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Schlagwort: Film

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Gesehen und gehört

MUSIK: Blues Brothers – Everybody Needs Somebody

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 18. November 2025
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1980 erschienen:

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  • Schlagwörter Everybody Needs Somebody, Film, freizeit, Gesellschaft, Lifestyle, Musik, The Blues Brothers

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Sonstiges

TV: arte – Die Ermittlung

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 26. Januar 2025

Morgen, Montag, 27. Januar 2024, ist der 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Im Fernsehen wird einiges dazu kommen. Meine dringende Empfehlung: Auf ARTE entweder spät am Abend live (21:45 Uhr) oder in der Mediathek den Film „Die Ermittlung“ ansehen! Der Film – Regie RP Kahl – ist jetzt schon in der Mediathek abrufbar! Eine zutiefst erschütternde Darstellung zu Ausschwitz! Die Dialoge basieren auf persönlichen Aufzeichnungen, Zeitungsartikeln und Protokollen des Gerichtsprozesses. Nichts ist erfunden!

HIER der Link zum Film in der ARTE-Mediathek.

Und hier ein Trailer:

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  • Schlagwörter Arte, Die Ermittlung, Film, Gesellschaft, RP Kahl, Schauspiel

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Gesehen und gehört Sonstiges

FILM: RP Kahl – Die Ermittlung

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 28. Juli 2024
Screenshot

Es war das völlige Verschwinden des Menschseins. Was man in diesen insgesamt vier Stunden hört – nicht sieht – ist kaum erträglich, es ist zum Weinen. Aber es ist ein Kino-Muss! Der Film „Die Ermittlung“ startete vor wenigen Tagen in den Kinos.

Es geht um Auschwitz. Basis sind vor allem die Protokolle des ersten Frankfurter Auschwitzprozesses von 1963 bis 1965 (es gab ja mehrere Auschwitzprozesse) sowie das damals daraus entstandene und überall (weltweit) gespielte Theaterstück „Die Ermittlung“, ein „Oratorium in 11 Gesängen“ des Dramatikers Peter Weiss.

So deutlich und so notwendig absolut hat man es (da es eben nicht in eine Filmstory verpackt wird, wie etwa zuletzt bei „The Zone of Interest“) wohl seit dem Oratorium von Peter Weiß nicht mehr gesehen beziehungsweise gehört.Wir dürfen uns dem nie entziehen! Man hört durch detaillierte Schilderungen: Bei den damals in Auschwitz tätigen Nazis war das Menschsein weg, es war verschwunden! Wie ging das? Sie waren nicht mehr Menschen. Und auch die Inhaftierten und dorthin Deportierten haben ihr Menschsein im Moment des Betreten des Lagers verloren! Auch sie waren nicht mehr Menschen! Sie wurden nicht mehr wie Menschen behandelt! Wie ging das? Man spürt es. Und wir müssen gerade in aktuellen Zeiten aufpassen, nicht wieder ähnliche Wege einzuschlagen! Wehret den Anfängen!

Man liest in Kritiken, der Film sei „bisher der beste Film des Jahres“. Unverständlicherweise läuft er in München zunächst nur noch am Montag, den 29. Juli., und am Donnerstag, den 01. August. Am Sonntag den 04. August ist „Publikumsgespräch“ im Programm. Ich gehe davon aus, dass der Film auch davor gezeigt wird. Im Monopolkino. Andere Aufführungen sind mir noch nicht bekannt.

HIER der Link zu einem Video (unbedingt ansehen!) mit Ausschnitten des Films und ein paar sehr guten Aussagen des Schauspielers Clemens Schick (der Staatsanwalt) und der Schauspielerin Christiane Paul (eine Zeugin) zum Film.

Man kann über diesen völlig nüchtern gehaltenen Prozessfilm so viel schreiben, stellt sich tagelang Fragen:

  • Wie konnte so etwas Unmenschliches wie in Auschwitz in den Menschen geschehen? Wie konnte sich dieses System komplett bei allen Beteiligten über jedes geringste Maß an Menschlichkeit hinwegsetzen?
  • Warum hat man danach nicht gesagt: Wir müssen Deutschland ausrotten! Haben es denn nicht doch viel mehr Menschen gewusst/geahnt, als wir meinen?
  • Warum durfte Deutschland jemals wieder eine Kriegswaffe in die Hand nehmen? Wie konnte Deutschland Mitglied der NATO werden?
  • Wie konnten all die Menschen, die das miterlebt haben, danach überhaupt weiterleben?
  • Wie konnten vor allem sogar so viele der übelsten Nazitäter nach dem Krieg in Deutschland berufliche Stellungen in gehobenen Positionen (auch Beamtenstellungen) einnehmen? Wie haben sie so weiterleben können?
  • Können und müssen wir den Film sehen? In welchem Alter?
  • Warum und wie kann und muss die Erinnerung an Auschwitz erhalten werden – jetzt, wo kaum mehr Zeitgenossen am Leben sind?
  • Hat das etwas mit der Gegenwart zu tun?

Ich möchte all diese Fragen nicht beantworten, nicht meine Meinung hier hervorheben. Jeder mag es für sich beantworten, der Film deutet vieles wortlos an, die Fragen drängen sich auf. Zum Film kann ich nur sagen: Viele Kleinigkeiten sind großartig gemacht:

  • Schon die Tatsache, dass fast ausschließlich weitgehend unbekannte Schauspieler eingesetzt sind, trägt stark zur absoluten Nüchternheit, Glaubhaftigkeit und zur Betonung allein des Gesagten bei.
  • Allein der Richter ist ein vielfach bekannter Schauspieler: Rainer Bock (relativ kurz zeigt sich auch Peter Lohmeyer). Er, der Richter, ist die einzige Person, die durch ihre Bekanntheit eine vielleicht auch gewollte Verbindung zur heutigen Zeit bringt, etwas zeitloser wirkt als die anderen Beteiligten, die allesamt in der Kleidung der 60er-Jahre erscheinen! Er, der Richter, bringt damit versteckt den Aspekt hinein: Ich sehe alles auch mit heutigen Augen.
  • Der Staatsanwalt, Schauspieler Clemens Schick, ist dagegen die einzige Person, der man versteckt Emotionen und tiefe Fassungslosigkeit ansieht. Auch das ist sehr gut, zurückhaltend, eingesetzt!
  • Die Nüchternheit des Gerichtssaales ist kaum zu überbieten.Acht Kameras verfolgen das Geschehen. Nur ab und an spielen kleine Lichteffekte hinein, die fast wie ein Wink der Wirklichkeit auf den Film einwirken. Gerade gegen Ende des Films nimmt das ein wenig zu.
  • Der gesprochene Text wiederum ist, wie gesagt, kaum auszuhalten!

Der Film wurde von Alexander van Dülmen produziert. Für die Bildgestaltung zeichnete Guido Frenzel verantwortlich, Bühnenbild Nina Peller, Kostüme Tina Kloempken. Friede Springer ist Co-Produzentin des Films.

Ansehen!

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  • Schlagwörter Auschwitz, Die Ermittlung, Film, Gesellschaft, Kino, RP Kahl

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Sonstiges

FILM: Anja Salomonowitz – Mit einem Tiger schlafen

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 26. Mai 2024
  • 1 Kommentar zu FILM: Anja Salomonowitz – Mit einem Tiger schlafen

Birgit Minichmayr ist derzeit in zwei Kinofilmen zu sehen. Der eine Film ist „Andrea lässt sich scheiden“ von Josef Hader und der andere „Mit einem Tiger schlafen“ von Anja Salomonowitz. Letzterer ist ein Film über die Anfang Mai 2014 – vor fast genau zehn Jahren – verstorbene österreichische Malerin Maria Lassnig. Ihn habe ich jetzt gesehen.

Birgit Minichmayr: Sie ist neben ihren Filmarbeiten seit der Spielzeit 2019/20 (wieder) festes Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Derzeit spielt sie am Burgtheater in den Inszenierungen „Maria Stuart“ (von Friedrich Schiller, Regie Martin Kušej) und „Heldenplatz“ (von Thomas Bernhard, Regie Frank Castorp). Von 2011 bis 2016 war sie ja Mitglied des Ensembles des Münchner Residenztheaters. Intendant des Residenztheaters war damals übrigens Martin Kušej, der heute wiederum Intendant des Wiener Burgtheater ist! Überhaupt: Birgit Minichmayer ist … Österreicherin, Maria Lassnig war … Österreicherin, Josef Hader ist … Österreicher, Martin Kušej ist … Österreicher …, auch Anja Salomonowitz ist … Österreicherin.

Nun, der Film „Mit einem Tiger schlafen“ ist im Grunde eine Einzelleistung von Birgit Minichmayr. Denn der Film zeigt Maria Lassnig (Birgit Minichmayer) vor allem so, wie sie offenbar gelebt hat: Allein! Man folgt dementsprechend teils extrem langsamen – schönen – keinesfalls „knalligen“ Bildeinstellungen. Maria Lassnig – in all ihren Lebensphasen eben gespielt von Birgit Minichmayr – hat offenbar nur wenige Menschen um sich herum gehabt. Sie lebte allein und zurückgezogen, sieht man zumindest im Film, lebte einfach, lebte distanziert gegenüber dem Kunstbetrieb. Sie lebte anscheinend FÜR ihre oder geradezu WEGEN ihrer Kunst! Ihr Leben war fast wie ein Gesamtexperiment zur Frage: Was kommt heraus, wenn ich mich in meinem Leben nur darum kümmere, wie ich meine Gefühle in Bildern ausdrücken kann. Könnte man bei diesem Film meinen.

Andererseits: Sie hat vielleicht doch irgendwie auch Wert drauf gelegt, Erfolg zu haben, lebte ein paar Jahre in Amerika! Sie lernte auch bekannte Persönlichkeiten der Kunstszene kennen, etwa Valie Export. Insoweit zeigt der Film sicherlich nur einen Ausschnitt aus ihrem Leben, eine Seite ihres Lebens. Der Film erhebt keinerlei Anspruch auf eine vollständige Abbildung ihres Lebens. Es ist nicht eine Biografie, es ist ein Ausschnitt, ein BioPic. Nach ihren Jahren in New York kehrte sie wieder nach Österreich zurück. Dort wurde sie zur teuersten österreichischen Künstlerin! Sie lebte auch einige Jahre mit Arnulf Rainer zusammen – dessen Kunst ich zum Teil sehr schätze!

Die oben genannte Frage aber (Was kommt heraus, wenn ich mich in meinem Leben allein darum kümmere, wie ich meine Gefühle in Bildern ausdrücke?) hat sie und vor allem ihre Kunst geprägt. Diese Frage wird sich kaum jemand so stellen, wie Marie Lassnig sie sich gestellt hatte. Bei Maria Lassnig war es wohl geradezu ein innerer Drang! Stundenlang saß oder lag sie da, um „sich zu spüren“, mehr nicht. Sie hatte schon als Kind gemerkt, dass sie von der Kunst und der Farbgebung von allem um sie herum angezogen war.

Sie war auch einfach talentiert, wie schon ihre Mutter früh feststellte. Maria Lassnig hat bei alledem sicherlich nicht „entschieden“, irgendwie „Kunst zu machen“, erfolgreich zu werden. Sie hat auch ihren Wohlstand nie gelebt, im Gegenteil, ihr Leben blieb durch und durch spartanisch. Sie ist wohl eher einem inneren Drang gefolgt – so distanziert, wie sie (gemäß Film) allem gegenüber gelebt hat. Sie musste wohl so leben, wie sie lebte, hat man den Eindruck. Nur sich und ihre Kunst, ihre Gefühlswelt, hatte sie vor Augen! Ob Maria Lassnig der Film gefallen hätte, weiß man allerdings leider nicht.

Es ist ein interessanter und schöner Film! Interessant ist er, weil er Verständnis für das manchmal so einseitige Leben eines Künstlers/einerKünstlerin und der Einstellung zu seiner/ihrer Kunst verschafft. Schön ist er, weil er so zentriert und filmisch so ruhig und unaufgeregt ist.

Der Film wird vor allem auch im wunderbar altmodischen Theatinerkino im Münchner Zentrum (Theatinerstraße) gezeigt. Auch das lohnt sich.

Hier ein Trailer:

HIER der Link zur Website von Anja Salomonowitz.

Hier ein Gespräch mit Anja Salomonowitz über den Film mit einigen Filmausschnitten:


Copyright des Beitragsbildes: Standbild aus dem Trailer

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  • Schlagwörter Birgit Minichmayr, Film, freizeit, Gesellschaft, Kino, Lifestyle, Maria Lassnig, Tiger

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Sonstiges

SONSTIGES: Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 14. September 2020
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien

Am 21. August jährte sich zum zehnten Mal der Todestag von Christoph Schlingensief. Genau zu diesem Todestag kam ein Dokumentarfilm über Christoph Schlingensief in die Kinos, der schon im Februar erscheinen sollte. „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“. In München wird der Film derzeit in vier Kinos gezeigt.

Der Film läuft derzeit in den Kinos City, Studio Isabella, Monopol, und Neues Rottmann. HIER die Termine. 

Ich habe den Film am Wochenende gesehen. Es ist die erste Regiearbeit von Bettina Böhler, die – sehr erfahren und anerkannt – in zwei Filmen als Cutterin für Schlingensief gearbeitet hatte. Er war auch kurz als Onlineangebot auf der Website der Münchner Kammerspiele zu sehen. Matthias Lilienthal, bis vor kurzem Intendant der Münchner Kammerspiele, zählte Christoph Schlingensief zu seinen besten Freunden. Beide kannten sich aus ihrer Zeit an der Berliner Volksbühne.

Der zweistündige Film ist beeindruckend. HIER der Trailer.

Man hatte im Anschluss an den Film das bedrückende Gefühl, das Leben einer Person gesehen zu haben, die in dieser Art einfach fehlt. In totaler Subjektivität, einzigartig, immer wieder seine Zuschauer fordernd und überfordernd, aber mit dem Gefühl, den Menschen im Grunde helfen zu wollen.

Es ist unglaublich, durch den Film allein schon ansatzweise zu sehen, was Christoph Schlingensief in seinen leider nur 49 Jahren alles auf die Beine gestellt hat. Wie er gelebt hat, seine Produktivität, seine Kraft für alles, sein Drang zu kommunizieren. In einem Gespräch mit Amelie Fried sagt er dazu: Er wolle nicht provozieren, sondern es sei „Obsession„. Er hörte oft garnicht auf zu reden. Ja, Obsession, er lebte wohl jede Minute seines Lebens für das künstlerische Kommunizieren seiner besonderen Sichtweise. Für seinen Ausdruck.

Es zählt dabei sicherlich zu den großen Qualitäten von Christoph Schlingensief, dass er andere Menschen mit seinen immer wieder auch provokativen Auftritten und Produktionen nicht persönlich angegriffen oder verletzt hat, sondern allenfalls aufgerüttelt hat. Er wollte sich nie auf Kosten anderer Menschen produzieren. Das mag ein Unterschied zu heutigen provokativen Auftritten und Meinungsäußerungen sein. Heute geht es schnell darum: „Du hast nicht recht, ich habe recht“. Sehr statisch.

Christoph Schlingensief dagegen hat nichts statisch gesehen. Er verstand sich nicht politisch (da geht es viel eher um „Rechthaberei“), seine Sicht der Dinge war nicht politisch, sondern künstlerisch. Auch Aktionen wie „Tötet Helmut Kohl“ waren, merkte man schnell, von ihm nicht politisch ernst gemeint, sondern als künstlerische Überhöhung.

Zuspitzung, Überhöhung, auch mit Humor, gutmütig, aber herausfordernd, sich selbst nicht zu ernst nehmend, immer intellektuell, mit einer irren Kommunikations- und Lebenslust.

Viele der Produktionen und Aktionen von Christoph Schlingensief, vor allem seine Filme der jungen Jahre – die er erstellte, bevor er Arbeiten an der Berliner Volksbühne bringen konnte – sind im Grunde fast völlig unverständlich. Bettina Böhler bringt von vielen dieser Arbeiten kurze Filmausschnitte, die natürlich auch oft unverständlich bleiben. Sie mischt diese „Zitate“ immer wieder mit Ausschnitten von Gesprächen mit Christoph Schlingensief und mit Bildern aus seiner Kindheit und Jugend. Es sind Bilder aus einer anderen, einer (eingebildet) „heilen“ Welt. „Heile Welt“ gab es für Christoph Schlingensief nicht. Völlig verständnislos, aber wohl immer kritik- und vorwurfsfrei, sieht man mehrmals seine Eltern neben ihm. 

Es gibt interessante Videos von Gesprächen mit Christoph Schlingensief auf YouTube. HIER etwa ein längeres Gespräch mit Katrin Bauernfeind, das geführt wurde, als Christoph Schlingensief schon wusste, dass er an Krebs erkrankt war. Er spricht auch von Überforderung der Lebenslinie – die Lebenslinie, die er zu Beginn des Films zwischen Toleranzgrenzen auf einem großen Plakat einzeichnet.

Zu schade, er fehlt, er würde uns guttun, wir brauchen solche seltenen Menschen immer wieder.

HIER noch eine gute Besprechung des Films auf ZEIT online.

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  • Schlagwörter Bettina Böhler, Christoph Schlingensief, Film, freizeit, Gesellschaft, In das Schweigen hineinschreien, Lifestyle, Theater

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Sonstiges

SONSTIGES und MUSIK: Wim Wenders (Sonstiges) und Ry Cooder – Cancion Mixteca (Musik)

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 3. August 2020
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES und MUSIK: Wim Wenders (Sonstiges) und Ry Cooder – Cancion Mixteca (Musik)

Derzeit kann in der ARD Mediathek eine umfassende Werkschau von Wim Wenders zu dessen 75. Geburtstag gesehen werden. HIER der link zur Website der Werkschau der ARD mit wirklich einer Menge Filme! Nicht nur Filme, auch Dokumentationen und Gespräche finden sich dort.

Ich habe mir zunächst PARIS, TEXAS herausgegriffen und festgestellt, dass ich diesen – vielleicht besten (sagt man) – Film von Wim Wenders NICHT einmal kannte! Ein Klassiker! Gut, ich war nie der große Filmfreak. Ich hoffe aber, dass ich noch für den ein oder anderen Film in dieser Werkschau auf ARD Zeit finden werde.

Der Film PARIS, TEXAS hat mich sehr beeindruckt! Die Aufnahmen alleine! Man sieht es im Video unten. Jedes Bild ist ein Gemälde. Massenhaft sieht man fantastische Einstellungen! Allein das lohnt sich. Letztlich ist der Film dann gerade durch die letzte halbe Stunde tief beeindruckend! Auch das lohnt sich einfach! Man sieht hierin – neben der zentralen Figur, die von Harry Dean Stanton gespielt wird – vor allem eine junge, so stark spielende Nastassia Kinski. Auch von ihr sieht man Bilder im Video unten.

HIER ist der direkte link zum Film PARIS TEXAS. Die gesamte Werkschau ist auf ARD noch bis zum 14.09.2020 zu sehen!

Der Film PARIS, TEXAS wird getragen von der Musik von Ry Cooder. Hier ist einer der Songs daraus, wobei auch das Video – wie gesagt – tolle Bilder aus dem Film zeigt. Für Filmfreunde ein Fest.

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  • Schlagwörter ARD, Film, freizeit, Gesellschaft, Lifestyle, Mediathek, Musik, Nastassia Kinski, Paris, Paris Texas, Ry Cooder, Texas, Werkschau, Wim Wenders

THEATER: Lars von Trier – Melancholia

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 20. Juni 2019
  • Keine Kommentare zu THEATER: Lars von Trier – Melancholia

Man sollte wissen, auf was man sich einlässt, wenn man sich dieses Theaterstück ansieht. Es hatte am vergangenen Samstag, dem 15. Juni 2019, Premiere an den Münchner Kammerspielen. „Melancholia“ von Lars von Trier. Eine Inszenierung von Felix Rothenhäusler.

Das Fazit vorweg: Felix Rothenhäusler blieb fast nichts anderes übrig, als es so zu machen, wie es geworden ist. Denn da ist zum Einen der eigenwillige, fast mystische Film „Melancholia“ von Lars von Trier und da ist zum Anderen Felix Rothenhäusler, der zu puristischer Darstellungsform neigt. So war es auch – irres Thema, schlicht und anstrengend! Vielleicht ging durch die Kombination von Lars von Trier und Felix Rothenhäusler bei der Bühnenfassung etwas an Prägnanz verloren.

Ein Film auf der Bühne, das allein heißt schon: Man sollte sich, wenn möglich, ein wenig mit dem Film auseinandersetzen! Vorher oder nachher. Man geht wahrlich nicht in eine „Komödie“ und man schaut sich nicht einfach „irgendein Theaterstück“ oder einen „Klassiker“ an, am besten mit dem Ziel der Unterhaltung. Man sieht diesen irren Film auf der Bühne!

„Melancholia“ ist ein Film des dänischen Filmemachers Lars von Trier. Lars von Trier, keine ganz harmlose Gestalt. Der Film erschien 2011 und wurde mehrfach prämiert.

(Ich finde ja, dass das Marketing vieler Theater manchmal mehr bringen könnte. Man wird nicht immer gerade gut darauf vorbereitet, was man sich anschaut! Da könnte es manches Mal viel interessanter sein, besser vorbereitet zu sein. Jedenfalls eine Ahnung davon zu haben, WAS man sich ansieht, Zusammenhänge zu erkennen etc. Mehr Infos neben der Programmankündigung, vielleicht einmal ein Interview oder so.)

Man sagt ja, es ist ein „Endzeitfilm“. Kurz gesagt: Melancholia erzählt tatsächlich von einer (depressiven) jungen Frau, Justine, die das Ende der Welt (durch die Kollision mit einem anderen Planeten – Melancholia, der im „Todestanz“ um die Erde kreist) vorhersieht. Sie feiert mit Familie und Freunden in edler Atmosphäre ihre Hochzeit und rutscht immer mehr in ihre „Depression“ hinein, distanziert sich vom opulenten Geschehen. Wobei: Es ist vielleicht gar keine Depression. Sie selber scheint immer weniger aufgeregt zu sein, als (in den Folgetagen) ihre Schwester Claire und ihr Mann, der sich sogar umbringt.

Links? Bitte sehr, hier sind erst einmal einige interessante links:

HIER ein offizieller Trailer des Films. Eine etwas längere, recht kenntnisreiche Besprechung des Filmes gibt es dann HIER. HIER ist einer Besprechung des Films, die im Deutschlandfunk erschien. HIER findet sich wiederum eine Besprechung des Films auf Spiegel online. Zum Film gibt es übrigens eine offizielle Website: HIER. Und HIER findet sich die Seite der Kammerspiele zur jetzigen Inszenierung. Von anderen Inszenierungen lese ich übrigens wenig. Es gab eine „Uraufführung“ am Bochumer Schauspielhaus im März 2018. HIER einen Trailer dazu auf YouTube.

Das meiste oben bezieht sich auf den Film. Ich habe mir den Film auch erst einmal ansehen müssen. Auf http://www.kinox.to konnte ich ihn sehen (hoffentlich ist das hier keine illegale Empfehlung. Ich werde es prüfen und gegebenenfalls wieder löschen).

Zur jetzigen Inszenierung an den Münchner Kammerspielen hier noch eine Aufnahme:

©️ Armin Smailovic

Und dann Folgendes:

  • Felix Rothenhäusler hat also inszeniert. Er experimentiert ja gerne auf nicht ganz einfachen Niveau. Allein wenn man sich das Programmheft der Inszenierung von „Melancholia“ durchliest, bekommt man eine Ahnung davon. Wenn man den äußerst schwierigen Text zum Stück überhaupt versteht.
  • Es passt sehr gut: Schwarze große Bühne – zwölf Lichtstrahler hängen von der Decke – fünf SchauspielerInnen kommen und gehen über die Bühne – keine Gegenstände – schwarzer Boden, etwas erhöht auf Glasflächen – keine Opulenz – nichts. Siehe das obige Beitragsbild. Ein drohender grummelnder Ton schwirrt über allem – im Film ist es die Ouvertüre von „Tristan und Isolde“.
  • Die SchauspielerInnen und die leere Bühne hängen gewissermaßen im All. Darum geht es ja auch bei „Melancholia“, zumindest vordergründig: Das All, die Erde als Planet mit der großen Frage: „Was soll das alles. Das kann und wird doch alles zu Ende gehen“. Und es kam dadurch nur auf das Verhältnis der Personen zueinander an.
  • Felix Rothenhäusler lässt die SchauspielerInnen das Geschehen schlicht „erzählen“, direkte Rede und Erzählung. Jeder hat aber seine Rolle. Das mag er. Er spielt gerne mit den Worten. Auch in seiner „kleineren“ Inszenierung „Trüffel Trüffel Trüffel“, die auch an den Kammerspielen „läuft/lief“, stehen die SchauspielerInnen nebeneinander auf der Bühne und reden. Wie gegen Ende von „Melancholia“. Mehr „Experiment à la Rothenhäusler“ war dagegen ja geboten in seine Inszenierung „Re:search“. In „Melancholia“ kommt sein „Experimentierdrang“ nicht so zur Geltung. Gottseidank. Das Thema von „Melancholia“ ist auch an sich schon intensiv genug! Das auch noch mit Experimentiergedanken zu „Wort und Geste“ (oder ähnlich) zu verbinden, hätte wahrscheinlich völlig überfordert. Es hätte ein falsches Thema draufgesetzt.
  • „Melancholia“ ist aber gerade wegen der ausschließlichen Wortlastigkeit durchaus anstrengend. Ohne Video, ohne Musik, ohne Lichteffekte oder andere Effekte, ohne Brimborium. Wenigstens schlicht und nicht so bedrängend wie Ulrich Rasche (siehe meine wunderbaren Rasche-Besprechungen über das Suchfeld oben). Dennoch soll natürlich Atmosphäre rüberkommen. Gut, bei „Trüffel Trüffel Trüffel“ und “Re:search“ war die Atmosphäre aufgrund der Stücke nicht so wichtig. Bei „Melancholia“ ist sie dagegen durchaus wichtig, denke ich. Aber auch da verzichtet Rothenhäusler auf Andeutungen. SchauspielerInnen und Text. Das ist alles.
  • Die Atmosphäre konnte hier also nur über die SchauspielerInnen rüberkommen, durch ihre Mimik fast nur. Julia Riedler als Justine: Sie wirkte für mich fast etwas ZU depressiv, zu verzweifelt, letztlich ist sie es doch, die im Film Ruhe ausstrahlt, Ruhe vor dem Untergang. Thomas Hauser als der „glückliche Ehemann“, es geht hier ja um eine Hochzeit: Für mich war er sogar – obwohl eher eine kleinere Rolle innehat – am überzeugendsten. Eva Löbau als die Schwester Claire von Justine: Resolut, aber meines Erachtens wiederum ZU WENIG verstört und hilflos angesichts der drohenden Katastrophe. Sie hat eine unglaublich klare Bühnesprache. Majid Feddah der irgendwie „üble“ vermögende Ehemann von Claire: Auch diese Rolle kann er gut spielen! Gro Swantje Kohlhof als Sohn Leo lief etwas nebenbei.

Alles in allem haben mich die Interpretationen der Personen auf der Bühne etwas verwirrt. Die einzelnen Positionen der Personen und ihre Abgrenzungen voneinander gingen mir durch das ständige Weitererzählen der Story (oft auch von eher unwichtigen Einzelheiten) etwas verloren. Vor allem leider bei den beiden Hauptfiguren Justine und Claire.

Mein Eindruck ist auch: Man könnte sich vielleicht auch sagen, Justine denkt an den Tod, nicht an den Weltuntergang. Ein Stück um Leben und Tod wäre es dann. Wir alle haben ihn ja vor uns. Justine sieht deswegen die Sinnlosigkeit von allem. Das führt in der Tat leicht in die Depressivität. So können wir ja nicht leben! Das ist ja vielleicht auch das Thema von Melancholia: Wir haben ein Ende vor uns, können deswegen aber nicht in Trauer verfallen. Habe Spaß! Das hört man mehrfach. Die eigene Hochzeitsfeier ist so gesehen in „Melancholia“ das Extrembeispiel der Sinnlosigkeit! Justine geht ja auch gleich in der Hochzeitsnacht fremd.

Andere, ihre Schwester Claire vor allem, sehen dann auch mehr und mehr das drohende Ende. Sie sehen auch, dass sie das Ende ja nicht verhindern können. Sie gehen aber anders daran heran, „weltlicher“. Sie haben nicht die Ruhe, die Justine hat, die fast die Erlösung sieht. Justine sieht die Unausweichlichkeit. Claire dagegen wird nervös, hektisch, will etwas tun. Sie will hilflos irgendwohin fahren, wo man mehr weiß, sie möchte dann einen „schönen“ Abschied auf der Terrasse bei Rotwein und Gesang. Ihr Mann macht schon einmal Besorgungen für den „Notfall“, etc. Alles völlig hilflose Bemühungen angesichts des nahenden Endes.

Tja, wie wir eben bei alledem das Ende, diese verdammte Vergänglichkeit, nicht wahrhaben wollen. „Melancholia wird an der Erde vorbeiziehen, sagen die Wissenschaftler“, will der Schwager von Justness mehrfach beruhigen, bis er das Gegenteil erkennt. „Das wird das Schönste, was wir je erleben werden!“. Eben nicht!

Und: Es ist ganz anders, als das Stück „Drei Schwestern“ von Susanne Kennedy nach Anton Tschechow, das derzeit ebenfalls an den Kammerspielen gezeigt wird. Dort geht es um den Gedanken: Es gibt kein Ende, es wiederholt sich alles immer wieder, immer wieder. Es hört nicht auf. Es ist ein endloser Loop. Stell dir vor, du musst alles noch einmal leben, etc.

Ich finde, man sollte sich bei Melancholia beides ansehen, wenn man es noch nicht kennt, Film und Bühnenfassung!

©️ des Beitragsbildes: Armin Smailovic

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THEATER, LITERATUR: Margarita Broich – Alles Theater. Joachim A. Lang – Meckie Messer. Bertolt Brecht – Dreigroschenoper.

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 20. September 2018
  • Keine Kommentare zu THEATER, LITERATUR: Margarita Broich – Alles Theater. Joachim A. Lang – Meckie Messer. Bertolt Brecht – Dreigroschenoper.

Kurz zu den Zusammenhängen: Es hängt ja alles irgendwie zusammen. Das macht doch alles aus. Das meiste wird auch erst interessant, wenn man bestimmte Zusammenhänge erkennt. Zusammenhänge lassen Hintergründe erkennen und lassen die einzelnen „Verknotungen“ , die man so sieht, erst in besonderem Licht erscheinen. Überall.

Auch ein kulturelles Ereignis steht nicht für sich allein, sondern ist immer eingebunden in Zusammenhänge. Hier habe ich wieder ein Beispiel erlebt, ich war wieder unterwegs:

–  Ich hatte zuletzt geschrieben über Fotografien von Cordula Treml über SchauspielerInnen in den Minuten VOR ihrem Auftritt.  Titel der Ausstellung: „Vor dem Auftritt“. Eine Ausstellung, die derzeit (kurze Zeit) in München zu sehen ist.

– Dann hörte ich von dem Buch von der Schauspielerin und Fotografin Margarita Broich mit dem Titel „Alles Theater“, in dem sie Fotografien von SchauspielerInnen in den Minuten NACH dem Auftritt bringt. Auch interessant. Cordula Treml erwähnte es.

–  Dann hatte ich dieses Buch von Margarita Broich in den Händen. Danke an den Insel Verlag. Dort eine Abbildung des Schauspielers Lars Eidinger. Lars Eidinger ist ja äußerst erfolgreicher Theater- und Filmschauspieler. Jahrelang war er Schauspieler an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. In den letzten Jahren ist er vermehrt als Filmschauspieler zu sehen. Er soll ein großer Anhänger von Bertolt Brecht sein, liest man. „Die Widersprüche sind die Hoffnung“  ist sein Lieblingszitat von Bertolt Brecht. Eidinger sagt dazu in  einem Interview, das kürzlich von n-tv veröffentlicht wurde (HIER zum Interview):

„Die Widersprüche sind die Hoffnung“ ist auf jeden Fall mein absolutes Lieblingszitat von Brecht. Es ist wie der Schlüssel zu allem – zu Brechts Persönlichkeit genauso wie zum Menschsein im Allgemeinen. Das menschliche Sein folgt keiner Logik und es ist auch nicht stimmig, sondern fehlerhaft. Brecht war bekanntermaßen Antikapitalist und Kommunist. Und er hat Werbung für eine große Autofirma gemacht. Das auszuhalten und zu sagen: Genau das macht den Menschen aus! Das imponiert mir. Der Widerspruch ist nicht das Ende eines Gedankens, sondern der Anfang.

–  Dann war ich im Kino. Der Film „Meckie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“.  Darsteller von Bertolt Brecht ist: Lars Eidinger.

– Der „Dreigroschenfilm“ geht zurück auf Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“.  Es sollte eine Verfilmung der Dreigroschenoper werden. Es gab Unstimmigkeiten mit Bertolt Brecht und es ging vors Gericht. Das Thema des jetzigen Films.

Und so weiter. Ich werde wohl über die einzelnen Dinge, die hier oben erwähnt sind, noch einzeln schreiben, denke ich.

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  • Schlagwörter Bertolt Brecht, Dreigroschenoper, Dteigroschenfilm, Film, Gesellschaft, Kino, Lars Eidinger, Literatur, Livestyle, Theater

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Gesehen und gehört

MUSIK: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 12. April 2018
  • Keine Kommentare zu MUSIK: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Frances McDormand hat den Oscar 2018 für die beste Hauptdarstellerin bekommen. Sam Rockwell hat den Oscar 2018 für die beste Nebenrolle bekommen. Ich gehe nicht häufig ins Kino, fand beide aber grandios. Ich und mein elitäres Leben mit solchen Dingen! (Ich glaube aber, dass ich kein elitäres Gehabe an den Tag lege!) Beide Schauspieler haben den Oscar für ihre Rollen im Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ bekommen, der derzeit läuft. Ich würde nicht schreiben, wenn ich ihn nicht empfehlen könnte. Es ist ein Film, der vielen gefallen wird, die nicht unbedingt Klamauk sehen wollen.

Es geht im Prinzip, denke ich,  darum: Wie geht man miteinander um? Rücksichtslos? Brutal? Verständnisvoll? Man sieht viele krasse Verhaltensweisen, rüden, selbstherrlichen Umgang miteinander, und nichts kommt voran. Dann am Ende aber zeigt einer der Polizisten Verständnis für die Frau, deren Tochter brutal vergewaltigt und getötet wurde. Es gibt auf Youtube auch Clips, in denen ein Film genauer erklärt wird, muss ich mir mal ansehen, sollte man öfters machen. Etwa DEN HIER, der nach dem Sinn des Endes des Films fragt.

Der Soundtrack des Films war auch für den Oscar 2018 nominiert, hat ihn aber nicht bekommen. Mir hat er sehr gefallen. Verantwortlich für die Musik: Carter Burwell, einige Stücke hat er selbst komponiert.  Er arbeitet viel mit den Coen – Brüdern zusammen, wobei übrigens Joel Coen mit Frances McDormand verheiratet ist!

Also hingehen, ist mein Tip!

Hier ein kurzes, aber schönes Stück des Soundtracks. „Billboards on Fire“ von Carter Burwell:

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  • Schlagwörter Film, Filmmusik, Gesellschaft, Kino, Musik

THEATER: Partisan – Frank Castorf

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 22. Februar 2018
  • Keine Kommentare zu THEATER: Partisan – Frank Castorf

Auf der Biennale wurde der Film „Partisan“ gezeigt. Der Berliner Tagesspiegel schreibt: „Eine pure Hommage. Die Dokumentation „Partisan“ über die Höhen und Tiefen der Ära Castorf an der Volksbühne“. Der Film verdankt seinen Titel einem Zitat von Frank Castorf („Theater ist der letzte Partisan“) und versucht, 25 wildbewegte Jahre in 130 Minuten zu packen.

Die Produktionsfirma solo:film schreibt:

in einer gesellschaft, die sich zunehmend gegenüber neuen denkweisen und ästhetischen grenzüberschreitungen abschottet, sagt frank castorf, sei das theater der letzte partisan. als regisseur und intendant hat castorf die berliner volksbühne seit anfang der 1990er jahre zu solch einem ort des aufbruchs und der avantgarde werden lassen. mit der radikalen reaktion auf gesellschaftliche umbrüche und der erprobung neuer theatermittel wurde die volksbühne zum wichtigsten theater deutschlands mit großer internationaler strahlkraft.

der film begleitet castorf bei seiner abschiedsinszenierung an der volksbühne, dem „faust“, und wirft zugleich einen blick in den maschinenraum dieser theaterfabrik. mitstreiter wie sophie rois, herbert fritsch oder alexander scheer erzählen von den speziellen arbeitszusammenhängen an diesem haus, in news-flashbacks werden besondere momente der letzten 25 jahre wieder lebendig. „partisan“ ist eine hommage an ein theater und sein team, das nun vergangenheit ist, aber als kraftvolles beispiel für ästhetischen eigensinn noch lange nachwirken wird.

Bisher bekannte Vorführungen:

25. februar 2018, 13:00 uhr, cinestar 7

3. märz 2018, 19:30 uhr, babylon kino berlin (mitte)
5. märz 2018, 19:30 uhr, babylon kino berlin (mitte)
10. märz 2018, 19:30 uhr, babylon kino berlin (mitte)

Ich werde beobachten, ob der Film auch an anderen Orten, vor allem München, läuft.

Nachtrag: Ich habe von der Produktionsfirma des Filmes „Partisan“ eine Mitteilung bekommen: der Film wird am 14. Juni 2018 in München im HochX gezeigt!

Hier der TRAILER.

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  • Schlagwörter Faust, Film, Gesellschaft, Lifestyle, Theater

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Gelesen und geblättert Gesehen und gehört Sonstiges

SONSTIGES: Julian Rosefeldt – Manifesto

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 18. November 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Julian Rosefeldt – Manifesto

Es gab im vergangenen und im ablaufenden Jahr eine Ausstellung „Manifesto“ mit 12 Videos. Genannt „Kunstinstallation“. Ab 23. November kommt das Ganze im Kino! Die Ausstellung war in Berlin und München zu sehen. In den Videos spielt die australische Schauspielerin Cate Blanchett 13 Rollen. Rollen, in denen sie jeweils nur ein künstlerisches Manifest spricht. Es spielen keine anderen Schauspieler (mit Text). Die Manifeste sind zusammengestellt aus existierenden künstlerischen Manifesten der letzten hundert Jahre zum Thema: Was ist Kunst? Sind die Aussagen in den Manifesten – und hier in den erstelllten „Manifestcollagen“ – heute noch verständlich? Wie hört man sie heute? Gerade dieser Kontrast zwischen den (damaligen) Manifesten und dem heutigen (Alltags-)Leben zeigt sich in den Videos.

Situationismus – Futurismus – Architektur – Blauer Reiter/Expressionismus – Kreationismus – Konstruktivismus – Dada – Surrealismus – Pop Art – Fluxus/Performance – Konzeptkunst/Minimalismus – Film.

HIER ein Interview mit dem Regisseur Julian Rosefeldt.  Der Film lohnt sich schon wegen Cate Blanchetts wirklich außergewöhnlicher Leistung  und wegen der 12 Videos insgesamt. Es heißt: „Eine Hommage an die poetische Sprengkraft der großen Künstlermanifeste der letzten hundert Jahre.“ Diese Sprengkraft wird durch das Gegenüber der Manifesttexte und der modernen Alltagssituationen auf die Spitze getrieben.

Wieder gibt es Querverbindungen: Julian Rosefeldt lernte – so liest man in der ZEIT – Cate Blanchett über THOMAS OSTERMEIER kennen. Thomas Ostermeier ist seit September 1999 Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung der SCHAUBÜHNE in Berlin. Er hat z. B: in München an den Kammerspielen das wunderbare Stück SUSN von Herbert Achternbusch inszeniert.

HIER der link zur Website zum Film und HIER der Filmtrailer.

Und hier unten als Beispiel für Cate Blanchetts wirklich beeindruckende Leistung (alles wurde innerhalb von drei – drei! – Tagen gedreht, glaube ich mich zu erinnern) noch ein Bild zu einem der Videos. Ein Bild aus dem Buch zur Ausstellung. Im Buch finden sich alle Manifestcollagen auf Englisch und in einem Beihefter auf Deutsch, plus Aufnahmen und weitere Texte zum Thema. Interessantes Buch, siehe das Blogbild. Es lohnt, erst die Manifestcollagen zu lesen und dann den Film zu sehen!

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Julian Rosefeldt, © Jens Kalaene/dpa/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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  • Schlagwörter Film, Gesellschaft, Kino, Lifestyle

MUSIK: Urge Overkill

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 24. Juni 2017
  • Keine Kommentare zu MUSIK: Urge Overkill

Girl, you’ll be a woman soon von Urge Overkill, das würde ich jetzt auflegen, auf meiner legendären Party, die irgendwann … irgendwo … mit irgendwem … aus irgendeinem Anlass … stattfinden wird! Ich kann nur raten: Save the – unknown – date!

Im Video sieht man übrigens schöne Szenen aus dem Filmklassiker Pulp Fiction. Auch nicht schlecht. John Travolta spielt da schon sagenhaft cool. Ich frage mich, ob man cooler sein kann (manchmal denke ich aber, „Kuhlmann“ ist auch nicht schlecht!): Der Song ist übrigens, wie ich lese, ein Neil Diamond Cover! Hier:

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  • Schlagwörter Film, Kultur, Lifestyle, Musik, Pulp Fiction

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Sonstiges

SONSTIGES: Filmfest München 2017

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 23. Juni 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Filmfest München 2017

Schön, dass der Tag ungefähr 70 Stunden hat! Das FILMFEST MÜNCHEN findet jetzt wieder statt. Schlapp über 150 Filme werden ab heute bis zum 01. Juli gezeigt. Was soll man bloß dazwischen machen? Die große Leere! Nun gut, ein Eis essen gehen etwa. Ich mache es kurz (mit einigen links): Ich habe zwei Dinge im Programm des Filmfestes entdeckt, die auch diesen Blog betreffen:

  • Man bringt eine Hommage/Retrospektive zu allen Filmen in Regie von Sofia Coppola. Unter anderem wird gezeigt THE VIRGIN SUICIDES. Zu sehen ist der Film am 24.06. um 19.00 oder am 26.06. um 17.30. Ich hatte ja kürzlich im Blog über das Theaterstück DIE SELBSTMORDSCHWESTERN geschrieben. Basis ist das Buch. Übrigens kommt demnächst Jeffrey Eugenides, der das Buch geschrieben hat, zu einem AUTORENGESPRÄCH bei den Kammerspielen vorbei. Bei der Gelegenheit: LOST IN TRANSLATION kommt auch! Auch Regie Sofia Coppola. Wohl eine recht coole Frau. Der Film wird am 25.06. und am 27.06. gezeigt.
  • Der zweite Punkt: Ich bringe ja im Blog gerne Livemitschnitte von Konzerten als Musik der Woche. Das Filmfest lässt sich davon offenbar anstecken und bringt eine Reihe OPEN AIR/LOUD AND FAMOUS. Mit Filmen von Konzerten von Bob Marley, The Doors, Janis Joplin, Falco, Neil Young und andere. Auch nicht schlecht.

So, die kommenden Tage sind vielleicht gerettet.

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Gelesen und geblättert

LITERATUR: Schweigeminute

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 31. Oktober 2016
  • Keine Kommentare zu LITERATUR: Schweigeminute

Die Verfilmung des vielleicht schönsten Buches von Siegfried Lenz, „Schweigeminute“, kommt heute abend um 20.15 Uhr im ZDF. Sehenswert. Innerhalb von fünf Monaten wurden mehr als 250 000 Exemplare des Buches verkauft. Der Verlag freute sich: „Bislang hat sich kein Buch von Siegfried Lenz in so kurzer Zeit so gut verkauft, nicht einmal die „Deutschstunde“ (siehe meinen früheren Blogbeitrag).Es ist die Liebesgeschichte eines Schülers und seiner Lehrerin, die nur ein paar Wochen dauerte. Anlässlich der Gedenkfeier für die verstorbene Geliebte erinnert sich der Achtzehnjährige an die gemeinsamen Erlebnisse mit ihr.“Wir haben meinem Freund Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes„, hatte Marcel Reich-Ranicki gesagt.

Schweigeminute - Sommerausgabe

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  • Schlagwörter Film, Literatur, TV

MUSIK: Janis Joplin

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 30. März 2016
  • Keine Kommentare zu MUSIK: Janis Joplin

Etwas Älteres: Ab Januar diesen Jahres lief der Film Little Blue Girl,  das filmische Portrait von Janis Joplin. Der Film läuft leider nur noch in wenigen Kinos, kann aber sicher im Internet oder demnächst als DVD beschafft werden. Er zeigt, wie die junge Janis Joplin mehr und mehr vom Erfolg aufgefressen wurde. Sie suchte wohl immer Liebe, was auch in ihren Liedern und ihrem Leben zum Ausdruck kam. Sie fand sie aber nicht. Geboren am 19.01.1943 und gestorben an einer Überdosis Heroin am 04.10.1970. Sie wurde also nur 27 Jahre alt. Sie – scheint es – schlitterte in ihre Karriere. Hier ein Song:

Musiktipp der Woche

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