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MUSIK: Nick Cave & Warren Ellis – THE ROAD

Er ist gerade auf Tour. Morgen, 29.06., tritt er in der Waldbühne in Berlin auf! Aber es gibt noch genug andere Gelegenheiten: Verona – Anfang Juli, Luxemburg – Anfang August, Rastatt – Anfang August, Vilnius – Mitte August, London und Paris – Ende August … alles schöne Reisen! HIER alle Daten!

THE ROAD: Kurz und ruhig. Es könnte die Schlussszene eines Films sein: Er oder sie sieht etwas – blickt lange hin – dreht sich dann langsam um – und geht weg – geht und geht – entfernt sich von der Kamera …


HIER noch einmal der Link zur Website von Nick Cave.

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SONSTIGES: The Fe.Mail Trail – ein Nick Cave Abend von & mit Katharina Bach

Hier eine kurze Besprechung meines Besuches bei The Fe.Mail.Trail, einem „Nick Cave Abend von und mit Katharina Bach und aka Bitchboy“ der in das Repertoire der Münchner Kammerspiele aufgenommen wurde und den ich am Freitag, den 4. Februar 2022, gesehen hatte.

Katharina Bach ist seit 2020 Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele. Davor – von 2014-2020 – war sie Mitglied des Ensembles des Schauspiel Frankfurt. Dort, am Schauspiel Frankfurt, lief bereits ihr Nick Cave Abend. Er wurde nun in das Programm der Münchner Kammerspiele übernommen. Der Abend wird sehr gelobt. Von mir leider nicht.

Es mag an meiner Erwartungshaltung gelegen haben. Ich erwartete viele der schönen und eher sehr ruhigen Songs des Australiers Nick Cave. Etwa diesen HIER. Denkste! Der Abend kam daher wie ein kleineres Rockkonzert. Von Beginn an laut, nicht etwa zart und sensibel, wie ich eigentlich Nick Cave kenne. Und so fand ich leider viele Dinge, die mir nicht gefallen hatten. Anderen mag der Abend sehr gefallen, das liest man ja etwa HIER, in einer fast überschwängliche Besprechung des Abends vom Münchner Merkur.

So sah ich trotz der wirklich erstaunlich guten Stimme von Katharina Bach viele Dinge einfach negativ. Viele Details, siehe nachfolgend. Kann ja auch mal passieren, Entschuldigung, liebe Münchner Kammerspiele!

  • Seltsam, mein Eindruck bei den allerersten Tönen des Konzertes war schon: Die Musik ist laut, sie ist schlecht abgestimmt. Irgendwie stimmte meines Erachtens das Lautstärkeverhältnis zwischen der Instrumentalmusik von aka Bitchboy und dem Gesang von Katharina Bach nicht. Ich jedenfalls hätte gerne die Stimme von Katharina Bach deutlicher gehört.
  • Ein nächster Punkt, der mir im Laufe des Abends auffiel: Katharina Bach hatte offenbar sehr viel Freude auf der Bühne. Sie genoss es sichtlich. Folge war aber, dass sie sich zu ihren Songs fast wie Mick Jagger bewegte. Fast durchgehend mit Bewegungen, die ich bei Nick Cave überhaupt nicht erwartet hätte. Katharina Bach hob etwa sehr gerne ihre Arme in die Höhe, schwang sich, begann zu laufen, kletterte herum. Meines Erachtens alles Bewegungen, die nicht zu einem ruhigen Nick Cave passen. Es machte Katharina Bach allerdings sicherlich Spaß, als wäre sie eine große Rocksängerin, nicht die Reproduzentin von Nick-Cave-Songs.
  • Schade auch, so fand ich weiter: Katharina Bach erwähnte Nick Cave überhaupt nicht, auch kein Bild von Nick Cave etwa wurde gezeigt. Obwohl doch alle Songs von ihm stammen. Schade! Eine gewisse Demut gegenüber der großen Leistung von Nick Cave hätte dem Abend gut getan! Es war eben ein Abend, als wollte Katharina Bach im Mittelpunkt stehen!
  • Was mir sogar auch auffiel: Trotz der vielen Bühnenbewegungen landete Katharina Bach immer wieder genau in der Mitte der Bühne! Warum hat sie die Songs nicht einfach einmal etwa vom Bühnenrand aus gesungen! So stand mehr und mehr Katharina Bach im Mittelpunkt des Abends. Wie der Star des Abends. Auch das hätte ich nicht erwartet.
  • Weiter: Der Konzertabend begann auf dem vorderen Teil der Bühne, was etwas eng wirkte. Die Trennwand und eine weitere Trennwand wurden bald im Laufe des Abends hochgezogen, dann sah man Gott sei Dank die große Bühne. Dennoch, auch hier: Ich fand das Bühnenbild nicht beeindruckend, überhaupt nicht ideenreich. Es war wie ein „Spielplatz mit Klettergerüst“, mehr nicht. Das Gerüst stand im hinteren Teil der Bühne. Dementsprechend betrat Katharina Bach das „Klettergerüst“ auch mehrmals an diesem Abend, sang kurz von dort.
  • Weiter: Katharina Bach bewegte sich zu jedem Taktschlag mit, wenn sie sang, schwang permanent im Rhythmus leicht oder mal stärker mit. Auch das wirkte wie auf einem großen Rockkonzert. Wenn es nicht sogar etwas unprofessionell wirkte. Wie schön wäre es gewesen, wenn Katharina Bach einfach einmal ruhig dagestanden wäre mit ihrer schönen Stimme! Cool geht anders – und ich mag coole Abende im Theater sehr gerne!

Wahrscheinlich habe ich irgendetwas an diesem Abend nicht verstanden, die „Story“ des Abends etwa, alles zusammen „sammelte“ ich leider diese obigen allesamt negativen Eindrücke. Für mich war es leider kein Nick-Cave-Abend, es war für mich ein ideenloser Katharina-Bach-Abend! Nichts aber gegen Katharina Bach! See you next time Katharina Bach!

MUSIK: Nick Cave & Warren Ellis – All Things Beautyful

Nick Cave wurde 1957 in Australien geboren, lebte dann (ab etwa 1980) ein paar Jahre lang in London, zog dann (1983) nach Berlin, lebte dann (ab 1990) ein paar Jahre lang in Sao Paolo und lebt seit einigen Jahren (seit 1993) wieder in London. Also ist er kaum herumgekommen, der arme Kerl, hat kaum das Haus verlassen, der Stubenhocker! Er gilt nur als „Musiker … Texter … Dichter … Schriftsteller … Schauspieler … Drehbuchautor“. Mehr nicht! Vielseitigkeit geht auch anders

HIER der Link zum Eintrag über Nick Cave auf Wikipedia. Und HIER der Link zur Website von Nick Cave.

Ellis Warren ist ein ebenfalls australischer Musiker, lebt in Paris, ist schon fast immer Mitglied von „The Bad Seeds“ gewesen, der Band um Nick Cave. Er ist vielseitig, spielt an Violine, Piano, Akkordeon, Bouzouki, Guitarre, Flöte, Mandoline, Tenorgitarre und Viola (so wieder Wikipedia). Verantwortlich für viele Songs von Nick Cave.

Im Juni 2022 kommt Nick Cave übrigens – wenn Corona es erlauben sollte – nach Köln (Lanxessarena) und nach Berlin (Waldbühne).

Am 29.01, 04.02. und 26.02. gibt es außerdem an den Münchner Kammerspielen mit „The Fe:Male Trail“ einen „Nick-Cave-Abend“ von & mit Katharina Bach & Band aka Bitchboy. HIER der Link zur Seite bei den Münchner Kammerspielen. Der Abend ist offenbar eine Produktion des Schauspiel Frankfurt.

Wer das Video, das ich hier bringe, nach dem Ende von „All Things Beautyful“ einfach weiterlaufen lässt, wird übrigens weitere Songs von Nick Cave & Ellis Warren hören (vielleicht muss man einmal klicken).

MUSIK: Nick Cave & The Bad Seeds – The Ship Song

Oben auf das Logo QOOZ klicken oder http://www.qooz.de eingeben und die vorherigen Beiträge nicht übersehen! Gerade der letzte!

Es ist kein Song seines neuesten Albums. „The Ship Song“ ist aus seinem Album „The Good Son“ aus dem Jahre 1990. Trotzdem! Ende vergangenen Jahres – Anfang November – hat Nick Cave gerade sein neuestes Album „Ghosteen“ herausgebracht. Sein siebzehntes Album. Die Fachwelt wundert sich offenbar wieder einmal. Von einem – erneuten? – „radikalen musikalischen Stilwechsel“ liest man.

Ich habe Nick Cave selten gehört. Er ist ja seit vielen Jahren als der Meister des Düsteren, des Apokalyptischen, bekannt, nachdem er zu Beginn seiner Karriere offenbar viel wilder war. Jetzt – mit dem neuen Album „Ghosteen“ – scheint er dem Ruf als Meister des Düsteren noch eins drauf zu setzen: Die Musik wird geradezu mystisch, sphärisch, sakral.

Das alles steht offenbar vor dem Hintergrund des Todes eines seiner beiden Zwillingssöhne aus dem Jahr 2015. Diesen Schicksalsschlag – der Sohn stürzte bei Brighton in Großbritannien von einer Klippe – versuchte er wohl schon 2016 mit dem Album „Skeleton Tree“ zu verarbeiten. Doch auch das neue Album „Ghosteen“ scheint davon noch geprägt zu sein.

HINWEISE:

Nick Cave kommt – nicht uninteressant! – mit The Bad Seeds in diesem Jahr – soweit bisher bekannt – an folgenden Terminen nach Deutschland:

  • 17. Mai nach Köln
  • 18. Mai nach Hamburg
  • 27. Mai nach Berlin
  • 6. Juni nach München

Außerdem kommt er – auch nicht schlecht! – zu sogenannten „Conversations with Nick Cave“ an folgenden Terminen nach Deutschland:

  • 20. Januar nach Baden-Baden
  • 21. Januar nach Wiesbaden
  • 23. Januar nach Essen
  • 27. Januar nach Bremen

HIER der link zu seiner Website. Und hier The Ship Song: