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Gesehen und gehört

MUSIK: Snarky Puppy

Snarky Puppy? Nie gehört. Der Livemittschnitt eines Konzertes aus Köln (1.11.2015 in der Live Music Hall) wurde vergangenen Freitag Abend in der immer wieder interessanten Reihe „On Stage“ im Deutschlandfunk gebracht. Der zweite Teil kommt am Freitag dieser Woche. Es ist nicht unbedingt einfach eine Band. Es ist ein „Kollektiv“ von ca. 25 Musikern, von denen immer verschiedene auftreten. Man liest: „Teilweise schwer drückend wie die Brecker Brothers, dann federleicht groovend wie eine Soulband – stets jedoch mit höchstem musikalischen Anspruch. Und Snarky Puppy überzeugen längst nicht nur Fachkreise: Dass diese Musik beim Publikum ankommt, beweisen Millionen Klicks bei YouTube, sowie der Grammy Award 2013 – und eine ausverkaufte Deutschlandtournee im Herbst 2015.“

Auch hier empfehle ich: In Ruhe anhören – mit Kopfhörer am besten. Nur nebenbei laufen lassen kann nerven.

Hier der link zur Mediathek des Deutschlandradios. Erst den Text anklicken, dann den link, der sich zeigt:

Snarky Puppy am 1.11.2015 in Köln, Teil 1

Viel Spaß!

Musiktipp der Woche

Die Band Snarky Puppy beim Jazz Festival El Batel Auditorium in Spanien. (picture-alliance / dpa / Jose Albaladejo)

 

HIER EIN LÄNGERER LIVEAUFTRITT

 

 

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Allgemein Gesehen und gehört

MUSIK: Dimitri Schostakovitsch

Heute eimal ein gewagter Sprung in die Klassik. Ich bin kein Klassikspezialist. Aber ich nähere mich eben den Dingen. Natürlich kann man sagen: Es gibt wahrlich andere Probleme! Aber ich versuche, den Bogen zur Gegenwart zu ziehen. Mal sehen. Also habe ich mich ein wenig Dimitri Schostakovitsch gewidmet, einem der bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er ist erst 1975 gestorben! Auf BR-Klassik wurde vergangene Woche wieder einmal ein Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, dirigiert von Mariss Jansons, live aus der Münchner Philharmonie übertragen. Noch dazu seine wohl bekannnteste Symphonie, auf die mich meine Frau, Sandra, schon mehrfach aufmerksam gemacht hatte: Die 7. Symphonie, genannt die „Leningrader Symphonie„. Es geht um die Belagerung und Aushungerung Leningrads durch die Nazis im Frühjahr 1941. Schostakovitsch hatte fast die gesamte Zeit in Leningrad verbracht. Es heißt auch: Wann war die Entstehungsgeschichte eines großen symphonischen Werkes je so schicksalhaft in die tragischen Ereignisse der Weltgeschichte verflochten wie im Falle der Leningrader? Ich habe sie mir in Ruhe auf Kopfhörer angehört: wirklich sehr beeindruckend! Auch die 10. Symphonie wurde mir einmal empfohlen. Auch sie ist sehr beeindruckend! Der Bogen zur Gegenwart: Schostakovitsch hatte das Leningrader Drama aufgegriffen, war also damals sehr aktuell. Das zu wissen, verschafft einem fast die Gelegenheit, die Symphonie zu verstehen. Die Zeit vor der Belagerung, die Belagerung selbst … Schostakovitsch stand immer zwischen Stalinismus und der Kritik daran, wurde mal verächtet, mal wieder hoch geschätzt von Stalin. Und auch heute hat Musik eben oftmals aktuelle Bezüge. Darum geht es eben. Ich empfehle die Leningrader Symphonie!

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MUSIK: Miley Cyrus – Karen Don‘t Be Sad

Hier ein – finde ich – schönes Stück. Miley Cyrus, Karen don’t be said. Weil gerade Karneval war, passt es – wenn man Miles Cyrus und die Musiker im Hintergrund sieht. Und für uns alle, die wir so gut und fließend spanisch/portugiesisch können, sind auch spanische (oder portugiesische?) Untertitel zu sehen. Wie sagt sie so schön: „Voce tem falado com aqueles tolos novamente„. Wie recht sie hat. Und: Angesagt wird das Stück von einer Frau, die sich als Hillary Clinton, die Demokraten-Bewerberin im US-Präsidentschaftsrennen, verkleidet hat. Auch originell! Viel Spaß.

 

 

MUSIK: Andreas Spechtl

Ästhetik und Rausch- Der Mensch will Beides, er will immer die Ästhetik und er will den Rausch. In allem will er es, wenn man ehrlich ist. Die private Ästhetik ist schon das, was ihm so im großen und im kleinen gelingt. Der private Rausch ist schon die Erkenntnis, dass es nicht nur auf Ästhetik ankommt. Der Abstand von Ästhetik und die Begeisterung, das Rauschhafte, Ungeordnete. Die äußere Form und das Innere. Das Appollonische (Form) und das Dionysische (Rausch).  Wir leben gerne in Ästhetik, suchen aber eigentlich ständig den Rausch, den kleinen oder den großen Rausch. Allein Ästhetik ist unmöglich, allein Rausch ist auch unmöglich. Auch Musik ist Rausch. Andreas Spechtl kombiniert beides in beeindruckender Form. Er war mit seiner ersten „Soloplatte“ Sleep in den Kammerspielen. Die Videos auf der großen Leinwand im Hintergrund waren durchgehend hochästhetisch, die Musik war konträr dazu, war brutal, bizarr, laut, aber harmonisch, ein Rausch! Das Projekt SpechtlPlaysSleep in den Kammerspielen traf insoweit ins Schwarze.

Das Beitragsbild ist aus einem anderen Video von Andreas Spechtl. Aus „The Age of Ghost“. Ich gehe davon aus, dass das Profilbild das Profil von Andreas Spechtl ist.

MUSIK: Amy McDonald

Hier der Song Dancing In The Dark von Amy MacDonald, ursprünglich von Bruce Springsteen. Siehe auch den Titel Stay In The Dark von Lambert. „Dark“ klingt düster, aber es geht um den Funken, der – egal bei was – Licht bringt. You can’t light a fire without a spark heißt es! Es geht in dem Song wohl um eine schreibende Person, die den Blick einer geliebten anderen Person als Funken wünscht, oder so.

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MUSIK: Lambert

Heute gleich noch ein Stück Musik. Stay In The Dark von Lambert. Der Titel und das schöne Stück klingen traurig, aber ich finde, man kann es auch verdammt positiv hören. Lambert tritt leider immer mit Gesichtsmaske auf, das finde ich sehr unangenehm. Unabhängig davon bleibt dieses kurze Stück schön.

In Kürze werde ich noch das Lied Dancing in the Dark von Bruce Springsteen, interpretiert von Amy MacDonald, bringen. Passt zum Thema, hat auch etwas Positives. Man muss sich sicher auch vielem Negativen stellen, immer wieder, das kann ja auch lehrreich sein, ist es meistens sogar, aber dann gerne wieder hin zum Positiven, wenns geht.

Das ist ein großes Thema. Überall. Zum Aktuellen: Man kann auch Flüchtlingen erst einmal positiv gegenüber auftreten, nicht mit einem schnellen: Halt, hier ist kein Platz, wir machen dicht!

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MUSIK: Lou Doillon

Anklicken und anhören. „Lay low – live at Kerwax Studio“. Wem es gefällt: Bitte im Kommentarfeld gerne Infos zu weiterer Musik hinterlassen.

Diesen link anklicken, dann am Vimeo – Video auf Play klicken und zack, schon gehts los:

https://vimeo.com/147320682

Und hier noch zwei Fotos meiner Lieblingssängerin: