MUSIK: The Blaze – Places

The Blaze ist eine französische Band, bestehend aus den beiden Cousins Jonathan und Guillaume Alric, die beide in Paris leben. 2016 erst erschien ihre erste Single. Die Kombination von Musik und Video sind ihr Kennzeichen.

The Blaze werden daher auch „audiovisuelles Producer-Duo“ genannt. Obwohl ihre Songs für sich genommen schon hörenswert sind, gehören gerade ihre sehr realistischen Musikvideos zum Gesamtbild der Band. Ein dunkler, etwas verzerrter, hallender Gesang gehört auch dazu. Zu ihrem aktuellen Album „Dancehall“ sagen sie:

„Wir wollten mit dem Album ein spezielles Gefühl transportieren, das wir ‚Good Nostalgia‘ nennen. Unser Ziel war: Egal in welcher Situation du gerade bist, wenn du unsere Musik hörst, bekommst du dieses schön nostalgische Gefühl.“

Auch „Places“ ist ein Song dieses aktuellen Albums Dancehall.

Ich bin auf The Blaze gestoßen, weil deren Song „Places“ im Rahmen des Theaterstücks „Das neue Leben“ von Christopher Rüping an einer sehr schönen Stelle zu hören ist. Ich habe gerade darüber geschrieben. HIER meine Besprechung. Und hier der Song „Places“. Ich füge zwei weitere Videos bei:

Es gibt auch eine lange Version, die man gut an einem coolen Abend eine Weile im Hintergrund laufen lassen kann:

Und hier noch eine mehr-als-eine-Stunde-Version von Songs von The Blaze, die hoch oben in den französischen Alpen gespielt wurde. „The Blaze live at Aiguille du Midi in Chamonix“. Das Konzert wurde am 04.06.2020 auf dem Aiguille du Midi, dem „berühmten Aussichtsberg“ mitten im MontBlancMassiv 2.800 m über Chamonix aufgezeichnet. The Blaze spielen hinein in einen faszinierenden Sonnenuntergang, die elektronischen Klangwelten werden eins mit dem Wolkenmeer über den Alpen, begleitet von Drohnenaufnahmen über dem Gletschergebiet.

Wer es einfach einmal laufen lassen möchte.

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MUSIK: Elvis Presley – Unchained Melody

Auf meiner tour d‘horizon durch die Musikwelt meiner Zeit darf natürlich Elvis Presley nicht fehlen. Ich bringe hier einen Song aus seinem allerletzten Konzert ever – Unchained Melody. Er gab sein letztes Konzert am 06. Juni 1977 in Rapid City, South Dakota, fast genau in der Mitte der Vereinigten Staaten.

Ich weiß es noch genau. Ich war damals gerade – wie jedes Jahr im Sommer – auf Sylt, Sommerferien mit der Familie, mit den Eltern und meinen beiden Geschwistern, bei Brummelhoops. Es war schönes Wetter, unsere Wohnung in Kampen. Ich war zwei Wochen zuvor, am 04. August, sechzehn Jahre alt geworden. Am Morgen des 16. August 1977 hörte ich es dann im Radio: Elvis Presley war gestorben! Im Alter von nur 42 Jahren! Ich weiß auch noch, dass ich damals dachte: Was für ein Schlag! Was für ein Einschnitt in unserer Welt! Ich war nicht gerade ein Elvis-Presley-Fan, trotzdem: Es erschien mir sofort als ein ganz besonderes Ereignis.

Wie verändert sieht Elvis Presley auf diesem letzten Konzert aus, hier im Video! Er ist aufgeschwemmt, dick, ungesund, er wirkt auf diesem Video älter als 42 Jahre, er wirkt, als wäre er 50 Jahre alt! Auf anderen Videos, die man zu diesem letzten Konzert auf YouTube finden kann, wirkt er auch fast etwas verwirrt. Er war ein anderer Mensch geworden als derjenige, der er noch wenige Jahre zuvor gewesen war.

Das Erstaunliche aber – man kann es auch auf diesem Video hören: Seine damals immer noch so kräftig wirkende Stimme! Seine power! Man hat fast den Eindruck, er konnte seine unglaublich kraftvolle Stimme gar nicht bändigen! Das wiederum sieht man in diesem Video geradezu! Man hört es auf diesem Video auch durchgängig, besonders zum Beispiel ab Minute 2:16!

Trotzdem, etwa zwei Monate nach diesem Konzert wurde er von seiner Lebensgefährtin tot in seinem Haus in Memphis, Tennessee, gefunden. Im Badezimmer. Jahrelang wurde untersucht und spekuliert, woran er starb. War es ein natürlicher Tod? Waren es zu viele Tabletten, die er schluckte? Die letzte Obduktion ergab dann, er sei an seinem langjährigen chronischen Darmleiden gestorben.

Hier der Song Unchained Melody live, der ja auch wieder – was ich ja mag – etwas Melancholisches hat. Es geht ja auch um eine beendete Liebe. Elvis Presley hat diesen Song nicht selber geschrieben, der Song wurde etwa um 1940 von einer an sich unbekannten Person geschrieben und wurde weltweit gespielt.

MUSIK: The Rolling Stones – Sympathy for the Devil

Einer meiner Lieblingssongs der Rolling Stones – das muss jetzt auch mal sein. In meine Musiksammlung gehören sie.

Unten der Song. Hier erst einmal die Lyrics:

Please allow me to introduce myself
I’m a man of wealth and taste
I’ve been around for a long, long year
Stole many a man’s soul and fate
I was ‚round when Jesus Christ
Had his moments of doubt and pain
Made damn sure that Pilate
Washed his hands and sealed his fate

Pleased to meet you
Hope you guess my name, oh yeah
But what’s puzzling you
Is the nature of my game
I stuck around St. Petersburg
When I saw it was a time for a change
Killed the Czar and his ministers
Anastasia screamed in vain
I rode a tank
Held a General’s rank
When the Blitzkrieg raged
And the bodies stank

Pleased to meet you
Hope you guess my name, oh yeah
What’s puzzling you
Is the nature of my game, oh yeah
I watched the glee
While your kings and queens
Fought for ten decades
For the Gods they made
I shouted out
„Who killed the Kennedys?“
Well after all
It was you and me
Let me please introduce myself
I’m a man of wealth and taste
And I laid traps for troubadours
Who get killed before they reached Bombay

Pleased to meet you
Hope you guess my name, oh yeah
But what’s puzzling you
Is the nature of my game, oh yeah
Pleased to meet you
Hope you guess my name, oh yeah
But what’s confusing you
Is just the nature of my game, ooh yeah
Just as every cop is a criminal
And all the sinners saints
As heads is tails just call me Lucifer
I’m in need of some restraint

So if you meet me, have some courtesy
Have some sympathy and some taste
Use all your well learned politics
Or I’ll lay your soul to waste, mmm yeah
Pleased to meet you
Hope you guess my name, mmm yeah
But what’s puzzling you
Is the nature of my game, get down
Woo hoo, ah yeah, get on down, oh yeah
Tell me, baby, what’s my name?
Tell me, honey, baby guess my name
Tell me, baby, what’s my name?
I’ll ya one time you’re to blame
What’s my name?
Tell me, baby, what’s my name?
Tell me, sweetie, what’s my name?

Es gibt natürlich auch Coverversionen des Songs. Eine von The Neptunes fand ich gut. Sie unterscheidet sich im Grunde nur leicht vom Original, ist einfach moderner. Auch andere Versionen gibt es natürlich, etwa von Motörhead. Aber die Version von The Neptunes bringe ich ganz unten noch.

Hier erst einmal das Original:

MUSIK: Charlotte – The Best Thing

Ein Titel aus dem Film CAFÉ BELGICA (HIER klicken zur Website des Films). Der Film wurde mir kürzlich genannt. Er kam 2016 heraus. Ich habe ihn nicht gesehen, muss aber sehr cool sein. Die Gruppe Soulwax aus Gent komponierte alle Songs für den Film, auch den Titel „The Best Thing“ der – nicht existierenden – Gruppe Charlotte.

Café Belgica ist – es soll eine true story sein – ein Cafe, ein Nachtclub, der von Freunden betrieben wird und in dem verschiedenste Rockgruppen auftreten. Wikipedia schreibt: Der Film wurde Kultfilm. HIER ein Trailer zum Film.

Die belgische Kultband Soulwax um die Dewaele Brüder hat sich die musikalischen Gäste des Nachtclubs nicht nur ausgedacht, sondern in ihrem Studio in Gent sämtliche Songs geschrieben, aufgenommen, produziert und größtenteils selbst eigespielt. Die Arrangements reichen von Kraut-Techno über Neo-Soul, Psychobilly bis zu Hardcore.

Dieser Titel passt in den Blog:

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MUSIK: David Bowie – Heroes

Ich habe kürzlich die Münchner Premiere der wunderbaren Inszenierung von Anton Tschechows „Drei Schwestern“ am Münchner Residenztheater (genauer: Drei Schwestern NACH Anton Tschechow) gesehen. Daher kommt heute die Musik. Eine Inszenierung von Simon Stone. Sie war ja eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2017, lief damals am Theater Basel.

Auch in Berlin hatte ich die Inszenierung gesehen, HIER mein damaliger Beitrag. Ich schriebe in Kürze noch einmal darüber, aufbauend auf dem damaligen Bericht. Damals hatte ich an vielen Stellen, um nicht zuviel zu verraten, geraten, das Stück auf 3sat anzusehen, dort lief es kurze Zeit. Jetzt kann man es wieder auf der Bühne sehen – mit derselben Besetzung – am Münchner Residenztheater. Die dort auftretenden SchauspielerInnen sind sämtlich mittlerweile Mitglieder des Ensembles des Münchner Residenztheaters!

Zur Musik:

Ich bringe immer wieder gerne auch Klassiker „meiner Zeit“. Auch hier: In Simon Stones Inszenierung von „Drei Schwestern“ setzt sich einer der Besucher der Drei Schwestern – Theodor, der Ehemann der mittleren Schwester Mascha – einmal an das Klavier im Wohnraum des Landhauses und spielt dieses Stück von David Bowie.

David Bowie starb ja am 10. Januar 2016. Hier ein Livemitschnitt. Es ist eine Aufnahme mit lyrics. Der Text handelt von zwei Liebenden, die sich an der Berliner Mauer küssen, während Grenzsoldaten auf sie schießen. David Bowie lebte eine Zeit lang in Berlin. Hier:

Eine ganz andere Version von “Heroes“: Von Moby, von seinem letzten Album „Reprises:“:

Und noch eine Version: Von Depeche Mode live:

MUSIK: Lou Doillon – All these nights

Ein neuer Song von Lou Doillon. Ich hatte sie schon im Blog. Gut, sie klingt oft recht ähnlich, aber andererseits. Hier „All these things“:

MUSIK: Bloum – La Douce

Sommermusik, gute Laune, Partystimmung, das sollte doch auch mal sein. Mit der vor 9 Jahren gegründeten französischen Gruppe Bloum, deren Mitglieder sich als „DJ, Musiker, Videasten und geistige Erben von Nicolas Jaar und Burial“ verstehen.

MUSIK: R.E.M. & Neil Young – Country Feedback

Ich bin wieder fündig geworden. Ein sehr schöner Song von R.E.M. und Neil Young, „Country Feedback“.

„This is my particular R.E.M. favourite song“, sagt er. Bis Michael Stipe, der Sänger von R.E.M., einsetzt, klingt die Gitarre von Neil Young irgendwie so, als würde sie auch schon etwas singen. Und dann ist es immer wieder ein Wechsel von Michael Stipes Gesang zu Neil Young‘s Gitarre und zurück.

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MUSIK: Roxette – It must have been love

Achtung! Es kann sein, dass der PC/Laptop zu tropfen anfängt, so triefend kitschig ist das Lied. Bitte etwas unterlegen, sonst bleiben unangenehme Fettflecken! Nicht dass ich Ärger bekomme! Aber es ist live, das ist doch etwas. Hier also Roxette mit It must have been love. Es geht eigentlich nach 2:20 Minuten des Videos richtig los. Spätestens dann sollte man also aufhören, zu weinen. Oder anfangen zu weinen.

MUSIK: Bruce Springsteen – Dancing in the Dark

Den Blog gibt es seit fast zwei Jahren, es begann im Januar 2016. Der dritte damals überhaupt gepostete Musiktitel war der Song „Dancing in the Dark“, gesungen von Amy MacDonald. HIER der link zum damaligen post. Es ist eigentlich ein Bruce-Springsteen-Song. Daher bringe ich hier das Springteen – Original. Beide Interpretationen sind so schön unterschiedlich! Ich empfehle, beide anzuhören! Hier also das Original, Dancing in the Dark von Bruce Springsteen. Schön ist aber auch wieder einmal das Video, es ist ja schon ein paar Jahre her!

MUSIK: Simply Red – If You Don’t Know Me By Now

 

Heute die britische Band Simply Red mit If You Don’t Know Me By Now. Ich greife gerne mal, wenn nicht gerade etwas anderes auffällt, zu Klassikern, die man doch recht selten hört. Soft, aber gut, finde ich. Man kann es einfach mal laufen lassen und an die damalige Zeit denken. Der Bandname Simply Red bezieht sich übrigens wohl auf den Spitznamen des Sängers Mick Hucknall, der wegen seiner roten Haare schon in der Schule Red genannt wurde. Manche sehen den Namen auch als Anspielung auf Hucknalls Leidenschaft für die Fußballmannschaft Manchester United, deren Vereinsfarbe rot ist. 2016 gab es eine biuslang letzte Open Air Tour der Band. Vielleicht kommt sie ja mal wieder.

Die lyrics:

If you don’t know me by now
You will never never never know me
All the things
That we’ve been through
You should understand me
Like I understand you
Now girl I know the difference
Between right and wrong
I ain’t gonna do nothing
To break up our happy home
Don’t get so excited
When I come home
A little late at night
Cos we only act like children
When we argue fuss and fight

If you don’t know me by now
You will never never never know me

We’ve all got our
Own funny moods
I’ve got mine
Woman you’ve got yours too
Just trust in me like I trust in you
As long as we’ve been together
It should be so easy to do
Just get yourself together

Or we might as well say goodbye
What good is a love affair
When you can’t see eye to eye
If you don’t know me by now
You will never
Never never know me

 

 

MUSIK: Michael Kiwanuka – Cold little Heart

Da sich der Urlaub noch hinzieht, gibt es derzeit also weniger Blogbeiträge. Am ehesten Musik. Hier etwas: Michael Kiwanuka, Brite mit ugandischen Wurzeln, ich kannte ihn nicht! Auf Deutschlandfunk Kultur war kürzlich in der Reihe On Stage ein Konzertmitschnitt zu hören. Er galt 2012, als er mit 24 Jahren sein erstes Album ‚Home Again‘ herausgebracht hatte, als DIE „Soul-Sensation“. Jetzt hat er ein zweites Album herausgebracht, mit dem Titel ‚Love and Hate‘ . Er war im vergangenen November im Technikum in München (daher der Mitschnitt, der noch ein paar Monate im Archiv von Deutschlandradio Kultur angehört werden kann). Seine Musik passt eigentlich zu meiner Sammlung. Hier der Song Cold Little Heart. Auch das Video ist schön. Es geht wohl – ich war mir erst nicht sicher – um einen Herzinfarkt! Der Vater bringt dem Sohn das Autofahren bei, die Mutter sieht man nicht, vielleicht gibt es sie nicht mehr. Der Vater fasst sich schon anfangs ans Herz, er merkt etwas. Man sieht Erinnerungen. Der Sohn tanzt auf der Straße, der Vater bricht – währenddessen? – im Auto zusammen. Dann besteigt der Sohn das Auto wieder und sieht den Vater, zusammengesunken. Cold little Heart. So etwas könnte es sein.

MUSIK: Scott Matthew, Rodrigo Leao – Life is Long

Jetzt bin ich weit weg, in einem kleinen Albergo, mitten in der Toskana! Nicht am Meer, mitten im Land. In einem kleinen italienischen Zimmer! „Casteldelpiano“ heißt der Ort. Deswegen wird es bis Ende September etwas weniger Beiträge im Blog geben. Und trotzdem fällt mir etwas zum Blog ein! Also: In den Münchner Kammerspielen treten am Donnerstag, den 05. Oktober – also kurz nach den Theaterferien – Scott Matthew und Rodrigo Leao auf. Es wird sicher ein eigenwilliges Konzert: Melancholie und Stimme (Scott Matthew), Tango, Pop, Klassik (Rodrigo Leao). Scott Mathew war schon einmal in den Kammerspielen, vor vier Jahren. Beide haben jetzt zusammen ein „Album“ herausgebracht. Mit dem Titel Life is long. Und genau so heißt der Song, den ich hier bringe. Der Song geht langsam los, wird aber schön. Wie das Leben hoffentlich bei vielen! Auch auf der Bühne sieht man es: Es beginnt recht dunkel und farblos und dann kommen die Farben und das Licht!

 

MUSIK: Midnight Oil – Beds are Burning

Australien ist weit weg. Die Aborigines sind noch weiter weg. Die Musik der Aborigines ist ganz weit weg. Aber die Welt ist ja kleiner geworden. Letzte Woche hatte ich daher zwei Songs des (verstorbenen) australischen Aborigines Geoffrey Gurrumul Yunnupingu gebracht. Und jetzt? Im Sinne des Blogs kommt hier etwas, das dazu wiederum in Beziehung steht: Midnight Oil mit dem Song Beds are Burning:

1.  Zum Einen: Midnight Oil (HIER ihre Website) ist eine australische Band.  Am 16. Februar 2017 (17.2. in Australien) gab die Band eine Pressekonferenz auf einem Boot im Hafen von Sydney, die live in Facebook übertragen wurde. Konzerte in Amerika, Europa, Australien und Neuseeland, sowie eine ausgiebige Tour in Australien wurden für die Sommer- und Herbstmonate mit Originalbesetzung angekündigt. Für alle, die bis Ende des Jahres wieder einmal in Australien sind: HIER die Tourdaten. Der Song Beds are Burning stammt aus dem Jahr 1987.

2.  Noch besser: Der Song Beds are Burning ist ein (politisches) Lied über die Rückgabe von Land an die Pintupi, einen australischen Aborigines-Stamm! Der Stamm wurde erst in den 1930ern in der Gibsonwüste entdeckt, es folgten gewaltsame Vertreibungen in den 1950ern und 1960ern in die Siedlung Papunya. 1981 kehrte er an seinen Ursprung zurück, wo die Stammesangehörigen die Siedlung Kintore gründeten. Bei den Olympischen Sommerspielen 2000 spielte Midnight Oil den Song auf der Abschlussfeier. Speziell in Australien erregte der Auftritt Aufsehen, da Midnight Oil in schwarzer Kleidung auftraten, auf die groß und in auffälliger, weißer Schrift das Wort Sorry gedruckt war. Damit wurde der anwesende australische Premierminister John Howard daran erinnert, dass es die Pflicht der Regierung sei, sich für das geschehene Unrecht gegenüber den Aborigines zu entschuldigen, was Howard stets ablehnte.

3.  Und damit nicht genug: Zurück nach Deutschland: Der Song ist der erste Song auf dem Album „Diesel and Dust“ von der Gruppe Midnight Oil . Was für eine schöne Erinnerung an das bei uns gerade so schöne Thema des Dieselskandals und der Luftbelastung in den Städten!

HIER der Songtext.

MUSIK: Yunupingu – Wiyathul

Geoffrey Gurrumul Yunupingu, Aborigine. Australischer Ureinwohner. Von Geburt an blind. Jetzt in einem Krankenhaus an einem Herzinfarkt gestorben. Im Alter von 46 Jahren. Im Deutschlandradio Kultur wird der Musikjournalist Thomas Müller vom SWR 3 zitiert, durch den Yunupingu in Deutschland bekannt wurde:  Yunupingu wollte „… nicht so sehr politisch sein, das wollte er nicht. Sein Anliegen war es, die Geschichte seines Volkes weiterzutragen, und seine Botschaft lautete: Sei stark und bleib aufrecht, egal in welcher Gesellschaft du lebst.“ Informationen zu den Aborigines bietet WIKIPEDIA. Hier passen zwei schöne Songs dieser bemerkenswerten Person – man kennt seine Stimme ja nicht unbedingt. Erster Song: Wiyathul. Zweiter Song: Bapa.

MUSIK: Procol Harum – A Whiter Shade of Pale

Ich hatte ja vor Kurzem über meinen Besuch der Premiere von Tiefer Schweb von Christoph Marthaler in den Münchner Kammerspielen geschrieben. Wieder einmal die Kammerspiele. In dem Stück singt einer der Schauspieler – zur Begeisterung des Publikums! – das ehrwürdige Lied A Whiter Shade of Pale von Procol Harum. Es geht in dem Theaterabend ja um das Althergebrachte und die drohende Veränderungen, für die eine unterirdische Kommission nach Lösungen sucht. Grund genug, das Lied auch im Blog, der mich immer weiter durch kleine Kulturstories treibt, wieder einmal aus der Versenkung zu holen. Ist ja auch ein herrlich veraltetes Video. Und sie tragen Hemden, die man heute wahrscheinlich als Tapete cool fände:

Hier eine Version von Annie Lennox:

MUSIK: Gunter Gabriel

Heute mal etwas ganz anderes. Ein kleines Stückchen Zeitgeschichte. Gunter Gabriel ist heute gestorben. Durch einem schweren Sturz am 11. Juni hatte er einen dreifachen Halswirbelbruch erlitten. „Hey Boss, ich brauch mehr Geld“ kennt man – wenn man nicht zu jung ist – von ihm. Ich hatte ihn in jungen Jahren tatsächlich auch gehört, seine Fernfahrer- und Arbeitersongs. Der deutsche Jonny Cash. Hier ein Lied, das nicht einmal so richtig typisch für ihn ist: Hey Yvonne von Gunter Gabriel. Also heute einfach einmal ein Schlagerlied dieses ehrlichen Typen. Aber die Zeiten haben sich geändert. So würde man heute nicht mehr singen. Deshalb: