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Kategorie: Gelesen und geblättert

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Allgemein Gelesen und geblättert

LITERATUR: Lion Feuchtwanger – Erfolg

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 30. November 2017
  • Keine Kommentare zu LITERATUR: Lion Feuchtwanger – Erfolg

Lion Feuchtwanger – „Erfolg“: Dieses kleine, unscheinbare Heftchen, dieser bescheidene Band, kränkliches Kloblättchen, dürftige Broschüre, unscheinbares Taschenbüchlein, windiges Ding … neinnein, genau das Gegenteil ist der Fall: Dieser Brocken! Ihn hatte ich zuletzt gelesen. Weil in den Kammerspielen ja am vergangenen Wochenende die Premiere von WARTESAAL von Lion Feuchtwanger war (ich sehe es am Sonntag). Und Wartesaal heißt die Trilogie von Lion Feuchtwanger, zu der auch „Erfolg“ gehört. „Erfolg“ – „Die Geschwister Oppenheim“ – „Exil“. Aber ich war auf dem Holzweg. Der Regisseur Stefan Pucher konzentriert seine Inszenierung an den Kammerspielen auf den Roman „Exil“!  Trotzdem, es war eine gute Wahl. Jetzt kommt eben noch „Exil“ dran. Auch so ein windiges Ding, läppische fast 900 Seiten!

München in der Zeit nach dem I. Weltkrieg, erste Hälfte der Zwanziger Jahre. Lion Feuchtwanger schildert in dem Buch, wie man damals in Teilen der Münchner Gesellschaft dachte und handelte. „Erfolg“ ist ein grandioses Panorama der Zeit, in der Hitlers erster Anlauf zur Machtergreifung scheiterte. Lion Feuchtwanger war wohl der erste Schriftsteller, der das Aufkommen des Nationalsozialismus thematisierte. „Kein literarisches Werk vorher und nachher hat die Mentalität der Stadt und ihrer Bewohner so gut erfasst wie der „Erfolg“, trotz oder gerade wegen der begründeten Hassliebe, die daraus spricht“ (Franz Kotteder, Süddeutsche Zeitung, 7. Juni 2008). Was den Blick auf das Bayerische, Voralpenländische angeht, haben Feuchtwangers Beobachtungen vor allem heute noch volle Berechtigung! Sie sind zeitlos. Die Bayern bleiben die Bayern. Es ist sehr bedrückend, wie hilf- und wehrlos alle die damals aufkommenden Veränderungen gesehen und hingenommen haben. Erst kleine Veränderungen, Lappalien, Stimmungsänderungen, dann auch deutliche Veränderungen. Es wurde immer bedrückender. Aber jeder schaute auf sein eigenes Thema, sein Fortkommen. Durch das Buch zieht sich etwa die tragische Geschichte des progressiven Kunsthistorikers Dr. Martin Krüger, der wegen einer völligen Lappalie – im Grunde aber wegen mißliebiger Kunstwerke, die Krüger erwirbt und ausstellt –  ins Gefängnis kam.

„Dieses Kunstskandälchen bildet […] nur den Ausgangspunkt, sozusagen den Schmetterlingsflügelschlag, aus dem sich ein Orkan von einem Roman entwickelt: ein Zeit- und Sittenbild epochalen Ausmaßes, in dem die bayerische Mentalität, die politisch-ökonomische Großwetterlage und die deutschen Zustände am Vorabend des Dritten Reichs spürbar, greifbar und schmeckbar werden. Dieser große politische Roman bleibt bei aller analytischen Schärfe stets das Werk eines Bestsellerautors. (Wilhelm Trapp, Süddeutsche Zeitung, 2. Mai 2008)

Erstaunlich wie immer ist die Zusammenfassung des Romans auf der WEBSITE von Dieter Wunderlich.

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  • Schlagwörter Buch, Gesellschaft, Literatur, Politik, Rezension

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Gelesen und geblättert Gesehen und gehört Sonstiges

SONSTIGES: Julian Rosefeldt – Manifesto

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 18. November 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Julian Rosefeldt – Manifesto

Es gab im vergangenen und im ablaufenden Jahr eine Ausstellung „Manifesto“ mit 12 Videos. Genannt „Kunstinstallation“. Ab 23. November kommt das Ganze im Kino! Die Ausstellung war in Berlin und München zu sehen. In den Videos spielt die australische Schauspielerin Cate Blanchett 13 Rollen. Rollen, in denen sie jeweils nur ein künstlerisches Manifest spricht. Es spielen keine anderen Schauspieler (mit Text). Die Manifeste sind zusammengestellt aus existierenden künstlerischen Manifesten der letzten hundert Jahre zum Thema: Was ist Kunst? Sind die Aussagen in den Manifesten – und hier in den erstelllten „Manifestcollagen“ – heute noch verständlich? Wie hört man sie heute? Gerade dieser Kontrast zwischen den (damaligen) Manifesten und dem heutigen (Alltags-)Leben zeigt sich in den Videos.

Situationismus – Futurismus – Architektur – Blauer Reiter/Expressionismus – Kreationismus – Konstruktivismus – Dada – Surrealismus – Pop Art – Fluxus/Performance – Konzeptkunst/Minimalismus – Film.

HIER ein Interview mit dem Regisseur Julian Rosefeldt.  Der Film lohnt sich schon wegen Cate Blanchetts wirklich außergewöhnlicher Leistung  und wegen der 12 Videos insgesamt. Es heißt: „Eine Hommage an die poetische Sprengkraft der großen Künstlermanifeste der letzten hundert Jahre.“ Diese Sprengkraft wird durch das Gegenüber der Manifesttexte und der modernen Alltagssituationen auf die Spitze getrieben.

Wieder gibt es Querverbindungen: Julian Rosefeldt lernte – so liest man in der ZEIT – Cate Blanchett über THOMAS OSTERMEIER kennen. Thomas Ostermeier ist seit September 1999 Regisseur und Mitglied der Künstlerischen Leitung der SCHAUBÜHNE in Berlin. Er hat z. B: in München an den Kammerspielen das wunderbare Stück SUSN von Herbert Achternbusch inszeniert.

HIER der link zur Website zum Film und HIER der Filmtrailer.

Und hier unten als Beispiel für Cate Blanchetts wirklich beeindruckende Leistung (alles wurde innerhalb von drei – drei! – Tagen gedreht, glaube ich mich zu erinnern) noch ein Bild zu einem der Videos. Ein Bild aus dem Buch zur Ausstellung. Im Buch finden sich alle Manifestcollagen auf Englisch und in einem Beihefter auf Deutsch, plus Aufnahmen und weitere Texte zum Thema. Interessantes Buch, siehe das Blogbild. Es lohnt, erst die Manifestcollagen zu lesen und dann den Film zu sehen!

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Julian Rosefeldt, © Jens Kalaene/dpa/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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  • Schlagwörter Film, Gesellschaft, Kino, Lifestyle

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Gelesen und geblättert

THEATER: Berliner Volksbühne – Publikumsbeleidigung

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 14. November 2017
  • Keine Kommentare zu THEATER: Berliner Volksbühne – Publikumsbeleidigung

Für den Theaterfreund: Premiere an der Berliner Volksbühne! Das erste Stück unter dem neuen, dem höchst umstrittenen Intendanten CHRIS DERCON. Fast das Ereignis des Theaterjahres. Nach dem Abgang des Intendanten Frank Castorf. Castorf war Intendant der Volksbühne seit 1992! Die Kritiken sind durchgehend verheerend! „Selten bis nie“ … liest man solch niederschmetternde, krasse Premierenkritiken. Etwa in der FAZ: Eine „Beleidigung“ für Publikum wie für Darsteller sei der Eröffnungsabend gewesen; es zeuge von höhnischem Hochmut, dazu überhaupt einzuladen. !!

HIER ein Presserundschau von Deutschlandradio Kultur. HIER die Kritik der Sueddeutschen Zeitung. HIER die Kritik der FAZ.

Es bleibt spannend an der Volksbühne! Immerhin arbeiten mit Chris Dercon so interessante Personen wie SUSANNE KENNEDY oder ALEXANDER KLUGE! Susanne Kennedy hat ja beispielsweise an den Münchner Kammerspielen zuletzt Die Selbstmord-Schwestern nach Motiven des Romans von Jeffrey Eugenides inszeniert . HIER mein damaliger Bericht im Blog. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit der Volksbühne Berlin, wo sie ab Frühjahr 2018 im Repertoire zu sehen sein wird.

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  • Schlagwörter Berlin, Gesellschaft, Schauspiel, Theater

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Gelesen und geblättert Gesehen und gehört

THEATER: Milo Rau

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 24. Oktober 2017
  • Keine Kommentare zu THEATER: Milo Rau
Milo Rau (*1977 in Bern, gerade mal 40 Jahre alt!) ist momentan DIE Figur der deutschsprachigen Theaterszene. Es geht bei ihm mit irrer Schaffenskraft um POLITISCHES THEATER. Auch an den Münchner Kammerspielen steht eine Premiere an: Das Stück Die 120 Tage von Sodom gibt es an den MÜNCHNER KAMMERSPIELEN im Rahmen des Spielart Festivals nur kurz, und zwar am 29. und 30.10.2017, zu sehen.
Ich lese: Er studierte Soziologie, Romanistik und Germanistik in Paris, Berlin und Zürich. Seit 2002 veröffentlichte er über 50 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen, die an allen großen internationalen Festivals zu sehen waren, u. a. am Theatertreffen Berlin, Festival d’Avignon, Biennale Teatro die Venezia, Wiener Festwochen und Kunstenfestival Brüssel und durch über 30 Länder weltweit tourten. Zuletzt wurde er mit der Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik 2017 und dem ITI-Preis zum Welttheatertag 2016 geehrt. Nach Theaterkünstlern wie Frank Castorf, Pina Bausch, George Tabori, Heiner Goebbels oder Christoph Marthaler ist er der bisher jüngste Träger des renommierten Theaterpreises.

»Five Easy Pieces« wurde 2017 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Ich habe das beeindruckende Stück gesehen und HIER darüber berichtet. Ab der Saison 2018/19 übernimmt Er die Direktion des Nationaltheaters in Gent.

Allein zurzeit bzw. in Kürze laufen – soweit mir bekannt – an den deutschsprachigen Bühnen folgende Stücke/Aktionen von ihm:
Five Easy Pieces in den Sophiensaelen, Berlin
Die 120 Tage von Sodom eben in Kürze an den Münchner Kammerspielen/lief bereits im Schauspielhaus Zürich
Lenin (HIER) ganz aktuell an der Berliner Schaubühne
General Assembly in Kürze an der Berliner Schaubühne mit Übertragung an das Thalia Theater in Hamburg
Start des Films Das Kongo Tribunal am 16.11.2017
Diskussion zum Film Das Kongo Tribunal im Münchner Residenztheater am 19.11.2017

 

Angekündigt ist außerdem am Residenztheater München für den 1. Februar 2018 die Uraufführung von Jeanne d’Arc.

Alles kreist bei Milo Rau um das von ihm im Jahre 2007 gegründete IIPM, das International Institute of Political Murder, mit Sitz in der Schweiz und in Deutschland. Es ist seine „Produktionsgesellschaft für Theater, Film und Soziale Plastik“ und kümmert sich um die Produktionen und internationalen Verwertungen seiner Theaterinszenierungen, Aktionen und Filme. Man liest auf der Website des IIPM:

„Die bisherigen Produktionen des IIPM stießen international auf große Resonanz und stehen für eine neue, dokumentarisch und ästhetisch verdichtete Form politischer Kunst – „Real-Theater“, wie Alexander Kluge Milo Raus Ästhetik einmal nannte. Seit 2007 hat das IIPM mehr als 50 Theaterinszenierungen, Filme, Bücher, Ausstellungen und Aktionen realisiert. 

Die Stücke des IIPM tourten durch bisher über 30 Länder und wurden an alle bedeutenden internationalen Festivals eingeladen.  Bisherige Projekt- und Essaybände des IIPM wurden mehrfach aufgelegt („Die letzten Tage der Ceausescus“, 2010), von der Bundeszentrale für Politische Bildung als Schulbücher nachgedruckt („Hate Radio“, 2014) und von der taz zum „Buch des Jahres“ gewählt („Was tun? Kritik der postmodernen Vernunft“, 2013). Für 2017 entstehen der ästhetiktheoretische Band „Wiederholung und Ekstase“ (Diaphanes Verlag, Abschlussband zu einem Forschungsprojekt, das das IIPM an der Zürcher Hochschule der Künste zum Realismus in den Künsten durchführte), die beiden Projektbände „Das Kongo Tribunal“ und „1917“ (beide Verbrecher Verlag) sowie das Manifest „Die Rückeroberung der Zukunft“ (Rowohlt Verlag).“

Beispielsweise zum GENERAL ASSEMBLY, das vom 3. bis 5. November in Berlin stattfinden wird, heißt es:

„Im Juli diesen Jahres hat sich der G20-Gipfel in Hamburg mit wichtigen internationalen Fragen auseinandergesetzt. Diesen Fragen stellt sich, heißt es, das Weltparlament von Milo Rau. Dabei sprechen diejenigen, die in der globalen Realität von Politik und Ökonomie nicht repräsentiert werden, die keine Stimme haben: Arbeitsmigranten, deren Kinder und Nachgeborene, Kriegsopfer, Textil- und Minenarbeiter, Kleinbauern, Wirtschafts- und Klimaflüchtlinge, Opfer des sich anbahnenden Ökozids. Vom 3. bis 5. November versammeln sich 60 Abgeordnete aus der ganzen Welt in der Schaubühne Berlin, begleitet von einer Gruppe internationaler politischer Beobachter: Achille Mbembe, Can Dündar, Chantal Mouffe, Ulrike Guérot, Jean Ziegler, Armen Avanessian, Wolfgang Kaleck, Harald Welzer,(u.a) zu Plenarsitzungen mit folgendem Programm:

3. November 2017: Konstituierende Sitzung

4. November 2017: 1. Plenarsitzung: Diplomatische Beziehungen, Sanktionen und Kriege; 2. Plenarsitzung: Die Regulierungen der globalen Wirtschaft; 3. Plenarsitzung: Migration und Grenzregime

5. November 2017: 4. Plenarsitzung: Cultural Global Commons; 5. Plenarsitzung: Natural Global Commons; Schlusssitzung

 

Also: Wer in Berlin oder Hamburg ist …

(Copyright des Blogbildes: re alliance/ZB)

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Gelesen und geblättert Sonstiges

SONSTIGES: Politik – Helmut Kohl

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 3. Juli 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Politik – Helmut Kohl

Wenn der Blog von meinem Leben erzählt, gehört er auch dazu: Helmut Kohl. Er ist mir einen Blogbeitrag wert. Am vergangenen Wochenende der europäische Trauerakt in Straßburg, die Trauerfeier in Speyer, die Beerdigung in Speyer. Wir wissen es: Es ist nicht ein bekannter Mensch gestorben, nicht ein Politiker. Es ist nicht ein großer Politiker gestorben, einer von bisher zwei europäischen Ehrenbürgern. Nein, auch das nicht. Hier mein persönlicher kleiner Nachruf:

Ich finde, Walter Steinmeier hatte es gut formuliert und viele spüren es ja: Ein Weg geht zu Ende. Ein Weg. Ein Weg, den er für uns alle gegangen ist, sein Lebensweg. Helmut Kohl war schicksalhaft mehr als eine Person, er war ein Phänomen in seiner Zeit! Er hat die Dinge für uns alle geregelt. Ich glaube nicht, dass er aus Egoismus, aus Machtgier handelte. Dazu opfert man doch wohl nicht sein Leben. Sicher war er schwierig und machtbewusst und unnachgiebig und und und, aber das gehört wohl dazu. Er war schließlich immer auch versöhnlich. Wir leben heute noch in einer Welt, die er für uns geschaffen hat. Ob wir ihn mochten oder nicht. Er hat sein Leben hoffentlich für sich, aber auch: Für uns gelebt. So gut es ging, mit den Themen, die damals eben Thema waren. Ich bin 55 Jahre alt und war etwas über 20, als er Kanzler wurde. Von 1982 (ich war 21) bis 1998 (ich war 37) war er Bundeskanzler! Was für eine Zeitspanne!

Erinnerungen. Helmut Kohl hat auch meine Zeitein entscheidendes Stückchen vorangetragen. Er hat es gerichtet. Mehr als jeder große Politiker heute (es ist ja alles viel unüberschaubarer, komplexer und vielfältiger geworden, meint man). Da konnte er vielleicht garnichts dafür, es war einfach so! Erinnerungen? Da wird es natürlich sehr persönlich. Ich sehe meine Kindheit, das Briefmarkensammeln (spanisch Briefmarken), der Fußball (der TSV 1860 München natürlich), die Schule (humanistisch), Latein, Freunde, Familie, München, Cassius Clay, die erste Mondlandung, RAF, die Urlaube an der Nordsee: Das war die Zeit VOR Helmut Kohl. Okay, aber dann, die Zeit des Studiums (erst Altphilologie; oder doch lieber Architektur? Dann Jura!) auch in München, dann Lausanne, Freunde, die Freundin, mein ganz eigenes Leben, alles spitzte sich zu, die Heirat, die schöne Zeit, die Gründung der Familie, Köln, drei Kinder, der Berufsbeginn, mich selbst suchen und finden, mit allem zurecht kommen, die Eltern bei alledem, all das hängt eher mit Helmut Kohl zusammen in dieser Zeit, 1982 bis 1998.

Vielleicht hatte Helmut Kohl etwas, was heute verpönter ist: Eine Art Unnahbarkeit – die damals noch anders hingenommen wurde. Eine Generationenfrage? Unnahbar, aber nicht falsch, das war er irgendwie. Wie meine Eltern, würde ich sagen. Auch das ist natürlich sehr persönlich, aber es ist eben eine Parallele. Auch sie waren letztlich unnahbar, aber nicht falsch! Die Parteispendenaffaire verzeihe ich Helmut Kohl. Ich finde, irdische Kräfte haben an ihm gezerrt, Finanzgünstlinge, sie wollten ihn damit unbewusst aus seiner historischen Stellung herausreißen, zurückholen in den irdischen Strudel, abhängig machen.

Es war kein Gezeter, kein Kampf, keine Rechthaberei, er hat uns einfach durchgeführt durch diese Epoche, scheint mir rückblickend. Obwohl ich mich nicht gerade intensiv darum gekümmert hatte, was er wie machte. Plötzlich war ich dann in Berlin bei der Treuhandanstalt, Abteilung für die Privatisierung alter Stahlbetriebe nach der Wiedervereinigung. Noch ein Zeichen der Zeit: Damals schien vielleicht die Person ansich, die Persönlichkeit noch weit wichtiger als all die abstrakten unbestimmten globalen Phänomene, die sich heute so unlösbar in den Vordergrund drängen – der Terror, die Umwelt, die Flüchtlingskrise, die Globalisierung insgesamt. Helmut Kohl, am vergangenen Wochenende ist somit auch bei mir eine Epoche aus dem Leben geschieden. Abgeschlossen war sie ja schon. Vielleicht kommt ja irgendwann einmal ein Mensch daher, der uns – oder eher unsere Kinder – in gewisser Weise wieder ähnlich ein Stückchen lang durch einige der globalen Misslagen führen wird. Ganz schicksalhaft … Aber heute muss man vielleicht auch viel mehr selber in die Hand nehmen.

 

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  • Schlagwörter Geschichte, Gesellschaft, Helmut Kohl, Mauerfall, Politik, Trauerfeier, Wende

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Gelesen und geblättert Sonstiges

SONSTIGES: Politik – Die arabische Welt

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 9. Juni 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Politik – Die arabische Welt

Die arabische Welt und ihre Konflikte! Wer versteht das schon! Ich nicht! Eine aktuelle Meldung lautet ja: „Terroranschlag im Iran“. Und: „Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und der Jemen brechen alle Beziehungen zu Katar ab. Die nationalen Fluggesellschaften stoppten den Luftverkehr. Zudem schlossen die Nachbarländer die Grenzen. Die Staaten werfen Katar vor, Terroristen zu unterstützen. Zudem stoßen sie sich an den Beziehungen des Emirats Katar zum Iran.“ Was steckt dahinter?

Es hat wesentlich mit dem Konflikt Sunniten – Schiiten zu tun. Ich habe ein paar Informationen gesammelt, hoffentlich verlässlich. Ich war auf journalistischen Seiten wie SPIEGEL online, FAZ online, SZ online, ZEIT online unterwegs. Folgendes:

Etwa 80 bis 90 Prozent der Muslime weltweit sind Sunniten. Das Königreich Saudi-Arabien sieht sich als große Schutzmacht der Sunniten. Eine besonders konservative Strömung der Sunniten ist der Wahabismus – die Staatsreligion in Saudi-Arabien. Man sagt, der Wahabismus sei dem IS recht nahe. Donald Trump hat mit seinem riesigen Waffendeal (über 110 Mrd. US – Dollar) also einseitig die Sunniten von Saudi Arabien unterstützt. Das bringt natürlich Unruhe, vor allem im Iran, siehe unten. Wenn sich eben zwei streiten (Saudi Arabien und der Iran) und sich ein Dritter (USA) einseitig auf die eine Seite stellt! Aus wirtschaftlichen Gründen! Wenn das mal gut geht!

Nur in wenigen Ländern stellen jedenfalls die Schiiten die Mehrheit. Dazu zählen der Iran, der Irak und Bahrain. Der Iran vor allem betrachtet sich als der wesentliche Interessenvertreter der Schiiten. Also Saudi Arabien gegen Iran im Kampf um die Vorherrschaft in der arabischen Welt. Der große Konflikt!

Die Schiitengegner im Nahen Osten glauben ohnehin generell, dass Schiiten in arabischen Staaten nicht herrschen dürften, obwohl sie im Irak 60 Prozent, in Bahrain 50 bis 70 Prozent, im Libanon 35 bis 50 Prozent, in Kuwait 20 bis 30 Prozent, in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis zu 20 Prozent und in Saudi-Arabien rund 10 Prozent der Bevölkerung stellen. Vielmehr müssten schiitische Regierungen – wie auch in Syrien übrigens – sowie substaatliche Akteure wie die schiitisch geprägte Hisbollah bekämpft werden. Der Islamische Staat (IS) ist auch sunnitisch und antischiitisch geprägt. Er bekämpft ja auch die schiitische Regierung in Syrien. Auch andere syrische Aufständische sind sunnitisch.

Und jetzt das Emirat Katar. Es wird sunnitisch regiert (es leben aber 70 % Schiiten im Land), will aber die sunnitische Vormachtstellung Saudi Arabiens nicht einfach   hinnehmen. Vorgeworfen wird Katar aktuell, es finanziere sunnitisch geprägte Terrororganisationen wie die sunnitisch-islamistische Muslimbruderschaft und die ebenfalls sunnitisch-islamistische Palästinenserorganisation Hamas. Die Muslimbruderschaft ist zwar auch sunnitisch, aber – lese ich – die Muslimbruderschaft stehe in Konkurrenz zu den Wahabisten, die die Vorherrrschaft im sunnitischen Islam für sich beanspruche. Und: Katar pflege zuviel Nähe zum Iran (? – Schiiten). Katar ist etwas westlicher orientiert, die Amerikaner haben dort einen „riesigen“ – wie es heißt – Militärstützpunkt. Kapier ich noch nicht ganz.

Und die Türkei, die ja aktuell Katar unterstützt? Den Emir von Katar und den türkischen Präsidenten Erdogan verbindet – liest man – die Nähe zur sunnitisch-islamistischen Bewegung der Muslimbrüder sowie die Energiefrage. Stößt also auf Unruhe in Saudi Arabien, den Wahabisten. Katar hat außerdem Zugang zum größten Erdgasfeld der Erde, die Türkei einen hohen Energiebedarf. Der frühere Spitzendiplomat Jürgen Chrobog sagte kürzlich in einem Interview mit Deutschlandradio

Frage: „Welche Rolle spielt die Entwicklung um Katar, ein Land, dem die Nachbarländer, die es jetzt boykottieren, auch vorwerfen, zu freundschaftlich mit dem Iran umzugehen?“
Chrobog: „Nun gibt es keine engen Beziehungen zwischen Katar und dem Iran, aber Katar ist vielleicht das einzige Land in der Golf-Kooperation, das sich etwas nach vorn bewegt und etwas moderner denkt und diese Stagnation aufbrechen will, die in dem Freund-Feind-Denken besteht. … Aber auf jeden Fall ist Katar das Land, das etwas moderner denkt, und versucht, auch die Brücke zu Iran zu bauen, ohne jetzt aber eine enge Freundschaft zum Iran aufzubauen.“

Wie ist dann die Türkei zu bewerten? Ich muss hier heute abbrechen. Es reicht ja auch erst einmal. Ist alles nur ganz grob. Ich werde weiter darüber schreiben, um es selber für mich zu verstehen. Mal sehen.

So, vor diesem Hintergrund kann man den Artikel zur Katar-Krise auf ZEIT online gut lesen. Er liest sich dann fast so einfach wie Fix und Foxi. HIER

 

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  • Schlagwörter Arabische Welt, Gesellschaft, News, Politik

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Allgemein Gelesen und geblättert Gesehen und gehört

MUSIK: Nachtrag zu Phil Collins

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 6. Juni 2017

Ich hatte kürzlich ein wenig über Phil Collins geschrieben und hatte bei dieser  Gelegenheit dem Stück „I don’t care anymore“ die Ehre zuteil kommen lassen, hier als MUSIK DER WOCHE gebracht zu werden. Ich wollte ihm ein bisschen helfen. Es hat offenbar voll gewirkt: Phil Collins gibt in den kommenden Wochen restlos ausverkaufte Konzerte. Eine Woche lang spielt er in London, dann eine Woche lang in Köln (5 Konzerte, siehe meinen Blogpost, Suchmaske rechts), dann in Paris (da gibt es wohl noch Karten), dann ein Konzert in Dublin und dann vor wahrscheinlich ca. 300.000 Menschen noch einmal in London, im dortigen Hyde Park. Der Hyde Park gilt als einer der größten innerstädtischen Parks weltweit. Am 30. Juni ist dieses Konzert.

Besonders an den Konzerten ist: Es sind Konzerte im Sitzen, er kommt mit Stock auf die Bühne und setzt sich auf einen Sessel. Es geht wohl nicht mehr anders. Nach seinem ersten Konzert in der Londoner Royal Albert Hall schreibt die SZ (Alexander Gorkow): „Er kann kaum noch gehen, aber wieso sollten sie ihn gehen lassen?“: Hier der Link zu der schönen Konzertkritik von Alexander Gorkow: SZ – KRITIK

 

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  • Schlagwörter Gesellschaft, köln, Lifestyle, london, Musik, Musiktipp

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Gelesen und geblättert

LITERATUR: Joseph Roth, Radetzkymarsch

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 28. April 2017
  • Keine Kommentare zu LITERATUR: Joseph Roth, Radetzkymarsch

Wieder etwas gelesen. Nachts oft. Joseph Roth’s Roman Radetzkymarsch, den ich meinem Sohn Carlos zu Weihnachten geschenkt hatte. Die Zeit vor dem 1. Weltkrieg, also eigentlich gar nicht so lange her. Das kann doch nicht schaden, denke ich, wenn man als junger Mann auch etwas aus dieser Zeit erfährt. Ich habe natürlich wieder nachgesehen, was Dieter Wunderlich in seiner Besprechung unter http://www.dieterwunderlich.de dazu schreibt: „Ein trauriger, hoffnungsloser Abgesang, ein kunstvoll formuliertes Requiem auf den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn und dessen Gesellschaft„. Was hat Dieter Wunderlich nicht alles gelesen und treffend dargestellt und beurteilt!

Sprachlich und von den einzelnen Schilderungen her gesehen ist der Roman schon recht antiquiert, aber historisch interessant. Joseph Roth hatte den Roman ab Herbst 1930 bei Freunden (u. a. Stefan Zweig) und in Hotels in Frankfurt a.M., Berlin, Paris, Baden-Baden und Antibes geschrieben. Die Arbeit konnte 1932 abgeschlossen werden.

In einer drei Generationen umspannenden Familiengeschichte veranschaulicht Joseph Roth, wie die k-und-k-Monarchie mit ihren Traditionen langsam zerfällt. Bis zum Ausbruch des I. Weltkrieges. Joseph Trotta Freiherr von Sipolje symbolisiert die eine tragende Säule der überkommenen Gesellschaft: das Militär. Sein Sohn Franz als Bezirkshauptmann die andere Säule: das kaiserliche Beamtentum. Der Enkel des „Helden von Solferino“ wiederum profitiert zwar noch vom Schutz des alten Systems, aber er ist nicht mehr in der Lage, sich damit zu identifizieren. Er will das Militär verlassen, steckt aber fest. Zwar merkt er, dass die Zukunft neuen Kräften gehört, aber er ist durch seine Erziehung noch sehr der Vergangenheit verhaftet.

Unter dem Titel „Die Kapuzinergruft“ veröffentlichte Joseph Roth übrigens 1938 eine Fortsetzung seines Romans „Radetzkymarsch“.

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  • Schlagwörter Österreich, Buch, Gesellschaft, Leben, Lesen, Literatur, Politik, Rezension

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Gelesen und geblättert

LITERATUR: Zeruya Shalev – Schmerz

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 19. April 2017
  • Keine Kommentare zu LITERATUR: Zeruya Shalev – Schmerz

Ein kürzlich gelesenes Buch sei erwähnt: Von Zeruya Shalev der Roman Schmerz. Bekannt geworden ist Zeruya Shalev davor durch den Roman „Liebesleben“, den ersten Teil einer Trilogie über das moderne Liebesleben. Shalev ist eine israelitische Schriftstellerin, geboren im Kibbuz am See Genezareth in Galiläa. Shalevs durchaus intensive Erzählungen spielen auch in Israel.

Ich würde das Buch „Schmerz“ mit der Note 2-3 unter „gute Bücher“ einordnen. Ein interessanter Schreibstil. Thematisch geht es darum, dass eine Frau nach vielen Jahren der Ehe ihre große Jugendliebe wiedertrifft und merkt, dass sie zu ihm muss. Es ist eine Familiengeschichte, in der Ordnung und Chaos nebeneinanderstehen, alles gerät ja aus den Fugen. Sie verheimlicht ihre Treffen mit der großen Liebe, macht sich aber natürlich Gedanken. Dass Iris – die Protagonistin – vor langer Zeit nicht nur physisch bei einem Attentat,  sondern auch psychisch durch das unverständliche Scheitern dieser Jugendliebe verletzt wurde, wirkt bei ihr noch immer nach. Sowohl in der Familie, als auch in Bezug auf die Jugendliebe. Es kommt dann hinzu, dass sie ihre Tochter in Gefahr wähnt und sich darauf konzentriert, ihr zu helfen. In diesem Kontext geht es in „Schmerz“ um ihre Befürchtungen, Fürsorge, Kontrolle und eben um die große Liebe, die alles verändern würde.

 

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Gelesen und geblättert Sonstiges

SONSTIGES: Politik – New York Times International Weekly

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 12. April 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Politik – New York Times International Weekly

BEACHTEN: Die vorherigen Blogbeiträge bleiben natürlich allesamt sehr ansehenswert bzw. anhörenswert. Sehr. Einfach auf der Startseite runterscrollen. Es geht nur momentan recht schnell.

Ein aktuelles Thema habe ich heute wieder aufgeschnappt und mich ein wenig informiert. Wie komme ich auf das Thema? Warum kümmert es mich? Weil ich in diesem Blog  ja über all die (kulturellen, politischen) Dinge schreibe, mit denen ich eben etwas mehr „in Berührung komme“. Und weil ich meine kleinen Erkenntnisse dann gerne auch anderen zur Verfügung stelle. Viele haben ja etwas weniger Zeit als ich.

In New York fand am Montag, den 10.04.2017, die Verleihung des Pulitzer-Preises statt. Drei Preise gab es für die New York Times. „Wir sind nicht in einer Phase des Niedergangs des Journalismus, sondern mitten in einer Revolution“, hatte Mike Pride, der Vorsitzende des Pulitzer-Preis-Gremiums, gesagt. Wohl auch angesichts des aktuellen Themas „Fake News“.

Zu meiner erwähnten „Berührung“ mit dem Thema: Jeden Donnerstag findet sich in der Süddeutschen Zeitung eine internationale Ausgabe der New York Times (New York Times International Weekly). Liberal und kritisch. Und mitunter erfrischend andere Themen und Darstellungen, andere Blickwinkel. Donald Trump twitterte zwar kürzlich, die New York Times sei – neben anderen Medienhäusern – ein „Feind des amerikanischen Volkes„. Ist aber im Gegenteil vielleicht für kritischen Journalismus gar nicht einmal das Schlechteste, wenn Donald Trump so etwas sagt, es fördert damit ja geradezu kritischen Journalismus. Was ja nicht gleichzusetzen ist mit unwahrer Schwarzmalerei, was er vielleicht unterstellt. Ich lese die New York Times International Weekly im übrigen auch schon wegen des Englischen gerne. Eine schöne Herausforderung manchmal angesichts der Journalistensprache, nicht immer leicht.

Also wieder einmal über den „Tellerrand“ schauen, bevor der Tellerrand immer höher wird und man seinen kleinen Teller – so voll er auch sein mag – allzu wichtig findet! So wichtig der eigene kleine Teller natürlich AUCH sein mag!

Der Pulitzer-Preis jedenfalls ist nach dem Verleger Joseph Pulitzer benannt und wird seit etwas mehr als 100 Jahren verliehen. Er ist „einer der renommiertesten Journalisten-Preise“ für amerikanische Aktivitäten. In diesem Jahr wurde er wieder in 14 journalistischen Bereichen und in einzelnen Bereichen der Kategorien Literatur, Theater, Musik verliehen.

Ein Pulitzer-Preis ging an die New York Times für eine Reportage über die Bemühungen Moskaus, die Macht Russlands im Ausland auszuweiten. Ein weiterer Preis für den NYT – Fotografen Daniel Berehulak, der Gewalt im Antidrogenkampf auf den Philippinen dokumentierte. Und für C.J. Chivers von der NYT gab es die Auszeichnung, für seinen Beitrag über einen Afghanistan-Veteranen, der unter einer posttraumatischen Belastungsstörung litt.

Soweit man Wikipedia glauben kann, gilt im übrigen Folgendes zur New York Times:

  • Die New York Times wird als linksliberale Zeitung eingeordnet.
  • Mit derzeit etwa 1200 redaktionellen Mitarbeitern verfügt die New York Times immerhin über die größte Zeitungsredaktion der USA.
  • Die New York Times ist außerdem die Zeitung mit den meisten Pulitzer-Preisen (über 120) und den meisten Online-Lesern (über 30 Millionen Besucher pro Monat, Daten von 2010) in den USA.
  • Größte Anteilseignerin des Verlags ist die Familie Ochs Sulzberger. Arthur Ochs Sulzberger jr. ist derzeit der Herausgeber der Zeitung. Er ist Nachfahre des ehemaligen Eigentümers Apolph Ochs (Eigentümer ab 1896). Der mexikanische Milliardär Carlos Slim hält 16,8 Prozent des Unternehmens und ist der größte externe Anteilseigner. Viel Kapital war eben wegen des branchenweiten Anzeigenschwundes nötig.

Das waren meine Bemühungen zur New York Times. Also Donnerstags die SZ.

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Gelesen und geblättert Sonstiges

SONSTIGES: The Dampfnudel Day

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 19. März 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: The Dampfnudel Day

Essen ist ja Kultur, also Thema des Blogs. Zumindest Dampfnudeln. Da ich mich letztens an Dampfnudeln versucht hatte (Dampfnudel Day), bringe ich hier das wunderbare Rezept:

Bayerische Dampfnudeln

Und zwischendurch hatte ich mir ein paar naheliegende Gedanken über die besten Filme aller Zeiten gemacht, da sie ja alle seltsamerweise schon in ihrem Titel etwas mit Dampfnudeln zu tun haben. Das kann doch kein Zufall sein. Aber so ist es:

liste-der-besten-filme-aller-zeiten1

Bayerische Dampfnudeln mit Vanillesauce

Es gibt sogar so genannte Dampfnudeltore in den pfälzischen Orten Kandel und Freckenfeld! Beide Orte liegen etwas westlich von Karlsruhe. Die Torbögen dieser Tore sind mit jeweils mehr als tausend (!) steinernen (!) Dampfnudeln (!) verziert (!). Eine architektonische Meisterleistung!

Um das „Freckenfelder Dampfnudeltor“ rankt sich sogar eine besondere Sage: Im Dreißigjährigen Krieg stellte eine schwedische Reiterschwadron eine hohe Geldforderung an die Bürger des Ortes. Bei Nichterfüllung drohten sie Plünderung und Mord an. Eine Abordnung erreichte dann aber, dass die Forderung gemildert wurde: Der schwedische Hauptmann und seine Soldaten sollten verköstigt werden, dann verschone er die Bevölkerung. Daraufhin ließ der Bäckermeister Johannes Muck seine Frau und die Magd einen großen Kessel Soße kochen und befahl, sie kräftig mit Wein abzuschmecken. Er selbst buk mit seinen Gesellen Dampfnudeln, bis jeder Soldat satt war: insgesamt 1286 Stück. Bei mir waren es etwas weniger. Die Schwadron akzeptierte das servierte Gericht und verschonte das Dorf vor Zerstörung und Mord.

Die Dampfnudel eben!

.

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Gelesen und geblättert Sonstiges

SONSTIGES: Politik – CDU in Bayern

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 8. März 2017

Ich hatte kürzlich an dieser Stelle zur Gründung der CDB – Christdemokraten in Bayern – aufgerufen, um es zu ermöglichen, auch in Bayern eine Partei zu wählen, die Angela Merkel unterstützt. Die CSU hat Frau Merkel ja allzu lange geschadet und immer wieder geschwächt. Die CSU wird, fürchte ich, entscheidende Schuld tragen, wenn Frau Merkel nicht mehr Kanzlerin bleiben können sollte.

Im Blogbeitrag zur Parteigründung hatte ich erwähnt, dass ein Nürnberger Rechtsanwalt (und seine Ehefrau) gegen die Unmöglichkeit geklagt hatte, in Bayern die CDU wählen zu können. Ich hatte Kontakt zu ihm aufgenommen und erhalte jetzt folgendes Update: Herr und Frau RAe Roth haben nunmehr Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingereicht mit dem Ziel, die CDU jedenfalls mit der Zweitstimme auch in Bayern wählen zu können.Die Klageschrift liegt mir vor, ich würde sie bei Einverständnis der RAe Roth hier veröffentlichen. Mal sehen.

Es wird also weiter geklärt werden, ob etwa die Vereinbarung zwischen CDU und CSU nicht als „Vertrag zulasten Dritter“ (der Wähler in Bayern) – so seine Argumentation – unwirksam oder wegen Einschränkung der Wahlrechte in Bayern schlicht nichtig ist. Interessant.

Herr RA Roth schrieb kürzlich in einer Mail an seine Unterstützer:

„Es ist richtig und wichtig, dass Bürger und Politiker dieses Staates dem Demokratieabbau in einigen Mitgliedsländern der Europäischen Union oder gerade aktuell in der Türkei unter Verweis auf unser Wertesystem entschieden entgegentreten. Wir bleiben aber nur dann glaubwürdig, wenn wir selbst demokratische Grundsätze beachten und uns für diese Grundsätze einsetzen. Dazu gehört auch ein freies Wahlrecht dergestalt, dass jeder deutsche Staatsbürger die Partei wählen darf, die seit Jahren die Bundeskanzlerin stellt. Die derzeitige Unmöglichkeit gefährdet die Glaubwürdigkeit unseres eigenen politischen Wertesystems. Das könnten die Gegner unserer Demokratie propagandistisch ausnutzen und dem gilt es entgegenzutreten.“

Kontrollfrage: Dürfte denn die CDU mit der FDP etwa in Hessen eine Vereinbarung treffen mit dem Inhalt: „Wenn Ihr für Frau Merkel seid, treten wir in Hessen nicht an“?

Ich informiere weiter.

Bildergebnis für parteien

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  • Schlagwörter Bundestagswahl, Gesellschaft, Politik

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Gelesen und geblättert

LITERATUR: Hanja Yanagihara – Ein wenig Leben

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 17. Februar 2017
  • Keine Kommentare zu LITERATUR: Hanja Yanagihara – Ein wenig Leben

Ein irgendwie unglaubliches Buch. Eine Aufgabe! Ein Buch, das sich liest und liest und liest und mehr und mehr wird man hineingezogen in die Schicksale der vier Freunde Jude, JB, Willem und Malcom. Und mehr und mehr merkt man: „Es geht um das Leben an sich! Es betrifft mich, obwohl die erzählte Geschichte so besonders ist“. Wie kann man das Leben überhaupt durchstehen? Es ist viel darüber geschrieben worden, hier links zur Besprechung auf ZEIT ONLINE und der Besprechung auf SPIEGEL ONLINE.

Es geht genauer gesagt in diesem Buch – das man (nicht etwa wegen seines 1000-Seiten-Umfangs) immer wieder weglegen muss, weil es so aufzehrt – um zwei elementare sich bedingende „Grenzen“ des Lebens. Mehr geht nicht, als Leser fühlt man sich an diese Grenzen geführt.

Zwei Seiten des Lebens. Auf der einen Seite:
Freundschaft und Liebe. Es ist unfassbar, wie die Leben der vier Freunde – vor allem Jude’s so bitteres Leben – nur durch ihre gegenseitige Freundschaft und Liebe ertragen werden, weitergehen. Jude speziell wird im Grunde nur dadurch am Leben gehalten. Das merkt man später – ich sage nicht, warum.  Das Leben der vier Freunde und weiterer Personen wird über Jahrzehnte hinweg verfolgt. Fast fünfhundert Seiten lang bekommt man vor allem ein Gefühl für die Liebe der drei Freunde von Jude zu ihrem hochtalentierten, intelligenten und gutaussehenden Freund Jude, der seine fürchterliche Vergangenheit verschweigt. Sie können es immer nur erahnen, sie erleben seine Schmerzattacken, seine Angst. Erst später kommt mehr und mehr davon zu Tage! Soviel Hilfe, Mitgefühl, tiefer Trauer und Empathie. Von Seiten der Freunde kommt alles, alles, was das Leben ihres Freundes Jude benötigt. Die Freundschaft und Liebe der Freunde von Jude zu ihm ist grenzenlos! Sie ist kaum zu fassen.

Auf der anderen Seite:
Leid, Traurigkeit, Schicksal, dem man nicht entkommt. Jude verschweigt ein fürchterliches Leid, seine fürchterliche Vergangenheit, menschlich kaum zu ertragen. Das unglaubliche schmerzvolle Leid Jude’s wird aber immer wieder getragen von – seiner und der Freunde – Zuversicht, Hoffnung, Verdrängung, Lebenswillen, Hilfe, dass man es kaum fassen kann. Jude will mithalten im Leben, er will das Leben mitmachen. Er muss es mitmachen! Das Leben ist ein „Weiter und weiter“, jedenfalls, wenn es von Liebe getragen wird! Es geht damit letztlich darum: Wie weit kann Schmerz und Leid für einen Menschen – Jude – gehen und wie weit kann Freundschaft und Liebe für einen Menschen das Leben aufrechterhalten. Wie wichtig ist sie? Und es geht darum, dass das Leben einfach traurig ist. Der Schmerz überschreitet alle vorstellbaren Grenzen, aber Jude will weitermachen. Die Liebe – vor allem die grenzenlose Liebe von Willem zu Jude, aber auch etwa die Liebe der Adoptiveltern Harold und Julia zu ihm – kennt keine einzige Grenze (vor welchen Grenzen sie steht, sage ich hier nicht). Man kann sich als Leser wahrscheInlich nur sagen: „All das, was mir – und wahrscheinlich allen mir bekannten Menschen – in meinem Leben widerfährt, ist ein unglaublcher Kleinkram! Ich kenne nicht im Geringsten mögliche Extreme des Lebens!“ Was folgt, kann eigentlich nur Demut sein. Demut vor dem guten Leben, das man hat. Und ein Gefühl für die Härte des Lebens.

Schon das Buchcover ist übrigens „berüchtigt“. Abgesehen davon, dass es bildlich fantastisch und kaum übertreffbar den traurigen Ton des Buches widerspiegelt (man schaut es sich immer wieder an), stammt es von einem Fotografen, der auch das Foto der letzten LP/CD des berüchtigten transsexuellen Sängers Antony (siehe früheren Blogbeitrag „Musik der Woche“ zum Tod von Leonhard Cohen) gemacht hat. Antony nennt sich ja mittlerweile Anohni.

HIER der Link zum Hanser Verlag, die Buchseite.

 

 

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  • Schlagwörter Buch, Gesellschaft, Literatur

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Gelesen und geblättert Sonstiges

SONSTIGES: Antworten

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 22. Januar 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Antworten

Es sind viele, keine Frage. Die Haltung zu diesem Thema, die Antworten, die wir uns suchen, sie sind immer wieder interessant. Das bleibt auch so (Wahljahr!) und man sollte sich, wenn man Zeit hat, weiterhin Gedanken machen. Kürzlich erreichte mich ein Artikel eines Online-Portals, das unter http://www.achgut.com interessant daherkommt. Er hat mich doch sehr irritiert – freundlich ausgedrückt. Mit vielen anscheinend verständlichen Argumente, die man eben so auf der Zunge hat, wird eigentlich auch dort gegen Flüchtlinge und gegen Flüchtlingshilfe polemisiert. Ich finde durchaus, dass man die weltweit bestaunte „Marke“ Deutschland schützen muss, selbstverständlich! Aber nicht so, wie in diesem Artikel, denke ich! Schon gar nicht unter dem Deckmantel des intellektuellen Denkens! Ich habe der Person, die mir den Artikel zugesendet hatte, eine Antwort geschrieben, die ich gerne auch hier bringe.

Zum Artikel von Imad Karim in http://www.achgut.com hier der link:

Karim Beitrag

Und hier meine Antwort:

imad-karim

Zeitung Serie " stock photo

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  • Schlagwörter Europa, Flüchtlinge, Gesellschaft, Leben

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Gelesen und geblättert Sonstiges

SONSTIGES: Eiseskälte

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 18. Januar 2017
  • Keine Kommentare zu SONSTIGES: Eiseskälte

In der FAZ Online von heute – 18.01.2017 – findet sich eine coole Idee, die ich gerne zeige. Hier der link:

Finnlandeis

Bildergebnis für kälte

 

 

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  • Schlagwörter Europa, Finnland, Gelesenes, Kälte, Leben

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Gelesen und geblättert

LITERATUR: Jonathan Safran Foer – Hier bin ich

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 14. Januar 2017
  • Keine Kommentare zu LITERATUR: Jonathan Safran Foer – Hier bin ich

Nach elf Jahren ist ein neuer Roman von Jonathan Safran Foer erschienen. HIER BIN ICH. Ich setze ihn ins Verhältnis zu etwas wie „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz (siehe früherer Blogbeitrag). Man sieht daran nämlich wunderbar deutlich, wie sich die Zeiten einfach verändern! Auch bei Foer geht es  – unter anderem – um Generationen. Die Kinder, die Eltern, die Großeltern, ein Onkel, dessen Familie. Und durchgängig geht es hier um das Jüdische und die Einstellungen der Personen zum jüdischen Leben und den Traditionen.. Manchmal geradezu schwer verständlich, wenn man sich nicht gerade gut auskennt. Aber wie anders sich jeder verhält – im Vergleich zu früheren Zeiten – und wie anders Foer es auch beschreibt! Modernes Leben. Vordergründig geht es bei Jonathan Foer um einen jüdisch-amerikanischen Schriftsteller, der mit Frau und den Kindern in Washington DC lebt. Es wird fast der Alltag geschildert, kein besonderer Handlungsstrang, auch anders als früher. Julia und Jacob Bloch haben durchaus Probleme: Jacobs hochbetagter Großvater soll ins Altersheim, will aber nicht, ihr ältester Sohn droht von der Schule zu fliegen, dabei wollen sie in ein paar Wochen seine Bar Mizwa (Mannwerdung) feiern. Geplant ist ein großes Familienfest, zu dem auch die Verwandtschaft aus Israel anreist, was die angespannte Stimmung im Hause Bloch weiter anheizt. Die Verwandschaft kommt auch. Und dann macht Julia eine Entdeckung, die alles infrage stellt, ihre Ehe, ihre gemeinsamen Werte, die Zukunft der Familie … Während sich die häusliche Krise zuspitzt, ereignet sich noch dazu  ein globales Desaster: Ein katastrophales Erdbeben im Nahen Osten führt zu einem gewaltigen internationalen politischen Konflikt, der auch die Familie Bloch im Kern trifft. Mit auffallender und besonderer Schlagfertigkeit kommunizieren alle miteinander. Alle ständig mit eigener Beschäftigung. Wie es eben heute ist. Das macht Spass, liest man nicht so oft. Wie anders ist da eine ruhige und intensive Schilderung etwa in „Deutschstunde“! Ein mit vielen feinen Beobachtungen geschilderter Kern ist – wie gesagt – das Auseinanderbrechen von Jacobs und Julias Ehe. Und all die Erzählebenen dienen im Grunde dazu, die Identität des Autors/ Erzählers zu schärfen, der ewig unentschlossen, abschweifend, überlegend, zweifelnd seine Selbstbestimmung anstrebt. Inwiefern das gelingt, bleibt aber offen. Aber es ist sehr vielseitig, anspruchsvoll geschrieben! Es geht um die totale Konzentration auf das eigene Ich. Unsere Zeit! Man hat nur am Ende nicht etwa eine „Geschichte“ und das Verhältnis der Personen dazu vor Augen. Irgendwie anders, als man es gewohnt ist Wieder einmal anders.

Hier bin ich: Roman

 

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SONSTIGES: Politik – Donald Trump und Twitter

  • Beitragsautor Von maxkuhlmann
  • Veröffentlichungsdatum 4. Januar 2017
  • 1 Kommentar zu SONSTIGES: Politik – Donald Trump und Twitter

Donald Trump twittert. Er erklärt sich  so nicht etwa zu privaten Themen, sondern zu politischen Themen und Personen. National und international. Ein Phänomen, das vor 10 Jahren undenkbar gewesen wäre. Was sich alles ändert! Frage: Was macht das mit uns und mit der Politik? Was verändert sich? Wie stehen wir da? Politik als Zeichen bloßer Laune? Darf er das zu jedem Thema? Populismus? Oder wird Politik dadurch sogar verständlicher? Oder zeigt es nur seine Macht? Oder ist es Geringschätzung, sein Zichen, dass ihm die Meinung anderer egal ist? Oder hilft es uns eher, ihn besser einzuschätzen? Den Amerikanern für die nächsten Wahlen? Oder manifestiert er damit nur seine besondere Launenhaftigkeit? Oder sollten es mehr Politiker so tun? Weltpolitik über Twitter?

Man kann viel dazu sagen, ich werde diesen Blogbeitrag in Kürze bei Gelegenheit insoweit etwas ergänzen.

FORUM: Jeder Blogleser möge bitte gerne durch Benutzung der grauen Sprechwolke oben rechts kurz schreiben, was er dazu denkt. Mal sehen, was kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Leser alle Kommentare sehen können, gegebenenfalls werde ich sie sammeln und gesondert bringen.

Ergänzung:

Ein Aspekt: Ich denke mir, dass Menschen, die twittern, – besonders so prominente Personen wie Donald Trump – natürlich hoffen, dass viele Menschen das lesen, was sie schreiben. Aber sie lassen sich nicht auf eine Diskussion ein, sondern tun nur ihre Meinung kund. Eine Art Diskussionskultur lehnen sie ansich ab, je mehr sie twittern. Politik wird nicht mehr diskutiert und überlegt, sondern unumstößlich und auch rücksichtslos geschrieben. Und damit ist die einmal geäußerte Meinung in der Welt und wird nicht mehr geändert. Wer twittert, weiß eben, dass er seine Meinung nicht ändern wird. Ist das nicht etwas gefährlich für einen Mann, der eine riesengroße Nation vertritt? Politik als die Abgabe von Schnellschüssen?

 

Bildergebnis für donald trump twitter

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