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MUSIK: Stereo Express – Monfragüe

Diese Musik muss man laut hören! Bloß nicht leise hören! Nur wenn die Musik laut mit guten Lautsprechern gespielt wird, kommt ihre Wirkung zur Geltung! „Leise“ ist es ein Geklimper, das man nicht hören will – „laut“ kommen die Emotionen der Musik dazu!

Es geht mir nicht darum, mich mit möglichst lauter Musik zu verwirren. Es geht mir immer um das Musikerlebnis! Was wäre unsere Welt ohne Musik? Musik ist eine im Grunde vollkommen unterschätzte eigene Dimension eines Erlebnisses. Was wird bei uns durch Musik angerührt?

In diesem Fall geht es um eines der Konzerte, die regelmäßig von „Cercle“ an sehr besonderen Orten auf der Welt organisiert werden. Ich hatte bereits einmal ein derartiges Konzert von Cercle im Blog gebracht. BLAZE. Nicht nur hörens-, sondern besonders sehenswert ist das Konzert von Blaze in voller Länge, fast eineinhalb Stunden, das auch in meinem Beitrag zu finden ist. HIER. Auf über 3000 m Höhe in den französischen Alpen.

Wer hinter Cercle steht, konnte ich nicht ermitteln. Cercle hat eine eigene, sehr ästhetische Website (Link unten) und ist auf Facebook (Link auch unten) sehr aktiv. Mit vielen Followern. Man liest über Cercle folgendes:

„Cercle produces unique experiences, by organizing, filming and broadcasting concerts in carefully selected locations around the world Our prime goal is to showcase cultural heritage sites and landmarks through the prism of electronic music and video. Each show is different and the live events happen on Mondays.“

Wenn, dann also jeweils montags gibt es auf Facebook einen der von Cercle organisierten Live-Events. In der Tat sind die Locations, besondere Naturlagen, an denen die Musik dann gespielt wird, immer extrem besonders.

Stereo Express ist dieses Mal dran, es war ein wiederum sehr besonderes Live-Event von vor etwa einem Monat (Spätsommer 2022). Stereo Express ist im spanischen Nationalpark Monfragüe aufgetreten. Der Nationalpark liegt westlich von Madrid, in Richtung zur Grenze zu Portugal.

Sound Express ist das Projekt eines DJs und Produzenten von elektronischer Musik. HIER dessen Website. Zum Auftritt „Monfragüe“ liest man, dass Sound Express diese Musik dafür geschrieben hat, um in diesen schwierigen Zeiten ein wenig Hoffnung durchklingen zu lassen.

HIER die Website von Cercle.

HIER die interessante Facebookseite von Cercle (die Facebook-Seite wird sich nur für diejenigen öffnen, die selber bei Facebook angemeldet sind). Cercle bringt auf Facebook etwa monatlich ein Live-Konzert ihrer besonderen Art.

HIER die Website von Stereo Express.

MIT DIESEN LINKS TAUCHT MAN IN DIE WELT DER ELEKTRONISCHEN MUSIK EIN! Ich werde sicherlich darauf zurückkommen.

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Ankündigung: Synkretische Musik

Eine Ankündigung, weil es nur einmal kommt: Zuletzt war ich ja im Konzert II der Reihe LA BOHÈME 2022 in der Bar Gabanyi. HIER mein damaliger Beitrag. Mich erreichte jetzt wieder folgende Mail: Es ist eine Reihe sehr eigenwilliger Konzerte – „synkretische“ (gemischte, unreine) Musik … Man schrieb mir:

LA BOHÈME 2022 Konzert III // Ensemble für Synkretische Musik // 15. November // Schwere Reiter, München

Der Konzertzyklus LA BOHÈME 2022 des Ensembles für Synkretische Musik geht weiter!

Konzert III im Schwere Reiter am 15. November um 20h

In der dekonstruierten Neuinterpretation von Puccinis Werk setzt sich das Ensemble unter der Leitung von Gertrud Schilde und Carl Oesterhelt mit der fragilen Lebenswirklichkeit der Künstler*innen auseinander. Gemeinsam mit dem Dramaturgen Matthias Günther und dem Künstler Eugene Taran folgen sie im dritten Konzert den Gedanken des Malers Marcello zur kuratierten Welt des Kunstbetriebs und der Erfahrungen der Künstlerin/des Künstlers darin.

„So, jetzt reicht es mir aber! Es ist genug.“ Die bodenlose Realität hat den Maler Marcello in eine sinnlose Identitätskrise gestürzt. Wer ist er? Ein Star, dem das glamouröse Leben abhanden gekommen ist? Ein Künstler, dessen Existenz verblasst? Oder doch nur ein Handwerker, dem es an zahlender Kundschaft mangelt? Er fragt sich: Was erwarte ich? Will ich von meiner Kunst leben? Will ich berühmt sein? Oder ist das alles eh wurscht, und es geht schlicht und einfach ums Überleben? 


Mit dem Zyklus von vier Konzerten La Bohème 2022 inszeniert und reflektiert das Ensemble für Synkretische Musik mit seiner flexiblen und schlanken, vom Streichquartett ausgehenden Formation unter Einbezug von Musik, Sprache und Videokunst die Ohnmächtigkeit und Unsichtbarkeit analog arbeitender Künstler*innen. 

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KONZERT III – DI 15. NOVEMBER 20H – SCHWERE REITER

DIE GEDANKEN DES MALERS MARCELLO
Ensemble für Synkretische Musik & Eugene Taran

Programm
Carl Oesterhelt Musik / Matthias Günther Text: Etudes sur La Bohème III – Coups de pinceau pour violon seul et cordes für Solovioline, Stimme, Streichsptett & Video (UA) // Eniott Schneider: Marcel Duchamp – Myth of the World of Things for Percussion and Strings (UA) / Wolfgang HeisigRingparabel für Streichseptett und Schlagzeug (1993) // Franghiz Ali-Zadeh:Oasis for String Quartet and Tape (1998)

Mit Eugene Taran, Video-Künstler // Gertrud Schilde, Violine // Stefan Blum, Percussion

Ensemble für Synkretische Musik Gertrud Schilde, Jörg Widmoser, Markus Henschel, Kelvin Hawthorne, Andreas Höricht, Emil Bekir, Aniko Zeke, Maximilian Fraas, Stefan Blum

Dienstag, 15. November 2022 / 20 Uhr
Schwere Reiter Dachauer Str. 114a, 80636 München

Tickets 17€ / erm. 10€ / Reservierung schwerereiter.de/spielplan

Künstlerische Leitung der Reihe: Gertrud Schilde und Carl Oesterhelt.
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Sonderprogramms NEUSTART KULTUR.

SAVE THE DATE
Die Gedanken des Dichters Rodolfo, das vierte und letzte Konzert der Reihe, findet am 2. Dez 2022 um 19 Uhr im Köşk, Schrenkstr. 8 statt. Ein Improvisations-Remix der bislang gespielten Werke und das anarchische Musicircus (1967) von John Cage lassen die Konzertreihe noch einmal erleben.

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MUSIK: TUNE – Caterina Barbieri

Das Haus der Kunst bringt unter der Leitung von Andrea Lissoni längst nicht mehr nur Ausstellungen. Seit über einem Jahr zum Beispiel findet jährlich einmal pro Monat eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe TUNE statt. HIER der Link zu einer Übersicht der bisherigen TUNE-Veranstaltungen mit kurzen Videos. Ich hatte zuletzt über den Auftritt von JJJJ Jerome berichtet (HIER).

Die Veranstaltungen sind sogenannte „Sound Residencies“. Es sind nicht einfach Musikveranstaltungen. Es sind bemerkenswerte Veranstaltungen für Sound-Entwicklungen, die eine bestimmte Atmosphäre schaffen, Gefühle kreieren, den Hörer besonders tangieren.

HIER der Link zur Homepage von TUNE auf der Website des Hauses der Kunst.

Gestern, am 28.10., war im Rahmen der Reihe TUNES die italienische Musikerin und Komponistin Caterina Barbieri zu Gast im Haus der Kunst. Auch dieser Abend – etwa eine Stunde – war bemerkenswert. Wieder einmal war man in der Situation, dass man nicht Musik hörte, sondern sich von Tönen, Klängen, Sound und der daneben gegebenen Videoperformance in eine besondere Welt versetzt sah. Rhythmus – sofern überhaupt gegeben – störte dabei fast. Hier ein Eindruck:

Und das hier:

Wie gesagt, es geht bei TUNE nicht um Musik im herkömmlichen Sinne. Es geht um Klang, um Klangräume, Klangwelten, um das Klangerlebnis, das den Hörer in andere Welten führt. Ich finde es immer interessant, die eigenen Gewohnheiten zu verlassen und neue Welten zu entdecken. Man liest von einem gewissen Zusammenhang dieser Performances zu den aktuellen Ausstellungen. Diesen Zusammenhang habe ich noch nicht erkennen können. Macht nichts, wäre fast schon zu sehr „gebunden“ an ein Thema.

Und: Der Sound von Caterina Barbieri hört sich manchmal fast so an, wie es heutzutage wahrscheinlich in einer Diskothek klingen mag. Aber eben nur fast, nur ansatzweise. Es ist doch anders!

Copyright des Beitragsbildes: Jim C Nedd

MUSIK: Xavier Darcy – Orleans

Er hat eine gute Stimme, der 27-Jährige Xavier Darcy. Der Song gefällt mir. Xavier Darcy lebt in München. Geboren ist er als Sohn britisch-französischer Eltern, war in England, Frankreich, Kanada und Belgien zu Hause. Weltstar ist er noch nicht, hatte bisher kleine Erfolge: Beim Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ gewann er mehrere Preise. Und 2018 belegte er beim Wettbewerb „Unser Lied für Lissabon“ (Auswahlentscheidung für den Eurovision Song Contest 2018) den zweiten Platz hinter Michael Schulte. Aktuelleres weiß ich nicht über ihn. Auf Facebook sieht man zumindest Einträge bis September 2022. HIER (für diejenigen, die Facebook haben).

HIER seine Website, die auch nicht auf sehr aktuellem Stand zu sein scheint.

Hier nun der trotz allem ganz gute Song „Orléans“:

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MUSIK: Bicep – MELI (II) und Glue

Bicep ist ein britisches DJ-Duo aus Belfast in Nordirland, bestehend aus den beiden Jugendfreunden und Produzenten Andrew Ferguson und Matthew McBriar. Hier zwei “Stücke“ von ihnen. MELI (II) und unten noch Glue.

Das aktuelle Album von Biceps heißt Isles und erschien vor eineinhalb Jahren, im Januar 2021.

HIER link zur Website von Bicep.

Hier also zunächst der Song MELI (II) in einer etwas verkürzten Liveversion:

Hier die volle Studioversion von MELI II.

Und jetzt noch “Glue“, leider auch nur knapp 5 Minuten lang:

Das Video erzählt etwas. Es geht in „Glue“ um jemanden, der/die offenbar 48 Jahre alt ist („I am 48“) und eine bestimmte Erinnerung („memories“) hat. Eine Erinnerung an eine wichtige Zeit („So glad to have something to look back“). Eine Zeit in Grenzenlosigkeit, Freiheit, Zügellosigkeit war es offenbar.

Der/die “jemand“ hat die Grenzenlosigkeit etc. in früheren Jahren offenbar kennen gelernt. Man sieht es in ganz kurz aufblitzenden Sequenzen im Video. Diese Erinnerung scheint ihn/sie zu tragen. Zu tragen in einer Welt, die für ihn/sie heute offenbar wieder enger, zugebauter ist, Grenzen hat. Er/sie trägt diese Erinnerung der Freiheit in sich und wegen dieser Erinnerung erträgt er wohl das „Beschränktere“ seiner heutigen Welt. Die Erinnerung verschafft ihm offenbar die Fähigkeit überhaupt, auch jetzt noch Unbegrenztes zu sehen. Nach dem Motto: Nur, was man erlebt hat, kann man auch sehen, erkennen.

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MUSIK: Wanda – Wir sind verloren

Das Theater steht im Schatten momentan. Im Schatten des realen Lebens, das so viele riesige Krisen zeitigt! Mal sehen, wie Theater darauf reagieren kann. So reagieren kann, dass man es sehen will, dass man es braucht! Hier etwas Musik. Ein Song von Wanda. Sie haben für den 30. September diesen Jahres ein neues Album angekündigt. Sie haben es angekündigt mit einem ersten Song daraus: „Rocking in Wien“. Ich bringe hier aber einen Song, den es schon etwas länger – nicht lange – gibt.

Deren Musik passt in die Zeit: Hemmungslos, nicht feinfühlig, schreiend; aber an das Leben denkend, positiv denkend – es geht um Liebe – aber das Negative sehend. „Wir sind verloren“! Etwas anderes bleibt uns derzeit auch nicht, scheint es! „Feinfühlig“ zu denken ist derzeit fehl am Platz. Der Titel „Wir sind verloren“ trifft unsere Zeit!

Sie wollen im November/Dezember diesen Jahres sowie im März nächsten Jahres auf Tour durch die Lande ziehen. Hier die Termine:

Clubtour 2022

25.11.2022 – Potsdam, Waschhaus
26.11.2022 – Osnabrück, Rosenhof
27.11.2022 – Rostock, Moya
29.11.2022 – Hannover, Capitol
30.11.2022 – Bremen, Modernes
02.12.2022 – Mannheim, Alte Feuerwache
03.12.2022 – Ulm, Roxy
04.12.2022 – CH-Bern, Bierhübeli
06.12.2022 – Erfurt, Club Central
07.12.2022 – Augsburg, Ostwerk
08.12.2022 – Stuttgart, LKA-Longhorn

Hallentour 2023

10.03.2023 – Würzburg, Posthalle
11.03.2023 – Regensburg, das Stadtwerk.Donau-Arena
13.03.2023 – Ravensburg, Oberschwabenhalle
14.03.2023 – München, Zenith
16.03.2023 – Wiesbaden, Schlachthof
17.03.2023 – Berlin, Max-Schmeling-Halle
18.03.2023 – Hamburg, edel-optics.de Arena
20.03.2023 – Köln, Palladium

HIER der Link zur Website von Wanda.

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MUSIK: Aretha Franklin – You Make Me Feel Like A Natural Woman

Hier wieder eine sagenhafte Aufnahme. Heute vor vier Jahren, am 16. August 2016, ist sie im nicht sehr hohen Alter von 76 Jahren gestorben: Aretha Franklin, the “Queen of Soul“. Sie hat ein unglaubliches Leben hinter sich: 1955, im Alter von zwölf Jahren, bekam sie zum Beispiel ihren ersten Sohn Clarence, den zweiten Sohn Edward 1957 mit vierzehn Jahren.

Die Aufnahme sieht nach Musikgeschichte aus. Sie ist aus dem Jahre 2015. Es war eine Veranstaltung, an der Barack Obama teilnahm. Auch er war offenbar gerührt, der vielleicht beste Präsident, den die Vereinigten Staaten je hatten. Aretha Franklin wusste seit 2010, dass sie Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte.

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MUSIK: Lou Doillon – I C U

Sie hat es tatsächlich noch einmal in meinen Blog geschafft! Lou Doillon! Congratulation and a big hug! What a great success! Je t’embrasse – muss ich ganz französisch sagen! Sie hat es geschafft mit dem Song „I C U“! Das sind großartige Glücksmomente: Meine herzliche Umarmung natürlich und auch die (wiederholte) Aufnahme in den Blog!

Wobei ich auch das Video schön finde:

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SONSTIGES/MUSIK: Haus der Kunst, TUNE – JJJJJerome Ellis

Wer in den – immer wieder beeindruckenden – Räumen im Haus der Kunst München mit einer Performance in sehr besonderer Weise Ruhe und Stille und Langsamkeit und Gelassenheit und Zeit und Akustik UND die persönlichen Erfahrungen des Künstlers, die seine Klangperformance geprägt und ausgelöst haben, erleben möchte, hat heute Abend noch die Gelegenheit: Eine Performance von JJJJJerome Ellis. Heute, Sonntag, 24. Juli 2022, 20.00, Dauer etwa 1 Stunde. Ein Zusammenspiel von Saxophon, Klavier, Synthesizer, Hackbrett und Stimme in einer der schönen Hallen des Hauses der Kunst.

HIER der Link zur Ankündigung der Performance auf der Website des Haus der Kunst. Wer es nicht mehr geschafft hat, zu spät liest oder Ähnliches, kann über diesen Link wenigstens ein bisschen hinein hören.

TUNE ist eine Reihe von kurzen “Sound Residencies“ im Haus der Kunst. Jeden Monat erhält ein Künstler/eine Künstlerin im Haus der Kunst Gelegenheit, seine Arbeit und seine sehr spezielle Herangehensweise an Sounds darzustellen. HIER der Link zur Seite des Programms TUNE auf der Website des Haus der Kunst.

Was JJJJJerome Ellis spielt, kann man kaum Musik nennen, es sind Töne, Klänge, die in die Stille fallen. Es sind keine Musikstücke, die man hört. JJJJJerome Ellis sagt, seine Kompositionen sind wie Springbrunnen, ohne Ende und ohne Anfang, fließend, sprudelnd. Man kann lange davor stehen, man kann kurz davor stehen. Sie entwickeln eine sehr besondere Qualität.

Vor allem haben seine Kompositionen sehr persönliche Ausgangssituationen: ZUM EINEN: JJJJJerome Ellis ist Stotterer, der die Momente des beginnenden Stotterns durch Innehalten des Redens umgeht. Es entstehen Sprechpausen. So entsteht immer wieder eine Ruhe, Stille, aber auch ein besonderes Bewusstsein und eine Beziehung zu ihm und von ihm zum Gesprächspartner, zur Umgebung… JJJJJerome Ellis hat dadurch gelernt, das Besondere dieser Ruhemomente mit Sounds deutlich zu machen und generell die sehr besondere Qualität von Stille zu erkennen. Man merkt seinen Kompositionen von Beginn an an, dass gewissermaßen hinter jedem Ton die Stille steckt. Ohne Stille kein Ton! Rhythmus und Takt würde diese Beziehung zwischen Stille und Ton überdecken. Man würde nur noch einem Musikstück zuhören. Das Fehlen von Rhythmus und Takt legt die Töne frei, der Klang fällt in die Stille, ohne in ein Musikstück eingebunden zu sein. JJJJJerome Ellis ist in seiner Herangehensweise übrigens nicht weit entfernt von dem Thema, das ich letztlich mit dem Buch VITA CONTEMPLATIVA vorgestellt hatte. HIER der Beitrag.

ZUM ZWEITEN: In der Performance im Haus der Kunst geht es speziell darum, dass die Vorfahren von JJJJJerome Ellis Sklaven waren. Er greift Berichte über die Flucht eines (mehrerer?) Sklaven in West Virginia auf. An diese Flucht erinnert JJJJJerome Ellis mit seiner Komposition. Der Sklave (die Sklaven) werden von ihm nachträglich durch die Komposition sehr speziell geehrt, gewürdigt. Er „singt“ (besser: “gibt sie dazu“) mit melancholischer Stimme nur die Namen von „einer Handvoll“ Pflanzen, die wohl auf den Wegen des/der Sklaven auf ihrer Flucht zu finden waren. So hört man sehr besondere Sounds und ist sich des Grundes der Sounds bewusst.

Sehr schön, sehr besonders und wunderbar!

Hier ein Foto vom Abend:

Die nächsten Veranstaltungen der Reihe TUNE:

  • Emir Timur Tokdemir und Tove Agelii: Emiranda: 23–26.9.22
  • Caterina Barbieri: 28–29.10.22
  • Okkyung Lee: 25–26.11.22

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MUSIK: Nick Cave & Warren Ellis – THE ROAD

Er ist gerade auf Tour. Morgen, 29.06., tritt er in der Waldbühne in Berlin auf! Aber es gibt noch genug andere Gelegenheiten: Verona – Anfang Juli, Luxemburg – Anfang August, Rastatt – Anfang August, Vilnius – Mitte August, London und Paris – Ende August … alles schöne Reisen! HIER alle Daten!

THE ROAD: Kurz und ruhig. Es könnte die Schlussszene eines Films sein: Er oder sie sieht etwas – blickt lange hin – dreht sich dann langsam um – und geht weg – geht und geht – entfernt sich von der Kamera …


HIER noch einmal der Link zur Website von Nick Cave.

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MUSK: Rolling Stones – Out of Time

Ich hatte das Video vom Auftritt der Rolling Stones von voriger Woche in München (Europatour) schon neben anderen Ankündigungen im letzten Beitrag gebracht. Der Song: „Out of Time“. Hier ist der Song noch einmal gesondert, und zwar zusammen mit der früheren Studioaufnahme des Songs zum Vergleich.

Die Studioaufnahme wurde 1966 im Album “Aftermath“ veröffentlicht, vor mehr als schlappen 50 Jahren! Wie gesagt: Mick Jagger ist jetzt fast 79 Jahre alt!! Die damalige Studioversion ist übrigens eine Nuance langsamer – obwohl doch eigentlich das Alter langsamer macht. Und sie ist natürlich insgesamt “sauberer“, als die Liveversion. Der Text des Songs hier:

You don’t know what’s going on
You’ve been away for far too long
You can’t come back and think you are still mine
You’re out of touch my baby
My poor discarded baby
I said, baby, baby, baby, you’re out of time
Well, baby, baby, baby, you’re out of time
I said, baby, baby, baby, you’re out of time
You are left out, out of there without a doubt
‚Cause baby, baby, baby, you’re out of time

The girl who wants to run away
Discovers that she’s hand her day
It’s no good your thinking that you are still mine
You’re out of touch my baby
My poor, unfaithful baby
I said, baby, baby, baby, you’re out of time
Well, baby, baby, baby, you’re out of time
I said, baby, baby, baby, you’re out of time
Yes, you are left out, out of there without a doubt
‚Cause baby, baby, baby, you’re out of time

You don’t know you were a clever girl (clever girl)
Giving up your social whirl (social whirl)
But you can’t come back and be the first in line, oh no
You’re obsolete, my baby
My poor old fashioned baby
I said, baby, baby, baby, you’re out of time
Well, baby, baby, baby, you’re out of time
I said, baby, baby, baby, you’re out of time
Yes you are left out, out of there without a doubt
‚Cause baby, baby, baby, you’re out of time

Sing a song
Baby, baby, baby, you’re out of time
I said, baby, baby, baby, you’re out of time

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ANKÜNDIGUNGEN

Hier ein paar Tipps für die nächsten Wochen: Dinge, die mir aufgefallen sind und mich interessieren würden – wenn man nur alles machen könnte … Man muss ja nicht immer arbeiten! Und Corona erlaubt ja auch wieder die ein oder andere Aktivität!

  • Metropoltheater München: Das verborgen im nördlichen Randgebiet Münchens liegende Metropoltheater hat seit dem 9. Juni wieder das Stück „4.48 Psychose“ von Sarah Kane in sein Programm genommen. Vom 1. bis zum 4. Juli kommt es beispielsweise wieder. HIER der Link zur Stückeseite auf der Website des Metropoltheaters. Das Bild anklicken!
Copyright Metropolheater München/Fotograf: Jean-Marc Thurmes
  • Filmfest München 2022: Auf dem Filmfest München 2022, das am 23. Juni startet, gibt es in der Reihe „Neues Deutsches Kino“ einen Dokumentation über Elfriede Jelineks künstlerischen Umgang mit Sprache. Mit den Stimmen von Ilse Ritter, Sandra Hüller, Stefanie Reinsperger, Sophie Rois, Maren Kroymann, Martin Wuttke! HIER geht es zur Website des Filmfestes insgesamt. Und HIER der Link zur Filmseite. Bei der Gelegenheit: Auch interessant wird die Filmpremiere meines Sohnes (Produzent) mit dem schönen Film “Wut auf Kuba“ in der Reihe „Neues Deutsches Kino“, mehrfach nominiert. HIER der link. Das Bild anklicken!
Copyright: Filmfest München/ Plan C
  • Münchner Kammerspiele: Vor etwa zwei Jahren oder drei Jahren war es ein Riesenerfolg an den Münchner Kammerspielen: Das 10-Stunden-Theaterevent der Antike „Dionysos Stadt“, eine Inszenierung von Christopher Rüping. Ein absolutes Muss für jeden Theaterfreund! Für zwei Vorstellungen kommt dieses Stück noch einmal an die Kammerspiele: Am 2. Juli und am 3. Juli! Noch gibt es ein paar Karten. HIER der Link zur Stückeseite auf der Website der Münchner Kammerspiele. Auch hier gilt: Das Foto anklicken!
Copyright Julian Baumann
  • Münchner Residenztheater:

Auch das Münchner Residenztheater hat seine Wiederaufnahme: MARS von Fritz Zorn. HIER der Link zur Stückeseite auf der Website des Residenztheaters. Das Besondere ist der Spielort: Es findet im Freien neben dem Marstalltheater statt. Die nächsten Termine (neben heute) sind der 24. und der 27. Juni. Das Bild anklicken!

Max Mayer. Copyright: Sandra Then
  • Die Rolling Stones auf Europatour

Sie waren vor ein paar Tagen in München, touren derzeit durch Europa und sind noch einmal Ende des Monats in Deutschland, in Gelsenkirchen, am 27. Juli. Amsterdam, Bern, Mailand, London, Brüssel, Wien, Paris, Lyon … das sind die nächsten Stationen. Hoffentlich haben sie ein InterRail-Ticket, die Rolling Stones. Aber ACHTUNG! neueste Meldung von heute, 14. Juni: Mick Jagger hat Corona und musste das Konzert in Amsterdam schon absagen!

Was man so auf YouTube sieht, ist das Münchner Publikum der Rolling Stones jedenfalls deutlich älter geworden, aber trotzdem. HIER der Link zur offiziellen Website der Rolling Stones. Und hier ein Video vom Münchner Auftritt der Stones vor wenigen Tagen. Man kann mehrere Songs hintereinander ansehen, sind aber nicht alle vom Münchner Konzert! Mick Jagger ist unfassbare 78 Jahre alt! Unfassbar!!

  • Deutsches Theater Berlin

Und Berlin: Vor kurzem hatte das Stück „Auslöschung. Ein Zerfall“ am Deutschen Theater Berlin Premiere! „Auslöschung“ war das letzte Prosawerk von Thomas Bernhard! HIER der Link zur Stückeseite auf der Website des Deutschen Theaters Berlin. Eine Inszenierung von Karin Henkel. es wird wieder gebracht am 26. Juni und am 3. Juli. Schade, ich habe an beiden Tagen keine Zeit. Thomas Bernhard und das deutsche Theater Berlin sind eigentlich eine wunderbare Kombination! Das Bild anklicken!

Bernd Moss, Linn Reusse, Daniel Zillmann. Copyright: Thomas Aurin

Wunderbar auch die Videoreihe „Monologe auf Mallorca“, in denen man Thomas Bernhard erlebt. Hier Teil 1 der fünfteilige „Serie“:


Das sind so ein paar Anregungen. Vielleicht füge ich noch das eine oder andere in den nächsten Tagen hinzu.

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MUSIK: David Gilmore & David Bowie – Comfortably Numb

Hier drei Versionen des Pink Floyd – Klassikers „Comfortably Numb“. Zuerst eine Kombiversion gesungen von David Gilmore und von David Bowie. Sie singen den Titel – begleitet von Richard Wright – in einer sehr speziellen Version, David Bowie singt seinen Part fast wie einen eigenständigen Song – “dramatischer“.

Beide gaben das Konzert vor fast genau 16 Jahren in der Royal Albert Hall. Die insgesamt drei Konzerte in der Royal Albert Hall fanden statt am 29., 30. und 31. Mai 2006. Und unten noch eine andere Version.

Also noch eine andere Version? Von der Cover-Queen Miley Cyrus. Sie singt mit ihrer rauchigen, tiefen und wahrlich guten Stimme mit ihrem typischen Timbre wieder einmal eine Coverversion leider „etwas“ verkürzt. Aus 8 Minuten mach knapp 3 Minuten! Aber gut!

Und HIER der Link zu meinem Beitrag über David Gilmores neue Version des Songs – Comfortably Numb 2022“ – eine düstere Version. Aber auch gut, vor allem gegen Ende!

Und hier noch eine Version dieses tollen Klassikers. Eine Live Version aus dem Jahre 2016 aus Pompeji:

MUSIK: The Blaze – Places

The Blaze ist eine französische Band, bestehend aus den beiden Cousins Jonathan und Guillaume Alric, die beide in Paris leben. 2016 erst erschien ihre erste Single. Die Kombination von Musik und Video sind ihr Kennzeichen.

The Blaze werden daher auch „audiovisuelles Producer-Duo“ genannt. Obwohl ihre Songs für sich genommen schon hörenswert sind, gehören gerade ihre sehr realistischen Musikvideos zum Gesamtbild der Band. Ein dunkler, etwas verzerrter, hallender Gesang gehört auch dazu. Zu ihrem aktuellen Album „Dancehall“ sagen sie:

„Wir wollten mit dem Album ein spezielles Gefühl transportieren, das wir ‚Good Nostalgia‘ nennen. Unser Ziel war: Egal in welcher Situation du gerade bist, wenn du unsere Musik hörst, bekommst du dieses schön nostalgische Gefühl.“

Auch „Places“ ist ein Song dieses aktuellen Albums Dancehall.

Ich bin auf The Blaze gestoßen, weil deren Song „Places“ im Rahmen des Theaterstücks „Das neue Leben“ von Christopher Rüping an einer sehr schönen Stelle zu hören ist. Ich habe gerade darüber geschrieben. HIER meine Besprechung. Und hier der Song „Places“. Ich füge zwei weitere Videos bei:

Es gibt auch eine lange Version, die man gut an einem coolen Abend eine Weile im Hintergrund laufen lassen kann:

Und hier noch eine mehr-als-eine-Stunde-Version von Songs von The Blaze, die hoch oben in den französischen Alpen gespielt wurde. „The Blaze live at Aiguille du Midi in Chamonix“. Das Konzert wurde am 04.06.2020 auf dem Aiguille du Midi, dem „berühmten Aussichtsberg“ mitten im MontBlancMassiv 2.800 m über Chamonix aufgezeichnet. The Blaze spielen hinein in einen faszinierenden Sonnenuntergang, die elektronischen Klangwelten werden eins mit dem Wolkenmeer über den Alpen, begleitet von Drohnenaufnahmen über dem Gletschergebiet.

Wer es einfach einmal laufen lassen möchte.

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MUSIK: Mazzy Star/Miley Cyrus – Fade Into You

Vor längerer Zeit hatte ich den Song „Fade into You“ von Mazzy Star im Blog gebracht. HIER! Jetzt habe ich eine andere Version des Songs gefunden, eine Version von Miley Cyrus, der alten Cover Queen. Eine Version, die ich auch hier “festhalten“ möchte. Ich habe sie jetzt auch in den “alten“ Beitrag eingebunden. Sie kann also dort auch gehört werden. Und hier unten ist sie solo.

Die Version von Miley Cyrus besticht durch die Schlichtheit des Auftritts. Denn:

Eine schwarze weite Bühne – alles ist dunkel – nur Licht auf Miley Cyrus – sie bis zu den Schuhen schwarz gekleidet, trägt ein schwarzes T-Shirt (oder besser: Body), einen schwarzen Blaser, – ist wahrlich knapp gekleidet – hat schwarzen Nagellack auf den Fingernägeln – schwarze Stilettos an den Füßen, am Ende ihrer langen Beine – steht vor einem schwarzen Mikrophonständer – singt in ein schwarzes Mikrophon mit schwarzem Kabel – von Miley Cyrus ist im Grunde nichts zu sehen außer ein paar Hautpartien: das Gesicht und ihre langen Beine – die einzigen Farbkleckse: Ihre glitzernden hellblauen Lidschatten! – naja, man sieht Miley schon – sie steht auf schwarzem Bühnenboden – neben Miley Cyrus spielt (- natürlich auch im Dunkel -) eine unverstärkte Gitarre in der Hand – der Gitarrist – mit dunkler Kappe – auch er schwarz gekleidet – ihn sieht man noch weniger – spielt seine dunkle Gitarre – trägt ein schwarzes Hemd – schwarze Hose – steht neben Miley Cyrus in einem schwachen, dünnen Lichtkegel – neben beiden jeweils ein schwarzer Barhocker – unbenutzt – zusätzlich zum Sound der Gitarre kein weiterer Begleitsound – nur die Stimme von Miley Cyrus und die Gitarre – mehr nicht! Schade nur: Der Song ist kurz, kürzer als das Original! Aber nicht schlecht! Dennoch: Die Ursprungsversion von Mazzy Star ist noch besser! Gefühlvoller, trauriger!

HIER noch einmal der Link zur damaligen Songseite, jetzt mit der Ergänzung.

Die lyrics:

I want to hold the hand inside you
I want to take a breath that’s true
I look to you and I see nothing
I look to you to see the truth
You live your life, you go in shadows
You’ll come apart and you’ll go blind
Some kind of night into your darkness
Colors your your eyes with what’s not there

Fade into you
Strange you never knew
Fade into you
I think it’s strange you never knew

A stranger’s light comes on slowly
A stranger’s heart without a home
You put your hands into your head
And then its smiles cover your heart

Fade into you
Strange you never knew
Fade into you
I think it’s strange you never knew
Fade into you
Strange you never knew
Fade into you
I think it’s strange you never knew
I think it’s strange you never knew

MUSIK: Rover – Queen Of The Fools

HIER die offizielle Website der französischen Band Rover.

MUSIK: Bob Seger and Jason Aldean – Turn The Page

Vielleicht war Winter, ich blickte in meinem Zimmer aus dem großen Fenster in den verschneiten Garten, vielleicht war es auf einer Party im Frühling, in abgedunkelten Partyräumen, vielleicht in meiner Ente – 2CV – im Sommer – unterwegs an die Nordsee, das Verdeck nach hinten gerollt. Ja, da sehe ich mich in meinen Jugendjahren.

Das Lied fand ich früher cool. „Here I am, on the road again.“ Auch einige der anderen Songs von Bob Seger. Er sang Songs „für den kleinen Mann mit Gegenwind“ („Against The Wind“), das hatte mir gefallen.

Auf dem ersten Video unten von “Turn The Page“ sieht man: Auch Bob Seger ist natürlich nicht jünger geworden. Aber ist es nicht beeindruckend, wie beseelt Bob Seger diesen Song mit Jason Aldean singt? Wie er fast tanzt, im Rhythmus mitschwingt, weil er so beseelt scheint. Obwohl er im Grunde schon immer, lese ich, auf der Bühne stand. Er hat nie aufgehört. Seine Stimme hat sich auch nie wirklich verändert! Dieses Lied scheint ihm auch Einiges zu bedeuten. Was muss das für ein Gefühl sein? Auch Jason Aldean übrigens, mit dem er hier den Song bringt – es wird vor einigen Jahren gewesen sein -, ist eine „coole Socke“, gut passend zu diesem Song.

Bob Seger – Weltstar – ist im Mai 1945 geboren, ist heute also fast 78 Jahre alt! 2017 tourte er noch durch Kanada, 2019 durch die USA! Dreimal war er verheiratet. Er hatte eine schwere Kindheit, der Vater Trinker, verlässt früh die Familie, arme Verhältnisse.

HIER die Website von Bob Seger.

Hier das erste Video:

Und hier der Song original von vor über 45 Jahren: