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LITERATUR: Jonathan Safran Foer – Hier bin ich

Nach elf Jahren ist ein neuer Roman von Jonathan Safran Foer erschienen. HIER BIN ICH. Ich setze ihn ins Verhältnis zu etwas wie „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz (siehe früherer Blogbeitrag). Man sieht daran nämlich wunderbar deutlich, wie sich die Zeiten einfach verändern! Auch bei Foer geht es  – unter anderem – um Generationen. Die Kinder, die Eltern, die Großeltern, ein Onkel, dessen Familie. Und durchgängig geht es hier um das Jüdische und die Einstellungen der Personen zum jüdischen Leben und den Traditionen.. Manchmal geradezu schwer verständlich, wenn man sich nicht gerade gut auskennt. Aber wie anders sich jeder verhält – im Vergleich zu früheren Zeiten – und wie anders Foer es auch beschreibt! Modernes Leben. Vordergründig geht es bei Jonathan Foer um einen jüdisch-amerikanischen Schriftsteller, der mit Frau und den Kindern in Washington DC lebt. Es wird fast der Alltag geschildert, kein besonderer Handlungsstrang, auch anders als früher. Julia und Jacob Bloch haben durchaus Probleme: Jacobs hochbetagter Großvater soll ins Altersheim, will aber nicht, ihr ältester Sohn droht von der Schule zu fliegen, dabei wollen sie in ein paar Wochen seine Bar Mizwa (Mannwerdung) feiern. Geplant ist ein großes Familienfest, zu dem auch die Verwandtschaft aus Israel anreist, was die angespannte Stimmung im Hause Bloch weiter anheizt. Die Verwandschaft kommt auch. Und dann macht Julia eine Entdeckung, die alles infrage stellt, ihre Ehe, ihre gemeinsamen Werte, die Zukunft der Familie … Während sich die häusliche Krise zuspitzt, ereignet sich noch dazu  ein globales Desaster: Ein katastrophales Erdbeben im Nahen Osten führt zu einem gewaltigen internationalen politischen Konflikt, der auch die Familie Bloch im Kern trifft. Mit auffallender und besonderer Schlagfertigkeit kommunizieren alle miteinander. Alle ständig mit eigener Beschäftigung. Wie es eben heute ist. Das macht Spass, liest man nicht so oft. Wie anders ist da eine ruhige und intensive Schilderung etwa in „Deutschstunde“! Ein mit vielen feinen Beobachtungen geschilderter Kern ist – wie gesagt – das Auseinanderbrechen von Jacobs und Julias Ehe. Und all die Erzählebenen dienen im Grunde dazu, die Identität des Autors/ Erzählers zu schärfen, der ewig unentschlossen, abschweifend, überlegend, zweifelnd seine Selbstbestimmung anstrebt. Inwiefern das gelingt, bleibt aber offen. Aber es ist sehr vielseitig, anspruchsvoll geschrieben! Es geht um die totale Konzentration auf das eigene Ich. Unsere Zeit! Man hat nur am Ende nicht etwa eine „Geschichte“ und das Verhältnis der Personen dazu vor Augen. Irgendwie anders, als man es gewohnt ist Wieder einmal anders.

Hier bin ich: Roman

 

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LITERATUR: Schweigeminute

Die Verfilmung des vielleicht schönsten Buches von Siegfried Lenz, „Schweigeminute“, kommt heute abend um 20.15 Uhr im ZDF. Sehenswert. Innerhalb von fünf Monaten wurden mehr als 250 000 Exemplare des Buches verkauft. Der Verlag freute sich: „Bislang hat sich kein Buch von Siegfried Lenz in so kurzer Zeit so gut verkauft, nicht einmal die „Deutschstunde“ (siehe meinen früheren Blogbeitrag).Es ist die Liebesgeschichte eines Schülers und seiner Lehrerin, die nur ein paar Wochen dauerte. Anlässlich der Gedenkfeier für die verstorbene Geliebte erinnert sich der Achtzehnjährige an die gemeinsamen Erlebnisse mit ihr.“Wir haben meinem Freund Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes„, hatte Marcel Reich-Ranicki gesagt.

Schweigeminute - Sommerausgabe

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LITERATUR: Stephan Lessenich – ein Nachtrag

Zum Blogbeitrag „Stephan Lessenich“ hier ein kleiner Nachtrag. Auf der derzeit stattfindenden Frankfurter Buchmesse wurde er von der SZ interviewt.

Frage des SZ-Redakteurs Jens Bisky etwa: Für wie wahrscheinlich halten Sie es denn, dass Menschen gegen ihre alltäglichen Interessen Strukturen verändern, von denen sie spürbar profitieren?

Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Aber wir haben in den letzten anderthalb Jahren erlebt, welche Konsequenzen unsere Externalisierungsgesellschaft hat. Flucht und Migration werden uns weiter beschäftigen. Da wir Probleme produzieren, die auf uns zurückschlagen, wäre es im Sinne der Vernunft und der vorausschauenden Einsicht, vom globalen Norden aus umzusteuern. Das wäre im wohlverstandenen langfristigen Eigeninteresse. Langfristige Interessen sind freilich immer schwer anzusprechen und umzusetzen. Ich glaube, die Veränderung wird ohnehin vom globalen Süden ausgehen. Dort gibt es politische Bewegungen, dort gibt es Sozialmilieus, die für eine andere Weltwirtschaftsordnung streiten. Wir täten gut daran, diesen Kampf zu unterstützen.

Also: Augen auf! HIER der link:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/soziologe-stephan-lessenich-im-gespraech-wer-fuer-unseren-konsum-zahlt-1.3215858

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LITERATUR: Stephan Lessenich

Wieder hatte ich Zeit, mich einem Thema zu widmen: So, wie sich Umweltzerstörung wahrlich nicht mehr als Gespinst wegdiskutieren lässt, lässt sich auch ein anderes globales Phänomen – das allerdings noch ein Schattendasein führt – nicht wegdiskutieren. Und so, wie die Umweltprobleme zu uns kommen, werden uns auch Probleme aus dem anderen Phänomen einholen. Die Flüchtlingskrise ist ein Element davon.

Es geht darum: Die wohlhabende Welt lebt auf Kosten der armen Welt. „Neben uns die Sinflut“ war ein sehr interessantes Gespräch der Journalistin Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung) mit dem Soziologen Stephan Lessenich über sein neues Buch „Neben uns die Sinflut“. Es fand wieder statt in den sehr global denkenden Kammerspielen. Zum Inhalt des Buches und des Gespräches: Wer zahlt den Preis für unseren westlichen Wohlstand in der globalisierten und zunehmend kapitalisierten Welt? Dem Westen – dem reichen Norden – geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo – im armen Süden – schlecht geht. Augen auf! Wir „externalisieren“ möglichst viel von dem, was den Wohlstand stört. Etwa Umweltprobleme. Wir machen andere Länder platt und sagen: Naja, dort herrschen ja katastrophale Zustände. Aber wir wissen es alle: Wir holen uns etwa die Rohstoffe aus den armen Ländern, um selber gut leben zu können. Etwa Silizium für unsere Handys, Bauxit für die Aluminiumherstellung etc. Wir lassen oft auch schmutzig und zur Not völlig umweltschädlich in den armen Ländern produzieren – um selber schön leben zu können. Armut, Schmutz, Sozoialprobleme, Abfall, Ungerechtigkeit etc. werden systematisch ausgelagert, der westliche Anteil an dieser Praxis wird verdrängt. Auch nach Lessenichs Auffassung wird das künftig mehr und mehr zurückschlagen. In seiner neusten Publikation bietet der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie Stephan Lessenich eine Analyse dieser Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Aber was kann man machen? Eine schwere Frage. Ich meine: Erst einmal aufklären und Bewusstsein schaffen: Angesprochen wurde auch: Politisch werden, individuell handeln … Die Diskssion war ein Beitrag zu diesen Ansätzen. Das Buch ist sehr lesenswert und zeigt viele Beispiele.

Neben uns die Sintflut

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LITERATUR: Teresa Präauer, Oh Schimmi

Teresa Präauer ist eine junge, 37-jährige österreichische Schriftstellerin. In der ZEIT war kürzlich ein längerer Bericht über sie und ihr neues Buch „Oh Schimmi“ zu lesen. Sie ist bildende Künstlerin und Schriftstellerin, „von Realismus“ – schreibt die ZEIT – „hält sie wenig“. Gerade das ist reizvoll. Es muss nicht immer alles wahr, authentisch, autobiografisch, historisch oder schön recherchiert sein. Die ZEIT schreibt weiter: „Verrückt, verstörend, sehr komisch und auch tragisch, ein virtuoser Sprachexzess mitten aus unserer Gegenwart – und doch tatsächlich das absolute Gegenprogramm zur gängigen Literatur von heute.“

Schimmi heißt Jimmy. Er lebt mit seiner – halbseidenen – Mutter (er sagt manchmal  „Motter“) in einem nicht näher verorteten Hochhausturm, soll immerzu Tierfilme gucken, liebt Süßes, das ihm aus Krankheitsgründen verboten ist, und wählt Abzocke-Sexnummern aus dem TV (Zindy: „Ruf mich an!“), bis die Mama das Handy einzieht. Das Apartment darf er, behindert, wie er ist, nicht verlassen, also startet er eher bemitleidenswerte Ausbruchsversuche, die früher oder später grandios scheitern. Eine Asiatin namens Maguro hat er aus dem Nagelstudio entführt und hält sie unter seinem Bett gefesselt, ernährt sie mit Marshmallows und Cola. Besessen ist Schimmi („Isch bin ein Multitalent!„) von Konsum und Sex und von Ninni, die in einem anderen Hochhausturm in Sichtweite lebt. Man erfährt Einiges aus seiner Sicht  über seine Lebenssituation. Über seinen Vater und den Stiefvater etwa. Das schöne Ende des ZEIT – Artikels (von Alexander Camann): „Es ist ein ironischer Spiegel, den Präauer unserer Epoche vorhält, zwischen autistischer Not und phrasenhafter Großkotzigkeit.“

Copyright des Beitragsbildes: Thomas Langdon, Wallstein Verlag

Hier ein Foto aus dem Buch als kleine Leseprobe, die den Schreibstil dieses angenehm verrückten und doch realistischen Buches zeigt: Schimmi kommt gerade in die Diskothek XXL und findet sich – natürlich völlig zu unrecht – wahnsinnig cool. Etwas später fliegt er wieder heraus.

Teresa Präauer

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LITERATUR: Slavoj Zizek – Der neue Klassenkampf

Ich habe mit Mut und viel Zeit ein zweites Buch des Philosophen Slavoj Zizek gelesen. Der neue Klassenkampf – Die wahren Gründe für Flucht und Terror. Slavoj Zizek ist ein Tausendsassa der mo­dernen Zeit, der zwischen Politik und Philosophie argumentiert. Auf Youtube kann man eini­ges von ihm ansehen. Es ist eben interessant zu sehen, was ein schlauer Mensch mit einem inte­ressanten Blick auf die Dinge über aktuelle globale Entwicklungen denkt. Besser, als einfach mal schnell das Burkaverbot auszurufen, denke ich.

Er ist nicht leicht zu verstehen, ich habe wieder versucht, es auf kurze Punkte zu bringen. Es ist damit natürlich vereinfacht dargestellt. Er argumentiert gut, aber einiges bleibt offen. Letztlich hängt aus seiner Sicht alles am globalisierten Kapitalismus, nicht an den unterschiedlichen Kulturen. Der globalisierte Kapitalismus fördert einen neuen globalen Klassenkampf. Interessanter Gedanke. Hinter der Maske der kulturellen Vielfalt schwelt der brutale globale Kapitalismus.

Sein Resumee vorweg (letztes Kapitel):

Wir brauchen eine organisierte EU-weite humanitäre Behandlung der Flüchtlingswelle durch das Militär (Krisenfall!) mit klaren Richtlinien. Dann volle Toleranz innerhalb der Richtli­nien. Und:  „Wir sollten die derzeit vorherrschende linksliberale humanitäre Haltung verwerfen.“ Denn Toleranz außerhalb von klaren Richtlinien oder ohne Richtlinien zu zeigen, fördert nur den Nationalismus. Es geht um Universalismus statt Nationa­lismus. Man muss global den gleichen Kampf zu kämpfen lernen. Nationale Souveränität muss neu definiert werden. Es wird in der Welt künftig immer wieder große Fluchtbewegun­gen/Völkerwanderungen geben. („Migrationen im großen Stil sind unsere Zukunft“). Die Hauptursache für Flucht liegt im globalen Kapitalismus. Die globale Kaptalismus muss radi­kal geändert werden. Letztlich ist es etwas Kommunistisches, was wir brauchen. Wer kann was ändern? „Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.“ Braucht es eine große Katast­rophe, um etwas zu ändern? Das wäre obszön. „Wir müssen den Klassenkampf wieder auf die Tagesordnung bringen.“ Nötig ist die globale Solidarität mit den Ausgebeuteten und Unter­drückten. Klassenkampf wird oft mit Kulturkampf verwechselt. Wir müssen „die Basis unse­rer Gesellschaft weltweit umstellen“. Aber wie? Wahrscheinlich eine Utopie, sagte selber.

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HIER eine Zusammenfassung der Argumentation:Slavoj Zizek 3

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LITERATUR: Bloomsday

Heute ist der berüchtigte Bloomsday. Der Bloomsday ist ein alljährlich am 16. Juni feierlich begangener Gedenktag, der sich auf den Ulysses, das Hauptwerk des irischen Schriftstellers James Joyce, bezieht.Es ist der einzige Roman weltweit, der zelebriert wird.Für mich handelt es sich bei diesem Buch, dem am wenigsten gelesenen Klassiker des 20. Jahrhnderts, geradezu um eines der Weltwunder!

Namensgeber ist die Hauptfigur des Romans, Leopold Bloom. Der Roman spielt in Dublin und beschreibt die Ereignisse eines einzigen Tages, des 16. Juni 1904. Am Bloomsday suchen Fans und Freunde, Leser (und Nicht-Leser) des Romans die „realen“ Orte des fiktiven Geschehens auf, an denen dessen Hauptpersonen – der Anzeigenakquisiteur Leopold Bloom und seine Frau Molly, der junge Lehrer und Schriftsteller Stephen Dedalus und andere Romanfiguren – bestimmte Dinge tun oder erleben (wie Zitronenseife in Sweny’s Shop erwerben oder ein Gorgonzolabrot bei Davy Byrne verspeisen). Annähernd verstehen kann man den Roman trotz seiner sehr einfachen Handlung nur dann, wenn man die kommentierte, von Hans Wollschläger übersetzte Fassung liest, die im Suhrkamp-Verlag herausgebracht wurde. Es ist unglaublich, was in diesem Roman steckt. James Joyce lebte meist in Paris, Zürich und Triest und schilderte doch mit unglaublicher Detailkenntnis (Sonneneinstrahlung auf einem Gehweg um eine bestimmte Uhrzeit) den Tag in Dublin. In der James Joyce Foundation in Zürich werden seit Jahrzehnten Lese- und Diskussionsgruppen zum Roman veranstaltet.

Sehr hörenswert ist die aus 21 CDs bestehende Hörspielfassung des Romans! Sie galt nach ihrem Erscheinen als die beste Hörspielfassung aller Zeiten.

 

 

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LITERATUR: Schriftsteller aus Prag und Böhmen

Ich war am Wochenende in Prag eingeladen. Für den Blog überlege ich: Welche bekannten Schriftsteller lebten eigentlich in Prag und Böhmen? Eine ganz grobe Annäherung:

Karl Kraus, geboren am 28. April 1874 nicht in Prag, sondern in Jičín, Böhmen, gestorben am 12. Juni 1936 in Wien, Die letzten Tage der Menschheit, Die dritte Walpurgisnacht etc.
Rainer Maria Rilke, geboren am 04. Dezember 1875 in Prag; gestorben am 29. Dezember 1926 in Valmont bei Montreux, Schweiz. Wikipedia schreibt: Mit seiner in den „Neuen Gedichten“ vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik gilt er als bedeutender Dichter der literarischen Moderne. Aus Rilkes Werk sind etliche Erzählungen, ein Roman und Aufsätze zu Kunst und Kultur sowie zahlreiche Übersetzungen von Literatur und Lyrik bekannt.
Franz Kafka, geboren am 3. Juli 1883 in Prag , gestorben am 3. Juni 1924 in Klosterneuburg . Die Verwandlung, In der Strafkolonie, Forschungen eines Hundes, Das Schloss, Der Prozess, Die Verwandlung etc.
Max Brod, geboren am 27. Mai 1884 in Prag , gestorben am 20. Dezember 1968 in Tel Aviv . War mit Franz Kafka eng befreundet und wurde nach dessen Tod zum Nachlassverwalter von dessen Gesamtwerk.
Egon Erwin Kisch, geboren am 29. April 1885 in Prag , gestorben am 31. März 1948 ebenda.Einer der bedeutendsten Reporter in der Geschichte des Journalismus. Auch als „der rasende Reporter“ bekannt
Franz Werfel, geboren am 10. September 1890 in Prag , gestorben am 26. August 1945 in Beverly Hills . Schrieb Lyrik, Dramen, Erzählungen, Novellen, Essays. Wikipedia schreibt: Seine Popularität beruht vor allem auf seinen erzählenden Werken und Theaterstücken, über die aber Werfel selbst seine Lyrik setzte. Mit seinem Roman Verdi. Roman der Oper (1924) wurde Werfel zu einem Protagonisten der Verdi-Renaissance in Deutschland. Besonders bekannt wurden sein historischer Roman Die vierzig Tage des Musa Dagh (1933/47) und Das Lied von Bernadette (1941)
Jaroslav Hašek, geboren am 30. April 1883 in Prag, gestorben am 03. Januar 1923 in Lipnice, Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk
Milan Kundera,am 01. April 1929 nicht in Prag, sondern in Brünn geboren, Das Buch der lächerlichen Liebe, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins.
Natürlich habe ich mich bei Wikipedia teilweise etwas schlau gemacht.
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SONSTIGES/POLITIK: Piketty lesen I

Auch in den Kammerspielen. Alle zwei Wochen eine interne/externe Lesung des Buches „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ von Thomas Piketty. Wohl ein sehr gutes Buch, auch von Barack Obama und dem Papst gelesen (?). Immer Montags, 10 Uhr. Mit zwei jungen VWL-Experten der LMU München. Man bespricht es. Interessierte Menschen, aber es ist ein Gespräch von Laien, etwas schade, weil zu wirr. Allerdings Mal sehen, wie es wird. Kernfrage ist für Piketty: Das Leistungsprinzip, demokratisch wesentlich, werde infrage gestellt, wenn die „Kapitalrendite dauerhaft höher sei, als die Wachstumsrate von Produktion und Einkommen. Genau dazu, sagt er, möchte er „Vorschläge machen“.

Vor allem:  entscheidend ist natürlich nicht, wer das Geld hat, sondern was mit dem Kapital gemacht wird. Gibt es eine gesteigerte Verantwortung bei gesteigertem Kapital? Schön wäre es. Gibt es dafür ein Bewusstsein? Geld ist schließlich Macht!

Es bleibe natürlich ein sehr subjektives Thema, jeder hat so seine Erfaherungen und die Demokratie dürfe keine „Expertendemokratie“ werden, dennoch sei eine genaue Untersuchung wichtig. Mal sehen.

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