MUSIK: Marianne Faithful – The Eyes Of Lucy Jordan

Man liest, Marianne Faithfull hat ein neues „Album“ herausgebracht. No Exit, bestückt mit Best-of-Livemittschnitten der letzten Jahre. Zu ihrem 50-jährigen Bühnenjubiläum und ihrem 70ten Geburttag. Sie soll ja eine besondere, sehr große Bühnenpräsenz haben. Hier der bekannte Song The ballad of Lucy Jordan, der auch auf dem neuen Album zu finden ist. Es fällt auf, finde ich, dass sie diesen Song heute mit viel mehr Gewicht auf dem Text singt.

 

MUSIK: Wanda – Bologna

Österreich? Klar: Wanda mit dem Erfolgssong Bologna! Meine kleine Österreichreihe geht also weiter. Auch der in Kürze folgende Blogbeitrag wird übrigens doch noch Österreich betreffen. Österreichische Literatur, aber nicht Thomas Bernhard, von dem natürlich auch jede Menge gebracht werden könnte.

Kurz zurück in der Geschichte. Was ist Österreich? Hier ein paar wesentliche Stationen, die ja irgendwie jeder Österreicher mit sich trägt.

Die seit 976 bestehende „Markgrafschaft Österreich“ wurde 1156 von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) auf dem Hoftag in Kreuzhof bei Regensburg zu einem eigenständigen, von Bayern unabhängigen „Herzogtum Österreich“ erhoben. Damit beginnt die eigentliche Geschichte Österreichs als selbständiges Territorium innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.

Nach dem Aussterben des Geschlechts der Babenberger 1246 setzte sich dann das Haus Habsburg im Kampf um die Herrschaft in Österreich durch. Franz I. (von Lothringen) gründete 1804 das Kaisertum Österreich und nahm als Franz I. (der Ehemann von Maria Theresia; der Tochter von Karl IV., daher das Haus Habsburg-Lothringen) den Titel Kaiser von Österreich an, um die Gleichrangigkeit mit dem neuen französischen Kaiser zu wahren. 1806 legte er dann unter dem Druck Napoleons die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder, womit dieses zu bestehen aufhörte. Das Kaisertum Österreich war ein Vielvölkerstaat gewesen, in dem außer Deutsch auch Ungarisch, Italienisch, Tschechisch, Polnisch, Ukrainisch, Rumänisch, Kroatisch, Serbisch, Slowakisch und Slowenisch gesprochen wurde. Mit seinen vormals zum Heiligen Römischen Reich gehörenden Gebieten gehörte es ab 1815 zum Deutschen Bund, in dessen Bundesversammlung der österreichische Gesandte den Vorsitz führte.

Im Kampf um die Vormachtstellung im Deutschen Bund erzwang Preußen unter Bismarck eine Entscheidung im Sinn der kleindeutschen Lösung ohne Österreich. Im Deutschen Krieg 1866 unterlag Österreich den Preußen in der Schlacht bei Königgrätz. Der Deutsche Bund löste sich auf.

Österreich war dann die eine Reichshälfte der 1867 errichteten Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Die ungarischen Gebiete erlangten damit mehr Unabhängigkeit.

Die heutige Republik entstand ab 1918, nach dem für Österreich-Ungarn verlorenen Ersten Weltkrieg, als die Siegermächte die Vereinigung Deutschösterreichs mit der Weimarer Republik verhinderten. Vom sogenannten „Anschluss“ 1938 an, dem Wechsel von der Ständediktatur in die nationalsozialistische, war Österreich bis 1945 Teil des Deutschen Reiches. Von den Siegern des Zweiten Weltkriegs neuerlich als eigenständiger Staat errichtet, erklärte Österreich nach dem Ende der Besatzung 1955 seine dauernde Neutralität.

Musiktipp der Woche

MUSIK: Christine & The Queens – Tilted

Bevor ich in der kommenden Woche die große österreichische Welle beenden werde, schiebe ich diese Woche einen anderen Song dazwischen. Auch nicht schlecht. Abwechslung ist ein Motto des Blogs! Der bekannteste Song „Tilted“ von Christine & the Queens aus Frankreich. Sängerin, Songwriterin und Tänzerin ist sie. Zierlich, aber mit Power. Diese Video ist zum Ansehen, nicht NUR zum Hören.

Wikipedia schreibt: Sie „mischt das klassische französische Chanson mit modernem Rhythm and Blues, angereichert mit Pop- und minimalistischen Electro-Elementen. Ihre Texte wechseln zwischen Englisch und Französisch. Ihre Auftritte sind theatralische Performance-Aktionen“.

Und: „Die Tochter eines Lehrerehepaars lernte früh Klavier zu spielen und entdeckte schon als Kind ihre Liebe zur Bühne. Ihren Tanzunterricht musste sie wegen einer Verletzung aufgeben und wandte sich dem Modern Jazz zu. Nach einem Schauspielstudium in Lyon und Paris ging sie 2010 nach London, wo sie sich mit einer Gruppe singender Drag Queens anfreundete, die sie zum Singen überredeten“.

MUSIK: Hubert von Goisern – Weit, weit weg

Da es in der vergangenen Woche mit überwältigender Mehrheit die so sympathischen und stilsicheren Herren Seiler und Speer aus Österreich mit ihrem Song „ham kummst“ geschafft hatten, in meinem Blog als Musik der Woche zu erscheinen, setze ich die österreichische Reihe fort. So einfach kommt man ja aus Österreich auch nicht heraus, wenn man einmal drin ist und dem österreichischen Schmalz verfallen ist! Ein Lied von Hubert von Goisern mit dem Titel Weit weit weg ist dran. Auch in der kommenden Woche wird es übrigens noch österreichisch bleiben. Tja, was die Österreicher eben alles können! Nur eine ordentliche Bundespräsidentenwahl bekommen sie nicht hin. Aber die Kandidaten sind ja auch beide irgendwie auf unterschiedliche Art und Weise nicht gerade attraktiv. HIER:

MUSIK: Seiler & Speer – Ham kummst

Es gibt so unglaublich sympathische Menschen! Zwei davon – Seiler und Speer – singen das Lied ham kummst. Es passt ein wenig zum Münchner Oktoberfest, das am Samstag, den 17.09.2016, um 12.00 UHR begonnen hat.

Musiktipp der Woche

HIER (die Überschrift anklicken):

MUSIK: Otis Redding – The Arms Of …

Am 9.09.1941 wurde Otis Redding geboren.Heute ist also erst sein 75. Geburtstag. Ich dachte früher immer schon, es handle sich sicherlich um einen älteren Musiker. Doch ganz im Gegenteil: Er wurde nur 26 Jahre alt und starb am 10.12.1967 bei einem Flugzeugabsturz (Flug zu einem Konzert). Und hatte in dieser so kurzen Lebenszeit schon eine Menge phantastischer und erfolgreicher Lieder geschrieben! Deshalb heute hier der Song These arms of mine. Es ist ein recht kurzer Song. Das Lied war sein erster Erfolg (Platz 20 der US-R&B charts). Er hatte im Anschluss an einen Studiotag mit seiner damaligen Band noch die Gelegenheit und Zeit, im Studio diese Platte aufzunehmen.

Musiktipp der Woche

MUSIK: Marius Müller-Westernhagen – Freiheit

Werte, die uns tragen.Es könnte auch anders sein. Aber immer wieder lohnt es sich, kritisch anzuschauen, wie wir damit umgehen. Oder etwa ob wir sie nur einsetzen, um andere Ziele zu verfolgen (so kurz Slavoj Zizek, vorheriger Blogbeitrag). Mehr dazu wahrscheinlich in Bälde. Heute dazu der Song Freiheit von Marius Müller-Westernhagen. Weil der Song recht kurz ist, folgt danach noch sein Song Ich bin wieder hier.

MUSIK: Paolo Conte – Max

Mehr als Musik kann ich derzeit nicht bringen, bin unterwegs. Und wo ich bin, kann man sich bei dem Lied denken (nicht aber am Aufführungsort). Das Lied hat einen schönen Verlauf, also wenn, dann ganz hören.

Musiktipp der Woche

MUSIK: The White Buffalo – Don‘t You Want It

Ein schönes Video, der ebenso gute Song Don’t You Want It von The White Buffalo. So nennt sich der amerikanische Sänger Jake Smith, der kürzlich in Frankfurt ein Konzert gegeben hat und offenbar – der Blogbeitrag wir noch ergänzt werden – gerade in Deutschland auf Tour ist.

ERGÄNZUNG: Auftritte hat er in Europa nur noch heute, 29.7.2016, in Triest und morgen, 30.7.2016, in Brescia. Also auf nach Italien!

MUSIK: Udo Lindenberg – Reeperbahn

Hier der link zum gestern im Deutschlandfunk gehörten Mitschnitt des Konzertes von Udo Lindenberg vom 21.04.2016 am Timmendorfer Strand, Maritim Seehotel: Es war die Generalprobe seiner Keine Panik“ Tour 2016. Auf dem Bild unten rechts dann auf „Audio“ klicken.

http://www.deutschlandfunk.de/udo-lindenberg-panikorchester-grosser-nuschler-mit-hut.1173.de.html?dram:article_id=360147

Und weils so schön ist: Legendär ist ja die Aufnahme des MTV Unplugged Konzertes von Udo in seinem Atlantik Hotel. Hier der schöne Song Reeperbahn, gesungen mit Jan Delay, mit einem Video, das zeigt, wie zeitlos unser Udo ist..

 

 

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MUSIK: Genesis – Carpet Crawlers

Auf meiner Musikliste ziemlich weit oben: GenesisThe Carpet Crawlers. Das erst Video ist eine Aufnahme aus einem Konzert in Rom im Jahre 2007. Es passt auch deshalb, da es mich ab kommender Woche für mehrere Wochen nach Italien – südliche Toskana, nicht weit von Rom – verschlägt.

Hier zum Erinnern an die Siebziger-/Achtzigerjahre zwei Versionen des Songs. Zuerst The Carpet Crawlers gesungen von Phil Collins:

Und dann zum Vergleich die fast poetischer gesungene Version des Songs The Carpet Crawlers von Peter Gabriel:

MUSIK: Asaf Avidan – Reckoning Song

Asaf Avidan, Reckoning Song ist der Ursprungssong. Gespielt wurde gestern im (wiederholten) Tatort die Remix-Version des Berliner Musikers und DJs Wankelmut, die One Day heißt. Das offizielle Musikvideo zu One Day wurde seit der Veröffentlichung auf YouTube im Juni 2012 bis Juni 2013 über 100 Millionen Mal angesehen.

Asaf Avidan wurde am 23. März 1980 in Jerusalem geboren, ist ein israelischer Folk-Rock-Musiker. Sein Gesang wird teilweise mit dem Janis Joplins oder Robert Plants verglichen. Es wechseln sich Falsettstimme und tiefere Stimmlagen ab.

Speziell das Video des Remix von Wankelmut beeindruckt. Es zieht in den Bann. Erzählt wird eine an sich harmlose Story von drei Personen, die in irgendeiner Stadt eine Nacht lang unterwegs sind. Es hat Erotik und irgend etwas, das am Rande des Üblichen liegt, aber vielleicht viel öfter stattfindet, als man meint. Das Mädchen küsst und kümmert sich ausschließlich um den Blonden, Bartlosen. Anscheinend ein neuer Freund, während der bisherige dabei ist und auch „mitfeiert“. Am Ende sind aber alle drei vereint. So ist es eben auch. 

 

 

 

 

 

 

 

 

MUSIK: R.E.M. – Everybody Hurts

Hier ein gern gehörtes Lied: Everybody hurts von R.E.M.

R.E.M. ist die Abkürzung für Rapid Eye Movement, eine Schlafphase des Menschen, in der sich die Augen sehr schnell unter den Lidern bewegen.

Musiktipp der Woche

Hier eine Liveversion:

MUSIK: Leyla McCalla

Der Rhythmus der Blogbeiträge ist derzeit träge. Es heißt ja auch Beiträge und nicht Beiflott. Aber es wird sich sicher wieder steigern. Hier eine Musikerin, von der man hört, dass sie Ende Mai ihre neue CD veröffentlicht.Leyla McCalla mit „A Day for the Hunter, a Day for the Prey“. Seltsam, der Song heute hat meines – laienhaften – Erachtens gewisse Ähnlichkeiten mit dem letzten Musiktipp, in dem Amason vorgestellt wurde.Ihre Stimme, das Lied, das Arrangement, der Musiker mit Vollbart. Sie spielt allerdings mit klassischen Instrumenten.

Leyla McCalla ist gebürtige New Yorkerin, ihre Eltern kommen aus Haiti.  Sie singt auf Französisch, haitianischem Kreol und Englisch.

Auf ihrem neuem Album erzählt sie von ihren Erfahrungen als Tochter haitianischer Immigranten und von ihrem Leben in Louisiana. Es gebe zahlreiche Querverbindungen zwischen Haiti und Lousiana.

Leyla McCallas Lieblingsinstrument ist das Cello. „Es kann traurig klingen oder fröhlich, schroff, eindringlich oder leicht“, sagt sie.

Zu hören war sie heute nachmittag auf Deutschlandradio Kultur.

Musiktipp der Woche

 

MUSIK: Sinead O‘Connor

Zu Blogbeiträgen bin ich momentan aus Genesungsgründen nicht in der Lage. Daher nur die wöchentliche Musik. Ein Song, von dem man kaum weiß, dass er von Prince (Musik der vergangenen Woche) geschrieben wurde: Nothing Compares 2 You von Sinead O’Connor: Ein schönes Lied aus dem Fundus und eine Hommage an Prince.

Hier noch eine andere Version, einige Jahre später: Emotional anders, es war ein tribute to Prince, der den Song geschrieben hatte.

Oder hier live:

Hier eine Version von Pink aus 2023:

MUSIK: Yehudi Menuhin

Es gibt Menschen, die mit ihren Fähigkeiten einen außergewöhnlichen Zugang zum Leben haben. Ein solcher Mensch war sicherlich auch Yehudi Menuhin. Gestern war sein 100ter Geburtstag, daher oft zu hören im Radio. Ein Blick auf ihn als Anregung:

Sein Spiel veranlasste z. B. Albert Einstein, liest man, an die Existenz Gottes zu glauben. „Nun weiß ich, dass es einen Gott im Himmel gibt“, soll der Physiker 1929 nach dem Auftritt des zwölfjährigen Yehudi Menuhin ausgerufen habe. Das Konzert in der Berliner Philharmonie, wo Menuhin drei Violinkonzerte hintereinander gab, sei ein sensationeller Erfolg gewesen, der Beginn einer Weltkarriere. Sein intuitives, spontanes und zugleich reifes Spiel habe seinen Ruhm als ‚zweiter Mozart‘ begründet. Yehudi Menuhin wurde zum Lord geadelt, mit Auszeichnungen überhäuft. Yoga half ihm aus Krisen. Menuhin hatte eine der längsten Musikerkarrieren überhaupt. Das Jubiläumskonzert des Berliner Philharmonischen Orchesters 1982 habe er eine Weile lang aus dem Kopfstand heraus mit seinen Füßen dirigiert. Etc. Er war Violinist, Dirigent, Schriftsteller, sehr engagierter Humanist.

 

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MUSIK: Prince – Purple Ran

Heute ist Prince gestorben.  Sein bürgerlicher Name war Prince Rogers Nelson. Er wurde nur 57 Jahre, hatte in den letzten Wochen an einer Grippe gelitten und kam ins Krankenhaus. Gestorben ist er auf seinem Anwesen in Minnesota. Sein Album „Purple Rain“ von 1984 gilt vielen als eines der besten Alben der Pop-Geschichte. Er sang, spielte Gitarre, Klavier und andere Instrumente. Sein legendäres Lied Purple Rain ist natürlich die Musik der Woche. Hier eine wunderbar lange Version, in der man ihn auch wunderbar sieht.

Eine Version aus zwei Welten: Bruce Springsteen spielt Purple Rain:

Und hier Prince: