Die Spielzeit 2019/2020 beginnt jetzt auch in Bayern. Bei den Münchner Kammerspielen sind es drei Premieren, die die Spielzeit einleiten. (Das Residenztheater München legt etwas später los. Auch dazu werde ich gerne Einiges schreiben.)
In den Münchner Kammerspielen ging/geht es wie folgt los:
Die Kränkungen der Menschheit, Inszenierung von Anta Helena Recke
König Lear Von William Shakespeare, übersetzt und bearbeitet von Thomas Melle, Inszenierung von Stefan Pucher
These Teens Will Safe The Future, Inszenierung von Verena Regensburger.
Ich habe die ersten beiden Premieren mitverfolgt und werde am Montag das dritte Stück sehen, die Performance „These Teens …. Danach werde ich mit etwas mehr Zeit dazu schreiben.
Ein kurzes Fazit zu den ersten beiden oben genannten Stücken:
„Die Kränkungen der Menschheit“ hat mir besser gefallen. Reduzierter und um einen Kern kreisend. „König Lear“ war mir um zu viele Effekte angereichert.
Wer einen recht schönen Überblick über viele der anstehenden Premieren der Spielzeit 2019/2020 auf den deutschsprachigen Bühnen haben möchte, kommt der Sache näher, wenn er die Septemberausgabe der Zeitschrift Theater der Zeit durchblättert:
Viele viele deutschsprachige Theater haben dort in – kleinen oder großen – Anzeigen ihre anstehenden Premieren der Spielzeit 2019/2020 zusammengestellt.
Ankündigungen der folgenden Theater finden sich dort (wobei ich vielleicht sogar das ein oder andere übersehen habe):
Schauspielhaus Zürich
Düsseldorfer Schauspielhaus
Schauspielhaus Leipzig
Nationaltheater Mannheim
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
Theater Magdeburg
Schauspiel Stuttgart
Theater Hanse
Landesbühnen Sachsen
Theater Junge Generation
Theater an der Ruhr
Landestheater Detmold
Schauspiel Graz
Theater Heilbronn
Deutsches Theater Berlin
Theater Rudolstadt
Theater Bremen
Staatstheater Nürnberg
Theater Aachen
Volkstheater Rostock
Hans Otto Theater
Berliner Festspielhaus
Theater Senftenberg
Staatstheater Cottbus
Landestheater Schwaben
Theater Bamberg
Theater Biel Solothurn
Theater St. Gallen
Theater Gütersloh
Burghofbühne Dinslaken
Deutsches Theater Göttingen
Stadttheater Gießen
Saarländisches Staatstheater
Staatstheater Mainz
Luzerner Theater
Vorarlberger Landestheater
Theater Hof
Mainfrankentheater Würzburg
Theatre National du Luxembourg
Theater Ulm
Theater Plauen Zwickau
Nationaltheater Weimar
Theater Münster
Theater Paderborn
Württembergischen Landesbühne Esslingen
Staatstheater Augsburg
Für die größeren Häuser empfiehlt sich außerdem natürlich der Blick in meinen Blog: Rechts oben auf das Feld „Websites und Spielpläne von Theatern“ klicken und schon findet man alles.
Die Ausgabe September 2019 der Zeitschrift Theater der Zeit beschäftigt sich im Übrigen schwerpunktmäßig mit Österreich, Martin Kuśej ist am Burgtheater ja der neue Intendant – in einer politisch heiklen Landschaft. Wie er es sieht und mehr kann man dazu lesen.
Des Weiteren finden sich in der Septemberausgabe zwei Artikel über den besten nationalen Beitrag der Biennale Venedig 2019, über den ich ja auch gerade geschrieben habe (HIER).
Außerdem liest man unter anderem ein Portrait der Regisseurin Anne Lenk. Inszenierungen von Anne Lenk waren ja in den vergangenen Jahren auch am Münchner Residenztheater zu sehen. In der gerade begonnenen Spielzeit 2019/2020 wird sie unter anderem am Burgtheater in Wien und am Staatstheater Hannover inszenieren. Gerade war ihre Premiere in Wien, „The Party“ von Sally Potter. HIER die Besprechung dazu in http://www.nachtkritik.de.
Ich mag es gerne kritisch, aufrüttelnd und anstoßend. Das ist Theater! Mir ist bisher Anne Lenk in ihren Inszenierungen zu brav gewesen. Auch in der oben verlinkten Kritik zu ihrer Burgtheaterpremiere heißt es: „… alles an diesem Abend bleibt fahl …“: Sie ist m. E. nicht deutlich genug. Auch das Portrait in Theater der Zeit finde ich insoweit zu harmlos, zu gut.
Es gibt aber in der Septemberausgabe noch mehr zu lesen, es geht nicht nur um Österreich!
HIER der link zur Website des Verlages von „THEATER DER ZEIT“.
Hier im Überblick ein paar Änderungen in den Intendanzen großer deutschsprachiger Bühnen zur kommenden Spielzeit 2019/2020. Das Karussell dreht sich und ich habe davon Stück für Stück gelesen.
Münchner Residenztheater: Andreas Beck kommt vom Theater Basel für Martin Kušej. HIER das Spielzeitheft 2019/2020. HIER ein Gespräch mit Andreas Beck über seinen Wechsel.
Wiener Burgtheater: Martin Kušej kommt vom Residenztheater München für Karin Bergmann. HIER das Spielzeitheft 2019/2020. HIER ein interessanter Bericht aus der österreichischen Zeitung DER STANDARD über die Vorstellungen und Pläne von Martin Kušej und Neuerungen für das Wiener Burgtheater.
Schauspielhaus Zürich: Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg, Regisseur bzw. Dramaturg, kommen von den Münchner Kammerspielen für Barbara Frey. HIER das Spielzeitheft 2019/2020. HIER ein Interview von Zeit online mit Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg.
Am Staatstheater Cottbus wird der Schweizer Stephan Märki, Präsident des Schweizerischen Bühnenverbands und früherer Intendant des Potsdamer Hans-Otto-Theaters, neuer Intendant.
Schauspiel Hannover: Sonja Anders übernimmt von Lars-Ole Walburg. Anja Anders war 2009-2018 Chefdramaturgin und stellvertretende Intendantin am Deutschen Theater Berlin.
Nicht ganz klar ist mir das Theater Basel: Andreas Beck ist ja weg, zum Residenztheater München. Und „2020“ kommt dann Benedikt von Peter aus Luzern für Andreas Beck nach Basel.
Aktuelle Meldungen noch:
Voraussichtlich wird – wird es noch im Juni bekanntgegeben? – der Regisseur René Pollesch neuer Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz.
Kay Voges kommt 2020 vom Schauspiel Dortmund für Anna Badora an das VolkstheaterWien. HIER das Spielzeitbuch des Volkstheaters Wien 2019/2020. Und die Schauspielerin Julia Wissert folgt dann 2020 voraussichtlich als Intendantin am Schauspiel Dortmund auf Kay Voges. HIER das Spielzeitheft 2019/2020 aus Dortmund.
Und ich trinke jetzt einen Kaffee. Ist auch wichtig.