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SONSTIGES: The Dampfnudel Day

Essen ist ja Kultur, also Thema des Blogs. Zumindest Dampfnudeln. Da ich mich letztens an Dampfnudeln versucht hatte (Dampfnudel Day), bringe ich hier das wunderbare Rezept:

Bayerische Dampfnudeln

Und zwischendurch hatte ich mir ein paar naheliegende Gedanken über die besten Filme aller Zeiten gemacht, da sie ja alle seltsamerweise schon in ihrem Titel etwas mit Dampfnudeln zu tun haben. Das kann doch kein Zufall sein. Aber so ist es:

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Bayerische Dampfnudeln mit Vanillesauce

Es gibt sogar so genannte Dampfnudeltore in den pfälzischen Orten Kandel und Freckenfeld! Beide Orte liegen etwas westlich von Karlsruhe. Die Torbögen dieser Tore sind mit jeweils mehr als tausend (!) steinernen (!) Dampfnudeln (!) verziert (!). Eine architektonische Meisterleistung!

Um das „Freckenfelder Dampfnudeltor“ rankt sich sogar eine besondere Sage: Im Dreißigjährigen Krieg stellte eine schwedische Reiterschwadron eine hohe Geldforderung an die Bürger des Ortes. Bei Nichterfüllung drohten sie Plünderung und Mord an. Eine Abordnung erreichte dann aber, dass die Forderung gemildert wurde: Der schwedische Hauptmann und seine Soldaten sollten verköstigt werden, dann verschone er die Bevölkerung. Daraufhin ließ der Bäckermeister Johannes Muck seine Frau und die Magd einen großen Kessel Soße kochen und befahl, sie kräftig mit Wein abzuschmecken. Er selbst buk mit seinen Gesellen Dampfnudeln, bis jeder Soldat satt war: insgesamt 1286 Stück. Bei mir waren es etwas weniger. Die Schwadron akzeptierte das servierte Gericht und verschonte das Dorf vor Zerstörung und Mord.

Die Dampfnudel eben!

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SONSTIGES: Fischessen

Bei vielen Dingen wägt man gerne genau ab, was man denn kaufen soll. Aber an der Fischtheke? Fisch? Egal! Dabei ist es ganz einfach! Ich empfehle die einfach gehaltene App „Einkaufsberater Fisch“ von Greenpeace. Ich habe sie mir heruntergeladen. Ganz schnell weiß man, welchen Fisch man noch kaufen darf. Es geht nur mit guter Information! Gerade Weihnachten ist ja für viele eine willkommene Gelegenheit, im Kreise der Familie ein schönes Fischessen zu geben.

Die SZ hatte am vorletzten Wochenende der Fischerei vier Seiten gewidmet („Buch zwei“). Man kann den dortigen Angaben hoffentlich Glauben schenken. Die FAO, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, stellte demnach schon 2012 fest, dass nur noch 13 % der Fischbestände in den Weltmeeren groß genug sind, um sich problemlos zu regenerieren. Und die Aquakulturen – die Zuchtanlagen – sind auch oftmals für Mensch und Tier (wegen Antibiotika und Tierhaltung) und für die Natur (völlige Überfüllung mit Exkrementen) sehr mies. Die Zuchtanlagen müssen teilweise wegen Umweltzerstörung alle drei/vier Jahre den Standort wechseln.

„Noch empfehlenswert“ sind laut der App von Greenpeace nur noch: Hering, Karpfen (schön für Weihnachten!), der afrikanische Wels und generell eher einheimische Süßwasserfische. Alle anderen Arten sind nur in – mehr oder weniger großen – Ausnahmefällen empfehlenswert.

Generell gilt einfach: Gerne Fisch, aber man muss beim Einkaufen genau hinsehen! Es kommt immer auf das Fanggebiet und sogar auf den lateinischen Namen, also die genaue Fischart, an, die angeboten wird. Karpfen ist nicht gleich Karpfen!

Gütesiegel ist auch nicht gleich Gütesiegel! Am verlässlichsten sind die Siegel von MSC/ASC  (Marine Stewartship Council und Aquaculture Stewartship Council), GLOBAL G.A.P . und FOTS (Friends of the Sea)!

Also: Einfach die App herunterladen und sich mit der App an der Theke informieren, bevor man kauft. Sonst heißt es: „Wie, Du kaufst Fisch ohne die App?“

Bildergebnis für fischtheke