyes with what’s not there
Fade into you Strange you never knew Fade into you I think it’s strange you never knew
A stranger’s light comes on slowly A stranger’s heart without a home You put your hands into your head And then its smiles cover your heart
Fade into you Strange you never knew Fade into you I think it’s strange you never knew Fade into you Strange you never knew Fade into you I think it’s strange you never knew I think it’s strange you never knew
Das Streamingangebot deutschsprachiger Bühnen – auch Oper etc. – hat ja schnell große Ausmaße angenommen. Man sieht die Angebote gebündelt gut bei www.nachtkritik.de. HIER der link. Ein Streamingangebot möchte ich hervorheben.
Meine Empfehlung: Morgen, Samstag, 28. März 2020, ab 18:00 Uhr kann es für 24 Stunden gestreamt werden: “Caspar Western Friedrich“ von den Münchner Kammerspielen. Schon aus aktuellem Anlass.
Es war eine Arbeit des für Bühnenbilder berüchtigten Kanadiers (?) Philippe Quesne, sie hatte Uraufführung an den Münchner Kammerspielen, Januar 2016.
Ein wunderschöner Theatermoment beginnt mit Minute 50 des Streaming. Dazu auch die Musik, „Goodbye Precious Falling“ von Quickspace. Ansehen und anhören!! Ich stelle den Song unten ein.
Das Stück ist im Grunde von unglaublicher Aktualität: Es zeichnet sich zum Einen dadurch aus, dass der Mensch nicht sich selbst, sondern die Natur betrachtet. Wie Caspar David Friedrich auf seinen Gemälden und wie die Cowboys im Wilden Westen. Und wie wir alle derzeit erzwungenermaßen weltweit fassungslos das bedrohliche Coronavirus erleben, eine brutale Naturerscheinung.
Die SchauspielerInnen des Stückes sieht man auch meist von hinten. Sie stehen auf der Bühne und betrachten fassungslos die Natur. Errichten etwas – das ist der Unterschied zum aktuellen Stillstand. Auch das ist aber durchaus bezeichnend in seiner Aktualität: Wir müssen uns derzeit voneinander abwenden! Umso schöner wäre es, wenn wir in dieser Situation tatsächlich unser Verhältnis zur Natur etwas überdenken.
Das „Stück“ ist leider in München nicht sehr gut angekommen. Das Münchner Theaterpublikum folgte wohl auch der heftigen Kritik am Programm der Münchner Kammerspiele seitens der Medien (vor allem der Süddeutschen Zeitung – HIER die insoweit deutliche Besprechung von Christine Dössel, SZ im Januar 2016). Man hatte leider viel zu wenig Verständnis für den so speziellen, aber athmosphärisch wunderschönen Ansatz des Stückes, viel zu wenig Verständnis für das von Matthias Lilienthal damals (es war seine erste Spielzeit in München) zusammengestellte Programm der Kammerspiele – es war oftmals überraschend, keine Frage.
Die Aufzeichnung der hier gezeigten Aufführung muss etwas später gewesen sein, Peter Brombacher liest am Ende Worte der Enttäuschung des Ensembles über das angekündigte Ende der Intendanz von Matthias Lilienthal vor, Minute 1:30:00 des Streaming.
Auch Caspar Western Friedrich war alles andere als Sprechtheater. Es ist aber ein Stück der totalen Entschleunigung. Auch das hochaktuell!
Ich empfehle das schöne, malerische und wortkarge Stück. Ich habe es mehrfach gesehen und hoffe, dass das Streaming einiges von der Atmosphäre transportieren kann. Einfach wirken lassen, darum geht es.
HIER der link zur Stückeseite auf der Website der Münchner Kammerspiele.