MUSIK: Midnight Oil – Beds are Burning

Australien ist weit weg. Die Aborigines sind noch weiter weg. Die Musik der Aborigines ist ganz weit weg. Aber die Welt ist ja kleiner geworden. Letzte Woche hatte ich daher zwei Songs des (verstorbenen) australischen Aborigines Geoffrey Gurrumul Yunnupingu gebracht. Und jetzt? Im Sinne des Blogs kommt hier etwas, das dazu wiederum in Beziehung steht: Midnight Oil mit dem Song Beds are Burning:

1.  Zum Einen: Midnight Oil (HIER ihre Website) ist eine australische Band.  Am 16. Februar 2017 (17.2. in Australien) gab die Band eine Pressekonferenz auf einem Boot im Hafen von Sydney, die live in Facebook übertragen wurde. Konzerte in Amerika, Europa, Australien und Neuseeland, sowie eine ausgiebige Tour in Australien wurden für die Sommer- und Herbstmonate mit Originalbesetzung angekündigt. Für alle, die bis Ende des Jahres wieder einmal in Australien sind: HIER die Tourdaten. Der Song Beds are Burning stammt aus dem Jahr 1987.

2.  Noch besser: Der Song Beds are Burning ist ein (politisches) Lied über die Rückgabe von Land an die Pintupi, einen australischen Aborigines-Stamm! Der Stamm wurde erst in den 1930ern in der Gibsonwüste entdeckt, es folgten gewaltsame Vertreibungen in den 1950ern und 1960ern in die Siedlung Papunya. 1981 kehrte er an seinen Ursprung zurück, wo die Stammesangehörigen die Siedlung Kintore gründeten. Bei den Olympischen Sommerspielen 2000 spielte Midnight Oil den Song auf der Abschlussfeier. Speziell in Australien erregte der Auftritt Aufsehen, da Midnight Oil in schwarzer Kleidung auftraten, auf die groß und in auffälliger, weißer Schrift das Wort Sorry gedruckt war. Damit wurde der anwesende australische Premierminister John Howard daran erinnert, dass es die Pflicht der Regierung sei, sich für das geschehene Unrecht gegenüber den Aborigines zu entschuldigen, was Howard stets ablehnte.

3.  Und damit nicht genug: Zurück nach Deutschland: Der Song ist der erste Song auf dem Album „Diesel and Dust“ von der Gruppe Midnight Oil . Was für eine schöne Erinnerung an das bei uns gerade so schöne Thema des Dieselskandals und der Luftbelastung in den Städten!

HIER der Songtext.

MUSIK: Yunupingu – Wiyathul

Geoffrey Gurrumul Yunupingu, Aborigine. Australischer Ureinwohner. Von Geburt an blind. Jetzt in einem Krankenhaus an einem Herzinfarkt gestorben. Im Alter von 46 Jahren. Im Deutschlandradio Kultur wird der Musikjournalist Thomas Müller vom SWR 3 zitiert, durch den Yunupingu in Deutschland bekannt wurde:  Yunupingu wollte „… nicht so sehr politisch sein, das wollte er nicht. Sein Anliegen war es, die Geschichte seines Volkes weiterzutragen, und seine Botschaft lautete: Sei stark und bleib aufrecht, egal in welcher Gesellschaft du lebst.“ Informationen zu den Aborigines bietet WIKIPEDIA. Hier passen zwei schöne Songs dieser bemerkenswerten Person – man kennt seine Stimme ja nicht unbedingt. Erster Song: Wiyathul. Zweiter Song: Bapa.