Jetzt käme auf meiner fiktiven Irgendwann-Party zur Abwechslung der Song What’s Up von den 4 Non Blondes dran. Ach ja, die Stimmung wäre gut! Oder wird gut. Hier:
Hier eine sehr lebensfrohe Live-Version von Pink, mit viel Einsatz des Publikums in der vollen Wembley Arena.
Girl, you’ll be a woman soon von Urge Overkill, das würde ich jetzt auflegen, auf meiner legendären Party, die irgendwann … irgendwo … mit irgendwem … aus irgendeinem Anlass … stattfinden wird! Ich kann nur raten: Save the – unknown – date!
Im Video sieht man übrigens schöne Szenen aus dem Filmklassiker Pulp Fiction. Auch nicht schlecht. John Travolta spielt da schon sagenhaft cool. Ich frage mich, ob man cooler sein kann (manchmal denke ich aber, „Kuhlmann“ ist auch nicht schlecht!): Der Song ist übrigens, wie ich lese, ein Neil Diamond Cover! Hier:
Heute mal etwas ganz anderes. Ein kleines Stückchen Zeitgeschichte. Gunter Gabriel ist heute gestorben. Durch einem schweren Sturz am 11. Juni hatte er einen dreifachen Halswirbelbruch erlitten. „Hey Boss, ich brauch mehr Geld“ kennt man – wenn man nicht zu jung ist – von ihm. Ich hatte ihn in jungen Jahren tatsächlich auch gehört, seine Fernfahrer- und Arbeitersongs. Der deutsche Jonny Cash. Hier ein Lied, das nicht einmal so richtig typisch für ihn ist: Hey Yvonne von Gunter Gabriel. Also heute einfach einmal ein Schlagerlied dieses ehrlichen Typen. Aber die Zeiten haben sich geändert. So würde man heute nicht mehr singen. Deshalb:
Ich hatte kürzlich ein wenig über Phil Collins geschrieben und hatte bei dieser Gelegenheit dem Stück „I don’t care anymore“die Ehre zuteil kommen lassen, hier als MUSIK DER WOCHE gebracht zu werden. Ich wollte ihm ein bisschen helfen. Es hat offenbar voll gewirkt: Phil Collins gibt in den kommenden Wochen restlos ausverkaufte Konzerte. Eine Woche lang spielt er in London, dann eine Woche lang in Köln (5 Konzerte, siehe meinen Blogpost, Suchmaske rechts), dann in Paris (da gibt es wohl noch Karten), dann ein Konzert in Dublin und dann vor wahrscheinlich ca. 300.000 Menschen noch einmal in London, im dortigen Hyde Park. Der Hyde Park gilt als einer der größten innerstädtischen Parks weltweit. Am 30. Juni ist dieses Konzert.
Besonders an den Konzerten ist: Es sind Konzerte im Sitzen, er kommt mit Stock auf die Bühne und setzt sich auf einen Sessel. Es geht wohl nicht mehr anders. Nach seinem ersten Konzert in der Londoner Royal Albert Hall schreibt die SZ (Alexander Gorkow): „Er kann kaum noch gehen, aber wieso sollten sie ihn gehen lassen?“: Hier der Link zu der schönen Konzertkritik von Alexander Gorkow: SZ – KRITIK
„Pink Floyd“-Legende Roger Waters bringt morgen, am 02. Juni 2017, aus Wut auf Donald Trump („Einfaltspinsel Trump“) sein erstes Solo-Album seit 25 Jahren heraus.Titel Smell the Roses – Is this the life we really want? Roger Waters war 1965 Mitbegründer von Pink Floyd, Songwriter, Bassmann, Sänger. Hieraus bringe ich den kurzen Song The last refugee. Man hört Pink Floyd durch, aber das ist ja nicht das Schlechteste. Es ist diese melancholische, protestierende Stimmung. Verzweiflung, dass einiges anders laufen könnte.
Weil sie so schnell weg war, hier noch einmal die Musik von vor ein paar Tagen! Nu mit MAN O TO. Lohnt sich doch! UND: Es folgen in Kürze (morgen?) noch zwei Berichte vom Theatertreffen: „Traurige Zauberer“ und „89/90“. Bisher hatte ich geschrieben über die folgenden Stücke, die als „besonders bemerkenswert“ ausgewählt wurden:
Drei Schwestern
Der Schimmelreiter (Lesung)
Real Magic
Five Easy Pieces
In München kann ich mir dann noch Die Räuber anschauen. Ist auch ausgewählt worden.
Phil Collins wird am 12. und 13. Junizwei Konzerte in KÖLN geben (in der Lanxess-Arena). Wegen enormer Nachfrage gibt er jetzt Zusatzkonzerte am14., 15. und 16. Juni! Fünf Konzerte in Köln! Und jetzt auch noch in diesem Blog! Was für eine Erfolgssträhne!
Geboren ist er im Januar 1951 bei London, ist jetzt also jetzt 67 Jahre alt. Er wurde sowohl als Mitglied von Genesis wie auch als Solokünstler weltbekannt. Dreimal verheiratet, ihm ist aber irgendwie immer wieder seine Musik wichtiger geblieben, lese ich. Man spürt in der Tat, finde ich, im heutigen Video eine gewisse Genialität oder Besessenheit oder Identifikation oder so. Er war auf dem Video schließlich erst 31 Jahre alt! Mit insgesamt über 250 Millionen verkaufter Tonträger (Quelle: Wikipedia) gehört er zu den weltweit erfolgreichsten Musikern und belegt Platz 22 der Billboard Hot 100 All-Time Top Artists (Quelle: Wikipedia). Jeweils über 100 Millionen verkaufter Tonträger waren es mit der Gruppe Genesis und solo. Damit ist er neben Michael Jackson und Paul McCartney einer von drei Sängern, die die 100-Million-Marke an verkauften Tonträgern jeweils als Solokünstler UND als Bandmitglied überschritten haben.
Ich bringe unten also eine ältere Aufnahme (1982), einer seiner schlagzeuglastigen Songs, „I Don’t Care Anymore„. Es geht ja auch darum: Ich kümmere mich nicht um Dein Gerede und das Gerede anderer. Hier die lyrics:
Well you can tell everyone I’m a down disgrace
Drag my name all over the place
I don’t care anymore
You can tell everybody about the state I’m in
You won’t catch me crying Cause I just can’t win
I don’t care anymore – I don’t care anymore – I don’t care, what you say
I don’t play the same games, you play
Cause I’ve been talking to the people that you call your friends
And it seems to me there’s a means to an end
They don’t care anymore
And as for me, I can sit here and bide my time
I got nothing to lose if I speak my mind
I don’t care anymore – I don’t care no more
I don’t care, what you say
We never played by the same rules, anyway
I won’t be there anymore
Get out of my way – Let me by
I got better things to do with my time
I don’t care anymore – I don’t care anymore – I don’t care anymore – I don’t care anymore
Well, I don’t care now what you say
Cause everyday I’m feeling fine with myself
And I don’t care now what you say
Hey, I’ll do alright by myself – Cause I know
Cause I remember all the times I tried so hard
And you laughed in my face Cause you held the cards
I don’t care anymore
And I really ain’t bothered what you think of me
Cause all I want of you is just a let me be
I don’t care anymore – Do you hear? – I don’t care no more
I don’t care what you say
I never did believe you much anyway
I won’t be there no more
So get out of my way – Let me by
I got better things to do with my time
I don’t care anymore – Do you hear? – I don’t care anymore
I don’t care no more – You listening? – I don’t care no more
No more!
You know, I don’t care no more!
No more, no more, no more – No more, no more – No more, no more – No more, no more – No more, no more – No more, no more – No more, no more
Von Janis Joplin hatte ich schon einmal das Lied Me and Bobby McGee gebracht. Anlässlich des Filmes, der damals über sie in den Kinos lief. Ich bringe den Song jetzt noch einmal. In einer ganz anderen Aufnahme. Pinksingt ihn. Schön zu sehen, mit welcher Freude an dem Lied Pink das Lied singt. Anders als Janis Joplin, da klang es etwas trauriger. Es geht ja auch darum, dass sie Bobby McGee, mit dem sie auf einer Reise ist, verliert. Entweder wirklich auf der Reise oder im Leben (durch Drogen?). Tragische Kernpassage des Songs:
„One day up near Salinas, Lord, I let him slip away
He’s lookin‘ for that home and I hope he finds it
Well, I’d trade all my tomorrows for one single yesterday
Ein aus Versehen zu früh freigeschalteter Blogbeitrag. Der andere war so kurz an erster Stelle!
Ein wunderbarer Song: Bono (U2), Fergie (Black Eyed Peas) und Mick Jagger (Rolling Stones) mit „Gimme Shelter“ live. Klasse schon allein, wie Bono am Anfang (nach 52 Sekunden der Aufnahme) plötzlich loslegt und man dann sieht, wie mit Rhythmus im Blut Mick Jagger zappelnd und beschwingt auf die Bühne kommt. Ich habe ja einige Livemitschnitte des Songs gehört und finde, dass Mick Jagger den Song zuletzt immer besser singt, je älter er wird. Unglaublich, seine Power! Auch seine Aktivitäten auf der Bühne! Aber auch die Power von Fergie, die noch dazu ja irre gut aussieht und eine tolle Stimme hat. It’s just a shot away! It’s just a kiss away!
Die Lyrics:
Come on, oh, a storm is threat’ning my very life today
If I don’t get some shelter, oh yeah, I’m gonna fade away
War, children, it’s just a shot away, it’s just a shot away
War, children, it’s just a shot away, it’s just a shot away
Ooh, see the fire is sweepin‘ our very street today
Burns like a red coal carpet, mad bull lost its way
War, children, it’s just a shot away, it’s just a shot away
War, children, it’s just a shot away, it’s just a shot away
Rape, murder! It’s just a shot away, it’s just a shot away
Rape, murder yeah! It’s just a shot away, it’s just a shot away
Rape, murder! It’s just a shot away, it’s just a shot away yeah
The floods is threat’ning my very life today
Gimme, gimme shelter or I’m gonna fade away
War, children, it’s just a shot away, it’s just a shot away
War, children, it’s just a shot away, it’s just a shot away
It’s just a shot away, it’s just a shot away …
I tell you love, sister, it’s just a kiss away
I tell you love, sister, it’s just a kiss away
It’s just a kiss away, it’s just a kiss away, it’s just a kiss away …
Bob Dylan hat in Stockholm nun doch den Literaturnobelpreis – auf seinen Wunsch unter Ausschluss der Öffentlichkeit! – entgegengenommen. Letzte Woche, am Samstag; den 01.04.2017, überreichte die Jury dem Musiker die Auszeichnung für seine Songliteratur. Am Abend gab er dort noch ein schon länger geplantes Konzert.
Er wird übrigens jetzt im April im Rahmen seiner Tournee für fünf Konzerte in Deutschland zu Gast sein! In Hamburg (11. April), Lingen (12. April), Düsseldorf (13. April), Frankfurt (25. April) und Hannover (26. April). Auf seiner „Never Ending Tour“.
Hier der Song „Knocking On Heavens Door„. Sprachlich ist das schon klasse! Das harte Knocking (hartes „kn“, hartes „ock“) – man hört es fast Klopfen – und das weiche Heavens Door (weiches „h“, weiches „d“, weiches „ea“, weiches „oo“). Man hat geradezu ein Bild vor Augen. Also ganz ehrlich, ich hätte es nicht besser gekonnt!
Der Song passt auch zum letzten Blogpost (siehe vorherigen Blogbeitrag): Der „Weg in den Tod“ und Betrachtungen dazu. In der Form eines „Installationstheaters“ an den Münchner Kammerspielen, wo derzeit das Stück „Die Selbstmord-Schwestern“ von Jeffrey Eugendes „gebracht“ wird bzw. Anlass für die Installation ist. Aber das wusste Bob Dylan damals höchstwahrscheinlich noch nicht. Weder dass das Stück gebracht wird, noch dass ich im Blog darüber schreibe.
Um das Preisgeld für den Literaturnobelpreis – acht Millionen schwedischen Kronen (rund 838.000 Euro)! – behalten zu dürfen, muss Bob Dylan innerhalb eines halben Jahres nach der Feier die traditionelle Nobelvorlesung halten. Die kann er auch als Video einreichen, bis zum 10. Juni bleibt ihm Zeit. Eine aufgenommene Version kann dann auch zu einem späteren Zeitpunkt gesendet werden.
Es geht Richtung Pop, ist aber ein schöner Song: Simple Minds mit Don’t you (forget about me): „Rain keeps falling down!“ Oder wie heißt es am Ende so schön: „La-la-la-laha, la-la-la-laha, laa laa laa, laa laa laa, lala – lala!“
Vor allem ist es wieder einmal unglaublich zu sehen, wie ein einzelner Mann, Sänger und Mitgründer der Simple Minds Jim Kerr, einer ihn anhimmelnden, tobenden, tosenden, begeisterten, mitkreischenden, mitklatschenden, mitsingenden und wogenden Menschenmenge gegenübersteht, über ihr schwebt – und es ruhig aushält. Wie im richtigen Leben, wir kennen es ja alle!
1985 gelang den Simple Minds mit diesem Song (aus dem Film Der Frühstücksclub) der internationale Durchbruch. Den Namen Simple Minds entlehnte die Band einer Textzeile des David-Bowie-Songs The Jean Genie („He’s So Simple Minded He Can’t Drive His Module“).
Der Song ist mein Lebenssong, Freunde wissen es! Lausanne 1983!
Hier die Lyrics zum Song:
Won’t you come see about me I’ll be alone, dancing, you know it, baby Tell me your troubles and doubts Giving me everything inside and out
Love’s strange, surreal in the dark Think of the tender things that we were working on Slow change may pull us apart When the light gets into your heart, baby
Don’t you forget about me Don’t, don’t, don’t, don’t Don’t you forget about me
Will you stand above me Look my way, never love me Rain keeps falling Rain keeps falling Down, down, down
Will you recognize me Call my name or walk on by Rain keeps falling Rain keeps falling
Don’t you try and pretend It’s my feeling we’ll win in the end I won’t harm you or touch your defences Vanity, insecurity
Don’t you forget about me I’ll be alone dancing, you know it, baby Going to take you apart I’ll put us back together at heart, baby
Don’t you forget about me Don’t, don’t, don’t, don’t Don’t you forget about me
As you walk on by Will you call my name As you walk on by Will you call my name When you walk away
Oh, will you walk away Will you walk on by Come on, call my name Will you call my name..
Wenn ich der DJ meines Blogs wäre, würde ich jetzt einen Klassiker auflegen. Ich werde künftig weitere Klassiker bringen. Heute also ein Song meiner Jugend: Comfortably Numb von Pink Floyd. Aus dem 1979 erschienenen Album The Wall. Wer kennt es nicht, wer hört es nicht gerne! 2004 belegte das Stück in der vom US-amerikanischen Magazin Rolling Stone erstellten Liste der 500 besten Songs aller Zeiten den 314. Platz.
Es ist einer der bekanntesten Songs von Pink Floyd. Der Song wurde 1989 von den Lesern des Pink-Floyd-Fanmagazins The Amazing Pudding zum besten Musikstück der Band gewählt. Das zweite Gitarren-Solo wurde vom Magazin Guitar-World auf Platz 4 der 100 besten Gitarrensoli gewählt. Der Text erzählt eine Schlüsselszene des Konzeptalbums The Wall.
The Wall erzählt die Geschichte eines jungen als Musiker erfolgreichen Mannes, der aufgrund der Überbehütung durch seine Mutter (Mother), aufgrund der Abwesenheit seines im Krieg gefallenen Vaters (Another Brick in the Wall Part I, When the Tigers Broke Free), aufgrund von Liebesaffären (Young Lust), aufgrund des Umstandes, von seiner Frau betrogen und verlassen worden zu sein (Young Lust, Don’t Leave me Now) und aufgrund der Grausamkeit der Lehrer in seiner Kindheit (The Happiest Days of Our Lives) eine imaginäre Mauer um sich errichtet, die ihn vor äußeren emotionalen Einflüssen schützen soll. Der Mann heißt Pink.
Nachdem er die Mauer aufgebaut hat, verzweifelt Pink an seiner Existenz, weil er durch sie von sozialen Kontakten abgeschirmt ist. Unfähig, die Mauer einzureißen, verabschiedet er sich von der für ihn grausamen Welt (Goodbye, Cruel World).
Anstatt sich umzubringen, versucht Pink aber, letzte verbleibende Gefühle zu unterdrücken und zieht sich in sich zurück. Er wird drogenabhängig, apathisch und verbringt die Zeit reglos und allein vor dem Fernseher (Nobody Home). Als er für einen Auftritt von einem Arzt mit Beruhigungsmitteln behandelt wird (COMFORTABLY NUMB), nehmen seine Drogenfantasien überhand: Er entwickelt Verfolgungswahn (Run Like Hell) und in seinen Vorstellungen wird er zu einem totalitären Agitator, der in seiner Wut auf die Welt gegen Minderheiten hetzt.
Am Ende seines Wahns ist Pink nicht mehr in der Lage, Emotionen zu unterdrücken, und klagt sich selbst vor einem imaginären Gericht des Vergehens Gefühle gezeigt zu haben an. Das Gericht nimmt die Zeugenaussagen von Lehrer, Mutter und Ex-Frau entgegen und verurteilt ihn: Als Strafe soll er vor seinesgleichen zur Schau gestellt werden – die Mauer wird eingerissen (The Trial).
Der verletzliche Pink ist nun freigegeben und ein neues Leben scheint sich anzubahnen (Outside the Wall). Allerdings bricht die letzte Melodie an genau der Stelle ab, an der das Album begonnen hat: Vielleicht beginnt Pinks Leidensweg also auch einfach wieder von vorn.
Nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 wurde „The Wall“ am 21. Juli 1990 am Potsdamer Platz aufgeführt. The Wall ist das einzige Konzert, das – durch den Veranstaltungsort auf der innerdeutschen Grenze – mit einer Bühne gleichzeitig in zwei Staaten stattgefunden hat.
So manches Mal kann man die Dinge durch Musik doch noch etwas besser ausdrücken: Dieselben Worte, aber durch die Musik umrahmt, unterstützt, durch den Klang vertont, durch eine gewisse Schlüssigkeit ehrlicher, unplugged, durch eine Art musikalische Überzeugungskraft stimmungsvoller, durch die Aufnahme wiederholbar, durch den Gesang nicht verfälscht, reichhaltiger, tiefergehend, durch die fremde Stimme geladener, durch den Sound emotionaler, lauter, länger, treffender. Hier etwa die Sportfreunde Stiller mit „Ein Kompliment“.
Ein Gefühl, wie etwas entsteht: Es geht leise, langsam, zaghaft – durchaus schön – los und steigert sich. Es muss sich steigern. Es kann nicht zaghaft bleiben. Es ist erst entstanden, ist zu etwas geworden, wenn es gesteigert ist, gewaltig gesteigert. Erst dann. Damit haben wir immer zu tun, überall. So auch Jimi Hendrix mit dem kurzen Song „Slipping down to universe“:
FACEBOOK war schon wieder aus! DAHER HIER NOCHMAL: Der Blog verträgt mal wieder etwas Musik. Die bisher hier gebrachten Titel – doch schon eine schöne Playlist – werde ich in Kürze zusammenstellen und hier einstellen. Heute – ich weiß gar nicht, wie ich drauf gekommen bin – etwas Altes. Es hat geschichtlichen Charakter, passte durchaus einmal in die politische und gesellschaftliche Landschaft, heute aber nicht mehr. Aber schön ist es, wurde auch weltweit gesungen. Es fühlt sich eigentlich an wie im kürzlich in den Kammerspielen gesehenen Kirschgarten von Anton Tschechow (siehe voriger Blogbeitrag). Denn wenn man es heute ansieht, merkt man vielleicht: Mit manchen Dingen kann man in der Gegenwart rein garnichts mehr anfangen. Vorbei. Aber – und das ist das Erstaunliche – es ist Geschichte und als solche schätzt man es. Man betrachtet es irgendwie anders, mit einem Abstand, der alles Schöne daran fast besonders zutage hebt. Gedankenfrei, vorurteilsfrei. Und danach: Schwupp ist man wieder in der Gegenwart! Wie die alte Ranewskaja, als sie im Kirschgarten ihr Schloss am Ende, vor der Abreise, noch einmal quasi nüchtern, mit kahlen Wänden, kahlen Räumen, entkernt, sieht. Als ihre Geschichte! Da sieht sie all das Schöne des Kirschgartens und des Schlosses noch einmal. Sie sieht es nicht mehr als Gegenwart. Es geht hier um MARLENE DIETRICH und das Lied SAG MIR WO DIE BLUMEN SIND.