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MUSIK: Die Toten Hosen – Nur zu Besuch

Heute vor zehn Jahren …

Ich habe drei (erwachsene) Kinder – zwei Söhne, eine Tochter – und bin mein Leben lang selber Sohn. Sohn meines Vaters und meiner Mutter. Mein Vater, er starb vor zehn Jahren sehr überraschend, in der Nacht zu seinem 85. Geburtstag. Ob absichtlich oder unabsichtlich – wir (ich und meine beiden Geschwister) wissen es nicht! Unsere Mutter war nur wenige Monate zuvor gestorben, für unseren Vater war damit „alles aus“ – wie er sofort gesagt hatte. Heute vor genau zehn Jahren! Ihm gebührt dieser Song, er hat mir ein gutes Leben verschaffen können, er hat uns alles ermöglicht! Danke Dir Papa! Du bist immer in meinem Herzen!

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Und hier noch eine Liveversion. Auch schön:

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SONSTIGES: The Fe.Mail Trail – ein Nick Cave Abend von & mit Katharina Bach

Hier eine kurze Besprechung meines Besuches bei The Fe.Mail.Trail, einem „Nick Cave Abend von und mit Katharina Bach und aka Bitchboy“ der in das Repertoire der Münchner Kammerspiele aufgenommen wurde und den ich am Freitag, den 4. Februar 2022, gesehen hatte.

Katharina Bach ist seit 2020 Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele. Davor – von 2014-2020 – war sie Mitglied des Ensembles des Schauspiel Frankfurt. Dort, am Schauspiel Frankfurt, lief bereits ihr Nick Cave Abend. Er wurde nun in das Programm der Münchner Kammerspiele übernommen. Der Abend wird sehr gelobt. Von mir leider nicht.

Es mag an meiner Erwartungshaltung gelegen haben. Ich erwartete viele der schönen und eher sehr ruhigen Songs des Australiers Nick Cave. Etwa diesen HIER. Denkste! Der Abend kam daher wie ein kleineres Rockkonzert. Von Beginn an laut, nicht etwa zart und sensibel, wie ich eigentlich Nick Cave kenne. Und so fand ich leider viele Dinge, die mir nicht gefallen hatten. Anderen mag der Abend sehr gefallen, das liest man ja etwa HIER, in einer fast überschwängliche Besprechung des Abends vom Münchner Merkur.

So sah ich trotz der wirklich erstaunlich guten Stimme von Katharina Bach viele Dinge einfach negativ. Viele Details, siehe nachfolgend. Kann ja auch mal passieren, Entschuldigung, liebe Münchner Kammerspiele!

  • Seltsam, mein Eindruck bei den allerersten Tönen des Konzertes war schon: Die Musik ist laut, sie ist schlecht abgestimmt. Irgendwie stimmte meines Erachtens das Lautstärkeverhältnis zwischen der Instrumentalmusik von aka Bitchboy und dem Gesang von Katharina Bach nicht. Ich jedenfalls hätte gerne die Stimme von Katharina Bach deutlicher gehört.
  • Ein nächster Punkt, der mir im Laufe des Abends auffiel: Katharina Bach hatte offenbar sehr viel Freude auf der Bühne. Sie genoss es sichtlich. Folge war aber, dass sie sich zu ihren Songs fast wie Mick Jagger bewegte. Fast durchgehend mit Bewegungen, die ich bei Nick Cave überhaupt nicht erwartet hätte. Katharina Bach hob etwa sehr gerne ihre Arme in die Höhe, schwang sich, begann zu laufen, kletterte herum. Meines Erachtens alles Bewegungen, die nicht zu einem ruhigen Nick Cave passen. Es machte Katharina Bach allerdings sicherlich Spaß, als wäre sie eine große Rocksängerin, nicht die Reproduzentin von Nick-Cave-Songs.
  • Schade auch, so fand ich weiter: Katharina Bach erwähnte Nick Cave überhaupt nicht, auch kein Bild von Nick Cave etwa wurde gezeigt. Obwohl doch alle Songs von ihm stammen. Schade! Eine gewisse Demut gegenüber der großen Leistung von Nick Cave hätte dem Abend gut getan! Es war eben ein Abend, als wollte Katharina Bach im Mittelpunkt stehen!
  • Was mir sogar auch auffiel: Trotz der vielen Bühnenbewegungen landete Katharina Bach immer wieder genau in der Mitte der Bühne! Warum hat sie die Songs nicht einfach einmal etwa vom Bühnenrand aus gesungen! So stand mehr und mehr Katharina Bach im Mittelpunkt des Abends. Wie der Star des Abends. Auch das hätte ich nicht erwartet.
  • Weiter: Der Konzertabend begann auf dem vorderen Teil der Bühne, was etwas eng wirkte. Die Trennwand und eine weitere Trennwand wurden bald im Laufe des Abends hochgezogen, dann sah man Gott sei Dank die große Bühne. Dennoch, auch hier: Ich fand das Bühnenbild nicht beeindruckend, überhaupt nicht ideenreich. Es war wie ein „Spielplatz mit Klettergerüst“, mehr nicht. Das Gerüst stand im hinteren Teil der Bühne. Dementsprechend betrat Katharina Bach das „Klettergerüst“ auch mehrmals an diesem Abend, sang kurz von dort.
  • Weiter: Katharina Bach bewegte sich zu jedem Taktschlag mit, wenn sie sang, schwang permanent im Rhythmus leicht oder mal stärker mit. Auch das wirkte wie auf einem großen Rockkonzert. Wenn es nicht sogar etwas unprofessionell wirkte. Wie schön wäre es gewesen, wenn Katharina Bach einfach einmal ruhig dagestanden wäre mit ihrer schönen Stimme! Cool geht anders – und ich mag coole Abende im Theater sehr gerne!

Wahrscheinlich habe ich irgendetwas an diesem Abend nicht verstanden, die „Story“ des Abends etwa, alles zusammen „sammelte“ ich leider diese obigen allesamt negativen Eindrücke. Für mich war es leider kein Nick-Cave-Abend, es war für mich ein ideenloser Katharina-Bach-Abend! Nichts aber gegen Katharina Bach! See you next time Katharina Bach!

MUSIK: Beth Hart & Joe Bonamassa – I‘d Rather Go Blind

Beth Hart feiert am kommenden Montag, dem 24. Januar 2022, ihren 50. Geburtstag! Sie ist in Los Angeles geboren, lebt dort auch. Richtig bekannt wurde sie Mitte der Neunzigerjahre. Sie verausgabt sich auf ihren Konzerten! Sie ist eine absolute Powerfrau mit einer absoluten Powerstimme! Fast noch zurückhaltend ist ihre Power, ihre Urgewalt, in diesem Video hier.

HIER ist ihre offizielle Website von Beth Hart. Man sieht: In diesem Jahr stehen im Rahmen der hier umfangreichen Tour 2022 einige Auftritte in deutschen Städten an! M November in München etwa! Wenn Corona es zulässt! Sie tritt seit 2013 oft mit dem begnadeten Gitarristen Joe Bonamassa auf.

Joe Bonamassa ist auch Amerikaner, fünf Jahre jünger als Beth Hart. HIER ist seine offizielle Website.

MUSIK: Nick Cave & Warren Ellis – All Things Beautyful

Nick Cave wurde 1957 in Australien geboren, lebte dann (ab etwa 1980) ein paar Jahre lang in London, zog dann (1983) nach Berlin, lebte dann (ab 1990) ein paar Jahre lang in Sao Paolo und lebt seit einigen Jahren (seit 1993) wieder in London. Also ist er kaum herumgekommen, der arme Kerl, hat kaum das Haus verlassen, der Stubenhocker! Er gilt nur als „Musiker … Texter … Dichter … Schriftsteller … Schauspieler … Drehbuchautor“. Mehr nicht! Vielseitigkeit geht auch anders

HIER der Link zum Eintrag über Nick Cave auf Wikipedia. Und HIER der Link zur Website von Nick Cave.

Ellis Warren ist ein ebenfalls australischer Musiker, lebt in Paris, ist schon fast immer Mitglied von „The Bad Seeds“ gewesen, der Band um Nick Cave. Er ist vielseitig, spielt an Violine, Piano, Akkordeon, Bouzouki, Guitarre, Flöte, Mandoline, Tenorgitarre und Viola (so wieder Wikipedia). Verantwortlich für viele Songs von Nick Cave.

Im Juni 2022 kommt Nick Cave übrigens – wenn Corona es erlauben sollte – nach Köln (Lanxessarena) und nach Berlin (Waldbühne).

Am 29.01, 04.02. und 26.02. gibt es außerdem an den Münchner Kammerspielen mit „The Fe:Male Trail“ einen „Nick-Cave-Abend“ von & mit Katharina Bach & Band aka Bitchboy. HIER der Link zur Seite bei den Münchner Kammerspielen. Der Abend ist offenbar eine Produktion des Schauspiel Frankfurt.

Wer das Video, das ich hier bringe, nach dem Ende von „All Things Beautyful“ einfach weiterlaufen lässt, wird übrigens weitere Songs von Nick Cave & Ellis Warren hören (vielleicht muss man einmal klicken).

MUSIK: U 2 – Unchained Melody

Ein Nachtrag: Der Song, den ich zuletzt brachte, war „Unchained Melody“ , gesungen von Elvis Presley. Gespielt auf seinem allerletzten Konzert ever. Dieses Lied wurde Jahre später unter anderem auch immer wieder von U 2 gespielt. Eine ganz andere, natürlich viel modernere, aber auch interessante und gute Version! Daher bringe ich sie hier auch noch.

Das Video ist von U 2 in ihren jungen Jahren! Klasse sind auch wieder einmal die Aufnahmen! Wie gesagt: Es ist nicht ein von Elvis Presley selber geschriebener Song. Den Song gab es seit etwa 1940, ursprünglich für einen Film.

Hier:

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MUSIK: Elvis Presley – Unchained Melody

Auf meiner tour d‘horizon durch die Musikwelt meiner Zeit darf natürlich Elvis Presley nicht fehlen. Ich bringe hier einen Song aus seinem allerletzten Konzert ever – Unchained Melody. Er gab sein letztes Konzert am 06. Juni 1977 in Rapid City, South Dakota, fast genau in der Mitte der Vereinigten Staaten.

Ich weiß es noch genau. Ich war damals gerade – wie jedes Jahr im Sommer – auf Sylt, Sommerferien mit der Familie, mit den Eltern und meinen beiden Geschwistern, bei Brummelhoops. Es war schönes Wetter, unsere Wohnung in Kampen. Ich war zwei Wochen zuvor, am 04. August, sechzehn Jahre alt geworden. Am Morgen des 16. August 1977 hörte ich es dann im Radio: Elvis Presley war gestorben! Im Alter von nur 42 Jahren! Ich weiß auch noch, dass ich damals dachte: Was für ein Schlag! Was für ein Einschnitt in unserer Welt! Ich war nicht gerade ein Elvis-Presley-Fan, trotzdem: Es erschien mir sofort als ein ganz besonderes Ereignis.

Wie verändert sieht Elvis Presley auf diesem letzten Konzert aus, hier im Video! Er ist aufgeschwemmt, dick, ungesund, er wirkt auf diesem Video älter als 42 Jahre, er wirkt, als wäre er 50 Jahre alt! Auf anderen Videos, die man zu diesem letzten Konzert auf YouTube finden kann, wirkt er auch fast etwas verwirrt. Er war ein anderer Mensch geworden als derjenige, der er noch wenige Jahre zuvor gewesen war.

Das Erstaunliche aber – man kann es auch auf diesem Video hören: Seine damals immer noch so kräftig wirkende Stimme! Seine power! Man hat fast den Eindruck, er konnte seine unglaublich kraftvolle Stimme gar nicht bändigen! Das wiederum sieht man in diesem Video geradezu! Man hört es auf diesem Video auch durchgängig, besonders zum Beispiel ab Minute 2:16!

Trotzdem, etwa zwei Monate nach diesem Konzert wurde er von seiner Lebensgefährtin tot in seinem Haus in Memphis, Tennessee, gefunden. Im Badezimmer. Jahrelang wurde untersucht und spekuliert, woran er starb. War es ein natürlicher Tod? Waren es zu viele Tabletten, die er schluckte? Die letzte Obduktion ergab dann, er sei an seinem langjährigen chronischen Darmleiden gestorben.

Hier der Song Unchained Melody live, der ja auch wieder – was ich ja mag – etwas Melancholisches hat. Es geht ja auch um eine beendete Liebe. Elvis Presley hat diesen Song nicht selber geschrieben, der Song wurde etwa um 1940 von einer an sich unbekannten Person geschrieben und wurde weltweit gespielt.

MUSIK: Uriah Heep – Rain

Natürlich kennen Ältere von uns Uriah Heep. Sehr bekannt war doch ihr fast kitschiger Song „Lady in Black“. Man zählte sie ja damals ( in den Siebzigern) gemeinsam mit Bands wie Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin oder Nazareth zu den erfolgreichsten Vertretern des Genres Hardrock.

Der Song, den ich hier bringe, ist allerdings ein besonders ruhiger Song von Uriah Heep, er hat mit Hardrock wenig zu tun. Aber Uriah Heep muss irgendwie auch sein. Der ruhige Song passt auch besser in meinen Blog. Er wird gesungen von Bernie Shaw, der sehr lange Mitglied der Band war. Die Band zeichnete sich ja besonders dadurch aus, dass sie sehr viele Mitgliederwechsel hatte. Unten dazu eine Übersicht, die ich Wikipedia entnommen habe.

Man sieht darin auch an den schwarzen vertikalen Strichen (die die Veröffentlichung von Studioalben darstellen), dass die Band vor allem in den Siebzigerjahren sehr aktiv war. Aus dieser Zeit kennt man sie ja hauptsächlich.

Köstlich sind ja in diesem Video auch all die Männer – keine Frau! – mit ihren langen Haaren!

Besetzungen:

Hier der schnulzig-schöne Song „Rain“. Gut, er ist nichts für Hardrock-Fans, aber schön finde ich die manchmal durchkommende typische Uriah Heep Stimme! Ab Minute 3:05 eigentlich besinnt er sich seiner Uriah-Heep-Stimme.

MUSIK: Nochmal Peter Gabriel – Biko around the world – Version 4

Ich hatte vor kurzem den Song Biko von Peter Gabriel in den Blog aufgenommen. HIER der damalige Beitrag. Drei verschiedene Versionen des schönen und berührenden Songs hatte ich sogar eingestellt. Jetzt bin ich auf eine vierte Version gestoßen: Biko around the world. Anhören und vor allem dazu das Video ansehen. Es geht um Minderheiten auf der Welt! Minderheiten sind das schöne Salz in der Suppe! Biko etwa kämpfte bis zu seinem Tod gegen die Apartheid. Video anschauen!

MUSIK: Mikis Theodorakis – Sirtaki aus „Alexis Sorbas“

Drei Tage Staatstrauer war im September in Griechenland angeordnet, als (am 09. September 2021) Mikis Theodorakis im Alter von 98 Jahren gestorben war. Er war ein „Volksheld“ in Griechenland. Komponist – Schriftsteller – Politiker. Und wer kennt nicht sein Lied „Sirtaki“ aus dem Film „Alexis Sorbas“, das ich hier als Klassiker bringe.


Stationen von Mikis Theodorakis:

In der Jugend Widerstandskämpfer gegen die Faschisten – Opfer von Folterungen – Musikausbildung in Paris – zurück nach Griechenland – dann im Widerstand gegen die dortige Militärdiktatur – festgenommen – schwer gefoltert – durfte ausreisen – bis 1974 im Exil in Paris – zurück nach Griechenland – in den 1960er und 1980er Jahren in das griechische Parlament gewählt – 1990 erneut ins Parlament gewählt. Politisch klar „links“.

Sirtaki, das berühmte Lied aus „Alexis Sorbas“. Der Film „Alexis Sorbas“ – die Geschichte zweier so ungleicher Männer, ein Lebemann, ein Businessmann – ist einer der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte, liest man! Er entstand 1964 unter der Regie von Michael Cacoyannis mit Anthony Quinn in der Titelrolle. Anthony Quinn sieht man auch hier im Video mit der berühmten Tanzszene am Strand.

Hier:

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MUSIK: Roger Waters – Lockdown Sessions (Mother)


Roger Waters, Mitgründer von Pink Floyd, hat die Coronazeit dazu genutzt, sogenannte „Lockdown Sessions“ aufzunehmen. Songs, in denen die Musiker getrennt voneinander spielen, alles fließt aber zusammen. Ich bringe hier den Song „Mother“, den auch Pink Floyd gebracht hatte, an dem aber Roger Waters die Rechte hat.

Roger Waters hatte sich ja schon 1985 von Pink Floyd getrennt. Pink Floyd machte dann ohne ihn weiter, Roger Waters hatte aber, wie gesagt, Rechte an einigen Songs. Zum Beispiel am kompletten Album „The Wall.

Die Lieder von Roger Waters Sind meist sehr melancholisch. Und offenbar sehr persönlich. So hat er etwa nie den Tod seines Vaters gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wirklich verdaut. Grundlage aller seiner Texte ist auch die „Entfremdung des Menschen durch ökonomische Zwänge und Desinformation“ (Wikipedia). 

Hier:

Es gibt eine Live-Version mit Sinead O‘Connor und Roger Waters. Hier:

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MUSIK: Moby – The Perfect Life (Live at The Fonda)

Gerade hatte ich von Moby „Why Does My Heart Feel So Bad“ gebracht. Jetzt habe ich etwas mehr nach Moby gesucht und das hier gefunden: „The Perfect Life“. Es stellt einfach gute Laune her, während ich ja oft eher etwas melancholisch angehauchte Songs bringe. Aber gute Laune muss ja auch mal sein! Ein schöner Ausgleich in meiner Sammlung! Und wieder sieht man, wie faszinierend und besonders Liveauftritte sind!

Text: „Oh, the perfect life is all we need“. Stimmt ja irgendwie, ist nur nicht immer so leicht. Hier also „The Perfect Life“ in einer besonders langen Liveversion:

Das Lied hat er dann auf dem Konzert noch einmal gesungen, mehr als reine Vokalversion. Hier:

MUSIK: Moby – Why Does My Heart Feel So Bad?

Pop ist diesmal dran, ein recht kurzer Song, harmlos, gesungen von einer guten Stimme, klingt wie zwei Stimmen im Laufe des Songs, sorgt nur für gute Stimmung, die Aufnahme ist wieder einmal von einem großen Liveauftritt. Moby ist 1965 in Connecticut, USA, geboren, ein ziemlich begnadeter Musiker.


+++++++ THEATERFREUNDE: DIE VERGANGENEN BEIDEN BLOGBEITRÄGE NICHT ÜBERGEHEN! ++++++

Moby scheint die verschiedensten musikalischen Stilrichtungen – von Pop über Punk bis Heavy Metal – durchlebt zu haben. Liedermacher, Gitarrist, Musiker, DJ. Der Song Why Does My Heart Feel so Bad ist eine Auskopplung aus seinem großen und für ihn damals unerwarteten Erfolgsalbum „Play“, das 1999 erschien.

Neben seiner Karriere als Musiker betrieb Moby (sein Ur-Ur-Großonkel hat die Erzählung „Moby Dick“ geschrieben, daher sein Spitzname Moby!) von 2002 bis 2015 das vegetarische Restaurant TeaNY in New York und in Los Angeles das vegane Restaurant Little Pine, das im Juli 2020 von Investoren übernommen wurde (laut Wikipedia). HIER der Link zur Website des Restaurants. Moby lebt seit seinem 22. Lebensjahr vegan, um Tieren kein Leid zuzufügen. Nicht schlecht! Respekt! Tierrechtsaktivismus nennt er den Sinn seines Lebens und das, was ihn am Morgen aus dem Bett bringt. Weiter sagte Moby, er würde – vor die Wahl gestellt – lieber ein Tierrechtsaktivist, als ein erfolgreicher Musiker sein!

Hier also Moby mit Why Does My Heart Feel so Bad. Auch dieser Song hat etwas Melancholisches, finde ich – was ich in der Musik immer wieder mag.

MUSIK: Rolling Stones – Wild Horses


Charlie Watts ist vorgestern im Alter von 80 Jahren gestorben. Jeder weiß es mittlerweile. Wir haben uns doch im Grunde bisher gedacht: Die Rolling Stones sind irgendwie unsterblich. Es gab und gibt sie einfach immer, wie Ampeln an der Kreuzung oder die Glühbirne. Mein Leben etwa hatten sie bisher in voller Länge begleitet. Die Rolling Stones wurden 1963 gegründet, ich kam 1661 zur Welt. Jetzt hat es Charlie Watts „erwischt“. Der Schlagzeuger der Rolling Stones, eine Legende! Ab gestern gibt es die Rolling Stones nicht mehr, schreibt man zurecht! Charlie Watts starb – überraschend – in seinem Heimatort (und Geburtsort) London. Ein Anlass, einen schönen Song der Rolling Stones zu bringen! „Wild Horses“.

Man liest, dass die Rolling Stones wohl im September und Oktober Konzerte geben werden und man erwartet, dass es natürlich recht sentimentale Konzerte werden. Wir werden sehen und vielleicht hören.

Charlie Watts war im Grunde Zeit seines Lebens Mitglied der Rolling Stones, auch wenn er das anfangs nicht geplant hatte. Er sagte, er hätte gedacht, vielleicht zwei Jahre lang in der Band zu bleiben. Schon 1963, also kurz nach Gründung der Rolling Stones, wurde er Bandmitglied und blieb es bis zuletzt. Er galt als der Ruhepol, die Stillfigur, als das Rückgrat der Rolling Stones, hielt sich im Hintergrund, mochte eigentlich nie lange Reisen, war eine ruhige Person, spielte immer auf einem sehr einfachen Drum Set. Auf manchen Fotos der Rolling Stones könnte man meinen: Was macht der denn da auf dem Bild?

Der Song hier ist eine Studioaufnahme aus Tokio, von wann sie ist, weiß ich leider nicht. Die Bandmitglieder sehen nicht mehr blutjung aus, es wird vielleicht vor zehn, fünfzehn Jahren gewesen sein! Das Schöne an der Aufnahme ist, finde ich, dass man die einzelnen Bandmitglieder – Mick Jagger, Charlie Watts, Keith Richards und Ron Wood – in dieser sehr ruhigen Aufnahme abseits einer riesigen Showbühne einmal deutlich und ausführlich sieht.

Ich füge unten wieder eine zweite Version des Songs an: „Wild Horses“ von den Rolling Stones mit Florence and the Maschine, live. Eine schöne Version! Warum? Hier kommt die raue Stimme von Mick Jagger in einen völlig anderen Zusammenhang. Es hat kaum mehr mit Rock n‘ Roll zu tun, wenn Florence diesen Song mit ihrer glasklaren Stimme mitsingt. In meinen Augen treffen hier zwei völlig verschiedene Welten wunderbar aufeinander! Man meint fast, dass sich Mick Jagger am Anfang befremdet fühlt, als Florence auf ihn zugeht. Ganz verkrampft wirkt er. Dieses Befremdetsein löst sich im Laufe des Songs ein wenig, nach dem Song gibt Mick Jagger aber bezeichenderweise Florence wieder nur einen Handkuss! Nach dem Motto: Da kam jemand aus einer anderen Welt als meiner Rolling-Stones-Welt zu mir!

MUSIK: Peter Gabriel – Biko


Dieser Song war Steven Biko gewidmet. Der Song heißt „Biko“. Peter Gabriel hat ihn 1980 geschrieben. Steven Biko ist vor fast genau 44 Jahren gestorben, am 12. September 1977. Er war in den Siebzigerjahren einer der großen Freiheitskämpfer gegen die Apartheidspolitik in Südafrika. Alles hängt miteinander zusammen, alles. Der Tod von Steven Biko hat auch heute noch Bedeutung.

Bedeutung für unsere heutigen Probleme. Er, Steven Biko, stand auf, er wollte Dinge ändern. Das müssen wir heute dringend auch – die Umwelt. Wir rasen auf Katastrophen in den kommenden Jahren zu. Es braucht vielleicht mehr einzelne Menschen, die aufstehen. Ein Beispiel dafür war sicherlich Biko.

Peter Gabriel hat den Song 1988 auf dem am besten für den Song geeigneten Konzert gespielt: Auf dem legendären Konzert im Londoner Wembleystadion 1988 zum 70. Geburtstag von Nelson Mandela. Ich bringe hier sogar drei Versionen des Songs! Alle drei sind beeindruckende Livemitschnitte.

Zum Einen die Aufnahme aus dem Wembleystadion 1988, akustisch schlecht, aber emotional am tiefsten, man spürt das Thema, man spürt eine Art Gemeinschaftsgefühl der Zuschauer, bilde ich mir fast ein. Peter Gabriel brüllt den Text manchmal fast. Wie er am Schluss noch einmal den Namen „Steven Biko“ sagt! Er wird dort angekündigt von Jim Kerr, dem Sänger der Simple Minds – die den Song auch oft gespielt haben, siehe YouTube. Dann – die zweite Version – live von einem Konzert in Chile, einige Jahre später. Eine schöne Aufnahme, man sieht dort auch Sting in jungen Jahren. Schön ist dort auch die Kombination mit den chilenischen Flötenspielern, besonders zu Beginn und am Ende. Nein, auch mittendrin prägen die Flötenspieler eine gewisse melancholische Stimmung des Liedes. Ich mag ja Melancholie. Und drittens, wieder viele Jahre später, akustisch die beste Version. Sie ist langsamer, Peter Gabriel mit stark veränderter, aber seiner wunderbaren rauchigen Stimme. Er selber ist gealtert, sehr verändert! Aber nicht nur akustisch, auch von der ganzen filmischen Aufnahme her gesehen ist diese dritte Version einfach moderner, sehr fein!

Vieles ist interessant an diesem Song und an diesen drei Aufnahmen:

  • Peter Gabriel selbst: 1988 in Wembley als junger Mann, in Chile schon etwas älter. Auf beiden Aufnahmen spürt man aber, wie ernst es für Peter Gabriel mit diesen Song ist. Es war ihm sicherlich nicht nur irgendein ein Song. Man spürt ohnehin, denke ich, wenn man auch diese Aufnahmen sieht, dass Peter Gabriel doch ein sehr besonderer Mensch ist! Ein genialer Musiker allemal. Politisch immer sehr engagiert! Was für ein Leben. Was für eine Energie, die er – wie eben die großen Künstler – um die ganze Welt verbreitet. Auf YouTube gibt es noch einige weitere, teilweise sehr gute Livemitschnitte des Songs „Biko“. Peter Gabriel sieht immer anders aus, es sind Aufnahmen aus den verschiedensten Altersstufen. Mein Gott, wie man altert! Wie das Leben verfliegt!
  • Das Beitragsbild oben: Steve Biko auf einem Glasfenster in einer Kirche in Heerlen, Niederlande!
  • Der Songtext von „Biko“ ist eher dokumentarisch – kurz, aber dokumentarisch. Sogar der Raum, in dem Biko 1977 von der Polizei festgehalten, gefoltert und getötet wurde, Raum 691, „business as usual“, wird im Song erwähnt. Biko wurde dann nackt und bewusstlos mit einem PKW in ein Nachbarland gebracht. Und auch das sehen wir noch heute so: Regimegegner werden getötet, werden festgenommen etc. Siehe Russland, siehe Herrn Lukaschenko in der Ukraine, etc. Man hatte in Südafrika lange Zeit abgestritten, dass Steven Biko ermordet wurde. Es steht heute aber fest, Aussagen Beteiligter haben die Sachen geklärt. Zitat Wikipedia (was ja hoffentlich stimmt): „Anfang 1997 gaben fünf frühere Beamte der South African Police vor der Wahrheits- und Versöhnungskommission zu, an Bikos Tötung, die von deutschsprachigen Medien als Mord eingestuft wird, beteiligt gewesen zu sein. Nach Intervention der Familie Bikos wurde keine Amnestie gewährt.
  • Mir scheint ohnehin: Damals konnte noch eine einzelne Person die Welt bewegen und Änderungen herbeiführen, sie jedenfalls einleiten. Nelson Mandela wurde dann schließlich der erste dunkelhäutige Staatspräsident Südafrikas. Wo sind diese Personen heute? Ist es einzelnen Personen heute überhaupt noch möglich, Dinge zu einer Änderung zu bringen? Haben wir uns durch die Komplexität aller Dinge auf der Welt in eine Sackgasse geführt? Alles wird zerredet, es gibt zu jedem Argument ein Gegenargument. Ich denke natürlich an das Thema Umwelt. Gut, die großen Themen sind global geworden, Naturschutzfragen, soziale Fragen, … alles ist miteinander verwoben. Hier könnte man vieles schreiben. Schön wäre es aber doch auch, wenn Musiker wieder einmal weltweit aufstehen für derartige Themen. Und so weiter. NACHTRAG: Heute, am 11. August, lese ich, dass viele berühmte Musiker weltweit Konzerte für den Umweltschutz planen. Wer wann und wo, weiß ich noch nicht.

HIER der Link zur Website von Peter Gabriel.

Und hier ist der Song, alle drei Versionen sind hörens- und sehenswert.

Ich ergänze hier eine vierte Version. „Biko – a Song around the world“. Auch die sollte man sich unbedingt ansehen! Widerstand gegen Freiheitsberaubung war Biko und diese Idee gilt in der ganzen Welt, sagt Peter Gabriel damit.

MUSIK: The Cure – Pictures Of You

The Cure – nicht: Curevac – steht oft für den Begriff „Gothic Rock“, obwohl sich The Cure – lese ich – dieser Zuordnung eher widersetzte. Manchmal ging es, glaube ich, bei The Cure auch in Richtung Rock und sogar Pop. Letzteres vielleicht auch mit „Pictures Of You“, dem Song hier. Die Band wurde schon 1976 – noch unter anderem Namen – gegründet. Sie existiert noch heute. „Pictures Of You“ ist eine Auskoppelung aus dem 1989 erschienenen sehr erfolgreichen Album „Disintegration“.

Ein Jahr nach „ Disintegration“, 1990, trat die Band als eine der ersten internationalen Bands nach dem Mauerfall in der ehemaligen DDR auf – mit zwei Open-Air Konzerten in Dresden und Leipzig.

Zum 30. Geburtstag des Albums Disintegration – also 2019 – wiederum spielten The Cure an vier Abenden im Sydney Opera House das Album in voller Länge inklusive aller bisher nur als Demos existierenden Songs der damaligen Aufnahme-Session.

Es ist ein langer Songtext. Eine wohl nie zustande gekommene große Liebe wird besungen. Hier:

I’ve been looking so long at these pictures of you
That I almost believe that they’re real
I’ve been living so long with my pictures of you
That I almost believe that the pictures are
All I can feel

Remembering
You standing quiet in the rain
As I ran to your heart to be near
And we kissed as the sky fell in
Holding you close
How I always held close in your fear
Remembering
You running soft through the night
You were bigger and brighter and wider than snow
And screamed at the make-believe
Screamed at the sky
And you finally found all your courage
To let it all go


But I never see anything

If only I’d thought of the right words
I could have held on to your heart
If only I’d thought of the right words
I wouldn’t be breaking apart
All my pictures of you

Looking so long at these pictures of you
But I never hold on to your heart
Looking so long for the words to be true
But always just breaking apart
My pictures of you

There was nothing in the world
That I ever wanted more
Than to feel you deep in my heart
There was nothing in the world
That I ever wanted more
Than to never feel the breaking apart
All my pictures of you.

The Cure hat eine lange Geschichte, HIER Wikipedias Eintrag zu The Cure.


Und HIER der Link zu offiziellen Website von The Cure.

MUSIK: Joan Armatrading – It could have been better

Wer kennt sie nicht. Wenigstens ein paar Jahre lang war sie in Deutschland zu hören. Bekannt wurde sie in Deutschland im April 1980 durch einen Auftritt in der damaligen TV – Sendung „Rockpalast Nacht“. Geboren wurde sie 1950 auf der ehemals britischen Insel St. Kitts, in deren Hauptstadt Basseterre. St. Kitts ist mittlerweile unabhängig.

Bekannt war mir damals – 80er-Jahre – Joan Armatrading vor allem durch ihren Song „Drop the Pilot“ und „Me Myself I“. Sie war als erste Britin und insgesamt dreimal für den US Grammy nominiert. Und sie hatte einmal sogar Platz 1 der US Billboard Blues Charts erreicht. Alle möglichen Stilrichtungen hatte sie berührt. R&B, Rock, Folk, Blues, Reggae.

Ich bringe hier den Song „It could have been better“ mit einem schönen Video. Der Tanz der beiden – herrlich! Und wie er – der Tanz – gegen Ende ausgelassener, schwungvoller – aber weiterhin absolut elegant – wird! HIER ihre offizielle Website.

MUSIK: Bill Evans – Peace Peace

Bill Evans war ein ganz Großer des Jazz! Er gilt als einer der einflussreichsten Pianisten des Modern Jazz und war stilbildend für eine ganze Generation von Musikern. Viele Jahre lang spielte er jeweils zusammen mit zwei weiteren Musikern im Trio. Piano, Bass und Schlagzeug.

Geboren war er am 16. August 1929, gestorben ist er am 15. September 1980.

Die Aufnahme, die ich hier bringe, ist ein Solostück. „Peace Peace“. Es mag kein für ihn besonders typisches Stück sein. Ich bin kein absoluter Jazzkenner. Bill Evans brachte jedenfalls – geprägt vom Impressionismus – viel „Sensibilität“ in den Jazz und prägte ihn offenbar damit. Das ist auch in diesem Stück zu hören. „Peace Peace“ passt ohnehin gut in die Sammlung meiner Stücke auf dem Blog. Man müsste sicherlich über Bill Evans viel schreiben. Ich möchte es mir aber nicht anmaßen, ich kenne zu wenig von ihm. Bekannt wurde er etwa durch seine anfängliche Mitwirkung bei Miles Davies 1958/59.

Noch zwei Dinge möchte ich erwähnen: Begonnen hatte alles zusammen mit seinem Bruder, sie gingen dann aber getrennte Wege. Dennoch: Dessen Selbstmord 1979 war offenbar für Bill Evans der „Anfang vom Ende“. Und: Es scheint sogar ein Problem gewesen zu sein, dass Bill Evans als Jazzmusiker nicht dunkelhäutig war, sondern weiße Hautfarbe hatte!

Ich bringe hier also einfach dieses Stück. An Jazzmusik hatte ich bisher im Blog nur das Esbjörn Svensson Trio mit „Viaticum“ gebracht. Hier Bill Evans: