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MUSIK: Prince – Purple Ran

Heute ist Prince gestorben.  Sein bürgerlicher Name war Prince Rogers Nelson. Er wurde nur 57 Jahre, hatte in den letzten Wochen an einer Grippe gelitten und kam ins Krankenhaus. Gestorben ist er auf seinem Anwesen in Minnesota. Sein Album „Purple Rain“ von 1984 gilt vielen als eines der besten Alben der Pop-Geschichte. Er sang, spielte Gitarre, Klavier und andere Instrumente. Sein legendäres Lied Purple Rain ist natürlich die Musik der Woche. Hier eine wunderbar lange Version, in der man ihn auch wunderbar sieht.

Eine Version aus zwei Welten: Bruce Springsteen spielt Purple Rain:

Und hier Prince:

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THEATER: Josef Bierbichler – Mittelreich

Hier ein Blogbeitrag eher für Münchner. Als Anregung für Erlebnisse in München. Gerne werden ähnliche Gastbeiträge aus anderen Städten aufgenommen. Kurze Berichte von Erlebtem:

Mittelreich von Josef Bierbichler in den Kammerspielen/Schauspielhaus: Ein Dorf am Starnberger See im Spiegel der Generationen, Erinnerungsfragmente. Der Seewirt, dem Zweiten Weltkrieg entronnen, übernimmt das Erbe des Vaters. Die Welt verändert sich zu dem, was man modernes Leben nennen wird, und doch bleibt alles überschattet von den Erfahrungen, die sich dem Leben eingeprägt haben. Eine neue Generation wächst heran, die aus der Vergangenheit ausbrechen will und doch verstrickt bleibt. Am Grab des Seewirts erklingt Brahms´ „Ein deutsches Requiem“, das die Lebenden trösten soll. Ausgehend von der Aufführung dieses Requiems inszeniert die Regisseurin Anna-Sophie Mahler Bierbichlers Roman, ein Musiktheater. Sehr, sehr gute schauspielerische Leistung!

La Sonnambula von Vincenzo Bellini in den Kammerspielen/“Opernhaus“: Ständig ausverkauft, Restkarten! Ein wunderbare Inszenierung des Opernstoffes. Die Geschichte der Schlafwandlerin Amina wird unpompös und immer wieder mit der schönen Belcanto-Musik näher gebracht. Eine besonders gut zusammen passende Besetzung! Lohnt sich auf jeden Fall!

Gurnemaz Schlaflos nach Richard Wagners Parsifal in den … Kammerspielen/“Opernhaus“; Als Gegenüber eines großen Opernsängers (Viktor van Halem) und eines Schauspielers (Gundars Abonis) inszeniert, ebenfalls eine besonders unpompöse Szene (Hotelszene) und Einblicke in die Oper. Gurnemaz kann man nicht mehr sehen, es lief nur zwei Mal.

War and Peace nach Krieg und Frieden von Leo Tolstoi in den … Kammerspielen/ Schauspielhaus; Ein Zusammentreffen von Schauspiel und Performance 8siehe Blogbeitrag). Meines Erachtens noch nicht vollends gelungen. Es ist eine klasse Annäherung an das Mammutwerk Krieg und Frieden von Leo Tolstoi, aber welche Ausssage hat die Performance? Es ist m. E. noch zu wenig diskursfordernd, obwohl gerade das der Ansatz ist! Die Gedanken zu Krieg und Frieden. Mehrere Zuschauer werden mit einbezogen.

Reihe „Episode“ in den … Kammerspielen: Die Folge Sportpalastwalzer der TV-Serie Der Alte wurde angesehen und besprochen mit Dominik Graf und dem Filmkritiker Bert Rebhandl. Interessant, Der Alte löste den Fall NICHT! Nächstes Mal House of Cards am 25. April.

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THEATER: Rimini Protokoll, Gob Squad, SheShePop

In München leuchtet derzeit die Performancewelt. Zur Irritation der Münchner holt der neue Intendant Matthias Lilienthal einige der besten deutschsprachigen Performancekollektive, Rimini Protokoll, Gob Squad oder SheShePop  an die Kammerspiele. Gestern war wieder eine Premiere: Eine Annäherung an das Mammutwerk Krieg und Frieden von Leo Tolstoi. Es hieß War an Peace. Keine Frage: Das geht zu Lasten des guten Ensembles der Kammerspiele, denn eine Performance lebt nicht von Schauspiel! Aber es bleibt eine jedenfalls für diese Spielzeit interessante Erfahrung! Man mag hoffen, dass Matthias Lilienthal in den kommenden Spielzeiten das wertvolle Ensemble der Kammerspiele wieder mehr schätzt. Auch um es nicht zu vergraulen. Man sieht sie fast garnicht mehr! Aber für diese Spielzeit kann man sich sagen: Theater mit Performances zu kombinieren ist ein für München auf jeden Fall interessanter Versuch, der einige aus dämmerigen Schlummerschlaf aufrütteln kann. Frage: Wo liegt der Unterschied zwischen Theaterschauspiel und Performance?

Performance als Kunstrichtung gibt es seit den 60er-Jahren, beeinflusst u. a. durch den Dadaismus (siehe Blogbeitrag). Performance ist häufig ortsgebunden, kann jedoch überall, zu jeder Zeit und ohne zeitliche Begrenzung stattfinden. Dabei kommen vier Grundelemente ins Spiel: Zeit, Raum, der Körper des Künstlers und eine Beziehung zwischen dem Künstler und dem Zuschauer. Es wird nicht „ein Stück aufgeführt“, sondern die Entwicklung im Ablauf einer Performance ist ein wesentliches Element. Nicht selten sind Performances offene künstlerische Versuchsanordnungen ohne Ablaufkonzept.

Rimini Protokoll (zeigte kürzlich Qualitätskontrolle, das Leben einer Querschnittsgelähmten) schreibt: Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen.

Für Gob Squad (zeigt derzeit War and Peace von Leo Tolstoi) wird eine Grenze überschritten, wenn sie mit Schauspielern zusammenarbeiten, wie jetzt bei War and Peace. Sie arbeiten nicht mit einem Regisseur.  Jeder auf der Bühne ist Miturheber der Performance. Es geht um Selbstreflexion der Akteure zu einem bestimmten Thema, evtl. unter Einbezug des Publikums, der Passanten etc.

SheShePop (zeigt derzeit 50 Grades of Shame) schreibt: Wir sind keine Darstellerinnen. Vielmehr stellen wir uns selbst und gegenseitig Aufgaben und lösen sie auf offener Bühne. Aus dem eigenen Erfahrungshorizont entwickeln sich unterschiedliche Perspektiven auf eine Frage. Das wird mitunter als autobiografisches Theater gedeutet. Tatsächlich ist der Bezug zum eigenen Leben eine Methode, nicht das Thema. Durch Verdichtung entsteht aus dem persönlichen Material eine erkennbare künstlerische Strategie und eine ins Beispielhafte stilisierte Position. Das Eigene ist dabei das Fremde, Monströse. Das gilt neuerdings auch umgekehrt: In einigen unserer neueren Shows bearbeiten wir bekannte monströse Texte aus dem literarischen Kanon mit eben dieser autobiografischen Methode.

So näherte sich auch das Konzeptkollektiv Gob Squad dem Thema Krieg und Frieden und dem Buch Krieg und Frieden von Leo Tolstoi. Es bleibt spannend und mag jedem ein Anreiz sein, sich einmal über den Tellerrand hinaus mit Performances und damit der sehr subjektiven, fast autobiografischen Befassung von Performern mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen.

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Kurzer Hinweis

Ich hatte kürzlich geschrieben, dass mir die 10. Symphonie von Schostakowitsch so empfohlen wurde. Heute abend um 20.03 Uhr wird sie vom Deutschlandradio Kultur live aus der Berliner Philharmonie übertragen, dirigiert von Mariss Jansons. Nach der Pause. Sicherlich beeindruckend.

Es heißt online im Deutschladradio Kultur zur Übertragung: Seit langem pflegt Mariss Jansons eine enge Beziehung zu den Berliner Philharmonikern. Oft stand die Musik von Dmitrij Schostakowitsch auf den gemeinsamen Programmen, nie aber die 10. Sinfonie, eines der Hauptwerke des Komponisten. Mit dem lettischen Dirigenten kann man eine gewissenhafte und im besten Sinne „authentische“ Interpretation erwarten: Schon als Kind kam Jansons mit Schostakowitschs Musik und ihren Widmungsträgern in Berührung. Die Auseinandersetzung mit dem Schicksal Russlands, die in diesem Werk mit Händen zu greifen ist, kann Jansons unmittelbar nachvollziehen. Eine andere Perspektive eröffnet das Cellokonzert von Henri Dutilleux, das in die lyrische Welt von Charles Baudelaire eintaucht – und das für den russischen Jahrhundertcellisten Mstislaw Rostropowitsch geschrieben wurde.

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Kurzer Hinweis

Für die Massen an Interessierten: Heute abend 21.05, Snarky Puppy (Musiktipp der Woche) Fortsetzung des Livemitschnitts auf Deutschlandradio.

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LITERATUR: Andreas Maier

Andreas Maiers Debutroman, im Suhrkamp Verlag 2002 erschienen, hatte ich vor Jahren gelesen. Es ist heute noch ein besonderes Buch für mich. Eine unaufgeregte, schlichte Welt der Wetterau bei Frankfurt wird mit Maiers einfacher, in keiner Weise gedrechselter oder gestelzter Sprache geschildert. Köstliches einfach aus dem Leben! Die Story: Sebastian Adomeit, Naturkundler und Ornithologe, wird zu Grabe getragen. Über sein Vermögen kursieren wilde Gerüchte, und Skandalöses munkelt man auch über seine Beziehung zur Schwester, die er vor vielen Jahren wegen eines unehelichen Kindes aus dem Haus gejagt haben soll. Adomeit hat seinen Tod so inszeniert, dass die Beerdigung ausgerechnet  am Pfingstsonntag stattfindet. Die angereiste Verwandtschaft und all die Sensationshungrigen im Dorf müssen sich aber zwei Tage gedulden, denn auch für die Testamentseröffnung ist vom Verstorbenen ein unpassender Termin festgelegt worden: der Pfingstdienstag, an dem man im Frankfurter Raum traditionell im Wald zusammensitzt und Wäldchestag feiert. Andreas Maier lässt seinen Erzähler berichten, was er in Kneipen, auf dem Friedhof, bei den Gesprächen zwischen den Einheimischen und Fremden aufschnappt, was ihm gebeichtet oder vertraulich als todsicher wahr hintertragen wird. So entsteht eine tollkühn erzählte Geschichte über einen gebeutelten Kerl, der der Welt auf beeindruckende Weise eine Nase dreht.

ÜBRIGENS: Auch in Der Spieler von Dostojewski (vgl. Blogbeitrag) geht es ja um den Nachlass einer Person. Alle erwarten diesen Nachlass.

 

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Wäldchestag

 

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MUSIK: Dimitri Schostakovitsch

Heute eimal ein gewagter Sprung in die Klassik. Ich bin kein Klassikspezialist. Aber ich nähere mich eben den Dingen. Natürlich kann man sagen: Es gibt wahrlich andere Probleme! Aber ich versuche, den Bogen zur Gegenwart zu ziehen. Mal sehen. Also habe ich mich ein wenig Dimitri Schostakovitsch gewidmet, einem der bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er ist erst 1975 gestorben! Auf BR-Klassik wurde vergangene Woche wieder einmal ein Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, dirigiert von Mariss Jansons, live aus der Münchner Philharmonie übertragen. Noch dazu seine wohl bekannnteste Symphonie, auf die mich meine Frau, Sandra, schon mehrfach aufmerksam gemacht hatte: Die 7. Symphonie, genannt die „Leningrader Symphonie„. Es geht um die Belagerung und Aushungerung Leningrads durch die Nazis im Frühjahr 1941. Schostakovitsch hatte fast die gesamte Zeit in Leningrad verbracht. Es heißt auch: Wann war die Entstehungsgeschichte eines großen symphonischen Werkes je so schicksalhaft in die tragischen Ereignisse der Weltgeschichte verflochten wie im Falle der Leningrader? Ich habe sie mir in Ruhe auf Kopfhörer angehört: wirklich sehr beeindruckend! Auch die 10. Symphonie wurde mir einmal empfohlen. Auch sie ist sehr beeindruckend! Der Bogen zur Gegenwart: Schostakovitsch hatte das Leningrader Drama aufgegriffen, war also damals sehr aktuell. Das zu wissen, verschafft einem fast die Gelegenheit, die Symphonie zu verstehen. Die Zeit vor der Belagerung, die Belagerung selbst … Schostakovitsch stand immer zwischen Stalinismus und der Kritik daran, wurde mal verächtet, mal wieder hoch geschätzt von Stalin. Und auch heute hat Musik eben oftmals aktuelle Bezüge. Darum geht es eben. Ich empfehle die Leningrader Symphonie!

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THEATER: Caspar Western Friedrich

Wir und die Natur. Es war alles einmal anders, vor garnicht allzu langer Zeit. Das zeigt uns der Abend der Premiere von Caspar Western Friedrich an den Münchner Kammerspielen: Caspar Western Friedrich, eine Performance oder Inszenierung von Philippe Quesne.

Caspar Western Friedrich hinterfragt – anhand des „Westerns“ und anhand „Caspar David Friedrich“ – den Platz des Menschen in der Welt. Ausgehend von unserem Fernsehwissen über den Western und ausgehend von der bildhaften Reflexion der Natur durch Caspar David Friedrich stellt die Inszenierung unsere Verbindung zur Natur dar. Zwischen dem Willen sie zu beherrschen – der Western – und dem Wunsch sie zu beschützen, zu betrachten – Caspar David Friedrich. Zwischen Eroberung und Kontemplation, zwischen Ausbeutung und Ökologie.

Ein modernes Thema, auf das der Zuschauer durch Philippe Quesne sehr eigenwillig gestoßen wird. Sehr sensibel, wortkarg, wunderschön! Wahrlich kein Sprechtheater. Eher eine Stimmungslage, ein Bild. Die Schauspieler spielen nicht ein Stück, sie räumen um, sie schauen, gehen herum, musizieren, lesen das an die Wand Projezierte, erzählen ein wenig. Für Phillipe Quesne ist der Spagat zwischen Caspar David Friedrich und dem Western ein logischer: In beiden Welten ist die Natur allumfassend und der Mensch ist in ihr verloren, der „lonesome rider“ wie der Mönch am Meer.

Philippe Quesne konzipiert Arbeiten, die, heißt es, auf einer starken Verbindung zwischen Raum, Bühnenbild und Körpern basieren. Seine multidisziplinaren Performances seien international auf Festivals zu sehen. Seit 2014 leitet er das Theater Nanterre – Amandiers in Paris.

Ein, fand ich, in der Tat beeindruckender Abend, an dem der Mensch der Natur gegenübersteht. Man muss sich auf die Sensibilität einstellen, mit der Philipp Quesne dieses Thema angeht. Und mit der man auf sich zurückgeworfen wird. Die Schlichtheit des Abends überzeugt dann sehr. Sie tut gut. Es ist kein theatraler Kampf der Charaktere, kein Theaterstück. Die Münchner hatten mit diesem Stück ein Problem! Leider! Sie haben es nicht verstanden, es fehlte ihnen das „Theatrale“. Aber es passt so, wie es ist: Es ist ein langsames, ruhiges Herantasten an das Verhältnis des Menschen zur Natur – wie es heute nicht mehr ist. Getragen von wunderbaren Bildern und schöner Musik. Früher stand der einsame Mönch vor der gewaltigen Natur (Caspar David Friedrich) und der einsame Cowboy vor der gewaltigen Natur. Und die Cowboys packen die Natur in ein Museum. Stehen andererseits staunend vor der Natur. Und somit auch vor sich.

©️  des Beitragsbildes: Martin Argyroglo

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SONSTIGES/GEDICHT: An Kassandra II

Hier die zweite Antwort auf Kassandra Aussage im Buch Kassandra (siehe Blogeintrag An Kassandra I):

ERWACHSENWERDEN – AN KASSANDRA II
Ich, ich will mich nicht verlieren,
wenn ich erwachsen werde,
was kann ich machen, Kassandra?
Muss ich unerwachsen bleiben?
Kann ich es schaffen, erwachsen zu werden
und mich nicht zu verlieren?
Sie werden mich für seltsam erklären.
Ich werde traurig werden,
weil es schwer ist, sich nicht zu verlieren.
Vielleicht komme ich in diese Anstalt,
sie sperren mich weg,
bis ich gelernt habe,
so zu sein, wie sie es brauchen.
Vielleicht wollen sie, dass alle
mit dem Verlust ihres Selbst leben und
dass alle Anderes machen, als sie selbst zu sein.
Vielleicht brauchen sie es.
Die Persönlichkeit in uns ist gefährlich,
unausgegoren, nicht geübt, nicht gepflegt.
Kassandra, ich weiß, es ist so.
Aber, hey, ich will mich nicht verlieren!
Ich werde mich nicht verlieren auf ihren geebneten Wegen,
auf denen ich mich nicht sehen darf.
Nein, ich werde meine eigenen, krummen Wege gehen,
auf denen ich mich sehe.
Es wird, ich brauche Mut, Kassandra,
um mich nicht zu verlieren beim Erwachsenwerden.

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LITERATUR: Slavoj Zizek II – Islam und Moderne

Das wird leider immer unverständlicher. Hier ist Teil 2:

Slavoi Zizek Teil 2

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LITERATUR: Slavoi Zizek I – Islam und Moderne

Ich habe ein kleines schwieriges Buch zu „Islam und Moderne“ gelesen. Musste es dreimal lesen und biete eine einfachere Zusammenfassung an. In zwei Teilen. Hier ist der erste Teil, bitte anklicken.

Slavoi Zizek Teil 1

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THEATER: Breakfast Club

Diesen Sonntag war wieder der BREAKFAST CLUB der Münchner Kammerspiele im Conviva, im“Blauen Haus“-  auch der Kantine der Kammerspiele. Ein Frühstück bei Croissants und Kaffee mit Informationen von Schauspielern, Regisseuren, Mitarbeitern der Kammerspiele etc. über das Kommende. Der junge Opernhaus-Gründer David Marton (er arbeitet an der Kombination Oper/Theater und wird in den Kammerspielen ein „Opernhaus“ einrichten) stellte das kommende Stück LA SONNAMBULA vor,  Yuka Yanagihara sang daraus eine Arie. Der junge Philippe Quesne erzählte vom kommenden Stück CASPAR WESTERN FRIEDRICH (ihn interessiert das Verhältnis Mensch – Natur) und der Schauspieler Peter Brombacher las aus Briefen von Caspar David Friedrich. Der ebenfalls junge Franz Rogowski begleitete die kleine Lesung musikalisch mit Western-Soundeinlagen auf der Mundharmonika. Er arbeitete außerdem mit einer interessanten App, mit der Musik aufeinandergelegt werden kann.  Außerdem wurden die Gastspiele der nächsten Wochen kurz vorgestellt. Interessant für ein Frühstück an einem trüben Sonntag. Vor allem merkt man hier, an den Münchner Kammerspielen, das Engagement und die Freude junger Menschen, die ihre Ideen mit kulturellen Angeboten transportieren wollen.

Breakfast Club Kammerspiele

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THEATER: Der Spieler von F. Dostojewski

Eine interessante Inszenierung in den Kammerspielen, die sich sehr mit dem klaren Thema des Romans auseinandersetzt: Geld und Liebe. Viel Liebe, aber alle warten hier erst auf Geld, Reichtum. Genauer: Auf den Tod der reichen Tante in Russland.  Der Roman stellt das Dilemma „Geld und Liebe“ bekanntlich speziell durch die „Roulettebrille“ dar. Das Thema wird man heute – vor allem abseits der Rouletteburgen – anders behandeln. Die Inszenierung ist intensiv, fast anstrengend. Man sollte den Roman danach lesen oder über die Inszenierung reden. Nur konsumieren ist hier zu wenig. Die Inszenierung hat m. E. einen Nachteil: Es spielen die falschen Schauspieler die falschen Rollen. Einzig Thomas Schmauser, der sich verausgabt, kommt erkennbar rüber. Es fällt ansonsten schwer, den einzelnen Schauspielern die verkörperten Personen abzunehmen. Und an ihnen die Beziehungen zu den anderen Personen zu erkennen. Etwa Anna Drexler,  sie spielt leider wieder einmal eine unsichere Person, die sie allzu oft spielt. Man erkennt nicht die Person, die F. Dostojewski hier meinte und die sie verkörpern will. Das Buch ist sicherlich auch kein literarischer Höhepunkt, Dostojreski hat ihn ganz schnell geschrieben, unter Fristdruck.

©️ des Beitragsbildes: David Baltzer

Der Spieler Kammerspiele

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